SUV und Autobahn

Auf dem Weg zu Triupmh hatte ich viel Zeit um iem kleinen Mietwagen über die Welt und den bürgerkäfig an sich nachzudenken. Und ich wirde von vielen SUV überholt. Autos, die dafür genbaut werden, dass russiche Oligarchen und le die gerne einer wäre, mit vollgas durch die sibirische Pampa brettern können. Über Straßen, die noch nie von Asphalt gehört haben.

Und da kommt mir eine Idee: Wenn wir in Deutschland schon so viele SUV für Schotterstraßen bauen, warum bauen wir dann keine Schotterstraßen?
Ich meine: Früher, als Deutschland berühmt für deine schnellen Limousinen und Sportwagen war hieß es doch immer: „Wir brauchen die Autobahn ohne Tempolimit als Verkaufsrgument im Ausland“. Warum brauchen wir jetzt keine Schotterstraßen als Verkaufsargument?

Und überlegt Euch mal die ganzen anderen Vorteile, die geschottterte Autobahmen bieten.

  • Weniger versiegelte Fläche.
    Eine sechsstreifige Autobahn besteht laut Wikipedia aus 29 m befestigter Breite. Ein Kilometer Autobahn enspricht demnach 29 km² versiegelter Fläche, das sind 2,9 Hektar. Ein Standard-Fußballfeld (scheinbar die gängige deutsche Vergleichs-Größe) hat 0,741 Hektar.
  • Weniger Tempo ohne Tempolimit
    Wer schon mal bei Regen oder gar Schnee über die Autobahn gefaheren ist, weiß was ich meine. Und die Leute die schon mal schnell über Schotter gefahren sind wissen auch was ich meine. Der Rest denk es sich einfach.
  • Weniger Ablenkung
    Schotter ist lauter und ungemütlicher als Asphalt, da mann min schlechter Telefonieren oder Facebook.Updates kommentieren.
  • Mehr Abstand zum Vordermann
    Hierzulande fährt man so Auto, dass das eigenen Auto sauber und unbeschädigt bleibt. Wenn der Vordermann langsam auf der linken Spur auf Asphalt unterwegs ist, fährt man ganz dicht auf 8aber nicht wegen Windschatten). Wenn der Vordermann jedoch Schotter-Stein nach hinten wirft, dann hält man lieber Abstand.

Gagenargumente könnt ihr gerne bei Facebook teilen, da lese ich sie nicht. Falls Jemand eine Petition starten möchte, kann er den Link unten in den Kommentaren teilen, wo noch viel Platz für Zustimmung ist.

Triumph Streety in Oschersleben

Nachdem ich den Kurs in Oschersleben mit der Landstraßen-Trident kennengelernt habe, geht es gleich weiter.

Vorher erzählt mir Rico, dass er mit seinem Vater hier ist, der auch als Instruktor fährt. Ist ja irgendwie logisch, dass er nicht mit seiner 675er als Handgepäck im Zug aus dem Schwarzwald kam. Da musste doch ein Volljähriger mit einem Auto dahinterstecken.

Triumph Street Triple RS

Zweiter Stint auf der Rennstrecke, jetzt mit der Street Triple RS, matt schwarz, 765 ccm und 123 PS. Im Vergleich zur Trident fühlt sich die Streety deutlich mehr so an, als gehöre sie hier her.
Schnell noch kontrollieren, ob auch der Track-Modus eingeschaltet ist. Ich habe keine Ahnung, warum ich das überhaupt gucke. Ich ändere den Modus nicht, kann also gar nicht sagen, ob es sich anders anfühlt oder fährt und welche Parameter und Einstellungen geändert würde. Aber wenn der Modus „Track“ heißt, dann ist er hier richtig. Nicht dass ich aus versehen auf „Rain“ schalte und es fängt an zu regnen …
Los geht‘s. Rico zieht das Tempo an und ich kriege Probleme, die Linie zu halten. Kein Problem für die Streety. Nicht mal als ich in erheblicher Schräglage auf die ratternden Curbs komme. Das erschreckt vielleicht den Fahrer, aber nicht das Mopped.

