2-Stunden Enduro mit Sacha #Roadblog2016 X Etappe

Über Facebook hat Sacha (mal schauen, ob der Facebook -Link so funktioniert) mir einen Enduro Event im Emsland vorgeschlagen und so verabreden wir uns dort . Es will mir ums verrecken nicht gelingen, einen schöne, kurvige Strecke dorthin zu finden, also springe ich auf das #Luxusweibchen. Das hat sowieso schon zu lange in der Garage gestanden, so lange, dass die Batterie ganz und gar kaputt war und ausgetauscht werden musste. Das ist bei der ollen Kawa immer ein mittelgroßer Akt.

Dafür ist der Weg über die Autobahn nicht nur deutlich unterhaltsamer als mit den 22 PS der #Hippe, es fühlt sich auch viel sicherer an.

Mit dem Luxusweibchen bin ich noch nie auf meiner Spur mit ohne Seitenabstand überholt worden, wie es mir auf der #Hippe doch öfter passiert. Diese Art überholt zu werden ist der Grund, warum ich immer versuche ein oder zwei km/h schneller zu fahren als auf den Schildern vorgeschlagen wird, was auf der Autobahn mit der #Hippe manchmal schwierig ist. Mit dem Luxusweibchen geht das jedoch ganz gut, und so richtig viele Tempolimits und Verkehr hat die A31 auch nicht. Dementsprechend schnell bin ich an der korrekten Abfahrt angekommen und mache mich auf die Suche nach einem zweiten Frühstück und der Endurostrecke.
Eine Netzrecherche im Vorfeld und zahlreiche Satellitenüberflüge haben mir jedenfalls keine Strecke gezeigt, obwohl der Veranstalter die Koordinaten auf seiner Website verrät. Mein Weg führt mich nach einer Dose Buttermilch aus dem Supermarkt und einem Marzipanteilchen vom Bäcker in das Dorf, das als Veranstaltungsort angegeben ist und hoffe auf das Beste.

Enduro Lingen Start

Tatsächlich steht an der Bundesstraße ein Rennwagen mit einem großen nach rechts deutenden Pfeil an einer Kreuzung; also nicht so ein fancy Formel 1 Renner oder so was, sondern ein verbeulter Stopplefeldrenner. Als ich direkt an der Kreuzung stehe entdecke ich auch einen kleinen Pfeil auf dem „Enduro“ steht, ich muss also tatsächlich hier rechts. Kurz hinter dem Ende des Dorfes geht es nach links, herunter von der Straße. Über einen lehmigen Feldweg führen mich die Schilder noch mal 1.000 Meter bis zu einer Weide, die der Autoparkplatz ist. Da parke ich nicht sondern fahre noch einmal 50 Meter weiter und stehe auf dem Moppedparkplatz direkt an einem abgeerntetem Feld, dass die Rennstrecke ist.

Mit Flatterband und 20 cm hohen Erdwällen wird der Streckenverlauf markiert, an manchen Stellen wurden Erdhaufen hingebaggert, die entweder als Anlieger, Hügel oder Sprungkuppe dienen. Eine kurze Gerade wird mit vier Hindernissen (Baumstamm, Reifen, Betonröhre und Türrahmen) garniert und fertig ist die Strecke. Die Strecke ist, je nachdem wen ich frage (der große Boss macht Rennleitung und muss überall gleichzeitig sein, da will ich nicht stören), zwischen 2.000 und 3.000 Meter lang. So wie das aussieht ist das an einem Vormittag hin- und nach dem Rennen in zwei Stunden wieder abgebaut.

Ich freue mir einen Ast, wie geil das ist.
Das könnte praktisch überall funktionieren, wir könnten aus jeder verdammten Wiese dieser Welt für einen Tag eine Rennstrecke machen!

Na gut, hier braucht man noch eine zweite Wiese auf der die Zuschauer Ihre Autos parken können und eine dritte Wiese für das Fahrerlager und die Kinderstrecke. Genau, die Kinder haben hier ihre eigene Strecke auf der sie mit Ihren PW50 und Co. ihre eigenen Rennen fahren können. Alles was mindestens 14 Zoll Räder hat muss aber bei den Großen mitfahren.

