Jetzt ist es offiziell: Frauen können auch Mopped fahren

Die Aussage in der Überschrift mag einen Neandertaler überraschen, schließlich kennt der keine Moppeds. Aber heutzutage in Deutschland?
Doch auch heutzutage scheint es immer wieder ein Thema in Medien und Gesprächen zu sein.

Ana Carrasco

Ana Carrasco

Am 17. September hat Ana Carrasco den World SSP300 Lauf gewonnen. Damit hat sie als erste Frau einen Weltmeisterschaftslauf gewonnen, in einer Solo-Klasse, auf der Rennstrecke, bei der FIM. Und weil das so ist, wurde auf breiter Front darüber berichtet. Kennt jemand die Sieger der anderen SSP300 Läufe
Auf der Rennstrecke haben Körpergröße und Gewicht des Moppedfahrers verhältnismäßig großen Einfluss: zu klein und zu leicht oder zu groß und zu schwer ist beides von Nachteil, deshalb fahren Jungs und Mädels in einer Klasse und werden nach Moppeds aussortiert: 300er, 600er, 1000er.

Ich jetzt

Es wird an mir liegen, wenn ich Frau sein in den weltallermeisten Fällen nicht als Ursache eines Problems anerkenne. Wenn eine Frau kein Mopped findet, bei dem sie mit beiden Füßen auf den Boden kommt, dann ist das Problem eben nicht: Die Industrie baut keine Frauenmoppeds; dann ist das Problem: Erst ab einer bestimmten Beinlänge kommt man mit beiden Füßen auf den Boden.
Es ist halt so, wer nicht der zahlenmäßig dominanten Kundengruppe entspricht, muss mit einem eingeschränkten Angebot leben. Wenn die eigenen Körperform zu sehr von der des Durchschnittskunden abweicht, ist die Auswahl geringer, bei Ulla Popken (um mal eine ausschließlich weibliche Zielgruppe zu nehmen) gibt es eben keine XXS-Doppel-Null-Kleidchen.
Ich weiß, die Welt ist nicht so, wie ich sie will und in Saudi Arabien ist den Frauen erst vor kurzem erlaubt worden, alleine Auto zu fahren. Aber ich rede ja von Deutschland 2017 (siehe oben). Wenn hier bei Dir etwas nicht so läuft, wie Du es Dir wünscht, dann ist die Anzahl Deiner X Chromosomen mit Sicherheit nicht der ausschlaggebende Faktor, höchstwahrscheinlich ist die vollkommen egal.

Die Welt da draußen

Und dann lese ich das bei Twitter:

Racing driver @CarmenJorda speaking @CSM_Europe on F1: “It’s not fair to be compared with men because we will never be on the same level”

Laia Sanz

Laia Sanz

Carmen Jorda ist Testfahrerin im Renault F1 Team. Okay, das ist Formel 1 und keine Moppeds. Ich möchte dem gerne etwas entgegen stellen, das Laia Sanz (KTM Werksfahrerin bei der Rally Dakar) gesagt haben soll:

Shut up, up and grow yourself some ovaries (ich habe leider keinen Link gefunden, der das Zitat belegt, möglicherweise wird es Ihr nur zugeschrieben).

Ist vielleicht der Unterschied zwischen Mopped-Frauen und Auto-Fräuleins.

Fräulein

Ich habe oben bewusst die Begriffe Frau und Fräulein gewählt. In meiner Sprach-Welt ist ein Fräulein sowas wie ein Männlein, nur in weiblich. Die Gruppe der Jungs umfasst Männer und Männlein und bei den Mädels ist es analog. 

Falls Ihr da draußen jemanden sagen hört: „Eine Frau / ein Mann kann das nicht!“ dann ist:

  1. das falsch (mit der Ausnahme von „Schwanger werden“ und Mann)
  2. der Sprecher ein Männlein (kein Mann) oder ein Fräulein (keine Frau)

P.S.
Ich will damit nicht sagen, dass Mädels kein Auto fahren können, auch wenn Fräulein Carmen das glaubt. Obwohl: Meine tägliche Erfahrung draußen auf der Straße belegt eigentlich, dass sie es nicht können. Jungs aber auch nicht.

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Scheiß Mopped-Videos!

Um es gleich zu sagen, es geht hier nicht um Vlogs, endlose GoPro-Passfahrten oder was auch immer sonst die begeisterten Video-Amateure auf YouTube hochladen, das jedoch nicht meinem Geschmack entspricht. Das sind keine Scheiß-Videos, die gefallen mir nur nicht. Hier geht es um Marketing-Vollprofis mit dicken Budgets.

