Indien und China – Griesi meint mal was

Oscar - Quelle PinterestIndien und China sind voll mit Menschen und daher auch lukrative Märkte für Mopped Hersteller. Aus China kommen viele kleine Billig Moppeds. Das sind meistens lizensierte oder oder nicht lizensierte Nachbauten von alten japanischen Moppeds oder Motoren, die dann unter vielen verschiedenen Handelsnamen auf verschiedenen Märkten auftauchen. Die weitaus meisten davon werden in Asien verkauft und haben um die 100 Kubik, nach Europa kommen nur die großen Maschinen, also 125er, wie z.B von Kreidler. Aber nicht nur, es gibt auch die 450er Borossi und bestimmt auch andere.
Etwas anders liegt es bei den Marken SWM (alte vor-KTM Huskys) und Benelli die zwar zu chinesischen Konzernen gehören, aber die Fahrzeuge zumindest größtenteils wohl in Italien zusammenbauen.
Da werden also häufig alte, bekannte Markennamen genutzt um den Markteintritt zu erleichtern, auch wenn die Modelle technisch nichts mit den alten Marken zu tun haben. Diese Strategie ist nichts neues und wird auch in Europa/USA gerne genutzt. Horex, Norton, Brough Superior fallen mir da ein, die aber wohl keinen ernsthaften Versuch darstellen, in den Massenmarkt zu kommen sondern eher so eine Art reiche Leute Image-Prothese darstellen.

Folgende Erklärung ist natürlich fiktiv, und viel zu ehrlich, als das sie echt sein könnte: Ich habe zwar keine Ahnung was das sein soll, aber mein Image Berater hat mir erklärt: Das ist ein Motorrad und es steht echt für die Markenwerte, die ich brauche um eine Persönlichkeit zu simulieren. Ich kaufe so ein Fahrzeug und parke es in meinem Wohnzimmer. Nein, so eine Allerweltsmarke wie sie jeder Lump kaufen könnte kommt für mich nicht in Frage.

Triumph, die 1990 in Hinckley auch nur mit einem Markennamen neu gestartet sind, ist da einen Ausnahme. Hier werden der Massenmarkt und Stückzahlen angepeilt, was wohl auch für Indian gilt, die natürlich nicht aus Indien kommen, auch wenn es schön in diesen Artikel passen würde.

Oscar - Quelle PinterestAber das ist eine schöne Überleitung, um zurück nach Asien zu kommen und zwar jetzt nach Indien. Die dortige Motorradindustrie scheint immer stärker den internationalen Mark ins Visier zu nehmen, aber anders als die Chinesen. Enfield (die zwischendurch mal Enfield India hießen, aber seit längerem wieder Royal Enfield) hat angefangen das Programm immer weiter auszubauen. Die Bullets wurden modernisiert mit Unitmotor, E-Starter usw, und das Programm um Cafe Racer (Continental GT) und Adventurebike (Himalayan) erweitert. Ein Zweizylinder ist ebenfalls in der Mache. Enfield ist zwar ursprünglich auch eine europäische Marke, hat aber eine durchgehende Geschichte und ist keine neue Firma mit altem Namen.
Und dann gibt es da noch Mahindra, die unter eigenem Namen in der Moto3 antreten und immer erfolgreicher werden. Auch dort werden jedoch alte europäische Markennamen eingesetzt und gekauft. Die Peugeot-Rennmaschine die John McPhee (gute Besserung von hier aus) fährt, ist eigentlich eine Mahindra. Und die Markenrechte an BSA und an Jawa sind vor kurzem von Mahindra gekauft worden.

Bajaj (erinnert sich noch wer an die Bajaj-Gespanne, also Vespa mit Beiwagen?) baut die kleinen KTMs und TVS baut die 310er BMW. In Indien scheint das Model als TVS-BMW vermarktet zu werden. TVS wird diesen Motor auch für das Sportmotorrad Apache RTR300 nutzen. Ich bezweifel, dass es die RTR auch in Europa geben wird, müsste sie doch gegen die RC390, R3 und Co. antreten, die alle mehr Leistung haben. Auch für die kommende 300er Klasse der Supersports wird es wohl nichts werden. Honda traut der vergleichbar motorisierten CBR300R da auch nichts zu und setzt auf die größere CBR500R.
Klingt komisch, aber die SSP300 nutzt ein Regelwerk, das im Autobereich Balance of Performance (BoP) heißt und durch technische Eingriffe und Zusatzgewichte Chancengleichheit von verschiedenen technischen Konzepten erreichen möchte.
Ohne eine solche Weltbühne (vorerst Europabühne) rechne ich nicht damit, dass die RTR zu uns kommen wird, auch nicht als TVS-BMW S300RR. Aber wer weiß, vielleicht hat der Motor genug Fleisch auf den Rippen um ihn auf auf ein Leistungsniveau zu bringen, dass ihn in der SSP300 konkurrenzfähig macht, wenn er z.B. auf 350 ccm aufgebohrt wird.
Unter den Marken Mahindra, Bajaj und TVS gibt es aktuell keine Moppeds bei uns zu kaufen, falls ich mich nicht irre

Oscar Quelle PinterestKurz zusammengefasst, die Moppeds, die in China und vor allem Indien gebaut werden, wie auch die für diese Märkte gebauten, werden immer größer. Honda verkauft in China unter anderem eine CBR190R, die auch in Argentinien angeboten wird.