Enduro Lingen Kids

Heute gibt es zwei Rennen über jeweils 2 Stunden, einmal für Teams und einmal für einzelne Fahrer, einen Runde dauert bei Fahrern, die ich auf meinem Talentniveau einschätze ca. 5:45 Minuten. Es gibt aber auch Leute die deutlich schneller über den Kurs jagen und andere, die eher den Eindruck machen, als seien sie vorher mit Ihrer Enduro nur auf der Straße unterwegs gewesen. Manchmal wird es etwas eng, wenn ein Schneller über eine Kuppe springt, die ein langsamer Fahrer nur mit Mühen hinunter fahren kann, aber im Gegensatz zum MX der Nationen springt hier kein Fahrer auf den Rücken eines anderen, ich sehe gar keine echten Unfälle. Umfaller gibt es dagegen mehrere, besonders gegen Ende des Rennens, wenn die Fahrer schon fast 2 Stunden in den Knochen haben und die Kräfte nachlassen. Da sind die Streckenposten aber jedes Mal zur Stelle und schwenken Ihre Fahnen oder helfen den Fahrern. Hier fahren Jungs und Mädeln, Junioren und Senioren und alles was einen Zylinder und lange Federwege hat: Zweitakter, Viertaktern, Crosser, Enduros, Dual Sports. Ich entdecke mindestens eine DR350, eine XT500 (die sind auch immer und überall) eine TT600, eine G450X und anderes exotisches Zeug.

Am Ende des Rennens sehe ich um mich herum lauter erschöpfte und glückliche Menschen, der Tag hat sich also gelohnt. Irgendwer hat am Ende auch gewonnen, weil er in den zwei Stunden die meisten Runden geschafft hat.

Ich werde auf jeden Fall meine Augen auf halten und nach weiteren Rennen dieser Art gucken, vielleicht gibt es so etwas ja an ganz vielen anderen Orten, aber schon ein Dorf weiter weiß man davon nichts.

Wenn bei Euch in der Nähe ein Rennen ist, geht hin, feuert die Fahrer an oder fahrt selber mit. Und sagt mir, wo es ist, ich komme vielleicht vorbei.

Enduro Linken Hüpf

Als ich abends wieder zu Hause bin überlege ich kurz, ob ich die nächste #Roadblog2016 Etappe auch mit dem #Luxusweibchen fahren möchte, schließlich ist es ein ganz schön langer weg, bis nach Berlin, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

Advertisements

Mit dem #Luxusweibchen auf der GP-Strecke #Nring

Gestern noch war ich mit Yamaha auf der GP-Strecke des Nürburgrings und testete die neue R1. Da ich das erste Mal richtig auf der Rennstrecke war, fehlte mir natürlich der Verlgeich. Da traf es sich gut, das @systemstig mich anrief und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm eine Runde über den Ring zu drehen, er wolle Reifen testen.
Also schnappte ich das #Luxusweibchen und gab Gas, bis ich im Fahrerlager stand. Ein erster Blick auf die Strecke zeigte nasse Stellen. Kein Wunder, hatte es doch bis gerade eben noch auf der Anreise genieselt. Jetzt hatte es aufgehört und ein starker Wind pustete die alten Wolken weg und neue heran. Ein paar andere Moppedfahrer standen zögerlich im Fahrerlager herum und fragten sich gegenseitig, ob die Fahrbahn wohl trocken sei.

Wir fragten nicht, wir starteten und fuhren zur Schranke um unsere Eintrittkarte vorzuzeigen. Der Portier guckte ich bisschen skeptisch, dass wir mit dem Motorrad fahren wollten.

Jungs, seid Ihr Euch sicher? Wenn das zu rutschig ist, dann fahrt vorher raus und kommt an einem anderen Tag wieder. Sonntag ist den ganzen Tag auf. Sagt, dass ihr abgebrochen habt und dann finden wir schon eine Lösung.

Sehr cool, sehr nett, aber leider vergebens. @systemstig wollte Reifen testen und ich wollte einen Vergleich zur R1 haben, die ich noch in den Knochen hatte. Also fuhren wir rein und stellten uns brav in die Schlange der wartenden Sportwagen.
Denkste, wir zwei wurden nach vorne gerufen und vor den Autos auf die Strecke gelassen. Nun ist es ja so, dass ein Mopped nicht zwangsläufig schneller ist als ein Auto. Das gute Leistungsgewicht gibt dem Zweirad einen Beschleunigungsvorteil, die Dose bremst aber besser und hat eine höhere Kurvengeschwindigkeit. Dazu kam noch die Restfeuchte der Strecke, die die Autos ebenfalls bevorteilte. Aber egal, wir durften als erstes los.