Yamaha

Erinnert Ihr Euch noch, wie Yamaha vor ein paar Wochen für den 6. September was Neues für “Adventure” ankündigte? In meiner Mopped-Filterblase hofften alle auf die XT700 Ténéré T7 oder wie auch immer sie heißen wird. In dem Video war vom Fahrzeug nichts zu sehen und relativ schnell wurde per Pressemeldung erklärt, dass es sich bei dem neuen Ding um ein Side-by-Side (also nix Mopped) handeln sollte. Das Ankündigungsvideo ist inzwischen gelöscht.

Honda

Dann kündigte Honda was Neues an. Kein neues Mopped, sondern eine Video-Reihe, die ein neues Mopped ankündigen soll. Immerhin wussten wir sofort, dass es kein Side-by-Side ist. Eine ähnliche Strategie hatte Honda damals gefahren, bevor die neue Africa Twin vorgestellt wurde. Auch damals gab es in den ersten Videos keine konkreten Informationen, aber irgendwie wusste jeder, welches Modell da kam. Inzwischen spatzen es alle Pfeifen von den Dächern, dass es die neue Gold Wing mit Hossack-Gabel und DCT ist.

Alle miteinander

Was sollen diese obskuren Ankündigungsvideos? Abgesehen davon, dass das aktuelle Honda Video genauso gut von einer anderen Marke, einem Jeans-Hersteller, Zigaretten-Schmuggler oder sonst einem Gutfühl-Lifestyle-Modepopanz-Hersteller kommen könnte, gibt es keine Informationen, keine schönen Bilder und kein interessantes Storytelling in (im ersten Video) 93 langweiligen Sekunden, daher auch dafür kein Link von mir.

Kawasaki

Und jetzt kommt Kawa und macht auch sowas für den kommenden Überdruck-Sporttourer. Oder doch nicht, denn schließlich wurde das Video mit “Professional Rider(s) under controlled conditions” gedreht, steht bei Sekunde 23.

Diese Profis waren entweder schneller als das Licht (Friss Staub Einstein!) oder fahren ein unsichtbares Mopped ab Sekunde 9 über den Pass.


Egal, was von beiden die Kawa kann, das will ich haben. Sollte es jedoch nur ein weiteres Mopped-Video ohne Mopped sein, dann könnt Ihr es behalten.

Moppeds im Herbst – 9 Regeln für Autos

Die Zeit der Saison-Kennzeichen für 2017 neigt sich dem Ende zu. Es gibt jedoch auch Leute, die weiter fahren. Mit anderen Worten, egal wie das Wetter ist: Es gibt Menschen, die mit Mopped, Roller oder Fahrrad unterwegs sind.

Ihr Blechdosen seid nicht alleine unterwegs!

Die Motorradmieze hat in Ihrem Blog darüber geschrieben, was Herbst für den Moppedfahrer (und wenn ich das so sagen, dann schließe ich Roller- und Radfahrer mit ein) bedeutet.

Motorroller im Regen

Stockfoto von Pixabay

Ich möchte hier denjenigen neun Hinweise geben, die in wohltemperierten Kisten sitzen, sich von HansHans den Weg erklären lassen während aus der Surroundsound-Anlage die neuesten Schlager klingen und irgendwelche elektronischen Hilfsgeister Scheinwerfer Scheibenwischer und dutzende weiterer Helferlein ein- und ausschalten.

