Winterhandschuhe im Vergleich: Held vs. Reusch

Ich habe zwei Paar Winterhandschuhe, Held Cold Champ (160,- €) und Reusch Nordkap (100,- Eumel). Die Held habe ich ein paar Monate länger als den Reusch, den Reusch trage ich dafür öfter. Im Winter habe ich, wenn ich meine Regenklamotten einpacke auch immer ein zweites Paar Handschuhe dabei. Kalte, nasse Hände sind im Winter doppelt Scheiße. Da ich meinen Rucksack nicht ständig ein – und auspacke, fahre ich halt meistens mit den Handschuhen, die nicht im Rucksack liegen.
Seltsamerwesie kam ich erst gestern auf die Idee, beide Handschuhe direkt miteinander zu vergleichen um festzusellen, welche den  nun wärmer sind. Dafür habe ich mir ein ca. 150km weit liegendes Ziel ausgesucht und meine Hippe vorbereitet. Die Hippe bietet, wenn ich die Handschützer abbaue und die Stulpen weglasse, keinen Windschutz und die Handschuhe müssen zeigen, was sie können. Heizgriffe habe ich keine.

Winterhandschuhe von Reusch und Held

Hinfahrt
Auf der Hinfahrt hatte ich links den Held -und rechts den Reusch-Handschuh an. Im Held fühlte ich zuerst eine Kühle, während der Reusch noch schön behaglich war. Später dann kühlte der Reusch stärker aus und die Fingerspitzen wurden kalt, der Held hat seinen Level an Kühlung gehalten. Beim Tankstopp habe ich die Handschuhe draußen auf der Zapfsäule liegen gelassen und als ich nach dem Bezahlen wieder hinein schlüpfte waren meine Hände wieder warm und blieben es auch die letzten 30 km bis zum Ziel.

Erstes Fazit
Für kurze Etappen ist der Reusch der bessere Handschuhe

Rückfahrt
Jetzt wurden die Handschuhe getauscht, Kupplung Reusch und Gas Held. Es wurde auch dunkel und kälter trotzdem hielt der Held Cold Champ die Temperatur besser und wurde nicht so schnell kühl wie sein Kumpel für die linke Hand. Der linke Reusch hielt auch wärmer, bis zum Ende der hatte ich keine kalten Fingerspitzen.

Zweites Fazit
Jetzt bin ich ein bisschen verwirrt. Ich hätte vielleicht ein Thermometer mitnehmen sollen um die Temperatur aufzuzeichnen. Oder sind meine Hände unterschiedlich gebaut, so dass ich links eine Reusch-Hand und rechts eine Held-Hand habe? Oder liegt es daran, dass die Qualtität der Handschuhe so unterschiedlich ist, dass der linke Handschuh eine deutlich andere Isolierleistung bietet als der rechte und habe Glück, dass ich einen gut funktionierenden linken Handschuh von Reusch und einen guten rechten von Held habe?

Wie denn nu?
Ich werde jetzt in den nächsten Tagen weiterhin mit unterschiedlichen Handschuhen fahren und falls sich irgendwann herausstellt, dass es einen eindeutigen Sieger gibt, melde ich mich dazu wieder.

Mopped in diesem Artikel:

 

Hinweis zum Schluß:
Ich habe die Handschuhe selbst gekauft und bezahlt. Die Hippe auch und den Sprit. Und die Reifen. Den Schnee habe ich aber nicht selbst von den Straßen geräumt, aber mit meinen Steuern habe ich das Räumen bestimmt bezahlt, dabei will ich, dass der Schnee auf der Straße bleibt.

Dank Krimimimi hatte ich eine Möhre

Letzens bin ich nachts durch den Schnee gefahren und hätte beinahe einen Schneemann gebaut. Leider war ich ohne Möhre unterwegs und hatte die Befürchtung, bis ich mitten in der Nacht eine Möhre gefunden hätte, wäre die Straße geräumt. Im Schnee fahren funktioniert jedoch nicht, wenn die Straßen geräumt sind, ist ja logisch.
Damit ich beim nächsten Mal nicht wieder ohne Möhre dastehe, hat die wundervolle @Krimimimi33, die nebenbei einer meiner Lieblingsbloggerinnen ist, mir auf Facebook eine Möhre gegeben. Die konnte ich heute verbauen.