Wir einigten uns darauf, das ich hinter @systemstig fahre, er ist der Erfahrenere und wird die Kurven mit mehr Tempo nehmen. Ich kann mit dem #Luxusweibchen zwar schneller auf der Geraden als seine 690er Duke, aber darum ging es ja nicht.

Anfangs konnte ich ganz gut dran bleiben, aber an zwei Stelle rutschte mein Hinterreifen ein bisschen, wenn ich ans Gas ging, ich musste meinen Kurvenstil umstellen und bremste nicht mehr in die Kurve hinein sondern rollte mit leichtem Zug am Gas durch. Die Bremspunkte saßen besser als gestern und auch die Linie. Gefühlt war das Tempo mindestens so schnell wie gestern.
Einige Autos waren jedoch schneller als ich und so winkte ich sie durch und fuhr dann auf eigene Faust weiter bis die rote Flagge die Ausfahrt beendete.

Es hat wieder richtig viel Spaß gemacht, war aber deutlich mehr Arbeit als auf der R1 gestern.

Wenn etwas problemlos funktioniert, ist es schwer es zu bewerten. Natürlich hatte ich Spaß auf der R1 und es hat alles gut funktioniert, aber was es wirklich wert ist weiß ich jetzt viel besser. Das Luxusweibchen hat keinerlei elektrische Helferlein, kein ABS und keine automatische Bremskraftverteilung, keine Traktionskontrolle und keine Wheely Kontrolle und ist auch kein Supersportler. Aber, ich kenne meine Kawa nun schon seit 100.000 km.
Die R1 fällt leichter in Schräglage, liegt stabiler in der Bremszone und, wenn die Bodenwellen nicht erst heute eingebaut wurden, federt und dämpft viel besser. Es ist viel leichter mir der R1 eine schnelle Runde zu fahren als mit der ZX12-R und an den Stellen wo ich mit meinem Mopped an die Grenze des mir möglichen kam hatte ich mit der Yamaha noch viel Potential für bessere Rundenzeiten.
Aber: Das #Luxusweibchen hat Gepäckhaken!

Zum Schluss einen Tipp an alle, die Mopped fahren. Fahrt mal eine Runde über die GP-Strecke, Ihr werdet Euer Mopped viel besser kennen lernen. Bei uns waren wenig Autos unterwegs und die Fahrer hatten Ihre Autos im Griff und fuhren mir gegenüber sehr rücksichtsvoll. Dass das immer so ist, kann ich natürlich nicht versprechen.

 

Moppeds in diesem Beitrag

Kawasaki H2 – na und?

Die neue Kawasaki H2, irgendwie sieht das Gerät wild aus und hat einen Kompressor, na und?
Die Tests, die ich bisher im Netz und in den Zeitschriften gelesen habe, haben bei mir nicht den Wunsch geweckt, damit mal zu fahren, 200 PS haben auch andere.  Mein altes Luxusweibchen hat fast 180 und das Gewicht ist auch ähnlich dem der H2. Dann doch lieber den neuen Yamaha Supersportler, der bei gleichem Hubraum ohne Kompressor auch 200 PS ins Prospekt drückt, dabei aber viel leichter und kompakter ist.
Als die H2 angekündigt war, sah das bei mir noch anders aus, da wollte ich mehr wissen und war auf jede Neuigkeit gespannt, aber irgendwie konnte das echte Mopped bei mir dann kein Interesse mehr wecken.

Doch dann tauchte dieses Bild in meiner Timeline auf:

Hinterreifen H2

Foto: Patrick Sauter

Das ist der Hinterreifen einer H2 nach 35 km Autobahn!

Ein Mopped, das so die Pelle vom Reifen rupft, das muss ich einfach fahren!

Ich habe den Fahrer (danke fürs Bild, Patrick) gefragt: Es ist der speziell und nur für diese Kawa hergestellte Hinterreifen, ein Bridgestone Battlax RS10. Der Luftdruck war kalt bei 2,9 bar.