Griesi mit der Street Triple RS in Oschersleben


In der nächsten Runde halte die Linie enger und bleibe von den Curbs weg. Später, zurück in der Box, wundere ich mich, wie mühelos ich in jeder Situation die Linie ändern kann. Egal ob ich mit leichten Korrekturen die Linie optimieren möchte oder grob den verpassten Scheitelpunkt ausbügeln muss. Auf der Streety geht das mühelos. Mit jeder Kurve wird meine Linie besser und bald habe ich sie wieder im Griff und lege das Gas immer früher an, wenn es aus der Kurve geht. Rico beschleunigt noch früher. Die Streety zeigt mir, wie viel besser sie ist als ich. Dadurch das Rico an jedem Kurvenausgang Meter macht, muss ich auf der Geraden härter ans Gas um vor dem nächsten Kurveneingang wieder dran zu sein. Auf der Trident hätte ich wild durch die Gänge steppen müssen, bei dem größeren Motor der Streety reichen wenige Gangwechsel, um die Lücke zu Rico nicht zu groß werden zu lassen. Trotz dem höheren Tempo im Vergleich zur Trident-Runde geht es jetzt alles müheloser von der Hand. Ich merke beinahe gar nicht, dass ich auf einem Mopped sitze, das von einer Raste auf die andere tänzelt. Wo soll ich meine Stiefel noch hinstellen, damit sie nicht über den Asphalt schleifen? Ob ich möglicherweise doch mal das mit dem Hanging-off lernen sollte? Ein anderes Mal vielleicht, heute reicht es mir noch, das innere Knie nach vorne zu drücken, den kleinen Zeh ganz innen auf die Raste zu stellen, den Ellenbogen nach vorne zu nehmen und auf die obere Raste zu drücken. (verdammt, klingt das kompliziert und das mache ich jede Kurve und in Wechselkurven gleich doppelt).
Die Streety kann aber auch mit massivem Hanging-off durch die Kurven geprügelt werden, wie ich immer dann sehe, wenn die ganz schnellen Jungs (in diesem Stint fahren keine Mädels mit) überholen. Und plötzlich winkt da einer mit der schwarz-weiß-karierten Spaßbremser Flagge.

Kaum in der Box angekommen, gibt es wieder eine Feedback-Runde mit Rico dem Instruktor. Anfangs konnte ich das Tempo halten, aber nicht die Linie. Als ich dann die Linie halten konnte, hätte das Tempo noch ein bisschen höher sein können. Rico nickt zufrieden. Nächster Stint wird schneller.

Jetzt brauche ich erst mal ein Getränk. Bei Triumph in der Box keinen englischen Brew sondern nur Chai und Früchtetee. Wot?
Ich komme ins grübeln. Warum gibt es von Triumph eigentlich keine „richtigen“ Moppeds für die Rennstrecke, keine Daytona mehr? Moppeds mit Vollverkleidung, die auch so aussehen, als seien sie für die Rennstrecke gebaut?
Oder sollte ich die Frage anders formulieren: Warum sehen die Rennstreckenmopppeds der anderen Hersteller nicht so aus wie die Streety, die so wunderbar auf der Renne funktioniert?

Während ich noch so vor mich hin sinniere kommt Ricos Vater auf mich zu und will heimlich wissen, ob alles gut ist. „Ja, Dein Junge macht es großartig.“

Mein Fazit: Was für ein geiles Mopped, alles geht wie von alleine. Auch in 100 Trackdays werde ich da wohl nicht an die Limits der Maschine kommen.Es gibt wieder 5 Sterne mit Doppel-Plus.
Natürlich ist die RS die Top-Version der Streety (12.050,- €) und als solche auch gleich ein paar Scheinchen teurer als die Trident (7.645,- €), Ich würde für mich wahrscheinlich zur Streety R (9.650,- €) greifen und das Gesparte in Rennstreckenkilometer investieren.

Triumph Trident in Oschersleben

Neuer Job, neue Stadt und neue Wohnung. Fehlt noch ein neues Mopped. Klar ist, die #Hippe soll bleiben und mich fröhlich über kleinste Sträßchen tragen und über den einen oder anderen Schotterweg, den es hier legal zu befahren gibt.
Für die schnelle Langstrecke über die Autobahn muss jedoch ein anderes Fahreug her. Autobahn mit dem Mopped macht mir nur Spaß, wenn es schnell geht. Vor lauter Tempolimits, zumindest auf den Wegen die ich fahre, ist es mit legalem Schnellfahren nicht weit her. Also nehme ich einen Leihwagen. Wozu also ein neues Mopped? Und welches?

Mitten in diese Überlegung platzt die Einladung von Triumph mit der Frage: Möchtest Du Rennstrecke oder Landstraße oder beides fahren?

Rennstrecke!