Apropos: Ich habe noch kein Wort über die südamerikanischen Märkte verloren. Die Rally Dakar findet seit Jahren in Argentinien statt und Brasilien ist eines der Länder, dass sich auf dem Sprung nach vorne befindet und damit auch ein Markt größere kleine Moppeds. Und bei Brasilien fällt mir gleich die Gas Gas Camí 250 ein, die für den brasilianischen Markt entwickelt wurde, aber leider nicht im 2017er Programm steht. Möge Gas Gas wachsen und gedeihen. Es würde mich nicht überraschen, wenn Südamerika schon fest im Visier der indischen und chinesischen Hersteller liegt. Bestimmt auch ein toller Markt für eine 390er Enduro R, liebe KTMs, für die auch in meiner Garage Platz ist.

Und damit bin ich am Ende angelangt und bei dem, was ich mir für die Zukunft erhoffe. Wie erwähnt, die kleinen Moppeds werde im Rest der Welt immer größer und erreichen Motorleistungen, die es ermöglichen, damit auch im europäischen Straßenverkehr mit zu schwimmen. Es sind kleine, alltagstaugliche Spaßfahrzeuge. Honda wird zwar die CRF250L (#Hippe) in Deutschland vom Markt nehmen, weil es sich vermutlich nicht lohnt, ein Off-Road ABS an das Mopped zu bauen. Davon abgesehen erhöht sich jedoch die Anzahl an Moppeds in der Unter-500-Kubik-Klasse, die bei uns angeboten werden. Ich nenne nur die bisher unerwähnten Suzuki GSXR 250 und Kawasaki Ninja 300. Während sich die etablierten Markteilnehmer von oben nähern, könnten die Chinesen und Inder direkt in dieses Segment einsteigen und für ein umfangreiches Angebot sorgen.
Vielleicht spricht sich dann auch langsam bei den aktuellen Moppedfahrern herum, dass innerorts und auf Kreis- und Landstraßen leichtfüßige Moppeds den 250 Tonnen schweren Schweineeimern in der Spaßwertung keine Chance lassen. Ist doch egal, ob die Moppeds dann vor allem in China oder Indien gebaut werden oder in Thailand (Honda) oder Indonesien (Yamaha). Für mich ist es okay, wenn man in Europa denkt, dass der legitime Nachfolger einer Horex Regina von 1953 (1 Zylinder, 399 ccm, 22 PS, 150 kg, 2.185 Mark) die heutige VR6 HL (6 Zylinder, 1.218 ccm, 163 PS, 224 kg, bestimmt mehr als die 38.500 Euro der Classic, eine ähnliche Lackierung wie damals) ist und nicht ein Mopped mit einem ist luftgekühlten 400 ccm Ex-Japan Motor aus China wie ihn Mash verbaut. Vielleicht bekommen die schicken Hipster-125er von Brixton bald 400er Geschwister für die Landstraße.

Oscar - Quelle PinterestDamit es klappt, dass wir mehr kleine Moppeds auf den Straßen sehen, müssten sich wohl als erstes die Händler bewegen und eine Zielgruppe jenseits der 50-jährigen Hängebauch-Bärte anpeilen. Dort sollte man jüngere und vielleicht bisher mopped-ferne Menschen als mögliche Kunden akzeptieren. Vielleicht könnte man dort sogar mal was mit diesem neuen Internet machen?
Ich hoffe mal, dass die meisten Händler keine Nur-Eine-Marke-Knebelverträge haben.
Hauptsache am Ende kommt auf jeden gefahrenen Autokilometer auch ein gefahrener Mopped-Kilometer, die Anzahl der PS oder Kubik ist egal, die Anzahl der Räder ist wichtig.

Alle Bilder habe ich von Pinterest.

 

Edith 2017:

Honda baut die CRF250L mit ABS weiter und stellt sogar noch eine Rally-Version daneben. Ihr seid dran, kauft, Leute kauft. Nein besser: fahrt, Leute fahrt!

Edith Ende

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13 Stunden nach Berlin #Roadblog2016 XI Etappe

13 Stunden Fahrzeit sagt Kurviger.de zu der Route, die ich mir ausgesucht habe. Es sind knapp 700 km über die Landstraße, da scheint mir die Fahrzeit passend. Ich werde zwischendurch tanken müssen, essen und trinken und auch sonst noch pausieren, dadurch wird der Fahrtag noch länger, also werde ich erst spät abends in Berlin ankommen. Passt, ich muss erst morgen am späten Vormittag zum Treffpunkt.