Das war die pure Gewalt, geil!

 

Moppeds in diesem Beitrag:

Nachfolger für das #Luxusweibchen

Nein, keine Angst, die alte Dame ist noch verdammt rüstig, hat sie doch erst in diesem Winter die erste 100.000er Marke gerissen. Die Suche nach einer Nachfolgerin wurde von dem Elektro-Fips in Regensburg initiiert, da die Reparatur jedoch erfolgreich war, ist es nur graue Theorie.

Die Kawa habe ich ziemlich emotionslos gekauft, nachdem die TL1000S, die ich vorher hatte, mit einem lauten Knall auf der Autobahn die Grätsche gemacht und den Motorblock gekillt hatte. Ich brauchte also ein neues Fahrzeug und ging in den nächsten Laden.

Verkäufer:
Hallo wie kann ich helfen.

Ich:
Ich brauche ein Mopped mit dem ich auf der Autobahn eine entspannte Reisegeschwindigkeit von 180plus fahren kann.

Verkäufer:
Neu oder gebraucht?

Ich:
Hauptsache ich kann sie sofort Probe fahren und mitnehmen.

Verkäufer:
Wir haben hier diese gebrauchte ZX-12 R mit nicht mal 6.000 km.

So in etwa war das.

Jetzt habe ich jedoch mit der #Hippe ein zweites Fahrzeug und bin damit im Falle des Ausfalls eines Moppeds immer noch mobil und kann mir demnach mehr Zeit bei der Auswahl eines neuen Fahrzeugs lassen.

Einfach eine andere ZX-12 R kaufen kommt nicht in Frage, das ist langweilig. Einen wirklichen Nachfolger gibt es auch nicht auf dem Markt, ZZR 1400 und ‚Busa sind viel weniger Sportler und mehr Tourer, aber ein Nachfolgemodell wäre im Grunde das Gleiche wie eine andere 12er und damit ebenso langweilig. Es müsste also etwas ganz anderes in die Garage, aber was? Mal kurz überlegen, was ich will.

  1. Heute wohne ich woanders und fahre viel weniger Autobahn und wenn dann langsamer, weil wenn es hier Autobahnen gibt dann haben die ein Tempolimit. (Memo an mich: Einen Wutausbruch-Blogbeitrag gegen Tempolimits schreiben mit dem Ausdruck: Arschlochsicherheitsnaziparagraphenreiterfeigepolitikerschweine). Das hat natürlich auch was Gutes, der Hinterreifen hält jetzt viel länger.
  2. Die geringe Reichweite ist auf langen Strecken störend, wenn das die Neue besser könnte, wär schon schön.
  3. Eine Gepäckrolle und vielleicht ein Tankrucksack sollten mindestens dran passen.
  4. Spaß soll das Ding machen.

Okay, Zeit ehrlich zu mir selbst zu sein. Jedes Mopped macht Spaß und die Reichweite ist eigentlich egal, und nur weil ich momentan nicht mehr so viel Autobahn fahren kann, heißt das ja nicht, das das immer so bleiben wird. Und das Gepäck geht schon irgendwie mit, notfalls passen Kreditkarte und Zahnbürste in die Innentasche der Jacke. So komme ich also nicht weiter. Ich mach einfach eine Liste, und wenn es dann soweit ist gucke ich, was es in der Nähe gibt und kaufe was ganz anderes.

Bin ich noch nie gefahren, fand ich schon immer unpraktisch und sinnfrei, also absolut erstrebenswert. Ist ein Liebhaberfahrzeug und wenn ich noch lange warte, dann werde ich sie mir nie kaufen können. Das Mopped ist etwas ganz Anderes.
Jetzt wo Yamaha so viele MTs verkauft, könnte doch vielleicht ein Nachfolger mit XV 1900 Motor … nein?

Alter! Das Ding rockt und macht einen höllischen Spaß. Auf jeden Fall ein ganz heißer Kandidat und definitiv auch anders.

Wo ich gerade bei Triumph bin, die Streety ist eigentlich das vernünftigste Spaßmotorrad von allen und für alle Straßen. Klar, unverkleidet werden lange Vollgasetappen auf der Bahn anstrengend, aber dann fährt man da eben langsamer. Die nackten Tausender oder noch-mehr-Kubik können nichts besser, machen aber alles schwerer. Ob Streety mit oder ohne R ist mir eigentlich egal.