Die Street Triple macht richtig viel Spaß, wenn sie so bewegt wird, wie man es auf öffentlichen Straßen nicht tun sollte, daran erinnere mich sofort wieder. Das will ich noch mal machen. Und das gerne im Vergleich mit der neuen Speed Triple, die deutlich an PS zu- und Gewicht abgelegt hat. Nicht dass ich das auf der Renne bäuchte oder nützen könnte. Die 1050er hatte mich damals auf dem Handligsparkur nicht begeistert. An der 1200er ist alles neu, da bin ich jetzt neugierig. Wann kann Otto-Normal-Moppedfahrer sowas schon mal ausprobieren?

Also ab in den Leihwagen und auf nach Oschersleben.

Vor Ort dann die Überraschung: Triumph hat auch die Trident für die Rennstrecke ausgewählt. Wie die sich wohl schlagen wird? Ich passe meine Planung für den Tag an: erst Trident, dann Streety und zum Schluss die neue dicke Speed Triple.
Wir sind 12 Fahrer, die auf die Rennstrecke wollen und es gibt acht Instruktoren. Die stellen sich in einer Reihe zur Wahl, von schnell (1) nach ganz schnell (8). Ich sortiere mich bei Instruktor 3, also mittel-langsam, ein. Der junge Typ stellt sich vor:
„Ich bin Rico und fahre schon mein Leben lang Motorrad. Auf der Rennstrecke fahre ich eine 675er Street Triple.“
Alles klar.

Griesi mit der Triumph Trident auf der Rennstrecke.

Vor der ersten Session quatschen wir noch en bisschen. Er will wissen, was ich fahre, welche Rennstrecken ich schon gefahren bin etc. Ich finde heraus: Rico wohnt im Schwarzwald und ist erst 17. Weil er nur 125er auf der Straße fahren darf, bleibt er eben auf der Rennstrecke.
Alles klar!

Tiumph Trident

Erster Rennstrecken-Stint: Trident, matt schwarz, 660 ccm und 81 PS.
Der Einsteiger-Triple ist für die Landstraße. Erster Eindruck bei der Ausfahrt aus der Boxengasse: Das fühlt sich überhaupt nicht nach Einsteiger an, alles ist sehr wertig. Der Motor dreht schnell hoch, hat aber auch untern herum genug Kraft. Das Fahrwerk ist spielerisch handlich in den Wechselkuven und liegt stabil in den langen Bögen, auch wenn Stiefel und Raste ersten Bodenkontakt haben (ich bin kein Off-Hänger).
Im ersten Turn lassen wir es ruhig angehen und lernen die Strecke kennen. Rico ist auch zum ersten Mal hier. Wir konzentrieren uns auf die Linie, fahren die Runde ohne wirklich bremsen zu müssen. Auf die Geraden geht es nur mit wenig Gas, so müssen wir vor der nächsten Kurve auch nicht hart ankern. Wir fahren zügiges Landstraßentempo. Am Ende der Session teste ich aber dennoch einmal die Bremse. Stoppt rabiat.

Nach der Session ist Feedback-Runde mit Rico. Passt alles, können wir schneller? Ja, wir können einen Tacken schneller. Gibt es eine Stelle der Strecke die Schwierigkeiten mach? Nein, ich kann die Linie halten.

Mein Fazit: Für mein Fahrkönnen auf der Renne ist die Trident absolut ausreichend, auch wenn es sich wie ein Landstraßenmopped anfühlt. Wie sich ein Mopped für die Renne anfühlt, merke ich im nächsten Stint. Vier Sterne für die Renne. Schneller Fahrer geben da womöglich weniger.
Wie die Trident sich wohl auf der Landstraße schlägt?

P.S.
Danke Triumph für die Einladung, die nicht nur Mopped, Rennstrecke, Sprit, Instruktor, Fotografen, Essen und Trinken umfasste, sondern auch eine Übernachtung mit gemeinsamen Abendessen und viele super Gespräche auf Augenhöhe mit allen Triumph-Menschen vor Ort.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

P.P.S
Kettenritzel und Motor8 waren auch da und haben schon was geschrieben.

Wie ein Witz auf Twitter daneben ging und eine Diskussion auslöste – oder: Für mehr Mopeten.tv

Wenn man einen Witz mit einer erklärenden Einleitung starten muss, ist er nicht witzig. Ich fang dann mal mit der Erklärung an.

Twitter ist für Kurznachrichten, die öffentlich geteilt weren sollen, an den Start gegangen. Meine ersten Tweets habe ich noch als SMS geschrieben und bekommen. Es gab damals aber auch schon eine Website auf der man jeden Tweet lesen konnte der geschrieben wurde oder nur die von den Menschen, die man abonniert hatte.

Inzwischen hat Twitter einige Feature mehr, @-Mentions, DM, Accounts hinter Schlössern, Re-Tweets #ashtags und die doppelte Länge von 280 Zeichen.