Was ist schlimmer als verlieren? Richtig: Siegen. Das Siegerland ist da wo ich jetzt durch fahre. Von hier aus geht es in Richtung Edersee. Die kurvigen Sträßchen dort sind bei vielen Moppedfahrern bekannt und so tummeln sich auch einige auf den Wegen. Da fährt die CBR600RR, die es mit Sozia hintendrauf herrlich fliegen lässt, dass die Funken an den Rasten sprühen.
Warum nur setzt sich jemand über 1,20 m Körpergröße bei so einem Mopped freiwillig hinten drauf? Wahrscheinlich jemand der erfolgreich die Yoga-Schule abgeschlossen hat und es gemütlich findet, wenn die Fußrasten fast aus Sitzhöhe sind.
Jedenfalls macht es mir Spaß hinterher zufahren und die #Hippe durch die Kurven zu jagen. So richtig entkommen kann er mir nicht, denn zwischen durch werden wir regelmäßig von mehrspurigem Verkehr aufgehalten. Überholverbot und so. Überholverbote habe ich noch nie verstanden. Warum darf man nicht überholen, obwohl es mit dem Mopped gefahrlos möglich ist?
Der Verkehr ist halb so wild, aber die zwei Volldeppen mit Guzzi und BMW, die in einer blinden Kurve kurz hinter dem Scheitelpunkt nebeneinander stehen bleiben um kurz zu quatschen, gehören von der Straße entfernt. Die CBR kam schon auf der Geraden vorbei, der Segen der 120 PS. Natürlich kann ich ausweichen (blinde Kurve, da fahre ich nicht schnell hinein), erschrecke mich jedoch trotzdem und zucke innerlich schon zusammen, weil ich nicht weiß, ob das Auto hinter mir auch aufpasst. Lautes Hupen, ABS-Quitschen und kein Scheppern sagen mir, dass es wohl gereicht hat. Wenn es die beiden Deppen erwischt hätte, ich hätte nicht geweint.
Ich versuche Biker-Treffpunkte und das Umland nach Möglichkeit zu meiden, da trifft man immer besonders viele Idioten auf der Straße. Die größten Idioten kommen mir in der Regel immer auf meiner Spur entgegen.
Und es gibt so viele andere schöne Strecken, also weiter nach Nordhessen und dann in Richtung Harz.

Nordhessen

Nichts gegen den Harz, aber dadurch, dass er von sehr viel sehr flachem Land umgeben ist, erhöht sich die Dichte an Moppeds hier wieder. Ein anderes Problem mit schönen Moppedstrecken sind die Verkehrsschilder die dort stehen. Überholverbote und Tempolimits bis hinunter auf 30, vor Kurven, die entspannt mit dem dreifachen durchfahren werden können. Und damit nicht genug, zwischen den Fahrbahnen werden noch gelbe Baguettes mit Fähnchen (für Euch Beamte: Leitschwelle mit Schraffenbake) und dazu noch Querrillen und anderer Blödsinn in die Straße eingebaut. Nichts von dem Quatsch hätte das Guzzi-BMW-Idioten-Pärchen vor der eigenen Dummheit bewahrt. Leider kenne ich mich hier im Harz nicht so gut aus und kann diese Strecken nicht so einfach meiden. Wo die Straßenverschlimmbesserer noch nicht waren, gibt es wunderschöne kleine Straßen. Wer noch nie im Harz war, sollte da mal durch rollern.

In der Magdeburger Börde, die aufgrund Ihrer Flachheit eher eine Öde ist, mache ich die erste größere Pause. Mit Blick auf den Harz ziehe ich eine Brotzeit aus dem Rucksack und als sich ein zweiter Moppedfahrer dazu gesellt, dauert es noch länger. Leider kann er mir auch keine schöne Strecke nach Berlin empfehlen, so weit fährt er nie. Er fährt immer nur von Magdeburg in den Harz ( ca. 100 km) aber nie so weit, bis nach Berlin (ca. 150 km von MD aus). Dass ich noch so weit fahren will, findet er bemerkenswert, dabei weiß er gar nicht, wo ich heute morgen losgefahren bin. Wir quatschen lieber noch über seine nagelneue Suzuki GSX-S1000F.

Blick zurück zum Harz

Die Langeweile im flachen Land vertreibe ich mir auf einigen nicht asphaltierten Wegen, die parallel zu Land- und Bundesstraßen verlaufen. Leider gehen auch die nur geradeaus, aber wenigstens kann ich so eine lange Staubfahne hinter mir herziehen.

Kurz vor Berlin nehme ich dann doch die Autobahn. Diese viele kleinen und immer größer werdende Vororte machen nicht so viel Spaß zu fahren und mein alter Erzfeind, die Baustelle mit Umleitung ist auch wieder da.
Mein Wander-Navi hat sich für heute eine neue Marotte einfallen lassen. Immer wenn es mich navigieren soll, versucht es eine Strecke von meinem Standort aus über Pusemuckel zum Ziel zu finden und scheitert nicht einmal daran. Der Weg ist dann halt 1.600 km lang statt der erwarteten 10. Egal, ich habe meinen vorher eingegebenen Track und dem fahre ich nach, so komme ich auch ans Ziel.

Berlin Siegessäule bei Nacht mit Hippe

Jetzt noch schnell duschen und eine Portion Spaghetti einwerfen, denn morgen treffe ich mich mit @Kettenritzel_cc und @MaxED9, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

2-Stunden Enduro mit Sacha #Roadblog2016 X Etappe

Über Facebook hat Sacha (mal schauen, ob der Facebook -Link so funktioniert) mir einen Enduro Event im Emsland vorgeschlagen und so verabreden wir uns dort . Es will mir ums verrecken nicht gelingen, einen schöne, kurvige Strecke dorthin zu finden, also springe ich auf das #Luxusweibchen. Das hat sowieso schon zu lange in der Garage gestanden, so lange, dass die Batterie ganz und gar kaputt war und ausgetauscht werden musste. Das ist bei der ollen Kawa immer ein mittelgroßer Akt.

