Video: Rally Paris Dakar bis 1997

Die ASO ist eigentlich immer schnell darin, inoffizielle Videos zur Dakar vom Netz nehmen zu lassen. Umso erfreulicher, dass dieses Video schon seit 2016 zu sehen ist.

Zur Sicherheit hier noch mal der Link zum klicken.  https://youtu.be/bhes1y9nU2g

Der Kommentar ist natürlich nicht auf deutsch, aber die meisten dürften das gesprochene Englisch verstehen. Untertitel gibt es leider nicht.

Mir haben besonders die Aufnahmen aus den Anfangsjahren gefalen, als R4, Iltis und Lada durch Afrika jagden.

Die Moppeds kommen für meinen Geschmack deutlich zu kurz, aber ein Blick auf die Größe der damaligen „Actioncams“  (am Allrad Turbo R20 des Jahres 1982 kann man eine auf der Beifahrerseite sehen) lasse ich als Entschuldigung durchgehen.

Hier wird eine Brücke von der Zeit vor den Werksteams, GPS und Moppedfahrern mit prallgefüllten Rücksäcken, über 200 km/h schnelle LKW, PKW-Prototypen, Gruppe B Monstern und darüber hinaus geschlagen.

Sehr sehenswerte 80 Minuten, wie ich finde.

 

Advertisements

#Dakar2018 nach dem Rennen – Teil 6 Das Rally Cockpit

Dass ich im Nachklapp der #Dakar2018 so viel schreiben würde, hätte ich nicht gedacht. Jetzt bin ich selbst gespannt, wie viel Folgen es werden.
Alles, was ich so über die Dakar verfasst habe, kann über das Schlagwort „Dakar“ gefunden werden. 

Auf einer Rally muss der Fahrer den Weg selber finden, dafür braucht er Navigationsausrüstung. Verschiedene Rallys, haben unterschiedliche Regeln und erfordern andere Bauteile. Hier geht es natürlich um die Dakar 2018 Anbauteile.

Roadbook

Es wird nach Roadbook gefahren. Die Fahrer könnten die lange Papierrolle einfach in die Tasche stecken und an jeder Kreuzung wieder herausholen. Mit anderen Worten, ein Roadbookhalter ist nicht vorgeschrieben, aber unendlich praktisch. Noch praktischer ist es, wenn diese Roadbookhalter mit elektrischen Antrieben versehen sind, die über eine Fernbedienung am Lenker bedient werden können, daher hat jeder Fahrer so einen verbaut. Es gibt verschiedene Anbieter.

Mehr zum Roadbook auf der Dakar (und anderen Rallys) hatte ich in diesem Beitrag 2017 geschrieben.

Hier ein Bild von einem Honda Rally-Cockpit.

Kleine Displays

Oberhalb des Roadbooks werden in der Regel zwei kleine Anzeigen verbaut. Oben links ein Wegstreckenzähler, der misst die zurückgelegten Kilometer entweder und oldschool per Vorderradumdrehung oder per GPS. Mit der GPS / Repeater Fernbedienung (hier am linken Lenkerende) kann die Anzeige eingestellt werden, z.B. nach einem Umweg. Neben dem Wegstreckenzähler ist ein Repeater verbaut, der die Anzeigen des GPS (das hier nicht verbaut ist) anzeigt. Meistens ist das der anliegende Kompasskurs von 0 bis 360 Grad, CAP genannt.
Daruter ist der Roadbookhalter, hier einer mit außem liegendenden Motor, verbaut und unter diesem ein ICO Rallycomputer. Der kann die gefahrene Geschwindigkeit anzeigen oder alls zusätzlicher Wegstreckenzähler genutzt werden, falls der obere ausfällt.
Diese ganzen Bauteile sind notwendig um mit dem Roadbook zu navigieren. Die Anordnung der Anzeigen: Wegstreccke, CAP, Roadbook, Reserve hat sich als Standard durchgesetzt, Welche Geräte die Piloten nutzen, welche Fernbedieungen und wo diese verbaut sind, variiert jedoch, wie Du weiter unten sehen kannst.