Einige Leute kommen auch mit den 280 Zeichen nicht aus und schreiben dann mehrere Tweets hintereinander, in der Regel sind die dann durchnummeriert in der Art von A/X bis X/X. Das sind Threads.

Jetzt, im bayrischen Corona-Hausarrest, lese ich mehr Twitter und wahrscheinlich schreiben auch mehr Leute mehr auf Twitter. Und so fiel es mir auf, dass inzwischen verhältnismässig viele Threads in meiner Timeline auftauchen. Also versuchte ich einen Witz in zwei Tweets:

Früher, im 140-Zeich-Zeichen Twitter, schrieb man einen Tweeit mit Link zum Blog. Heute, im 280-Zeichen Twitter, schreibt jeder und sein Hund einen 1/x

Die Rechtschreibfehler dürft Ihr behalten.

einen Thread mit ganz vielen Tweets. Warum? 2/2

Beide Tweets zusammen sind übrigens unter 280 Zeichen.

Los geht’s

Eine hat drüber gelacht und der Zweite hat direkt eine andere Meinung vertreten. Daraus entwickelte sich eine längere Diskussion mit weiteren Beteiligten, die ich hier zusammenfassse, denn Twitter zeigt sie leider nicht komplett und nachvollziehbar an.

@MaxED9 fing an:

jein. Also ich weiß schon was Du meinst, aber sehe das etwas differenzierter. Die meisten Threads die ich so sehe kommen von Leuten ohne Blog oder wo das Thema nicht 'passt'. Schlimmer: auf Tweets mit dem Link zum Blog bekommt man Antworten und die fehlen in den Kommentaren

Zuerst sein zweites Argument, Wenn man statt eines Tweets einen Link zu einem Blog-Artikel postet, antworten einige Leute nicht im Blog, sondern auf Twitter (oder wo auch sonst sie den Link gefunden haben). Das ist leider so und ich nenne es mangelhafte Medienkompetenz der Antworter.
Bei Twitter kann man, wie diese Diskussion selbst gezeigt hat, auch nicht alle Antworten unter dem ursprünglichen Tweet sehen.
Max hat also recht mit seinem Argument, und ich finde sehr schade, dass es so ist (das mit den Antworten, nicht, dass er recht hat), aber es ist bei Twitter selbst nicht besser.

Das andere Argument: „Wenn man keinen (passenden) Blog hat …“ kann ich kontern. Ein Blog ist schnell erstellt. Bei Tumblr (nur als ein Beispiel, nicht als Empfehlung) geht es ratzfatz und man kann dort auch schnell weitere Blogs erstellen, wenn man das Thema wechselt.
Weitere Pro-Thread-Argumente kamen von Max in weiteren Tweets (ich fasse zusammen):
Für einen Thread braucht man keinen Blog, der dann verwaist.
Verwaisen halte ich nicht für schlimm. Selbst wenn es ein Blog mit nur einem jahrealten Beitrag ist, ist er immer noch besser aufzufinden als eine Reihe Tweets. Weiter ist es mein Eindruck, dass die Thread-Schreiber immer wieder die 280-Zeichen-Grenze reißen und so durchaus mehrere Blogbeiträge zusammenbekämen.

@ErnieTroelf warf ein:

Ich finde es umgedreht viel nerviger. Im Reddit sind häufig Links zu "Blogposts", für die auch ein Tweet gereicht hätte. Wenn überhaupt. Führt dazu, dass bestimmte Quellen in unserem Reddit grundsätzlich nicht mehr anklicke.
Das ist Geschmacksache, denke ich. Ich finde kurze Blogbeiträge nicht schlimm, auch wenn es nur ein Bild oder ein Video ist.

Ein neues Thema

Ein weiteres Argument von mir war, dass der Thread-Schreiber sich selbst viel Platz für seine Argumente einräumt, dem Leser jedoch nur 280 Zeichen Platz für eine Antwort bleiben. Natürlich könne die Antwort auch als Thread erfolgen (wie Max sofort anmerkte) aber Twitter zeigt diese Antworten nicht zwingend zusammenhängend an.

Mit Antworten und Kommentare war dann ein neues Thema eröffnet. Allgemein wurde beanstandet, dass auf Blogs nicht mehr so viel kommentiert wird. Dem kann ich nur zustimmen und auch das ist schade.