Ich stehe total auf Supersportler für die Straße. Auf der Blade habe ich schon viele Kilometer am Stück abgerissen und weiß daher, dass das gut funktioniert. Gepäck unterbringen ist ein bisschen schwierig, aber das ging auf dem Weg nach Imola ohne Umbaumaßnahmen. Der Praxistest auf anderen Supersportlern steht noch aus, aber mir fehlt da ein bisschen das Vertrauen, dass die das gut können, außer bei Suzuki. Da ist es jedoch nicht die 1.000er die ich möchte, sondern die:

Außer auf der Autobahn (und in den Händen von Profis auf der Rundstrecke) bieten 1.000er nur Nachteile gegenüber einer 750er oder etwas Vergleichbarem. Es hat schon seine Gründe, warum die Italiener für die Straße 800er Triple und 899er Twins anbieten obwohl es dafür keine Rennklasse gibt. Und warum keine 600er? So eine hatte ich schon mal und wiederholungen sind langweilig, siehe oben. Eigentlich, also wenn die Moppeds hier in einer Haben-Wollen-Reihenfolge wären, müsste die GSX-R hier vor der Blade stehen.

Meine persönliche Überraschung auf dieser Liste ist die Scrambler von Ducati, die mich auf der kurzen Probefahrt echt überrascht hatte. Ein tolles Spaß-Mopped, aber wohl schon ausverkauft.

Oder sollte ich neben der Hippe noch eine echte Reiseenduro stellen? Wenn dann wohl die NC von Honda, denn das ist das praktischste Mopped von allen. Die verbraucht so wenig, dass der Tank ein Handschuhfach ist. Und dieses Doppelkupplungsgetriebe mit automatischer Schaltung ist einfach super. Warum hatten wir die eigentlich nicht mit in den Alpen oder Vogesen, als wir nach der optimalen Reiseenduro gesucht hatten? Ich gucke gleich mal ob es für die NC einen ordentlichen Motorschutz und Speichenräder gibt. Obwohl: Wenn der Schotter rauher wird fahre ich sowieso mit der #Hippe. Sollte ich jedoch ein Mopped suchen, das Luxusweibchen und Hippe ersetzten muss, dann wäre die NC sehr weit vorne. Dann müsste ich jedoch eine ganz andere Liste erstellen und einen neuen Blogbeitrag schreiben.

Moppeds in diesem Beitrag:
Stehen alle direkt hier drüber.

Luxusweibchen war kaputt

Es war im Herbst als ich eine Freundin besuchen wollte. Die Anreise von 500 km führte ausschließlich über die Autobahn und weil das Ziel Regensburg hieß war das Wetter entsprechend feucht. Kurz vor dem Ziel hielt ich an um den restlichen Weg herauszufinden, da dampfte es auf einmal aus der Tankattrappe heraus und der Motor ging aus. Was war da los, warum ging die Mopped nicht mehr an? Glücklicherweise fand die Panne an einer Stelle statt von wo aus ich das Luxusweibchen bis zum Ziel schieben konnte. Ich hoffte, dass da irgendwas feucht geworden ist das nicht feucht hätte werden sollte und, dass es in den nächsten Tagen trocknen würde, so dass mich die Kawa wieder nach Hause brächte.

Leider nicht, am Sonntag blieb das Mopped beim Druck auf das Starterknöpfchen stumm und kein Kontrolllicht leuchtete. Auch mit Starthilfekabel und daran hängendem Auto blieben alle Lampen aus, Zeit für den Pannendienst.

Nach wenigen Minuten war er da und ging auf Fehlersuche. Unter der Tankattrappe fanden wir dann einige durchgescheuerte Kabel und es sah so aus, als hätten einige der Kabel ein bisschen geschmort. Nicht gut. An der Stelle an der die Kabel durchgescheuert waren waren sie nicht von einem robusten Schrumpfschlauch geschützt sondern von einer Lage Isolierband. Das lag wohl daran, dass die ZXR schon zweimal unterwegs eine Panne hatte und die Werkstätte jedes mal an der Elektrik dran waren. Eine davon hat den Kabelstrang danach wohl nicht mehr ordentlich eingepackt und das war jetzt die Folge.

