Zu Triumph und wieder zurück #TriDay17 Teil 3

So schön es auch war, dass Triumph mich und andere zu Testfahrten auf dem Testgelände Boxberg eingeladen hat, gab es da noch das “Problem” der An- und Abreise. Von meiner Tonne bis zur Tetstrecke sind es 330 km in Richtung Südost über die Autobahn. Die Bahn ist nicht das liebste Revier für die #Hippe und führt durch eine handvoll Mittelgebirge, das verlangt nach einer alternativen Streckenführung.
Wenn ich über Landstraßen anreise und einen Bogen um den Ballungsraum Frankfurt mache sind es mit ein bisschen Umweg ca. 6,5 Fahrstunden plus Pausen. Klingt nach einer Anreise am Vortag. Oder zumindest nach einer Annäherung, denn von der Handwaschpasten Ranch sind es nur noch ca. 100 km ohne Autobahn, aber dafür quer durch den Odenwald.

Anreise

Herr Trölf ist einer der Rancher und auch auf dem Weg zu Triumph, wollte anschließend aber weiter und sein Bonanza-Rad mitnehmen. Ich hätte es ja gerne gesehen, wie er das Fahrrad aufs Mopped schnallt, aber er wollte es lieber mit dem Bus transportieren. Spielverderber. Damit wir trotzdem zusammen anreisen konnten packten wir die #Hippe auch hinten in den Bus, setzen uns gegen 21:00 ins Wohnzimmer. Geplante Abfahrt ist um 06:30, für ein bisschen Quasseln ist noch Zeit. Gerade mit dem dem Reden angefangen guckte ich das erste Mal auf die Uhr: 01:22 Uhr. Oha.

Aufstehen und losfahren klappt am nächsten Morgen trotzdem. Am Boxberg angekommen stellten wir als erstes fest, dass dort noch eine weitere Veranstaltung stattfand. Lauter Sportler oder zumindest sportliche Moppeds mit über 100 PS und supersportlicher Bereifung wurden von Anhängern und aus Transportern gerollt. Und ein 22 PS Dual-Sportler auf Semi-Stollen.
Den Vormittag habe ich dann auf der Landstraße mit Twins verbracht, wie ich in Teil 1 schon geschrieben habe bevor ich zum Mittag mit Frau Gixxer die Abendplanung anging.

Abreise

Mein ursprünglicher Plan war, die abendliche Essens-Einladung von Triumph anzunehmen und dann rund und satt nach Hause zu fahren. Entweder die ganze Nacht durch oder, falls ich müde werde, wild zu campen. Isomatte und Biwaksack hatte ich dabei. Nach der kurzen Nacht war ich von dem Plan nicht mehr überzeugt. Meine Idee einer Alternative war die naheliegendste: Ich suche mir hier ein Zimmer. Variante B wäre gewesen, nicht am Essen teilzunehmen und nur die halbe Nacht nach Hause zu fahren. Diese Variante gefiel mir gar nicht, hätte ich doch ein leckeres Essen und @MotoMinya verpasst, die erst zum Abend eintraf, weil sie Sonntag an den Testfahrten teilnehmen wollte.

Variante C

Frau Gixxer hatte eine bessere Idee. Wir packen die #Hippe in Ihren Bus, gehen essen und fahren danach mit Bus und #Hippe zu ihr. Von dort könne ich dann am nächsten Tag gemütlich nach Hause fahren.
Gute Idee, so machen wir es! Frau Gixxer sehe ich sowieso viel zu selten. Was macht es da schon, dass sie weitere 200 km in Richtung Südost wohnt, genau entgegensetzt zu der Richtung, die mich nach Hause führen würde? Ich hatte ja jetzt den ganzen Tag für den Weg von dann 550 km Landstraße.

Nach dem Essen und einer Autobahn-Vollsperrung ging es dann weit nach Mitternacht ins Bett.
Wenn man sich jedoch um 08:00 an den Frühstückstisch setzt und erst um 12:00 wieder aufsteht, wir der theoretisch zur Verfügung stehende Fahrtag empfindlich eingekürzt. Ich bin dann erst ein bisschen Bundesstraßen gefahren rund um Frankfurt Bahn, um etwas Zeit gut zu machen und erreichte die heimatlich Tonne, nach einigen Pausen zum Tanken, trinken und essen (danke für die eingepackte Brotzeit, Frau Gixxer) so gegen 22:00 Uhr.