Die Alternative, die Kommentarfunktion zu deaktivieren liegt nahe, vor allem wenn man bedenkt, dass SPAM-Antworten immer kommen und die Kommentare auch gelesen und evtl. freigeschaltet werden müssen. Arbeit für den Blogger, die sich nicht immer lohnt. Vom DSGVO und Netzwerkdurchsetzungsgesetz, Haftung und ähnlichem Quatsch mal abgesehen.

Ein toter Troll

Die Diskussion war nun ein Thread mit vielen Tweets von mehreren Autoren geworden, als @VJStephan sich ebenfalls meldete und mein Argument aufgriff, das Twitter für sowas nicht taugt:

Mir ist eure Diskussion hier zu lang und total unübersichtlich. Könnt ihr das nicht in einem Eurer Blogs ausdiskutieren?

Er wurde sofort und final ausgetrollt:

Bring Du erst mal wieder http://Mopeten.TV online, bevor du mitreden willst. Junge. ;-)Ja, darauf konnten wir uns alle einigen, wir wollen Mopeten.TV zurück!

Ende der Diskussion.

P.S.

Natürlich muss ich die Threads nicht lesen und das tue ich meistens auch nicht.

 

Warum Twitter manchmal cool ist

Normalerweise nutze ich Twitter nicht über deren Website, sondern via Hootsuite. Dort sehe ich meine Timeline chronologisch und nicht so, wie ein Algorithmus denkt, dass ich sie sehen sollte. Manchmal bin ich aber doch direkt bei Twitter, so wie heute. Und da finde ich dann diesen Thread:

Der Account von der Superbike WM postet ein Video, in dem Michael van de Mark und Johnny Rea sich ein bisschen überholen.

vdM fragt darauf hin JR: „Warum hast Du gewheelt, als ich Dich überholt habe?“ Und der antwortet: „Weil die Kawa so viel Dampf hat, dass die noch im 5. steigt“.

Das ist wahrscheinlich eines der Gespräche, die im Parc Fermé geführt werden, aber nie ins TV kommen.

Das konnte ich nur so sehen, wegen dem Algorithmus.

Hier das Video:

Und der Screenshot.

Antwort zu Ergänzung zu ras-mussen: Corona und die Diktatur der Vernunft

Lest erst bei ras-mussen: Corona und die Diktatur der Vernunft den ganzen Artikel, denn ich werde hier nur auf ein paar Textauszüge eingehen.

Kurze Zusammenfasung in meinen Worten: Ras-mussen befürchet, dass das aktuellle Verbot von Spazierfahrten mit dem Mopped (zumindest in Bayern ist es explizit so) dazu führen kann, dass es in Zukunft weitere Mopped-Fahrverbote geben wird. Denn, wenn nicht gefahren wird, gehen die Unfallzahlen zurück. Und weil die Unfallzahlen an vielen Verwaltungs- und Populist-Ecken als Verbotsargument genutzt werden, könnte es passieren, dass wir mit dem Ende der Corona-Verbote, den Anfang der Mopped-Verbote erleben.
Es sollte nicht soweit kommen.

Meine Meinung

Oscar - Quelle PinterestSo sinnvoll, wie mir als Laie ein Kontakt-Verbot zu sein scheint, um die Ansteckungsgefahr mit Sars-Cov2 zu verringern, so falsch ist in meinen Augen eine Ausgangsbeschränkung für mündige und vernünftig handelnde Bürger.
Ja, es handeln nicht alle Bürger vernünftig, aber die Dummen dürfen nicht der Maßstab sein.
Ja, einige Bürger werden Schlupflöcher im Wortlaut der Gesetze finden und diese ausnutzen, aber das hat bei Cum Ex viele Jahre lang auch keinen Politiker gestört.

Warum darf ich nicht alleine draußen sein und Mopped fahren?

Ich weiß, der meist gebrachte Einwand ist: Wenn dann ein Unfall passiert, blockierst Du einen Platz im Krankenhaus und sorgst für zusätzliche Arbeit.
ch möchte hier ras-mussen zitieren, weil er es so schön formuliert hat:

Mein oberstes Ziel als Motorradfahrer ist es doch, so unterwegs zu sein, dass die Fahrt nicht in der Notaufnahme endet

Die Isle of Man geht das Problem mit einem allgemeinen Tempolimit von 40 m.p.h. (64 km/h) auf der Insel an, statt mit einem Spazierenfahr-Verbot.
Das ist immerhin ein bisschen besser, auch wenn ich nicht davon überzeugt bin, dass ein allgemeines Tempolimit den Straßenverkehr allgemein sicherer macht. Aber das ist eine andere Diskussion. (Falls hier dazu ein Kommentar kommt, werde ich mir eine Löschung vorbehalten, lasst uns beim Hauptthema bleiben)

In Bayern scheint zurzeit auch die Fahrt zum Wanderparkplatz verboten, selbst wenn man alleine wandern gehen möchte. Wem hilft das?