Dafür ist der Weg über die Autobahn nicht nur deutlich unterhaltsamer als mit den 22 PS der #Hippe, es fühlt sich auch viel sicherer an.

Mit dem Luxusweibchen bin ich noch nie auf meiner Spur mit ohne Seitenabstand überholt worden, wie es mir auf der #Hippe doch öfter passiert. Diese Art überholt zu werden ist der Grund, warum ich immer versuche ein oder zwei km/h schneller zu fahren als auf den Schildern vorgeschlagen wird, was auf der Autobahn mit der #Hippe manchmal schwierig ist. Mit dem Luxusweibchen geht das jedoch ganz gut, und so richtig viele Tempolimits und Verkehr hat die A31 auch nicht. Dementsprechend schnell bin ich an der korrekten Abfahrt angekommen und mache mich auf die Suche nach einem zweiten Frühstück und der Endurostrecke.
Eine Netzrecherche im Vorfeld und zahlreiche Satellitenüberflüge haben mir jedenfalls keine Strecke gezeigt, obwohl der Veranstalter die Koordinaten auf seiner Website verrät. Mein Weg führt mich nach einer Dose Buttermilch aus dem Supermarkt und einem Marzipanteilchen vom Bäcker in das Dorf, das als Veranstaltungsort angegeben ist und hoffe auf das Beste.

Enduro Lingen Start

Tatsächlich steht an der Bundesstraße ein Rennwagen mit einem großen nach rechts deutenden Pfeil an einer Kreuzung; also nicht so ein fancy Formel 1 Renner oder so was, sondern ein verbeulter Stopplefeldrenner. Als ich direkt an der Kreuzung stehe entdecke ich auch einen kleinen Pfeil auf dem „Enduro“ steht, ich muss also tatsächlich hier rechts. Kurz hinter dem Ende des Dorfes geht es nach links, herunter von der Straße. Über einen lehmigen Feldweg führen mich die Schilder noch mal 1.000 Meter bis zu einer Weide, die der Autoparkplatz ist. Da parke ich nicht sondern fahre noch einmal 50 Meter weiter und stehe auf dem Moppedparkplatz direkt an einem abgeerntetem Feld, dass die Rennstrecke ist.

Mit Flatterband und 20 cm hohen Erdwällen wird der Streckenverlauf markiert, an manchen Stellen wurden Erdhaufen hingebaggert, die entweder als Anlieger, Hügel oder Sprungkuppe dienen. Eine kurze Gerade wird mit vier Hindernissen (Baumstamm, Reifen, Betonröhre und Türrahmen) garniert und fertig ist die Strecke. Die Strecke ist, je nachdem wen ich frage (der große Boss macht Rennleitung und muss überall gleichzeitig sein, da will ich nicht stören), zwischen 2.000 und 3.000 Meter lang. So wie das aussieht ist das an einem Vormittag hin- und nach dem Rennen in zwei Stunden wieder abgebaut.

Ich freue mir einen Ast, wie geil das ist.
Das könnte praktisch überall funktionieren, wir könnten aus jeder verdammten Wiese dieser Welt für einen Tag eine Rennstrecke machen!

Na gut, hier braucht man noch eine zweite Wiese auf der die Zuschauer Ihre Autos parken können und eine dritte Wiese für das Fahrerlager und die Kinderstrecke. Genau, die Kinder haben hier ihre eigene Strecke auf der sie mit Ihren PW50 und Co. ihre eigenen Rennen fahren können. Alles was mindestens 14 Zoll Räder hat muss aber bei den Großen mitfahren.

Enduro Lingen Kids

Heute gibt es zwei Rennen über jeweils 2 Stunden, einmal für Teams und einmal für einzelne Fahrer, einen Runde dauert bei Fahrern, die ich auf meinem Talentniveau einschätze ca. 5:45 Minuten. Es gibt aber auch Leute die deutlich schneller über den Kurs jagen und andere, die eher den Eindruck machen, als seien sie vorher mit Ihrer Enduro nur auf der Straße unterwegs gewesen. Manchmal wird es etwas eng, wenn ein Schneller über eine Kuppe springt, die ein langsamer Fahrer nur mit Mühen hinunter fahren kann, aber im Gegensatz zum MX der Nationen springt hier kein Fahrer auf den Rücken eines anderen, ich sehe gar keine echten Unfälle. Umfaller gibt es dagegen mehrere, besonders gegen Ende des Rennens, wenn die Fahrer schon fast 2 Stunden in den Knochen haben und die Kräfte nachlassen. Da sind die Streckenposten aber jedes Mal zur Stelle und schwenken Ihre Fahnen oder helfen den Fahrern. Hier fahren Jungs und Mädeln, Junioren und Senioren und alles was einen Zylinder und lange Federwege hat: Zweitakter, Viertaktern, Crosser, Enduros, Dual Sports. Ich entdecke mindestens eine DR350, eine XT500 (die sind auch immer und überall) eine TT600, eine G450X und anderes exotisches Zeug.

Am Ende des Rennens sehe ich um mich herum lauter erschöpfte und glückliche Menschen, der Tag hat sich also gelohnt. Irgendwer hat am Ende auch gewonnen, weil er in den zwei Stunden die meisten Runden geschafft hat.