Hier ist die Möhre:

Schneemann und Hippe

Schnee, Schnee, Schnee – scheeee

Gestern war ich in Saarbrücken auf einem Konzert und ein Quätscherchen. So gegen Mitternacht machte ich mich dann auf den Heimweg. Anfangs regnete es nur, dann mischten sich kleine Schneeflöcken unter die Wassertropfen und die wurden immer dicker.

In der dunklen Nacht reflektieren die Schneeflocken das Scheinwerferlicht und es sieht bei einer bestimmten Geschwindigkeit aus wie ein Sternenhimmel. Die Geschwindigkeit hängt wohl von der Flockengröße, Fall- und Windgeschwindigkeit und sonst was ab – ist jedenfalls gar nicht so einfach zu treffen. Fahre ich zu langsam, sieht es wieder aus wie fallender Schnee, fahre ich zu schnell verwandeln sich die Sterne in Striche. Dann sieht es nicht mehr so aus, als fahre ich mit der Hippe, sonder als säße ich im Millenium Falcon beim Hypersprung. Auch cool.

Als der Schnee dann liegen bleibt ist es natürlich aus mit den Spielereien und mit zusätzlichem Nebel wird die Fahrt zusehends schwieriger. Gut dass fast keine Autos unterwegs sind. Auf beinahe 50 Kilometern Bundesstraße sind es ganze vier die ich sehe. Das ist gut, denn die Geschwindigkeit mit der ich sicher unterwegs bin ist niedriger als die mit der die PKW fahren. Da ich weiß, dass Autofahrer keine Ahnung davon haben, dass dichtes Auffahren nicht gut ist, keine Ahnung davon haben, dass beim Überholen auch ein seitlicher Abstand der Sicherheit dient und davon überzeugt sind, dass besonders knapp vor dem Vorderrad wieder einscheren gutes Autofahren ist, halte ich lieber an und lasse die Autos durch. Wie ich anhand der Spuren im Schnee sehen konnte, waren es Einheimische, die nur ein oder zwei Kreuzungen später die Bundesstraße wieder verließen, einer im Drift. Ich konnte wieder die erste Spur auf der weißen Bundesstraße ziehen. Mittlerweile lagen 5 cm feinster Neuschnee und oben auf den Bergen war es auch nicht mehr nebelig. Kurz überlege ich, ob ich einen Schneemann bauen soll, entscheide mich dann aber nach einen kurzen Mann-ist-das-eine-coole-Aussicht-Pause doch fürs Weiterfahren. Wäre doch blöd, wenn die Straße geräumt wird während ich noch eine Möhre für die Nase suche.

Leider funktionieren meine Heidenau K60 Winterreifen auf diesem Schnee nicht so gut, wie ich es mir wünsche, besonders bei seitlichen Windböen rutscht das Hinterrad gerne ein bisschen. Es fühlt sich ein bisschen an wie fahren im Tiefsand. An Steigungen dreht das Hinterrad auch gerne mal durch, da hilft dann hoch schalten und Gewicht nach hinten. Das Vorderrad hält die Spur, überträgt Lenkimpulse und Bremskraft gut. Es ist keinesfalls ein unkontrolliertes herumrutschen was ich mache, sondern fahren mit 50 km/h und teilweise durchdrehendem Hinterrad.

Schnee der auf der Straße liegt ist das eine, aber Schneefall etwas ganz anderes. Die Schneeflocken bleiben auf dem Visier pappen und ratzfatz ist die Sicht weg, wenn man nicht wischt. Und je nach Schneeflockendichte wischt man eigentlich immer und variiert nur die Wischgeschwindigkeit. Solange es nicht so kalt ist, dass Wasser und Schnee auf dem Visier festfrieren ist das machbar. Mit offenem Visier fahren geht natürlich auch, dann bekommt man die Schneeflocken halt gegen die Augen aber die Körperwärme taut die auf und die Sicht ist frei. Ich gehe jetzt mal auf die Suche nach einem beheizbaren Visier, das den Schnee wegtaut und eine Eisbildung verhindert.