In Bayern ist es so, dass wir die Wohnung nur aus definierten Ausnahmengründen verlassen dürfen. Aber passieren die meisten Unfälle nicht gerade im Haushalt, also in der Wohnung? Nehmen diese Unfälle keine Plätze im Krankenhaus weg?

Und da fällt mir noch ein Beobachtung ein, die ich in den letzten Tagen gemacht habe. Seit der Ausgangsbeschränkung sind die Zigaretten-Regale an der Kasse meines Stamm-Supermarktes nicht mehr mit einem Rollgitter verschlossen, sondern ständig offen. Ist das in anderen Supermärkten jetzt auch so? Und wo wir gerade beim Thema rauchen sind: Wieso ist das nicht verboten worden, wo es doch nun wirklich auf die Lungen geht? Auf das Organ, dass der Virus vornehmlich angreift?
Ist die Freiheit der Raucher mehr wert, als die Freiheit der Moppedfahrer oder die der Wanderer, die nicht zu Fuß in den Wald können? (Nein, ich möchte das Rauchen nicht verbieten, mir ist nur aufgefallen, dass es nicht verboten wurde. Kommentare zum Rauchverbot will ich hier auch nicht sehen.)

Seid wachsam

Oscar Quelle PinterestUnd lasst uns immer daran denken, dass einmal eingeschränkte Freiheiten, fast nie wieder frei gelassen werden. Jeder Staat ist immer viel schneller darin, Rechte einzuschränken als Freiheiten zu gewähren. Das werden wir recht schnell feststellen, wenn das Vermummungsverbot wieder gegen die Schutzmasken durchgesetzt wird.

Lasst das Jahr 2020 nicht als das in unsere Geschichte eingehen, in dem Sars-Cov2 unseren Politikern den Vorwand gab, viele unsere Rechte dauerhaft zu beschränken.

Lasst 2020 das Jahr sein, in dem wir auf einmal feststellten, dass vieles doch möglich ist: Homeoffice, Video-Konferenzen, eine Verschiebung der Systemrelevanz weg von pervers überbezahlten Bankvorständen, hin zu pervers überarbeiteten Pflegekräften.

Paolo Speedy Goncalves

Heute ist einer der ganz Großen auf die ewige Rennstrecke abgebogen.

Speedy Goncalves

Speedy in seiner Honda-Zeit.

Paolo Speedy Goncalves, 40 Jahre, Marathon Rally Fahrer, cooler Typ, Kämpfer und Vollgast-Tier.
Die heutige Etappe der Dakar war seine letzte.

Ich traf ihn, als ich mein erstes Rennen fuhr, das erste mal ein Roadbook gesehen habe und das erste Mal verstand, was an der Dakar so großartig ist.

Dakar-Fans wissen wie gefährlich das Rennen ist, die Fahrer wissen es noch viel besser. Ich für meinen Teil verfolge das Rennen trotz der Gefahr, nicht deswegen. Ich werde es auch weiter tun, denn das ist die beste Art, die mir einfällt, um das Gedenken an Speedy aufrecht zu halten.

Unvergessen, wie er in Tränen aufgelöst neben seinem brennenden Mopped zusammenbrach, wie er erste Hilfe leistete, als Matthias Walkner seinen Dakar-Unfall hatte, wie er eigenhändig den Motor seines Moppeds auf der Strecke wechselte und weiter fuhr, Wie er mein Mopped aus dem Schlamm zog, als ich ihm im Weg stand und er lächelte und mich anfeuerte als wir wieder losfuhren.

Race in Peace

Hier ein Screenshot von Toby Prices Instagram. Toby fuhr heute mit Stefan Svitko als nächster hinter Speedy, beide leistetn Erste Hilfe. Umsonst.

Toby Price about Paolo GancalvesDanke Toby, dass Du da warst.

 

#Dakar2020

Nach langer Zeit endlich mal wieder ein neuer Beitrag.

Na klar, den Start der Mopped-Saison am Neujahr habe ich verpasst, aber zum Start der Mopped-Renn-Saison bin ich wieder hier. Dieses Jahr jedoch unter erschwerten Bedingungen, denn die Dakar findet in Saudi Arabien statt.

Erschwert sind die Bedingungen vor allem für mich, weil das Rennen während der normalen Bürostunden läuft und da im Büro sitze und mühsem jeden Cent zusammenschufte. Die Zeitverschiebung nach Südamerika war da besser.