Zusatzausrüstung für die Dakar

Die folgende Bauteile sind, im Gegensatz zu den obigen, im Reglement vorgeschrieben:

  • IRITRACK standard
  • SARSAT DISTRESS BEACONS
  • SMALLTRACK
  • GPS UNIK 2

Iritrak (1.500 Euro Pfand)

Das Iritrak übermittelt die aktuelle Position (auch wenn der Fahrer sich verfahren hat) an die ASO und kann auch dazu genutzt werden, mit dem Rennbüro zu sprechen. Der Fahrer sieht dort seine Position nicht!
Sollte der Fahrer selber Hilfe brauchen oder für andere anfordern müssen, dann kann er das mit dem Iritrak tun. Entweder fordert er per Knopfdruck medizinische oder mit einem anderen Knopf mechanische Hilfe an oder aber er spricht mit der Rennleitung, dafür gibt es einen dritten Knopf.
Andersherum kann das Rennbüro auch den Fahrer ansprechen, sollte es feststellen, dass es einen “brutal shock” gab oder sich das Mopped längere Zeit nicht fortbewegt hat.
Wo der Fahrer das Gerät und die dazu gehörigen Antennen verbaut, ist ihm selbst überlassen, es sollte jeoch an einer möglichst geschützen Stellen sein, damit es bei einem Sturz nicht beschädigt wird.

Sarsat Distress Beacon (300 Euro Pfand)

Soweit ich es verstanden habe, gehört das an den Mann und nicht ans Mopped. Es ist eine zusätzliche Möglichkeit im Notfall Hilfe anzufordern. Bild und Anleitung gibt es hier. Es ist im Grunde sowas wie ein SPOT für die Dakar.

Smalltrack (700 Euro Pfand)

Ist praktisch ein zweites und kleineres Iritrak und erfüllt fast die gleichen Funktionen, Gespräche mit der Rennleitung sind jedoch nicht möglich. Auch ihier ist es dem Fahrer überlassen, wo er es verbaut.

GPS Sentinel Unik II (1.700 Euro Pfand)

Das Gerät hat verschiedene Funktionen. Es ist das “GPS” mit dem der Fahrer arbeiten kann. Anders als bei herkömmlichen Navis und GPS Geräten wird hier jedoch keine Position angezeigt und auch keine Karte. Der Fahrer bekommt folgende Informationen (das habe ich aus verschiedenen Quellen zusammengetragen und mag ungenau sein, aber was besseres haben ich nicht):

  • Die Kompassrichtung CAP in der er fährt.
  • Die zurückgelegte Strecke ab dem Start der Sonderprüfung. Diese Strecke wird automatisch an die Roadbook Angabe angepasst, wenn ein WP (Wegpunkte) oder CP (Checkpunkte), die Quellen sind da uneinheitlich, passiert wird. Damit entfällt an diesen Stellen das manuelle anpassen der Wegstreckenzähler, wenn diese mit dem Unik II gekoppelt sind. Das kann zwischendurch jedoch weiterhin manuell gemacht werden, was besonders im Falle eines Umwegs sinnvoll ist.
  • Die Geschwindigkeit, was besonders auf der Verbindungsetappe und in Zonen mit Tempolimit (z.B. Ortschaften) wichtig ist. Wenn der Fahrer sich dem maximal erlaubtem Tempo nähert gibt es einen Warnton.
  • Richtung zum nächsten Wegpunkt. Wenn der Fahrer in der Nähe (800 m) eines WP ist erscheint ein Pfeil der zum WP deutet.
  • Erreichte Wegpunkte werden abgehakt. Ein Fahrer kann so sehen, wenn er einen WP verpasst hat und sich überlegen, ob er zurück fahren oder die Strafzeit in Kauf nehmen will.
  • Sentinel Funktion
    Autos und LKW haben einen Knopf mit dem Sie vor Ihnen fahrende Teilnehmer anhupen (den Sentinel aktivieren) können, laut Reglement sogar müssen, damit diese Platz machen. Die Reichweite dieser Warnung ist 150 Meter. Außerdem können Fahrzeuge, die nach einer Kurve oder hinter einer Düne liegen geblieben sind den Sentinel aktivieren, so dass nachfolgende Fahrzeuge gewarnt werden, dass da ein Hindernis auf dem Weg ist.