Das Schlimmste war jedoch die Diagnose des Pannendienstes. „Wenn ich die jetzt hier in die Kawawerkstatt bringe, dann tauschen die da den kompletten Kabelbaum, das wird wohl 2.000 Euro kosten. Das Steuergerät muss dann auch getauscht werden, das sind nochmal 2.000 Euro. Das ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Ich kenne den Kawahändler hier vor Ort, der arbeitet nur so, der wird den Kabelbaum nicht flicken.“

Es waren sechs Kabel durchgescheuert.

Ich kenne mich nicht so mit moderner Fahrzeugelektronik aus, aber das schien mir doch eine falsche Beurteilung der Situation zu sein. Der Pannendienst wollte oder durfte mich jedoch nur zur nächsten Vertragswerkstatt schleppen (dazu hätte er jedoch ein anderes Auto holen müssen, denn das mit dem er kam konnte zwar einen PKW abschleppen aber kein Mopped transportieren) nicht jedoch zu einer anderen Werkstatt, zum Beispiel zu einer freien. Ich habe ihn dann weg geschickt und kurz nachgedacht, wie ich weiter vorgehen sollte.
Zum Glück gibt es Twitter und da ich meine Situation direkt per Tweet in die Welt geschickt hatte bekam ich bereits einen ersten Tipp von @edigixxer bevor ich mein eigenes Hirn anstrengen musste. Die Gute wohnt keine 100 km von der Panne entfernt, kennt jemanden mit einem Moppedtransporter und eine gute Werkstatt in Ihrer Nähe.

Bei Moto Rottler in Ingolstadt wurde das Luxusweibchen dann für 450 Euro von einem Fachmann für KFZ-Elektronik-trik repariert.

Meine Kreditkartenversicherung zahlte den Leihwagen für den Heimweg und die Zugfahrt um das Luxusweibchen nach Hause zu holen, bei Sonnenschein.

Mopped in diesem Beitrag:

LKW Bremse gegen Mopped ausweichen und PKW Dummheit

Es war so gegen Mittag am Heiligabend in der Eifel bei strömendem Regen. Die Bundesstraße war zweispurig in meiner Richtung und das nutze ich aus, um den vor mir fahrenden 40-Tonner zu überholen. Ich war ungefähr auf Höhe der Fahrerkabine als wir uns einer Kreuzung näherten, der Brummi mit 80 und ich mit ca. 90. Die #Hippe mit ihren 17 bis 19 kW ist halt kein Beschleunigungswunder. Es war eine von den guten Kreuzungen, wo es für den Querverkehr eine Beschleunigungsspur gibt, wenn er auf die Bundesstraße will.

Aus eben jener Querstraße kam ein PKW und stoppte auf dem Beschleunigungsstreifen. Klaro, denkt der Laie, der hat den mit vollem Flutlicht fahrenden LKW gesehen (eventuell sogar das daneben fahrende Mopped, war ja Weihnachten, da soll es manchmal Wunder geben) und will den (und eventuell sogar das daneben fahrende Mopped, war ja Weihnachten, da soll es manchmal Wunder geben) durchlassen.
Geschissen auch, der PKW fuhr nach dem Anhalten direkt auf die Fahrbahn, er hat nicht mal den Beschleunigungsstreifen genutzt. Der Brummi direkt in die Eisen, ich erst mal rüber auf die glücklicherweise freie Gegenfahrbahn und dann in die Eisen. Gehupt haben wir dann beide.
Der Brummi ist dann auf die von mir freigemachte Spur rüber, der hätte sonst den PKW erwischt.

Es ist echt beeindruckend, was für eine Bremswirkung so ein Sattelzug auf die regennasse Straße bringt, verdammte Inzucht! Wenn der vor einem bremst, da will man eine Menge Sicherheitsabstand haben. Junge, Junge.

Der PKW hat in gar keiner Weise reagiert. Der LKW-Fahrer hat, ich denke es war polnisch, denn die Zugmaschine war in Polen zugelassen, dem PKW noch ein „Fröhliche Weihnachten“ oder auch etwas ähnliches hinterhergerufen und dann haben wir beide uns angeguckt, den Daumen hochgereckt, weil uns nichts passiert ist und sind weitergefahren.