Updates gibt es hoffentlich zwischendurch trotzdem auf Twitter.

Wichtige Änderungen – Das Roadbook

Ausschnitt von der Präsentation

Die Roadbooks werden jetzt in Farbe gedruckt.
Was sich in Zeiten von IPv6 und Internet of Things IoT, das S steht für Sicherheit) wie ein längst fälliger Schritt in die Modenre anhört, ist in Wahrheit sehr umstritten.
Noch stärker umstritten ist die Änderung, das Roadbook an den letzten vier und zwei weiteren Etappen erst kurz vor dem Start zu verteilen.

Die Fahrer kennen die Strecke nicht und müssen sich anhand des Roadbooks orientieren. Im Roadbook stehen sind auch Gefahrenstellen notiert. In der guten alten Zeit bis 2019 bekamen die Fahrer das schwarz-weiße Roadbook undam vorabend der Etappe und haben es durchgearbeitet. Jeder Fahrer hate sein eigenes Farbsystem, mit dem er Abbiegungen, Kompasskurse, Kontrollpunkte, Gefahren und Anderes markierte. Bilder und Texte wurden mit Textmarkern markiert, mit buten Eddings wurde Kästen um andere Informationen gemalt und ander Infos wurden groß und teilweise auch als Vorwarnung an anderer Stelle eingefügt.
Dieses jahrelang, individuell optimierte System funktioniert nun nicht mehr. Die Dakar ist ein Rennen, daher versuchen die Fahrer möglichst kurz aufs roadbook zu gucken und nehmen möglichst viele Infos mehr intuitiv auf. Bei dem geänderten System ist das nun nicht mehr so leicht möglich, die Sicherheit der Fahrer wird eingetauscht gegen bunte Bildchen. Hrmpf!
Je besser das Roadbook vorbereitet wurde, um so besser kann man die Etappe fahren. Das hat bei den Werksteams dazu geführt, dass ganze Teams die Roadbooks in Karten, Google Earth und andere Systeme übertregen haben. So konnten Sie den Fahrern zusätzliche Hinweise geben und mehr als einmal Abkürzungen finden. Klar, das war nicht im Sinne der Rally, aber hätte auch sehr viel besser gelöst werden können als mit dem bunten Roadbook zum Start.

Gegen die Abkürzungen hatte die Dakar bereits versteckte Wegpunkte eingeführt. diese konnte man nur treffen, wenn man immer auf dem Weg blieb. wer eine Abkürzung fuhr riskierte Zeitstrafen für verpasste WPs.
Wenn die ASO (das ist der Veranstalter) einfach dafür gesorgt hätte, dass die Fahrer die Roadbooks nicht vor dem Start mitnehmen dürfen, sie diese jedoch jederzeit unter Aufsicht und alleine bearbetien können, wäre der Sicherheit mehr gedient gewesen.

Wie sich diese Änderungen auswirken, werden wir schon morgen sehen können, denn auf Etappe 2 gibt es das RB erst 25 Minuten vor dem Start.

Wichtige Änderungen – Twitter, YouTube und die Website

Außer dem Roadbook-Bullshit hat die ASO jedoch wirklich einen Schritt in die Gegenwart getan. nun ist es am ersten Abend der Rally noch zu früh für ein Fazit, aber nicht für einen ersten Eindruck. Die ASO nutzt Ihren Twitter-Kanal deutlich besser, meldet aktueller und schafft es sogar kurze Filme oder GIFs zu zeigen.

Auf dem YouTube Kanal gibt es jetzt neben französischen, englischen und spanischen auch noch arabische Filmchen. Inhaltlich gab es vor dem Rennen hauptsächlich Zeitlupen-Kram für die Leute, die das in den letzten hubdert Jahren noch nicht genug gesehen haben. Aber: Der Dakar für Newbies Film [englisch] zeigt, dass es Potential gibt!

Die Website hat heute ordentliches Live-Timing gezeigt, fast so gut wie Mischas Trackingdakar.com die seit vielen Jahren der privat entwickelte und betriebene Ort ist, an dem man die Dakar am besten verfolgen kann. Viele Teams nutzen die Seite und lassen die offizielle links liegen, wie man immer wieder auf deren Posts im Hintergrund erkennen kann.