Moppeds in diesem Beitrag

Zahlenmikado bei Schrm

Bei Käpt’n Schrm auf dem Blog habe ich etwas zu dem Mopped-Zulassungszahlen 2014 gelesen. Geht mal rüber und lasst Euch die Augen öffnen, welcher Hersteller wie viele Moppeds zulässt und welcher Hersteller wie viele Moppeds an echte Kunden, also Privatpersonen verkauft.

Für mich ist die Zahl der verkauften Moppeds gar nicht so wichtig, ich möchte gerne wissen, wie viele Moppeds wirklich gefahren werden. Letztes Wochenede traf ich bei meiner 6 stündigen Runde mit der #Hippe durch Eifel und Hunsrück genau 4 Moppes: eine 1200er GS (der Karl Dall unter den Tallroundern), eine Stelvio, eine Z 800 und eine Z 1000 und tatsächlich keinen einzigen Roller.

 

Moppeds in diesem Beitrag:

Winter #Hippe

Die Hippe hatte ich mir vor ca. einem Jahr gekauft, weil mein Luxusweibchen mit dem 200er Hinterreifen, mit 178 PS und viel Drehmoment bei kleinen Drehzahlen auf Schnee keine gute Wahl ist.
Ursprünglich hatte ich geplant die Hippe mit Saisonkennzeichen (11 – 03) zuzulassen, habe ich glücklicherweise nicht gemacht und im Sonmmer viel Spaß mit der 250er gehabt.

Eine 250er Enduro hat als Winterfahrzeug einige Vorteile gegenüber einem 1200er Tourensportler. Wind und Wetterschutz zählen nicht dazu, daran wollte ich ein bisschen was ändern. Handprotektoren fehlten sowieso, also habe ich damit angefangen und dann testweise ein paar Lenkerstulpen gekauft. Eine erste Probefahrt hat ergeben, mit den Stulpen kann ich fahren aber der Blinkerschalter ist ein bisschen fummelig zu bedienen. Im stehen fahrend ist es ein wenig umständlich die Hand wieder zurück an an den Lenker zu kriegen, nachdem sie einmal draußen war um z.B. das Visier frei zu wischen. Ist wahrscheinlich auch eine Übungssache.

Als nächstes kamen dann heute Winterreifen von Heidenau auf die Felgen. Die Thailändischen Originalstollen funktionieren zwar gut auf der trockenen Straße, schwächeln jedoch bei Nässe. Nach 10.000 Kilometern waren die hinteren Stollen auch schon so weit runtergerubbelt, dass ich nicht mehr mit der selben Traktion im Tiefschnee rechnete wie noch vor einem Jahr.

Nur so aus Spaß habe ich aus dem Keller die original verpackten Heizgriffe geholt, die mir vor ca. 20 Jahren mal jemand schenkte, vielleicht … ach ne, die bleiben erstmal ab.

Gegen die Weiße Pest (Streusalz) habe ich Korosionsschutzöl auf dem Metall verteilt und jetzt erstmal fahren, fahren, fahren und noch mehr fahren und auf Schnee hoffen.

 

Moppeds in diesem Beitrag

So könnte mein Wintermopped auch aussehen.

K75-basis

Weil es draussen gerade schneit und die Menschen in ihren Dosen gerde wieder ein Verkehrschaos bauen, habe ich meine Verabredung für heute gerade abgesagt. Statdessen habe ich mir überlegt, wie denn ein Wintermopped für mich aussehen könnte. Im Netz fand ich eine K75 die schon ein wenig umgebaut war. Ich habe dann mit Gimp die Spiegel entfernt und das Heck verkürzt.

So in etwa könnte ich es mir vorstellen.