Ich werde auf jeden Fall meine Augen auf halten und nach weiteren Rennen dieser Art gucken, vielleicht gibt es so etwas ja an ganz vielen anderen Orten, aber schon ein Dorf weiter weiß man davon nichts.

Wenn bei Euch in der Nähe ein Rennen ist, geht hin, feuert die Fahrer an oder fahrt selber mit. Und sagt mir, wo es ist, ich komme vielleicht vorbei.

Enduro Linken Hüpf

Als ich abends wieder zu Hause bin überlege ich kurz, ob ich die nächste #Roadblog2016 Etappe auch mit dem #Luxusweibchen fahren möchte, schließlich ist es ein ganz schön langer weg, bis nach Berlin, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

Da wo schön ist mit @Motominya #Roadblog VIII Etappe

Edit
Es ist bereits die 9. Etappe. Wie doch die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat.
/Edit

Nach dem Trial-Versuch (hihi) und dem Griechen musste gestern noch der eine oder andere Whisky ohne E dran glauben. Wenn dann noch gute Musik läuft, bekommen @ErnieTroelf und ich immer gute Ideen, wohin wir dringend noch fahren müssen. Am nächsten Morgen ist dann große Katerstimmung, weil keiner von uns 60 Wochen Urlaub pro Jahr hat. Irgendwas ist ja immer.

Und heute Morgen ist dazu noch Regen, oder kurz: Eigentlich sollte ich die Decke über den Kopf ziehen und drin bleiben.

Aber @Motorminya wartet am anderen Ufer der Rheinfähre und da muss ich jetzt auch hin. Wegen meinem morgendlichen Getrödel nehme ich die Autobahn.
Es ist wieder einer dieser Tage an denen ich mich frage, warum hat Honda keine Lichthupe an die #Hippe gebaut? Und warum zum Teufel scheint es bei Regen und schlechter Sicht nur zwei Arten von Autofahrern zu geben? Die Einen sitzen erstarrt hinter dem Lenker und glauben, wenn sie schneller als 80 fahren explodiert die Welt (deshalb fahren die gerne auf der Überholspur, könnte ja sein, dass die Welt auch explodiert wenn jemand anderes über 80 fährt) und die Anderen haben gar nicht gemerkt, dass es regnet und reduzieren den Sicherheitsabstand weiterhin auf Null. Das ist besonders ärgerlich, wenn diese Leute dann ganz knapp vor mir auf meine Spur ziehen und mir nicht nur meinen Sicherheitsabstand klauen sondern mich noch extra abduschen und mein Visier vollspritzen, so dass die Sicht noch schlechter wird. Autobahn mit der #Hippe ist nie wirklich toll, aber im Regen mit den ganzen PKW-Deppen ist es besonders scheiße. Gut dass ich fast am Treffpunkt bin als der Regen aufhört.und von jetzt an wird es sogar richtig sonnig.

Da ich die Bahn genommen hab, komme ich nicht mit der Fähre an, also aus einer Richtung, aus der Minya mich nicht vermuten wird. Mein Versuch, mich anzuschleichen scheitert aber kläglich, das Mädel scheint ihre Augen überall gleichzeitig zu haben.

Nach einem kurzen und herzlichen „Hallo“ geht es los, Minya zeigt mir Ihren Hinterhof.
Vom Rheinufer aus geht es in die wilde Walachai, oder wie der Gau in Hessen am Rhein auch immer heißen mag. Erst fahren wir in Richtung, da, wo die Heilige Hilde getauft wurde, biegen aber kurz vorher ab und fahren durchs Wasser.

Minya in der Furt

Minya hatte es so eilig, dass sie schon aus dem Bild fährt.

Nun ist es ja so, dass ich derjenige war, mit dem Minya das erste Mal Schotter gefahren ist, Ich war auch dabei, als die, vermutlich ebenfalls zum ersten Mal, eine Crossstrecke unter die Räder nahm und jetzt gibt es noch ein erstes Mal: die erste Furt. Wenn ich mir das so durchlese, dann bin ich so eine Art Off-Road-Papa für sie. Die Furt war keine echte Herausforderung, mitten im Ort und gepflastert war es so, als wenn man durch eine nicht so breite, dafür aber irrsinnig lange Pfütze fährt. Der Erlebniswert ist aber deutlich höher als bei einer Pfütze.

Weiter geht es durch viele kleinen Kurven und durch Wälder und Kaffee und Kuchen bis sich unsere Wege in Simmern trennen. Minya muss nach Hause und ich auch. Das sind von hier aus getrennte Richtungen und so rolle ich weiter und fahre bei Koblenz über wieder zurück über den Rhein und Minya fährt in eine andere Richtung.

Damit endet auch mein zweites #Roadblog2016 Wochenende und ich freue mich schon auf die nächste Etappe, das 2 Stundenenduro im Emsland. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

Trial mit @ErnieTroelf #Roadblog2016 VIII Etappe

Nach der misslungenen Generalprobe zum Roadblog (das sogenannte #Odenwaldschnurren), sollte es dieses Mal funktionieren. Nachdem der Trialer von @ErnieTroelf es sich hinten im Bus gemütlich gemacht hat, checken wir ein letztes mal die Website, ob die Strecke heute wirklich geöffnet ist und fahren los.