An dieser Stelle muss ich mich mal bei allen Truckern da draußen bedanken, denn die machen einen verdammt guten Job. Um es mal in ein gefühltes Verhältnis zu setzen: Wenn ich einmal im Jahr von einem LKW gefährdet werde, dann war es ein schlechtes Jahr. Wenn ich einmal am Tag von einem PKW übersehen werde, dann war es ein guter Tag. Und dabei ist es egal, ob ich mit der langsamen #Hippe fahren oder ob ich mit dem #Luxusweibchen bei 230km/h Reisegeschwindigkeit unterwegs bin.

P.S.

Hier zwei Videos mit gabz schön ähnlichem Inhalt, einmal von N24 und einmal GEZ finanziert, in dem So-eine-Art-PKW und LKW Bremsen verglichen werden.

N24 – 5:26 Minuten

Kopfball – 3:53 Minuten

 

Moppeds in diesem Beitrag

Kawasaki Ninja H2 -Spekulationen und Wünsche

In den letzten Tagen versucht Kawasaki in Netz einen Buzz für Ihr neues Mopped zu erzeugen, dass auf der Intermot am 30. September Weltpremiere feiern wird.

Ich finde es gut, dass so langsam auch die Motorradhersteller bemerken, dass es das Internet gibt und dass es sich dabei um ein Kommunikationsmedium handelt. Die Kampagne scheint mir sehr US-lastig zu sein, selbst wenn das Mopped in Deutschland vorgestellt wird, eine lokalisierte Version gibt es nicht.

Kern der Kampagne sind kurze Videos die mit einigen Tagen Abstand nach und nach veröffentlicht werden, dazu gibt es noch einen Twitteraccount und eine Facebookseite.

Wirklich harte Fakten zur neuen H2 sind spärlich, Spekulationen dafür reichlich.

Kawasaki hat im letzten Jahr einen Vierzylinder Turbo auf der Tokyo Motorshow präsentiert; dass dieser neuen Motor etwas mit der neuen H2 zu tun hat wurde meines Wissens nach noch nicht in Worten bestätigt, der Sound im zweiten Video legt das jedoch nahe. Natürlich könnte die H2 auch ein E-Bike mit mp3-Soundemitter sein, dass hoffe ich jedoch nicht.

Während in Deutschland nur die Sportmotorräder bei Kawa den Namen Ninja tragen wird der Name in den USA deutlich breiter verteilt. Die aktuelle ZZR 1400, bei Kawa in DE als Sport Tourer geführt, heißt in den USA Ninja ZX-14R und ist dort ein Supersportler. Der Name Ninja deutet also nicht unbedingt auf einen Supersportler nach deutscher Definition a la ZX-10R.

Das vierte Video scheint die H2 in eine Tradition mit der GPz900R (die 750 Turbo sah sehr ähnlich aus, das könnte ein kleiner Zaunpfahl sein), ZZR 1100, ZX-12R (#Luxusweibchen ftw) und ZZR 1400 zustellen. In den USA hießen diese Modelle alle Ninja. Vom Namen Ninja sollte man sich also nicht täuschen lassen, ich denke wir sollten ihn amerikanisch interpretieren.

Den Namensteil H2 finde ich immer noch rätselhaft. Die H2 war ein Dreizylinder Zweitakter mit einem überforderten Rahmen. Einen Dreizylinder Zweitakter schließe ich als Motor aus, der würde anders klingen als im zweiten Video. Falls es jedoch wirklich ein E-Bike wird, vielleicht gibt es dann noch noch einen weitere mp3-Datensatz für den Soundemitter (Bittetbittebitte nicht).

Normalerweise finden alle wichtigen Weltpremieren eher in Mailand als in Köln statt, wenn mich meine Erinnerungen nicht trügen, daher könnte Deutschland als Standort in Richtung Autobahnrenner deuten.

Ich erhoffe mir einen würdigen Nachfolger für mein Luxusweibchen, einen tourigen Sportler mit deutlich über 200 PS aus einen Turbo Motor der mehr als einen Liter Hubraum hat und der über 300 km/h fahren darf, ohne dass ein Speedlimiter eingreift. Ein Mopped um dem Veyron den Finger zu zeigen.

Moppeds in diesem Beitrag

  • Einen Menge Kawasakis