Fazit:
Das war ein tolles Wochenende. Vielen Dank an @ErnieTroelf und @EdiGixxer für Obdach und Transport. Und ganz besonderen Dank an Triumph, die mir die Möglichkeit gegeben haben, ihre Moppeds auszuprobieren ohne dass mir dafür Kosten entstanden sind. Die Gelegenheit unterschiedliche Moppeds direkt hintereinander über die gleiche Strecke zu fahren, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und ich konnte die Moppeds viel besser kennenlernen, als unter normalen Bedingungen. Und außerdem bin ich bisschen in die Street Twin verliebt und ganz doll in die Street Triple.

 

P.S
Es waren fünf Twitternde Damen (@edigixxer, @mosbikeblog, @motominya, @r1addicted und @varatweety) bei Triumph und nur drei Jungs (@ernietroelf, @griesgram999 und @lefronc). Wird langsam Zeit für eine Quotenregelung. 😉

 

P.P.S.
Bilder gibt es wieder bei anderen Beiträgen.

Packmaße von Exped und Therm-a-Rest

Ein kurzer Nachgang zu meinem letzten Beitrag: Eigentlich wollte ich nur schlafen.

Um zu verdeutlichen, wie groß der Unterschied zwischen meiner alten Therm-a-Rest und der neuen Exped ist, habe ich ein Foto gemacht.

Packmaß. Links Exped (ca 23 x 17) rechts Therm-a-Rest (ca 67 x 15) ohne Tasche oder Gurte.

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Beide sind in etwa gleich dick (15 gegen 17 cm) die alte Selbstaufblasende ist dabei jedoch fast dreimal länger (67 gegen 23 cm). Die Durchmesser lassen sich mit Gurten oder Packtaschen noch verringern. Die lange Matratze könnte ich falten (habe ich bisher nur versuchsweise gemacht, soll aber auch auf Dauer funktionieren, wie ich den Kommentaren unter dem originalen Artikel entnehmen konnte) und dann rollen, dann wird die Rolle aber dicker, das geringe Volumen der Luftmatratze erreiche ich mit der Großen nie. Mit diesem kleineren Volumen passt die Exped viel besser in einen Rucksack, die große hatte ich immer außen am Rucksack gefestigt und dafür habe ich sie auch gekauft.

Die Exped ist auch leichter, wie viel kann ich aber nicht sagen, denn ich habe keine Küchenwaage.

Edit:

Die Nachbarn haben keine Küchenwaage, daher habe ich mit ein bisschen Google-Fu die Gewichte recherchiert. Die die Exped Synmat 7m habe ich 860 Gramm gefunden und für die große Therm-a-Rest 4,2 lbs, was 1.920 Gramm sind.

Ende Edit.

Eigentlich wollte ich nur schlafen …

Wenn alles gut läuft, dann läuft es so: Man hat eine Problemlage, die durch Kauf eines Gegenstandes gelöst werden kann. Im Fachhandel werden verschiedene Lösungen angeboten und nach kompetenter Beratung entscheidet man sich für Lösung A und alle anderen Lösungen werden nicht gekauft. Demnach hat man mit Lösung B bis Z auch keine Erfahrung. Ich habe mittlerweile hier Lösung A und B zum Thema: Schlafunterlage.

Lösung A: Selbstaufblasend

Früher bin ich immer mit einer großen Therm-A-Rest Matratze zum Camping gefahren. Die ist “selbstaufblasend”, 195 x 63 x 3 cm groß, hat einen R-Wert von 3 und ist deutlich bequemer als alle Iso-Matten, die ich jemals probiert habe.
“Selbstaufblasend” bedeutet, dass in der Matte ein schwammartiger Schaum ist. Beim einrollen der Matratze wird die Luft herausgedrückt und beim ausrollen nimmt der Schaum seine ursprüngliche Form wieder an. Ich puste immer noch etwas Luft hinein, bevor ich mich drauf lege.
Hauptnachteil, vor allem beim Wandern, ist das riesige Packmaß, aufgerollt sind dass immer 63 cm Breite. Das war damals, beim Kauf (ein Superschnapper im Fabrikverkauf für unter $30) noch egal, weil ich meine Nächte im Wanderurlaub immer in Hotels verbracht habe und die Matte nur mit dem Mopped transportiert wurde.

