#MM24 – Das Große @Schrm vs. @Griesgram999 Duell

Es war vor drei Jahren, als die Herausforderung Saddlesore (1.000 Meilen in 24 Stunden fahren) ausgesprochen wurde. Jetzt endlich konnten @Schrm und ich ins Gefecht ziehen.

Honda stellte uns als Sekundant zwei flammneue Waffen zur Verfügung: Crosstourer.

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich mag diese zweirädrigen SUVs, Tallraounder, Reiseenduros oder wie Ihr die Dickschiffe in der GS-Klasse nennt, nicht. Wenn mich so ein Ding überzeugen will, dann muss es schon was drauf haben.

Die Strecke führte von der Frankfurter Gegend durch den Gotthard nach Genua und in einer kleinen Schleife über den Sankt Bernhard wieder zurück. Gestoppt wurde um zu tanken und um Mal kurz was zu trinken oder zu essen. Und natürlich um zu twittern. Nachlesen könnt Ihr die Tweets wenn Ihr nach dem Hashtag #mm24 sucht.

Eigentlich wollte mein werter Gegner (aka Opfer) @schrm mit einer DCT-Crosstourer fahren, weil da eine Steckdose verbaut sein sollte, damit sein Navi und seine Videokamera nicht nur auf den Akku angewiesen wären und ich eine ohne Steckdose und leider ohne DCT. Nach der Fahrzeugübernahme stellten wir fest dass beide Maschinen eine Steckdose hatten, die ohne DCT jedoch tiefergelegt war und so für den kurzbeinigeren Dackel-Freund bequemer zu rangieren war. Wir tauschten und ich fuhr mit dem DCT-Tourer. Wieso bietet Honda das Ding eigentlich ohne DCT an? DCT steht, um es hier kurz zu erklären, für automatisiertes Schalten mit Doppelkupplung, also ohne Zugkraftunterbrechung. Ein absolutes Muss und den Aufpreis in jedem Fahrzeug wert.

Stand der Tour:
Griesi mit DCT: 1 – 0 Schrm ohne DCT

Die Crosstourer ist vieles, aber nicht zierlich. Der dicke V4 mit 129 PS hat keine Probleme den Trumm zu beschleunigen und das Combined ABS genannte Bremssystem hält das Ding schnell wieder an. Sehr gut ausbalanciert und mit reichlich Lenkeinschlag gesegnet ist die Fuhre sehr handlich.

Unsere Tourer glänzten mit reichlich Zusatzausstattung: Kofferset (brauchten wir nicht), Topcase (haben wir dran gelassen und benutzt, geht), Hauptständer (steht), Nebelscheinwerfer (hell wie die Hölle), Heizgriffe (brauchten wir auch nicht), Sturzbügel (brauchten wir nur, um da eine Kamerahalterung anzubauen), Tourenscheibe (höher als das original), Akrapovic Puffer (guter Sound) und bestimmt noch irgendwas, was mir nicht aufgefallen ist. Ach ja, meine mit DCT war schwarz.

Stand der Tour:
Schwarzer Griesi: 2 – 0 Schrm in Rot

Morgens um 05:20 fuhren wir los und tankten um 05:30 die Moppeds voll, gaben Gas und verbrauchten 11 Liter auf 100 km. Zu viel für gerade mal knapp über 200 km/h laut GPS. Ein bisschen weniger als Vollgas senkt den Verbrauch gleich deutlich und der minimale Verbrauch lag laut Bordcomputer bei 3,4 Litern. Über die Tour verbrannten wir im Durchschnitt 5,6 Liter Edelstoff. Die DCT Version hatte immer einen leicht höheren Verbrauch, ob das am Getriebe oder am Fahrer lag, kann ich nicht beurteilen.

Stand der Tour:
Griesi mit mehr Verbrauch: 2 – 1 Schrm mit weniger Verbrauch

Dauervollgas geht sehr entspannt, auch wenn die Tourenscheibe nicht besonders leise ist. Die Scheibe kann in zwei Positionen angebaut werden; ja angebaut, nicht verstellt. Ein Effekt der verschiedenen Einbauhöhen war im direkten Vergleich nicht fühlbar.