Die Enduro-Strecke in Pfugstadt habe ich bereits öfter mit verschiedenen Enduros besucht, daher weiß ich, dass es dort eine kleine Trial Ecke gibt. Es gibt genug Hindernisse, um einen Nachmittag zu üben und einige und nicht alle davon kann ich schon bezwingen. Alles in allem: perfekt für mich.
Nachdem der Eintritt bezahlt und der Zettel unterschrieben sind geht es los: nicht nur mit dem Trial sondern auch mit dem Regen. Genauer gesagt: es tröpfelt.
Kein Problem im ersten Stint, denn ich muss mich erst warm fahren und das Mopped kennen lernen, also wie auf der Rennstrecke erstmal ein paar Runden drehen. Mit dem Trialer sind die Runden möglichst klein, am besten am Lenkanschlag. Aus Runden werden Achten und später dann Balance-Übungen, bevor die ersten kleinen Hindernisse angefahren werden.
Zeit für die erste Pause.

Ernie Troelf fährt aus dem Bild zur Pause.

Ernie Troelf fährt aus dem Bild zur Pause.

Trial fahren ist immer wieder verdammt anstrengend, obwohl es doch so leicht aussieht. Zwischendurch gucken ein oder zwei Endurofahrer in der Trialsektion vorbei, die meisten trauen sich aber nicht hineinzufahren. Wenn da jemand mit einem Trial-Mopped fährt, dann scheint der das zu können und da will man sich mit der Enduro nicht blamieren.
Ist natürlich Quatsch mit Senf, denn ich kann das gar nicht. Und wenn man mich fragt, dann ist es peinlicher, es nicht zu probieren.

Der Regen wird stärker und damit wird die Traktion immer schlechter. Nasse Steine sind rutschiger als trockene und das Trial Profil der Reifen setzt sich mit Schlamm voll. Nicht gerade anfängertaugliche Bedingungen.
Um das Profil vom Schlamm zu befreien fahre ich ein bisschen geradeaus und schneller, durch die höhere Drehzahl der Reifen steigt die Fliehkraft des Schlamms und schleudert ihn weg. Das klappt super am Hinterrad, aber am Vorderrad wird der Schlamm nur bis zum Schutzblech geschleudert, Enduros und Crosser haben aus diesem Grund hochgelegte Schutzbleche.
Ein gutes Ziel für die Geradeausfahrt ist der Bus auf dem Parkplatz, es ist wieder Zeit für eine Pause. Ich sitze im Bus, esse, trinke und beobachte, wie draußen ein Regentropfen neben dem anderen fällt. Auf magische Weise zieht sich die Pause so lange, bis die Strecke geschlossen wird und so packen wir ein und fahren zurück in die Handwaschpasten Ranch, wo der Trialer von seinem frischen Schlamm befreit wird.

Schlamm am Mopped

Schlamm am Mopped

Ich bin erstaunt, dass der Unterschied zwischen der 4-Takt Montesa und der Zweitakter Beta  beim Fahren so klein ist. Bergab fehlt mir das Bremsmoment des Motors, aber hier in Pfungstadt gibt es nur kleine Kuppen, da fällt das nicht auf.

Abends dann: Der Ort in dem Herr Troelf wohnt, ist eher klein, es gibt nur eine einzige Pizzeria (hat Betriebsferien), ein Restaurant am Sportplatz (da hat die Küche schon zu, schließlich ist es bereits nach 20 Uhr), ein gut bürgerliches Restaurant (sehr lecker, aber dass kenne ich schon) und einen Griechen, bei dem auch Herr Troelf noch nie war. Wir beschließen abenteuerlustig zu sein und nehmen den Griechen, wo wir sehr nett und schnell bedient werden und hervorragendes Essen bekommen. Ich glaube, dort werden wir in Zukunft öfter essen.

Kurze Schlussbemerkung: Das mit den Fotos wird morgen, wenn ich mit @Motominya fahre auch nicht besser, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

Eine Runde durch den Odenwald mit TT Motobike Blog #Roadblog2016 VII Etappe

Eine Polterhochzeit führt mich in die Nähe des Odenwalds. Auf der Anreise versuche ich noch ein paar Furten zu finden, bin jedoch ziemlich erfolglos, wenn ich von einer kleinen Wasserdurchfahrt hinter einem FKK-Club absehe. Ich bin mir sicher, wenn der Club an Wochenenden geöffnet ist, kommt man dort nur unter Schwierigkeiten hin.
Jetzt muss ich aber erstmal auf das Wohl des Brautpaares trinken. Prost.

Am nächsten Morgen geht es weiter zum Treffpunkt, wo TT Motorbike Blog bereits auf mich wartet. Statt der angekündigten SR sitzt er auf seiner TRX. Er hat Yamahas Antwort auf die halbverkleideten Suporsport Ducatis mit Namen Nuda nicht original belassen, sondern in vielen Details verbessert. Tolles Mopped.
Das bedeutet also, dass ich mit der kleinen #Hippe einem Ortskundigen auf einem Sportmopped folgen soll. So viel zur gemütlichen Tuckerrunde.
Glücklicherweise sind die Straßen, auf denen wir uns bewegen eher klein und kurvig, dass kann ich mit der #Hippe auch. Wir räubern also bis zur Mittagspause über einsame Landstraßen und kreuzen die ehemalige Grenze zu den Römern regelmäßig. Damals konnten die Germanen hier schon mal Wiedervereinigung üben, heute merkt man von der Teilung nichts mehr.