Lösung B: Fremdaufblasend

Jetzt wollte ich aber auch beim wandern draußen schlafen, und da musste etwas neues her, dass sich kleiner verpacken lässt und weniger wiegt. Mir wurde in einem Laden die Exped SynMat 7M (183 x 55 x 8 groß, R-Wert ca. 5) empfohlen, eine Luftmatratze mit synthetischer Füllung und eingebauter “Pumpe”. Bei einer besseren Beratung hätte ich mir das teurere und bessere Modell mit Daunenfüllung gekauft, das bietet die bessere Wärmeisolierung, auch wenn ich diese bisher nicht gebraucht habe. Die Exped ist leichter und lässt sich deutlich kleiner zusammenrollen.
Die “Pumpe” ist ein Schaum und kein hartes, unbequemes Ding mit Hebeln. Die Pumpe funktioniert gut, wenn die Matratze auf einem harten, geraden Untergrund liegt.

Kurzer Exkurs

Wer draußen schläft (ich rede hier von mit oder ohne Zelt, nicht von Wohnwagen oder anderen Camping-Fahrzeugen), wird wissen, dass der Boden, auf dem man liegt, viel Wärme aus dem Körper zieht. Je kälter der Boden, desto besser sollte die Isolierschicht sein. Mit einer guten Unterlage funktioniert der Schlafsack viel besser, denn die untere Seite des Schlafsacks wird durch das Körpergewicht zusammengedrückt und isoliert daher deutlsch schlechter als die Seiten oder oben. Ohne Zelt kann man die aus Tannenzweigen, Laub, Farn, Stroh, oder ähnlichem bauen. Mit Zelt, also wenn das Zelt einen Boden hat, wird das schwierig.

Der Test, den ich machen wollte

Größenvergleich

Ich habe hier zu Hause also zwei Systeme, die ich miteinander vergleichen könnte. Auf dem heimatlichen Balkon ist das deutlich leichter als unterwegs. Also habe ich die Exped aufgeblasen, den dicken Schlafsack genommen und bei 4 bis 7 Grad (je nach Thermometer) auf dem Balkon geschlafen. War muckelig warm.
In der Nacht darauf, bei gleicher Temperatur, habe ich das gleiche mit der der Therm-A-Rest wiederholt, war auch warm.
Hmpf, unentschieden. Ich hätte vielleicht meinen mittleren Schlafsack wählen müssen, um einen Unterschied zu merken. 

Falls ich später mal wieder Lust darauf habe, auf dem Balko zu schlafen, werde ich es wiederholen, dann vielleicht mit einer Decke statt einem Schlafsack.

 

P.S.

Beide Produkte sind auf den Herstellerseiten nicht mehr aufgeführt, also wohl aus dem Programm geflogen. Die R-Werte sind aus meinem Kopf, die Maße im aufgebauten Zustand habe ich gemessen.
Die Therm-A-Rest ist mittlerweile über 20 Jahre alt, da wundert mich das nicht, dass die nicht mehr angeboten wird.

P.P.S

R-Wert ist der Wärmedurchgangswiderstand, je höher, desto besser.

Balkon-camping gestaucht ohne Zelt.

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Like ist der kleine Bruder von Scheiße

Auf den Social Media Plattformen sind wir alle immer Leser und Schreiber. Man schreibt dort nicht nur eigene Beträge, auch die Kommentare und Likes (Sterne, Daumen, Herzen oder was auch immer), die dort hinterlassen werden, werden geteilt. Auf manchen Plattformen wird auch angezeigt, was Du gelesen hast. Gespeichert wird das sowieso und wenn es nicht heute angezeigt wird, dann vielleicht später: „Vor drei Jahren hast Du Dir diese Katzenbabys angesehen. Gucke jetzt, wie groß sie heute sind [Link]“.
Dass Facebook und Co. das Surf-Verhalten nicht nur auf der eigenen Plattform sondern auch darüber hinaus verfolgen, aufzeichnen und speichern, wissen wir ja alle. Dagegen kann man was tun, aber das ist ein anderes Thema. Wir schreiben also ständig, wenn auch meistens nur in eine Datenbank, die uns später um die Ohren gehauen wird.