Ein Experten-Tipp vom Händler NOT

Ich war heute während meines Spaziergangs bei einem Mopped-Händler, ich suche ja immer noch ein Winter-Mopped. Der folgende Dialog hat sich tatsächlich so abgespielt:
Er so: Kann ich Ihnen helfen?
Ich so: Ich fahre eine ZX 12-R und die ist für den Schnee nicht so richtig tauglich. Ich soche also ein Wintermopped, mit dem ich jetzt fahren kann, eine mit weniger Drehmoment.
Er so: Ich verstehe. Wie wäre es denn z.B. mit der Yamaha XJR 1300?

maximales Drehmoment 108,4 Nm bei 6.000/min
Gewicht – fahrfertig, vollgetankt 245 kg
Reifen hinten 180/55 ZR17 M/C (73W)

Übrigens, im Angebot standen auch: eine NTV 650, eine F650, eine GS 500.

Winterreifen für Moppeds?

Im Blog von Moto1203 steht, das alle Kraftfahrzeuge möglicherweise ab dem 5.11. Winterreifen haben müssen. Alle bezieht natürlich auch Moppeds mit ein.
Bisher bin ich jeden Winter mit normalen Reifen klargekommen. Eis und Schnee sind bei weitem weniger gefährlich als die Autorfahrer, die bei einer solchen Witterung die Straßen unsicher machen, ganz egal, was für Reifen die auf Ihren Dosen aufgezogen haben.
Übrigens, ich darf keinen 130er Hinterreifen (breitere Winterreifen habe ich nicht im Netz gefunden) auf meinem Lxusweibchen fahren, 130er (=13cm) sähen auch blöd auf einer sechs Zoll (=15,24cm) breiten Felge aus. Obwohl, hat das schon mal jemand gemacht und schickt mir ein Foto?

Der Winter kommt

So langsam werden die Temperaturen immer knackiger und nähern sich dem Gefrierpunkt. Das Innenfutter habe ich schon in die Textil-Jacke eingehängt und in die Hose kommt es auch noch bevor ich am Montag nach Frankfurt fahre. Das wird der erste Winter mit dem Luxusweibchen und ich muss sagen, dass ich schon ein bisschen Respekt vor dem ersten Schnee habe. Im Gegensatz zu allen Moppeds die ich vorher hatte, liegt bei der 12er Ninja schon ab Leerlaufdrehzahl eine Hölle an Drehmoment an. Damit wird es vermutlich wirklich schwer, nicht ständig mit durchdrehendem Hinterrad hilflos über die Straßen zu rutschen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich momentan ernsthaft über ein Zweitmotorrad für den Winter nachdenke. Vielleicht ein Zweiventilboxer mit 650 oder mehr Kubik in Cafe-Racer Optik, oder, dem Winter angemessener, in Richtung Flattracker. So Moppeds sind aber schwer zu finden und zum Umbauen fehlt mir die Werkstatt und auch die Zeit. Es könnte auch etwas anderes als eine BMW werden, vielleicht ein alter Japan-Twin mit Rohrrahmen? Engländerinnen sind zu teuer und eine Duc für den Winter? Ca. 50 PS sollten es aber schon sein, schließlich muss ich damit regelmäßig längere Autobahnetappen fahren sein und eine klassische Optik wär auch schön.
Wenn ich doch nur das Geld dafür übrig hätte. Oder mag mir jemand ein Wintermopped leihen oder sponsern? Ich werde im Austausch auch regelmäßig über meine Er-Fahrungen bloggen. ;-)

Mit dem Mopped nach München

Ich muss zugeben, ich hatte schon bessere Ideen, zumindest hatte ich schon Ideen, die mir eine angenehmere Zeit bescherten als diese: am letzten Samstag, dem Tag an dem der Winter zurückkam, mit dem Mopped nach München fahren. Die 525 Kilometer Autobahn, die mir Google auswarf sind ohne Schneeregen keine Erwähnung wert. Am Samstag hat es jedoch geschneit, oder es war Stau. Oder beides.