In einem kleinen Gasthaus in einem superidyllischen Tal bestelle ich Spinatknödel und unsere Rechnung kommt gerade noch rechtzeitig bevor der Strom ausfällt. Ab da ist es dann aus mit dem gemütlichen Tal. Menschen kommen aus Ihren Häusern und versuchen herauszufinden, ob sie als einzige ohne Strom sind und ohne Telefon (Festnetz und Mobil) auch. Da wir in unmittelbarer Nähe durch einige Baustellen gefahren sind, habe ich eine Idee, was da passiert sein könnte.Kennt Ihr noch das Lied mit dem Bagger?
Bevor das Fresskoma kommt machen wir uns wieder auf den Weg und kratzen ein paar weitere Kurven.

Der Odenwald ist eine super Gegend zum Mopped fahren. Ich war schon ein paar Mal hier und bin mit Eingeborenen gefahren, die Strecken von heute sind jedoch fast alle neu für mich. Wenn das so weitergeht, kann ich auf den 2.500 qkm auch in Zukunft ein paar neue Kurven finden.

Zum Abschluss der heutigen Runde gibt es noch Tee bei TT, bevor ich weiterfahre und mich mit @ErnieTroelf treffe, denn morgen wollen wir Trial fahren, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

P.S.
Die Kamera hatte ich dabei, habe aber vergessen, sie zu benutzen.

Die #intermot 2016

Die Intermot hatte mich und bestimmt auch viele weitere Blogger auf einen Besuch eingeladen. So konnte ich bereits am Pressetag über die Messe flanieren.
Für diejenigen, die es nicht wissen: auf dem Pressetag sind nur akkreditierte Journalisten zugelassen, dementsprechend wenig Leute stehen in den Gängen und an den Ständen. Gestern war ich in manchen Gängen der einzige Nicht-Aussteller. Das ist auch der Tag, an dem die Hersteller Ihre Neuheiten mit einer Pressekonferenz (PK) vorstellen; die ersten PKs finden um 08:30 Uhr statt und die letzte um 18:00 Uhr, immer schön eng hintereinander weg. Fast alle anwesenden Besucher rennen also in einer großen Traube von PK zu PK. Damit auch möglichst viele kommen, gibt es bei manchen Herstellern vor oder nach der PK Häppchen und oder Getränke. Wer nun schlauer sein möchte und die Neuheiten schon vor der PK sehen will, der wird leider enttäuscht, denn vorher sind die Moppeds noch abgedeckt oder versteckt. So in etwa sieht der Pressetag auf der Intermot aus.

gleich kommt ein neues Mopped

Gleich kommt ein neues Mopped

Die Einladung gilt jedoch für alle Messe-Tage. Extra für die Blogger, die sich vorab angemeldet haben, gibt es eine Bloggerlounge mitten zwischen den Custombikes. Dort gibt es Strom und WLAN und Platz zum sitzen. Das ist am Wochenende, wenn die Messe voll ist, bestimmt Gold wert. Die Dame am Eingang der Lounge kontrolliert und lässt niemanden ohne passenden Ausweis hinein. „Wie, nur Presse? Nein, hier ist exklusiv für Blogger,“ oder auch: „Aussteller? Nein, die dürfen hier nicht hinein.“ Wirklich viele Blogger waren gestern und heute noch nicht auf der Messe und die, die ich traf, wussten nichts von der Lounge.

Jetzt aber zur Messe:

Das Highlight
Für mich gab es kein eindeutiges Highlight. Mir ist jedoch aufgefallen, dass es eine Menge kleiner Marken gab, ich tippe auf chinesische Moppeds, die teilweise unter altbekannten Marken oder mit neuem Label interessante und oft wunderschöne Maschinen anbieten. Meistens sind es 125er, oft auch 250er, selten haben sie mehr Hubraum. Ich hoffe von diesen Moppeds in Zukunft viele auf den Straßen zu sehen und bald ein paar 350er oder 400er, und dass die Etablierten ihr Angebot in diesem Segment ausbauen und um Dual-Sports ergänzen.

Die noch nicht ganz fertige AJP PR7 hat mit ganz gut gefallen. 16 Liter Tank auf trockene 150 kg, angetrieben von einem 40+ PS Motor aus der Vor-KTM-Husky mit 600ccm (ähnlich der SWM RS 650 R, die ich nicht gesehen habe) klingt zumindest interessant, ein Cockpit mit eingebautem 7 Zoll Android-Tablett ist ein nettes Detail. Wenn sie fertig ist, werde ich mal schauen, ob ich weitere Infos bekomme und die zur Probe fahren kann.

AJP PR 7, fast fertig.

AJP PR 7, fast fertig.