Wichtige Änderungen – Zuschauer

In Peru letztes Jahr standen tausende von Fans an der Strecke und streamten was das Zeug hält. In Saudi Arabien wohl nicht so. Ich habe noch keine wirklichen Zuschauer gesehen. Auch der gestrige Vorstart war wohl extrem wenig besucht. Ich lasse mich da jedoch gerne eines besseren belehren, wenn jemand andere Infos hat.
Wegen der vielen Zuschauer vor Ort war die Informationsdichte in meiner Lieblings-Dakar-Informations-Quelle, der ADV Rider F5irehose im letzten Jahr deutlich höher.
Auch die Zahl der aktiven Foren-nutzer ist dieses Jahr deutlich geringern. Die Dakar läuft zur nächtliches Stunden in den Amerikas.

In Europa haben wir jedoch den Vorteil, dass die vielen TV-Sender nun mehr Zeit haben, ihre Berichte und Filme zu verfassen. Wer also spanisch, französisch oder holländisch kann und und weiß, wie man ein Geo-Blocking umgehen kann, wird deutlich besser informiert. die anderen gucken halt so lange Snooker auf Eurosport.

Wichtige Änderungen – Deutsche Werksfahrer

Jeder Deutsche Moppedfahrer bei der Dakar ist ein Werksfahrer, das kann keine andere Nation von sich behaupten. 100% Quote!
Zwei kleine Einschränkungen: Mit Sebastian Bühler [englisch] fährt nur ein einziger Deutscher mit und der lebt, fährt und trainiert in Portugal. Aber hey! Er fährt im Hero-Werksteam! Letztes Jahr, bei seiner ersten Dakar, wurde er zwanzigster. Ich wünsche ihm, dass er dieses Jahr wieder ins Ziel kommt und sich sogar noch verbessern kann.

Die Favoriten

Alles andere als ein Sieg von KTM wäre ein große Sensation. Wer von den drei schnellen KTM Jungs letztendlich vorne stehen wird ist derjenige, der das wenigste Pech hatte. Bleibt also die Frage nach der besten nicht KTM. Husqvarna oder Gasgas (die werden die Damen-Wertung gewinnen) fahren auch KTM, auf die wette ich jedoch nicht. Honda und Yamaha schafften es in der Vergangenheit immer wieder Ihre Moppeds und Fahrer zu verheizen, statt auf Gesamtsieg zu fahren, und so tippe ich darauf, dass sie es dieses Jahr auch wieder tun.

Ich tippe, die schnellste Nicht-KTM wird eine Hero.

Mopped fahren mit Autoführerschein || Finde ich gut

Ja ich weiß, alle schimpfen oder lachen über den letzten Scheuer-Stunt. Aber ich finde ihn gut mit Vorbehalten.

Zuerst die Vorbehalte:

  • Es ist nicht ernstgemeint, es ist nur eine Nebelkerze umd vom Maut-Unsinn abzulenken.
  • Selbst wenn es kommen würde, wäre die Zahl derjenigen, die dann mit einer 125er auch tatsächlich fahren würden so verschwindend klein, dass man es sich auch hätte sparen können. Man sehe sich nur mal die Anzahl an 50ern an, die mit PKW-Führerschein gefahren werden.

Und jetzt, warum ich es gut finde:

  • Wenn die Politik sich des Themas Mopped annimmt, dann normalerweise immer nur um zu verbeiten, Streckensperrungen sind da nur de Spitze des Eisbergs. Mit viel Glück wird das Mopped von der Politik einfach nur vergessen, ich erinnere da gerne an die Winterreifen-Gesetze. Eine Initiative por Mopped aus der Politik, dass ist überraschend.
  • Mehr Leuten für kleines Geld die Möglichkeit zu geben Mopped zu fahren, das finde ich gut.
  • Jeder Autofahrer der auch mal Mopped gefahren ist und diese Perspektive kennengelernt hat, kann nur von Vorteil sein. Mopeedfahrer übersehen andere Moppedfahrer viel seltener, wenn sie mal im Bürgerkäfig unterwegs sind.
  • Untersuchungen von Versicherungen in GB belegen, dass Moppedfahrer die besseren (im Sinne von weniger Unfälle) Autofahrer sind.
  • Eine 125er ist im Stadtverkehr und auch über Land deutlich sicherer als die auf unsinnige 45 km/h beschränkten 50er, die man mit einem PKW-Lappen heute schon fahren darf.

Und für die, die nur die Tweets gelesen haben, der Plan sieht nicht vor, dass jeder mit seinem Autoführerschien automische auch 125er fahren darf. Das soll erst mit 25 und nach zusätzlichen Theorie- und Fahrstunden, aber ohne Prüfung erlaubt sein.
Wäre die Meldung nicht original von SPON würde ich es hier verlinken. Aber ich könnt ja selber googlen (versucht mal die Suche mit https://www.qwant.com das ist eine eurpäische Suchmaschine ohne Google).