Wenn wir also sowieso schreiben, dann kann es nicht schaden, wenn wir wissen was wir tun und dass wir das richtige Tun.

Kommentieren

Guck, wo Du kommentierst. Wenn Person A in Deiner Timeline einen LiOscar Quelle Pinterestnk teilt, und Du willst was zu dem Link (nicht zum Inhalt des Linkziels) sagen, z.B. der Link funktioniert nicht, dann kommentiere unter dem geteilten Link von Person A (am besten mit dem korrigierten Link). Wenn Du aber etwas zum Inhalt des Linkziels sagen willst, dann sag es dort, auf der Seite, zu der der Link führt, denn dann kann der ursprüngliche Autor es lesen und auch andere Leser. Dort bleibt den Kommentar auch erhalten, wenn das Timeline Radio längst weiter gezogen ist.
Das gilt auch wenn Person A auf Facebook (und auch allen anderen Plattformen) auf den eigenen Blog verlinkt, der Kommentar gehört unter den originalen Beitrag. Die einzige Ausnahme ist, wenn Du hinter dem Rücken des Autoren über ihn reden willst, dann kannst du Deinen Kommentar auch woanders, z.B. in Deinem Lieblingsforum oder sonst wo posten.

Teilen

Das Mitmachnetz lebt vom teilen, sharing is caring, wie es in einer anderen Sprache heißt. Nun muss man nicht jeden Betrag den man gelesen hat, gleich teilen. Jedoch: Meistens ist ein re-post nur ein einziger Klick und damit genauso aufwändig, wie ein Like. Und trotzdem werden viel mehr Herzchen, Daumen und Sterne gegeben als geteilt, selbst bei Postings, wo es eigentlich keinen Sinn macht.
Ein paar Beispiele: Ein Tweet, in dem jemand eine Wohnung sucht. Wenn so etwas in Deiner Timeline auftaucht, dann hilft ihm ein Herzchen nicht weiter. Es kann jedoch helfen, wenn Du den Tweet teilst.
Oder jemand stellt eine Frage, warum gibt es dafür mehr Daumen hoch als Antworten? Wenn man die Antwort nicht weiß, kann man die Frage weiter teilen, damit werden die Chancen erhöht, dass der Fragesteller eine Antwort bekommt.
Das gleiche gilt für ein gutes Statement, teile es, wenn Du die Meinung teilst, kommentiere, wenn Du eine andere Meinung hast.

Like ist egal

Bleibt als letzte Standard-Tätigkeit noch der Klick auf den Daumen. Warum macht man Oscar - Quelle Pinterestden? Weil man etwas gut findet, das aber nicht teilen möchte. So kann man einem Insider-Gag den Credit geben, den er verdient, ohne damit alle Outsider in der eigenen Timeline zu zu müllen.
Oder weil etwas in der eigenen Timeline auftaucht, dass einem gefällt, von dem man jedoch weiß, dass die eigene Follower durch einen Re-post gestört werden (z.B. Katzen-Videos in einer Katzenhasser-Timeline).
Oder weil man einfach nett zum Autor sein möchte, aber wir wissen doch alle: Nett ist der kleine Bruder von Scheiße.

Von Peking nach Paris – Das Rennen 1907

Im kommenden Jahr wird die Silk Way Rally das erste Mal auch für Moppeds ausgeschrieben. Die Silk Way ist eine Marathon Rally, vergleichbar mit der Dakar. Manche nennen sie gar, die kleine Dakar oder auch die zweite Dakar. Bisher konnten nur PKW und LKW diese Rally fahren.

Mich hat diese Ansage an einen Tag in meiner Kindheit erinnert, als die ganze Familie eine Auto-Show besucht hat, es muss 1980 gewesen sein. Damals wurden Autos aus der Harrah‘s Sammlung auf Tournee geschickt. Einige dieser Autos haben mich nachhaltig beeindruckt, eines davon war ein Itala.

Fürst Scipione Borghese hat mit diesem Auto das Rennen von Peking nach Paris gewonnen, das im Jahre 1907 ausgetragen wurde.
Das Rennen sollte eigentlich in umgekehrter Richtung gefahren werden. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Strecke umgedreht, um der Regenzeit zu entgehen.