Das UnikII wird in der Regel auf dem Lenker montiert. Das untere Bild zeigt wieder eine Honda CRF 450 Rally. Neben den aderen „Kleingeräten“ fällt hier vor allem auf, dass alle Nevigations-Fernbedienungen am linken Lenkerende angebaut sind.

 

Ja, das sind mindestens 4.200 Euro Pfand. Die Halterungen und Verkabelung für diese Geräte müssen die Teilnehmer kaufen und ans Mopped verbauen, das wird bei der technischen Abnahme geprüft.

Der GPS Trick

Sollte der Fahrer sich komplett verfahren haben, kann er am Iritrak den „WPM Code“ eingeben, den er von der Rennleitung bekommen hat. Dann werden beim UnikII die normalen GPS Funktionen freigeschaltet und der Fahrer kann dort alle Wegpunkte sehen. Das gibt natürlich eine Strafzeit, und wer es viermal auf der Rally gemacht hat wird disqualifiziert.
Ich weiß nicht, ob das dieses Jahr genutzt wurde. Auf der entscheidenden 10. Etappe wurden die Führungsfahrer von einem Hubschrauber der Rennleitung gestoppt und zurück gechickt. Die Fahrer hätten natürlich auch über den Sentinel angesprochen und gestoppt werden können, nach dem Motto „Stopp, Du bist falsch gefahren! Das Gelände vor Dir ist nicht erkundet und potentiell gefährlich.“ Ob der Fahrer dann den Weg den er gekommen ist zurückfährt bis er sich wieder ausgekennt oder ob er seinen WPM Code eingibt bleibt ihm überlassen.

Bevor es GPS gab

Ein Bild aus der guten alten Zeit ohne GPS, Iritrak und Co.

 

Weitere Links

Lyndon stellt das alles in einem Film [englisch 7m39s] vor.

Infos auf der Dakar-Seite [englisch].

Die Favoriten der #Dakar2018

Es ist fast überall Tradition, dass man, bevor ein Rennen los geht, die Fettnäpfchen ausrollt und eine Prognose erstellt, wer am Ende vorne ist und warum.
Bei einem Rennen wie der Dakar kann soviel passieren, dass es unmöglich ist, einen Sieger vorauszusagen. Aber ich kann einen Pool von Sieganwärtern benennen, weil die Dakar so viel Vorbereitung von Fahrer, Team und Material erfordern, dass nur wenige das leisten können. Aus diesem Sieganwärter-Pool gewinnt der Fahrer, der selbst und dessen Team die wenigsten Fehler machen und dessen Mopped die wenigsten technischen Gebrechen hat. Bei Fehler Gleichstand gewinnt der bessere Navigator und erst dann gibt die Geschwindigkeit den Ausschlag. Glück und Pech spielen ebenfalls eine riesengroße Rolle, aber das kann mit keiner Vorbereitung der Welt beeinflusst werden und wird jeden im Feld treffen. Falls jemand jetzt schon den Sieger richtig vorhersagt, dann hat das mehr mit Glück (oder Zeitreise) als Fachwissen zu tun.

Der Sieger

Nach 16 Siegen für KTM wird es langsam Zeit für eine andere Marke. Als einzigen anderen Hersteller mit einem Werksteam und Siegchancen sehe ich Honda. Die versuchen es seit 2013 und waren bereits im letzen Jahr sehr knapp dran. Weil das Team an einer nicht freigegebenen Tankstelle Sprit aufgefasst hat, bekamen alle Fahrer eine Strafzeit, damit war die Chance auf den Gesamtsieg weg. Ich folge meinem Herzen und Tippe auf den Fahrer, dem ich es am meisten gönne: Gonk: Paulo “Speedy” Goncalves, Startnummer 6.