Das Lowlight
Seit ich die #Hippe fahre, bin ich ein großer Freund von kleinen Dual-Sports, also Moppeds die auf der Landstraße und im Gelände zu Hause sind. Davon gab es auf der Messe genau ein Modell, die Honda CRF250L, die es im nächsten Jahr nicht mehr geben soll. Ich hatte auf die 300er GS bei BMW gehofft, dort stand aber nur die Straßenversion. Die wird es in verschiedenen Sitzhöhen geben, auf der Messe hatten alle drei Maschinen jedoch die gleiche; Stichwort: nicht genutzte Chance. Bei KTM gab es nichts zu einer 390er Enduro R zu hören, von der ab und zu Gerüchte durch diverse Foren wabern, stattdessen gab es neue 1290er und 1090er Enduros ist diversen Versionen.

Auch cool
Natürlich hatten die großen Hersteller aktuelle Rennmoppeds an Ihren Ständen ausgestellt, MotoGP, Superbike, Endurance, Moto Cross und Rally Moppeds standen auch an manchen anderen Ständen, fast immer in Fingerreichweite der Besucher. Suzuki stellte zusätzlich noch die Rally DR Big von Stefan Heßler an den Stand und Yamaha hatte so viele Umbauten mitgebracht, dass es für einen eigenen Stand in der Custom Halle reicht.

Rally DR Big von Stefan Heßler

Rally DR Big von Stefan Heßler

Suzuki
Von der neuen 1000er GSXR stehen mindestes fünf am Stand, so dass es keinen Auflauf gab und ich eine Sitzprobe machen konnte: passt nicht so richtig. Zur Kontrolle habe ich mich auf die 750er gesetzt, passt wie angegossen. Menschen mit anderen Arm-, Bein- und Körperlängen werden das mit Sicherheit anders erleben.

Yamaha
Die PK fängt mit einem hammergeilen Dark-Side-of-Japan-Video an, an dem sich die Macher vom 2017er Realfilm Ghost in the Shell ein Beispiel nehmen sollten. Danach werden Umsatzzahlen etc. referiert und ich gucke mich am Stand um:  Die XSR sehen in echt gar nicht so schlimm aus, wie auf den Bildern. Die R1 passt mir im Stand fast so gut wie Suzis Siebenhalber und ich wurde sofort an unseren Ausflug auf die Rennstrecke erinnert.
Ich sollte dringend mal versuchen, die FJR1300 probe zu fahren, die hat Kurvenlicht (auf das am Stand nicht hingewiesen wurde) und auf Wunsch eine Kupplungsautomatik. Ein echter Kilometerfresser. Die neue R6 war nicht am Stand, dafür hat die MT-09 jetzt zwei Scheinwerfer.

Triumph
Die T100 und T120 sehen schick aus mit vielen schönen Details wie den Einspritzgehäusen, die wie alte Vergaser aussehen. (Leider sind die Fotos noch auf der Messe …) Als Uli, der rennfahrende Pressesprecher, mir jedoch sagte, dass er damit lieber über die Landstraße fährt als mit der 675er Street Triple, war meine Lust auf eine Probefahrt geweckt. Jetzt müsste ich mich nur auf eine Version einigen, M-Lenker, Halbschale, Clip-ons … Die aktuelle Thruxton passt mir schon mal ganz gut, viel besser als die luftgekühlte Vorgängerin.
Dass die Rocket 3 auf der Messe stand lässt mich hoffen, dass dieses Spaßmobil die Euro4-Hürde schafft und im Programm bleibt.

Honda
Die neue Fireblade (noch nicht auf der Honda Website zu finden, daher kein Link) war gefühlt das Gesprächsthema Nr. 1 und stellte die neue Gixxer, was das angeht, in den Schatten. Honda hat zwei Fahrzeuge am Stand und diese am Pressetag selbst in den Schatten einer Nische mit Effektbeleuchtung gestellt. Damit war die Kamera meines alten Handys überfordert, daher kein Bild. Heute stand eine der beiden am Stand und wurde so eifrig umlagert, dass immer noch kein Foto möglich war oder eine Sitzprobe ohne lange Wartezeiten. Ein anderes mal dann.

Kawasaki
… hatte den amtierenden SBK-Weltmeister an Arai ausgeliehen, wo er beinahe unbemerkt am Stand Autogramme schrieb und für Selfies zur Verfügung stand. An einem Rennen mit mir war er nicht interessiert, obwohl ich ihm meine Hippe für eine Runde über die Rennstrecke geliehen, während ich mit seiner aktuellen Kawa vorlieb genommen hätte. Als wenn er mich mit der Hippe nicht trotzdem hergebrannt hätte. 2011 habe ich ihn schon mal getroffen, damals in der Boxengasse in Imola.

Husqvarna
Obwohl die weißen Husky-Enduros eigentlich die Premium-Version der aktuellen KTMs mit Umlenkhebel sind, gibt es dort noch die alten Lichtschalter während KTM die neuen Modelle hat.

Oben Husky, unten KTM

Oben Husky, unten KTM

Abschlussnote
Eigentlich mag ich keine Messen, immer voll, die meisten Neuheiten sind schon vorher im Netz und so weiter und so fort. Mir fehlt daher der Vergleich, ob diese Messe besser oder schlechter als vergleichbare ist. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und war sogar zweimal dort.

Bilder

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Custom BMW in Halle 10

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Supersport Ducati.

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SERT, der Dauerweltmeister

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Maverick Viñales Mopped liegt mir zu Füßen

Wunderlich Klassiker

Wunderlich Klassiker