Als das bekannt gegeben wurde, haben einige der Teilnehmer ihre Anmeldung zurückgezogen. Am Start in Peking standen nur noch fünf Fahrzeuge (es war mindestens ein Dreirad darunter). Das war den Veranstaltern zu wenig, also sagten sie das Rennen ab. Die Fahrer sind trotzdem losgefahren.
Es war 1907, da gab es nur wenig Wege und Verkehrsregeln. Die Fahrer waren alle stinkereich und Europäer, Kolonialherren, die es gewohnt waren, dass die Gesetze nur für den Pöbel gelten und der fremdländische Einheimische nur dafür da ist, dem edlen Herren zu dienen. Oder so ähnlich. Also ab dafür und trotzdem starten!
Halt zurück: Fürst Borghese war nicht unbedingt der Fahrer des Itala, er wurde von seinem Chauffeur und Mechaniker Ettore Guizzardi begleitet. Ob der Chauffeur gefahren ist oder der Fürst konnte ich nirgendwo lesen.
Mir gefällt die Idee, dass der Fürst auf dem Beifahrersitz sitzt und so etwas sagt wie: „Schneller Ettore, es ist ein Rennen, man wolle doch wohl gewinnen.“ Oder wie der Herr Fürst auf dem Siegertreppchen steht und den Preis, im Falle des Rennen von Peking nach Paris sollte der Sieger eine Magnum Flasche Champagner bekommen, in Empfang nimmt. Währenddessen poliert der Chauffeur, mit einem Lappen über den Kotflügel.

Ist natürlich Quatsch, wie man schon am Bild des Autos sehen kann, brauchen diese „Kotflügel“ keine Politur. Und wir reden hier vom Jahr 1907. Die Strecke von Peking nach Paris ist heute noch abenteuerlich. Im Rahmen eines Rennens, (also mit Organisation vom Start bis zum Ziel), schon ein bisschen weniger, aber immer noch lange nicht alltäglich.
1907 sahen die Wege ganz anders aus, es gab kein Straßennetz, schon gar nicht für Autos. Möglicherweise gab es nicht mal ordentliches Kartenwerk für die ganze Strecke. Auf jeden Fall war die Strecke, die die Teilnehmer wählten absolut frei gestellt, nur Start- und Zielort standen fest.
Google Maps liefert heute noch keinen Vorschlag für die Strecke (wegen China).

Ich stelle mir schon alleine die Fahrt mit einem Auto Baujahr 1907 auf heutigen Wegen (auch ohne Verkehr) abenteuerlich vor. 10.000 Kilometer mit diesem Itala, ob als Fürst oder Chauffeur: Hut ab.
Bei Wikipedia wird die Rennstrecke sogar mit 16.000 km angegeben. Grund dafür war wohl, dass der Fürst im Vorfeld dafür gesorgt hatte, dass sein Itala die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn als Sonderzug nutzen durfte. Die Spurweite des Itala wurde schon beim Bau auf die 1.520 mm Breitspur der TransSib angepasst. Die TransSib fuhr aber nicht den kürzesten Weg nach Paris und so kam der Itala auch durch Moskau und St. Petersburg. 6.000 Kilometer Umweg müssen halt gefüllt werden.
Ein weiterer Vorteil bei dieser Streckenwahl waren die vorhandenen Telegrafenstationen. Von denen konnte der ebenfalls mitfahrende Reporter Luigi Barzini unterwegs Berichte verschicken. Heute wird diese Rolle in der Regel von einer Action-Cam übernommen, zusätzlich mitfahrende Reporter im Rennen sind eher selten.
Auf den Bildern oben ist der dritte Sitzplatz nicht zu sehen, er war hinten, zwischen den Benzinfässern.

Gestartet wurde am 10. Juni morgens in Peking und der Sieger kam am 10. August in Paris an, sagt Wikipedia.
Richtig knapp war das Rennen nicht, der Zweitplatzierte Charles Goddard kam mit seinem Spyker erst 20 Tage später an, alle anderen sind ausgeschieden.

Im nächsten Jahr gab es ein ähnliches Rennen. Es ging von New York nach Paris, den langen Weg Richtung Westen. Den Film dazu kennt Ihr hoffentlich.

P.S.
Das Buch zum Rennen von Luigi Barzini heißt: „Peking – Paris im Automobil: Eine Wettfahrt durch Asien und Europa in sechzig Tagen, mit einer Einleitung von Fürst Scipione Borghese“. Ich habe es nicht gelesen, sollte das vielleicht mal nachholen.