Die Favoriten

Ich hätte auch auf Bam Bam: Joan Barreda Bort (#5) tippen können, der nicht nur im letzten Jahr gezeigt hat, dass er mit der Honda vermutlich der schnellste Fahrer im Feld ist. Gäbe es das Grüne Trikot für den Punktbesten, dann wäre er der heißeste Kandidat dafür. Ein weiterer HRC-Fahrer kommen ebenfalls in den Favoriten Pool:  KevB: Kevin Benavides (#47).

KTM kommt natürlich auch für den Gesamtsieg in Frage, da tippe ich auf Vorjahressieger SunderSam: Sam Sunderland (#1). Toby Price (#8) hat das Jahr davor gewonnen, das will der Matthias “Hias” Walkner (#2) erst noch schaffen. Warum ich darauf tippe, dass der Britte am Ende schnellster KTMler ist kann ich an nichts Bestimmtem festmachen. Toby ist dieses Jahr wenig Mopped gefahren, nachdem er sich auf der letzten Dakar verletzt hatte. Ob er dadurch nun einen zu großen Trainingsrückstand hat ober ob es ihn locker macht, weil er nur Mit-Favorit ist, wird sich zeigen. Hias hat auf der neuen Rally KTM das letzte Vorbereitungsrennen gewonnen und war letztes Jahr Zweiter. Ich habe den Eindruck, er ist derjenige, der sich am meisten unter Druck setzt und daher am ehesten einen unnötigen Fehler begehen wird.

Meine Wunsch-Dakar hat ein dreifarbiges Podium: Honda-Rot, KTM-Orange und Yamaha-Blau. Bei den Blauen tippe ich auf AvBev: Adrien van Beveren (#4), er hatte im letzten Jahr das Podium als Vierter verpasst. 

Es gibt noch ein viertes Werksteam, dass zumindest um das Podium, wenn nicht gar um den Gesamtsieg mitfahren kann. Die Adoptiv-Österreicher von Husqvarna haben mit Quinta: Pablo Quintanilla (#10) ein ganz heißes Eisen im Feuer.

Die Etappensieger

Als wäre der Favoritenpool noch nicht groß genug habe ich hier noch ein paar Fahrer, denen ich Etappensiege zutraue. Neben den restlichen Werksfahrern von Honda, KTM und Yamaha möchte ich da die KTM-Privatiers GFG: Gerard Farres Guell (#3) und Stefan Svitko (#09) nennen. Juan Pedrero Garcia (#12) mit seiner Sherco TVS ist ebenfalls sauschnell und ganz zum Schluss, einfach weil ich will, dass sie auch eine Etappe gewinnt, nenne ich noch die Startnummer 15, Laia Sanz.

Gebutterte Fische

SunderSam, Hias, AvBev, Bam Bam, Gonk, Toby, Quinta und KevB.
Einer dieser acht Fahrer, hier in der Reihenfolge ihrer Startnummern, wird als Sieger in Cordoba ankommen. Sollte wirklich jemand anderes die Dakar gewinnen werde ich … keine Ahnung, schlagt was in den Kommentaren vor. Unabhängig davon könnt Ihr natürlich auch Eure eigenen Tips als Kommentar hinterlassen.

Als Bonus-Tipp, nur um noch einen Fettnapf aufzustellen, sage ich hier noch: Von diesen acht Favoriten sind am Ende der Rally nur drei in den Top-10 zu finden.

P.S.
Ernsthafte Prozentrechnung sagt zwar mit 73,4% Wahrscheinlichkeit einen KTM-Sieg voraus, aber als Freund des Gonk habe ich das einfach ignoriert.