Es ist nicht die Temperatur, die bei Schneefall natürlich deutlich niedriger ist als die, die man gemeinhin als ideales Fahrwetter bezeichnet, dagegen kann ich mich warm anziehen. Es ist die fehlende Sicht, wenn die Schneeflocken sich auf dem Visier niederlassen, die den Fahrspaß und die Sicht hemmen. Hinzu kommen noch die Salzmengen, die auf dem Asphalt liegen und von den vorausfahrenden Autos aufgewirbelt werden. Gesalzenes Wasser ist nicht gut für die Sicht. Ich bin die ersten 175 Kilometer praktisch einhändig gefahren, mit der Linken habe ich ständig Scheibenwischer gespielt. Als Autofahrer kann man sich wohl schwer vorstellen, wie schlecht die Sicht ist, ohne Wischwasch-Anlage. Wenn dann erst einmal die ersten Schneeflocken und Wassertropfen anfangen auf dem Visier festzufrieren hilft wenig, dann muss das Visier hochgeklappt und offen weitergefahren werden, zumindest bis auf dem nächsten Parkplatz die Gelegenheit zum Kratzen kommt.

Die zeitweise arg eingeschränkte Sicht hat mich dazu gezwungen, auf der rechten Spur und ziemlich langsam zu fahren. Ich habe mir also einen LKW gesucht und mich an ihn „festgehalten“; will sagen, ich bin immer mit soviel Abstand wie möglich gefahren, aber so, dass ich ihn, bzw. seine Bremslichter, noch erkennen konnte aber nie mit zu viel Abstand, so dass sich kein PKW in meinen Sicherheitsabstand drängen konnte.
Das war ein guter Plan und er hat auch ziemlich gut funktioniert, bis auf einmal, wo einer der Sonntagsfahrer, der einen Tag zu früh unterwegs war, sich, natürlich als der Schneefall am dichtesten und die Sicht am schlechtesten war, dazwischen quetschte; vielleicht fünf Meter vor mir. Kaum auf meiner Spur passierten zwei Dinge; erstens, der PKW bremste, zweitens, der Schnee vom PKW-Dach löste sich und verwandelte meine Aussicht in eine weiße Wand.

Das letzte was ich also sehe sind Bremslichter und dann nur noch Weiß. Keine Ahnung, ob er vor mir eine Notbremsung macht und ich gleich auffahre oder was überhaupt vor mir passiert. Also mache ich zwei Dinge gleichzeitig, Linke Hand vom Lenker und für Sicht sorgen (Visier aufreißen) sowie mit Rechts bremsen. Natürlich zu stark, das Vorderrad rutscht und klappt ein bisschen ein. Bremse lösen um den Sturz zu vermeiden ist der nächste Reflex. Zwei drei Schlenker später hält die gute Suzuki wieder die Spur und ich sehe vor mir nur noch den LKW, der PKW ist weg. Bastard! In diesem Augenblick wünschte ich mir eine Boden-Boden-Rakete

Als ich wenige Kilometer später die nächste Tankstelle ansteuere und auf dem angefrorenen Verzögerungsstreifen vorsichtig und langsam fahre, hatte ich meine nächste, und glücklicherweise für diese Fahrt letzte Begegnung mit einem Volltrottel in Dose. Dem fuhr ich wohl nicht schnell genug, so dass er mich auf meiner Spur mit gefühlten 5 cm Seitenabstand überholte. Es waren in Wirklichkeit wohl bestimmt 20 cm. Der Fahrer dieses dunklen Golf konnte von Glück sagen, dass vor mir an der Zapfsäule drei dunkle Golf standen und sein Nummernschild nicht erkennen konnte. Nein, angeschrien hätte ich ihn nicht. Und immer noch keine Boden-Boden-Rakete.

Zu diesem Zeitpunkt war der Schneefall wirklich stark und die zwei letzten Begegnungen mit komplett überforderten Autofahrern haben mich darüber nachdenken lassen, ob es wohl eine gute Idee wäre, umzukehren. Einen Cappuccino später war der Schnee jedoch Sonnenschein gewichen  (jedenfalls für einige Kilometer) und ich konnte frohen Mutes, und kurzzeitig ohne Wischarm, weiter fahren. Trotzdem brauchte ich bis München ca. siebeneinhalb Stunden, Schnee und Staus sei Dank.

Die Rückfahrt dagegen war ein Hochgenuss: Sonnenschein!