Durch die Schweiz und Italien ging es über tempolimitierte Straßen weiter. Aufgrund des Regelwerks des Saddlesore wird die zurückgelegte Strecke mit Tankquittungen belegt und die bekommt man fürs tanken. Wir tankten also öfter als technisch nötig, um die gefahrene Strecke zu belegen.

In Genua angekommen sollte es in die beste Eisdiele der Stadt gehen, der Kollege @schrm mag nämlich gerne Eis. Ich stehe da eher auf Latte Macchiato. Die Eisdiele hatte zu, wir aßen stattdessen Sandwich und dazu gab es für mich einen Latte Macchiato.

Stand der Tour:
Griesi mit Macchiato 3 – 1 Schrm ohne Eis

Nach dieser kurzen Pause ging es dann zurück, denn schließlich fahren wir den Saddlesore und auf den gemütlichen Sitzbänken ist noch kein Sattelschmerz zu spüren. Geradeaus durch die Po-Ebene und dann kurviger über die Alpen. Entspanntes geradeaus rollen oder zügige Kurven mit Überholmanövern funktioniert alles hervorragend und macht Spaß.

11 Tankstops und 21 Stunden später war die Runde fertig gefahren und wir sind bei @Schrm zu Hause angekommen. Ich fühlte mich noch immer fit und hatte keine Schmerzen. Es hat mich ein wenig überrascht, dass ich trotz der für mich ungewohnten aufrechten Sitzposition keinerlei körperliche Ermüdungserscheinungen hatte, spricht wohl für eine gute Ergonomie.

Stand der Tour:
Griesi als Gast: 3 – 2 Schrm zu Hause

Mein Fazit zum Mopped:

Die Crosstourer hat es drauf, ist aber nicht perfekt. Was kann Honda verbessern?

  • Weg mit den Speichenrädern, lieber schöne Gussräder.
  • Der Scheibe eine in der Fahrt zu bedienende Höhenverstellung geben,und zwar so, dass es einen Unterschied macht.
  • Den Motor mit einen Turbo auf Trab bringen, damit da ordentlich Endgeschwindigkeit raus kommt, km/h kann man nie genug haben.

Mein Fazit zur Tour:

Es war ein toller Tag mit einer super Strecke und einem Mitfahrer, der einer der Guten ist. Eine Herausforderung fand ich den Saddlesore jedoch nicht, was wohl auch am Crosstourer lag.

Endstand der Tour:
Griesi fuhr mit einem coolen Typen: 4 – 2 Schrm fuhr nur mit Griesi

Falls der @Schrm eine Revanche will, ich stehe bereit!

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Laue Sommerabende

Hach! Gestern abend bin ich eine Runde mit dem Luxusweibchen durch die Eifel gefahren und heute war dann die kleine Hippe an der Reihe.

Erst mal zur Louise um neue Ohrenstöpsel zu kaufen (erinnert mich mal, dass ich dazu was blogge) und dort stand der Typ dessen Vmax nicht anspringen wollte.

Normalerweise schließe ich die immer an ein Batteriepflegerät an.

Nichts gegen Technik, aber ich fahre lieber.

Nach zwei unmotivierten Anschiebeversuchen entschloss er sich, dass eine Überbrückung doch die bessere Lösung wäre. Da bei diesen modernen Moppeds (die Max war Baujahr ’93) die Batterie gerne mal so verbaut ist, dass man stundenlang schrauben muss um dran zu kommen, war an der Vmax eine dreipolige Steckdose zum überbrücken angebaut. Das ist super, das hat das Luxusweibchen auch. Und weil die normalen Überbrückungskabel nicht in den Stecker passen, gibt es spezielle Kabel die am einen Ende einen passenden Stecker haben und am anderen die bekannten Klemmen. Das Kabel liegt bei mir unter der Sitzbank. Bei der Vmax lag das Kabel in der Schublade; in der Garage. Ich habe dann mein Kabel geholt und wir konnten die Yamaha starten und der Kollgegemachte sich auf den Weg nach Hause.

Und ich fuhr noch eine kleine Runde an der Saar entlang: Bundesstraße, Landstraße, Kreisstraße, Feldweg, Waldweg, Wanderweg. Keine Ahnung wor ich war, aber ich bin wieder zurückgekommen.

Morgen dann eine große Runde fahren bis Montag.