 

Exotische Moppeds auf der #Dakar2018

Die Zeiten, als die Dakar ein echter Abenteuer-Zirkus war, sind vorbei. Es ist schwer vorstellbar, dass heute jemand eine Vespa an den Start rollt, so wie 1980 [englisch]. Heute setzen alle 142 Starter auf 450 ccm Einzylinder Rally-Enduros. Obwohl, vielleicht auch nicht, aber dazu komme ich weiter unten.

Mit der Vespa auf der Rally Paris-Dakar

Mit der Vespa auf der Rally Paris-Dakar

Privatfahrer

Die meisten Privatiers haben sich für die einzige käufliche Rally-Maschine, die von KTM / Husqvarna, entschieden. Fast alle anderen Nicht-Werksfahrer kauften sich eine Yamaha WR450F und haben diese umgebaut.
Somit gehören Patricio Cabrera 036 (alle Fahrer.Links führen aus die englische Dakar.com Site) und Cristobal Andres Guldman Gonzales 070 (Malle Moto) mit Ihren Kawasaki-Umbauten ebeso zu den Exoten wie Roberto Vecco 132 auf seiner Suzuki. Eigentlich kann man Moppeds dieser beiden großen japanischen Werke nicht zu den Exoten zählen. Elric Lambert 133 tritt mit einer ZF450 Quaddy an. Das ist so exotisch, dass ich bei Google keine ordentlichen Infos dazu gefunden habe. Was ist denn Qaddy für eine Marke? Alles was es zu Quaddy mit zwei D gibt ist ein italienischer Yamaha Händler und Bilder von Rally-Yamahas. Auf Facebook habe ich dann Bilder von einem Mopped mit der Startnummer 133 gefunden, und da steht Yamaha drauf, also gar kein Exot.
Bleibt vielleicht noch Jurgen van den Goorbergh 048 (Malle Moto), der zwar auch mit KTM antritt, aber nicht mit der ferigen Rally-KTM, sondern sich eine EXC-Enduro umgebaut hat. Letztes Jahr war er der einzige, der auf einer EXC angetreten ist, dieses Jahr setzt mit Stephane Gourlia 087 (Malle Moto) mindestens ein weiterer Fahrer auf dieses Rezept.
Die Privatiers, die irgendwoher die 50.000 bis 100.000 Euro für die Teilnahme bei der Dakar auftreiben müssen, setzen auf Bewährtes.

Exotische Werke

KTM, Husqvarna, Honda und Yamaha sind alles keine Exoten sondern haben bereits mehrere Dakars gewonnen. Husky eigentlich nicht, aber da es nur weiße KTM sind, zähle ich sie einfach dazu.

Für uns Europäer sind die indischen Marken TVS und Hero Exoten, die auch in diesem Jahr wieder mit dabei sind. Jedoch setzen diese auf Moppeds von Sherco (TVS) und Speedbrain (Hero), weil das eigene Modellprogramm keine geeignete Basismaschine enthält. Noch nicht.
Letztes Jahr ist Zongshen glorreich mit eigenen Maschinen gescheitert, vier Moppeds fielen bereits auf der zweiten Etappe aus und die letzte nach der dritten. Dieses Jahr ist keine mehr am Start. Zwei der letztjährigen Fahrer starten auf KTM und sammeln weitere Dakar-Erfahrung. Ich bin mir sicher, dass Zongshen wiederkommt. Vielleicht sehen wir in den nächsten Jahren dann Zongshen-Suzukis, dafür gäbe es Vorbilder auf der Rundstrecke. 2002 wurde das Zongshen-Team mit einer Suzuki Endurance Weltmeister.

Letzter möglicher Exot ist Gasgas. Nach der Insolvenz von 2015 gibt es wieder neue Moppeds: Trialer und Zweitakt-Enduros. Gibt es eine kleine Chance auf einenn Werks-Zweitakter? Ich habe keine Bilder vom Einschiffen der Gasgas gefunden, wer was weiß, sagt mir bitte Bescheid.
Ich vermute jedoch, dass Gasgas eine Version der 2015er Raid einsetzen wird und die hat einen 450er Viertakt-Single wie alle anderen auch.