Urgs, das Blockstöcken ist wohl ein Bumerang

Es hat mich schon wieder erwischt, nach dem Pegaso Podcast wurde ich nun von Mr. Transalp für den Liebster Award nominiert. Warum ich solche Kettenbriefe nicht mag habe ich schon bei meiner ersten Antwort geschrieben. Wie es scheint hilft es wohl nicht, das Blockstöckchen einfach wegzuwerfen, denn es ist ein Bumerang und kommt zurück.

Das Schöne am Liebster Award sind jedoch die unterschiedlichen Fragen, die jeder Blog stellt, also schreibe ich jetzt einen neuen Betrag und werfe den Stock dieses mal nicht weg, sondern halte ihn einfach fest.

Hier nun die Fragen und meine Antworten

Was hat dich zum Bloggen gebracht?

Ich habe es irgendwann einfach mal ausprobiert und dann weiter gemacht. Leider sind meine ersten beiden Blogs bei Providern gewesen, die es jetzt nicht mehr gibt und demnach sind sie wohl nur noch in der Way Back Mashine zu finden.

Was war die beste Anschaffung in deinem Motorradleben (Zubehör/Fzg)?

Die erste Anschaffung war ein Helm, damit der Herr Wachtmeister keinen Grund hat mich sofort anzuhalten, wenn ich schon … aber das gehört hier ja gar nicht hin.

Was war die dämlichste Anschaffung in deinem Motorradleben (Zubehör/Fzg)?

Heizgriffe, die liegen nämlich schon seit gefühlten 20 Jahren original verpackt im Keller und werden wohl auch niemals irgendwo angebaut. Bisher kam ich im Winter immer ohne aus.

Wie war deine erste Reise ohne Eltern?

Irgendeine Jugendfreizeit nach wo auch immer, denke ich.

Deine 5 Moppeds für die Zeitkapsel?

Wenn ich es richtig verstehe, dann kommen da Moppeds rein, und ich kann die nicht fahren, oder? Dann würde ich den Platz lieber für einen PKW nutzen, je weniger davon auf der Straße unterwegs sind, umso besser.

Wie würde dein Traumurlaub mit dem Motorrad aussehen?

Ziemlich gut

Tee oder Kaffee?

Tee, Whisky(e) geht aber auch oder Cola ohne Coca.

Leder oder Textil?

Kommt drauf an, wo und was ich fahre.

Klapphelm oder Integral?

Bisher habe ich noch keinen Klapphelm gefunden, der mir so richtig gut passt, daher fahre ich Integral.

Wünsch dir was: Welche Daten sollte dein Traummotrrad haben?

Das ist leicht: Der Kaufpreis müsste Null Euro betragen

Welcher Blog hat dich in letzter Zeit positiv überrascht?

Zeit für die ultimative Lobhudelei? Nö.

Da ich sowieso keine Blogs nominieren werde möchte ich die Chance ergreifen und folgende Blogs (alle nichts mit Moppeds) dazu aufrufen, in diesem Jahr wieder mehr zu schreiben.

Frau Heike
Sterne Zählen
Genussgier
Into the Blue
Schreibt so viel wie Gipfelglück  oder Krimimini.

Edith und P.S.

Wer sich nominiert fühlen möchte, darf gerne die gleichen elf Fragen beantworten oder sich selber welche ausdenken.

Ende Edith

Einige Malle Moto Fahrer auf der #Dakar 2017

Die #Dakar mit dem dem Mopped zu fahren ist eine große Herausforderung. Normalerweise fahren die Fahrer jeden Tag um 5 Uhr los. Vorher muss noch gefrühstückt, alles zusammengepackt, das Zelt abgebaut sowie noch das ein bisschen Vorbereitung (Trinkwasser auffüllen, Roadbook einfädeln etc.) getroffen werden. Das alles klingt nach aufstehen um 4 Uhr oder früher. Dann werden durchschnittlich 700 km gefahren bevor das nächste Biwak erreicht wird. Dort muss dann das Mopped gewartet werden (Ölwechsel, Kettenpflege, Luftfilter auswaschen, Reifen wechseln, Bremsflüssigkeit wechseln, Belege checken, Pipapo), das Roadbook für den nächsten Tag bearbeitet und das Zelt aufgebaut werden und zu essen gibt es dort auch noch und eine Fahrerbesprechung mit Änderungen fürs Roadbook. Fahrer mit einem Service-Team müssen das nicht alles selbst machen, meistens müssen sie sich nicht mal anstellen, um das Essen zu holen. In der Malle Moto Klasse müssen sie alles selber machen. Es gibt keine offizielle Aufstellung der Malle Moto Fahrer.
Einige, von den  ich weiß, dass sie Malle Moto fahren, möchte ich hier vorstellen.