Hero Speedbrain, offizielles Promo-Foto

Streckenvorstellung #Dakar2018

44 Tage vor dem Start wurde die Strecke der 2018er Rally Dakar vorgestellt. In Stichpunkten sind es:

  • 14 Etappen insgesamt
  • 7 Etappen zu 100% Dünen / Off-Piste
  • 2 Marathon Etappen -für Moppeds
  • Über 4.200 km Sonderprüfung
  • 5 Tage auf über 3.000 m Höhe

Filmchen zur Strecke auf Youtube [englisch]

Und die Dakar-Website zur Route [englisch] 

P.S.

Autos fahren auch mit.

Yamaha T4 – Geheimnis gelüftet

Wie im ersten Teil bereits vermutet, bei der Yamaha T4 handelt es sich um eine für Rallys modifizierte WR450F.

Quelle: Rebel X Sports Website

Der Umbau kommt von Rebel X Sports aus Italien.
Dort wurden in der Vergangenheit bereits Teile, Umbaukits und fertig umgebaute WR450er (und KTMs) hergestellt. Auf der Website findet man heute beide Umbauktits bzw. komplette Moppeds.
Die 
T4 hat das kleinere Tankvolumen (15 Liter statt 28,6) und ist damit nicht für die Rally Dakar geeignet, sieht in meinen Augen gefälliger aus als die „normale“ Rebel X Rally, kostet als fertiges Mopped 400 Euro weniger (13.490 € Netto) und ist auf 30 Exemplare limitiert.

Damit hat Rebel X nun zwei Rally-Umbauten der WR 450 auf der Website und Yamaha noch keine.

Leider hat die T4 nur zwei Scheinwerfer statt vier, die die WRs des Werksteams und auch die T7, die den Namen dieses limitierten Umbaukits inspiriert hat.

Quelle: Yamaha Europe Website

Quelle: Cyclenews Website

 

Italienische Yamaha T4

Vor einigen Tagen hatte ich Manny Luccheses Instagram-Post via Twitter geteilt:

Screenshot von Instagram, verlinkt mit dem Original

Dort kündigt er an, dass er die neue Yamaha T4 beim Gibraltar Race fahren wird.

Ich habe natürlich sofort nach der T4 gegoogelt, weil: was das Gibraltar Race [englisch] ist, weiß ich ja. Selbst heute, einen Tag und 20 Stunden vor dem Start des Rennens findet Google nichts zur T4, das kein Musikinstrument ist.

Was ist denn da los?

Wenn Google nicht helfen kann, gehe ich zurück zur Quelle, in diesem Fall zu Instagram. Neben dem Bild gibt es einen kurzen Text und die bei Instagram übliche Hashtag-Flut.

Eines der Hashtags ist: #MadeInItaly und ein anderes: #YamahaMotorEurope, also wohl kein ultra geheimes Japan-Projekt.

Zusammen mit dem Bildausschnitt und alten Informationen komme ich dabei zu folgendem Schluss (um Euch jetzt meinen ganzen Gedanken-Schwurbel zu ersparen):
Die Yamaha T4 ist eine WR450 Enduro im Rally-Trim. Bei der Vorstellung des Dakar-Renners hatte Yamaha Europa angekündigt, dass in diesem Sommer eine käufliche Rally-Version angeboten werden könnte. Auch die Dakar-Yamaha basiert auf der WR.

Meine Hoffnung, die durch das Kürzel T4 geweckt wurde, war eine andere. Ich hatte auf einen Nachfolger für die WR250R gehofft, eine Dual Sport mit ca 400 ccm, eine Einsteiger-Version der T7 zu einem kleineren Preis. Das wäre schön.

Vielleicht kommt ja noch eine T3.