 

Lyndon Poskitt (KTM Rally #100)

fährt mit einer KTM 690 Rally rund um die Welt und nimmt dabei an verschiedenen Rennen Teil, in Griechenland, der Mongolei, Japan, Mexiko und jetzt eben an der Dakar. Für die Dakar tauscht er die 690er gegen eine 450er KTM, denn mehr Kubik erlauben die Regeln nicht. Und weil einfach nur die Rally fahren nicht reicht, fährt Lyndon in der Malle Moto Klasse. Und er filmt das alles. Es soll ein tägliches Update Video geben und am Ende des Rennen einen maximal 52 Minuten langen Film über seine Teilnahme. Einen längeren oder mehrteiligen Film erlaubt die ASO als Veranstalter nicht.
Ach so, ich muss das obige ein bisschen korrigieren, Lyndon will nicht nur mitfahren, sondern die Malle Moto Klasse gewinnen, während er filmt. Lyndon und sein Filmprojekt können über Patreon unterstützt werden oder über den Kauf von Merchandizing-Produkten. Bei Facebook ist er auch und er beantwortet dort auch gerne Fragen. Ob er während des Rennens dafür Zeit hat
 möchte ich jedoch bezweifeln.
#GoLyndon

 

Manuel Lucchese (Yamaha #54)

ist berühmt dafür, dass er mit minimalem Budget (englisch: Shoestring Budget) an der Dakar teilnimmt, daher der Spitzname Shoestring. Er spart, wo er nur kann, um sich eine Teilnahme leisten zu können, seine vierte insgesamt. Statt teuer und direkt zu fliegen geht seine Anreise über mehrere Tage und Kontinente nach Buenos Aires und von da hofft er einen Bustransfair für die letzten 1.300 km zu bekommen. Sein Mopped ist Baujahr 2013 und wurde in Opas Küche zusammengebaut. Die Malle Moto ist billiger, weil hier natürlich kein Service-Team bezahlt werden muss.
Von und über Manny gibt es viele unglaubliche Geschichten. Wie er in den Dünen übernachten musste, wie er so lange auf der Felge fuhr, bis er ein gestrandetes Mopped gefunden hatte, bei dem er sich das Hinterrad “leihen” konnte und und und. Dieses Jahr hat er seine Vorbereitungen auf YouTube [englisch] eingestellt. Möglicherweise will Manny von unterwegs live bloggen, jedenfalls bewirbt er im Forum für seine Seite
www.gomanuel.com mit den Worten “My life blog :)”. Manuel ist auch auf Facebook und Twitter wo er italienisch und englisch fröhlisch mischt.
#GoManny

 

Franco Pirro (Yamaha, #61)

ist 61 Jahre alt und fährt seine 25. Dakar mit unterschiedlichen Fahrzeugen, dieses mal mit dem Mopped und wenn schon, denn schon, dann Malle Moto. Auf Twitter und Facebook ist er italienisch unterwegs. Nächstes Jahr startet er vermutlich mit der 62.
#GoFranco

 

Jurgen van den Goorbergh (KTM, #39)

ist ganz früher mal MotoGP gefahren, als das noch 500er hieß. Letztes Jahr hat er die Malle Moto gewonnen, er weiß also, was er tut. Interessant ist, dass er im letzten Jahr die KTM Rally fuhr und dieses Jahr mit einer umgebauten EXC, also einer Enduro antritt. Jurgen ist auf Twitter und Facebook vornehmlich auf flämisch unterwegs.
#GoJurgen

 

Hier eine Liste aller Fahrer, die vermutlich Malle Moto fahren. Falls dort etwas falsch ist, kann das Google Doc geändert werden.

P.S.
Autos fahren zwar auch bei der Dakar mit, ob es da so etwas wie eine Malle Moto gibt, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht, die Auto-Dakar ist mir egal.