  1. Guck zweimal!
    Alle einspurigen Verkehrsteilnehmer haben eine schmale Silhouette sind aber trotzdem da. Auch wenn Du Dir ganz sicher bist, dass da keiner ist, guck ein zweites Mal, vielleicht war der beim ersten Mal nur in einem der vielen toten Winkel oder hatte die tief stehende Sonne im Rücken.
  2. Guck nochmal!
    Besonders bei eingeschränkter Sicht, ein Mopped hat nur einen Scheinwerfer, nur ein Rücklicht. Im Regen oder bei nasser Fahrbahn kann dieses eine Licht kurzzeitig von aufgewirbelter Gischt verdeckt sein.
  3. Fahr nicht so dicht auf!
    Die Motorbremse eines Moppeds ist viel effektiver als die eines Autos. Wenn ein Moppedfahrer vom Gas geht, wird er deutlich langsamer ohne dass das Bremslicht angeht. Fahrräder habe gar kein Bremslicht.
  4. Halt noch ein bisschen mehr Abstand!
    Moppedfahrer haben mehr Gründe ihr Tempo zu reduzieren, als sich das ein Autofahrer vorstellen kann, besonders bei Regen. Die Sicht ist eingeschränkt, denn ein Helm hat keinen Scheibenwischer, das im Unterholz könnte sich für den Helmträger erst auf den zweiten Blick als Baumstumpf herausstellen, beim ersten sah es noch wie ein Tier aus. Nasse Bitumenflecken sind rutschig wie Glatteis, wenn da ein Autoreifen drauf kommt, stabilisieren die anderen drei das Fahrzeug. Bei Moppeds führt ein rutschendes Rad in einer Kurve oft zum Sturz, auf jeden Fall aber zu einer gefährlichen Fahrsituation. Ähnlich sieht es bei Laub, Lehm, Split oder auch einer Pfütze aus. Dein Abstand sollte so groß sein, dass Du ein stürzendes Mopped nicht sofort überrollst.
  5. Überhol nicht in Kurven!
    Moppeds fahren in Schräglage durch Kurven, dadurch werden sie breiter. Vergleichsweise wenig Seitenwind genügt um die Kurvenlinie eines Moppeds zu ändern. Bitumen, Laub, Lehm, Split oder eine Pfütze können bei Moppeds zu Ausweichmanövern und dazu brauchen sie Platz.
  6. Halte viel seitlichen Abstand!
    Wenn Du ein Mopped überholst, dann wechsel die Fahrspur komplett. Wie oben gesagt, hat Seitenwind mehr Einfluss auf ein Mopped als auf ein Auto. Wenn das Auto nun auf gleicher Höhe mit dem Mopped ist, kann es einen Windschatten geben, der dazu führt, dass das Mopped einen Schlenker macht und seitlich Platz braucht. Die Luft, die Dein Auto verdrängt wirkt sich auch auf das Mopped auf. Im Regen spritzen Autoreifen gerne Wasser durch die Gegend, ein Moppedfahrer ist froh, wenn er das nicht abbekommt.
  7. Halte Abstand nach hinten!
    Wenn Du ein Mopped überholt hast, dann fahre nicht sofort zurück auf die Fahrspur, sondern bleib ein bisschen länger links, denn hinter Dir ziehst Du eine Wirbelschleppe her. Wenn es regnet, dann ist diese Schleppe voller Wasser. Moppedhelme haben keine Scheibenwischer, wenn Du zu früh rüber ziehst, nimmst Du dem Moppedfahrer die Sicht. Wer schon mal mit dem Auto durch die Waschstraße gefahren ist, kann sich die Sicht in etwa vorstellen.
  8. Lass das Mopped durch!
    Wenn es draußen kalt ist, muss der Moppedfahrer sich warm anziehen. Nicht nur so warm wie ein Fußgänger sondern noch viel wärmer, denn der Fahrtwind kühlt den Fahrer zusätzlich aus (laut einem der Windchill-Rechner im Netz fühlen sich 5° plus bei 100 km/h an wie -11,8° Celsius, das würde ich aber nicht für 100% bare Münze nehmen). Dementsprechend warm ist ein Moppedfahrer angezogen. Das bedeutet jedoch auch, dass es bei Stillstand, z.B. im Stau, schnell zu Schweißbildung kommt, was nicht nur unangenehm ist. Es führt auch dazu, dass der Fahrer später, nach dem Stau, schneller friert.
    Also liebe Autofahrer: Ihr müsst sowieso eine Rettungsgasse bilden, also lasst das Mopped da einfach durch. Es ist nicht Euer Job, Blockwart zu spielen und die Gasse zu schließen, wenn Ihr Mopped im Rückspiegel seht. Das Schlimmste, das passieren kann, wenn ein Mopped durchfährt ist, dass der Stau eine Moppedlänge kürzer ist.
  9. Hab kein Mitleid!
    Der Moppedfahrer hat es sich nicht nur selbst ausgesucht, er weiß auch was er tut. Mit dem Mopped zu fahren macht immer Spaß! Also sei kein Spielverderber und lass es ihn genießen ohne ihn zu gefährden.
    Stell Dir einfach vor, dass auf dem Mopped ist Dein eigenes Kind, Mann, Frau, Vater, Mutter, Geliebter, jemand den Du besonders gut leiden kannst, den Du schützen willst und von dem Du hoffst, das er das macht, woran er Freude hat. Und falls Du ihn gerade nicht siehst, dann guck noch ein- zweimal, vielleicht ist er augenblicklich von Deiner A-Säule verdeckt.

IDM vorbei Teil 2 – Der DMSB

Das ist ein Update zu meiner gestrigen Meldung zum Ende der IDM, die sich auf eine Pressemeldung des IVM bezieht.

Update

Der DMSB hat sich auf seiner Website geäußert und zeigt sich überrascht von der Entscheidung des IVM.

Der DMSB

Der DMSB – Deutscher Motor Sport Bund e.V. ist der für den Motorsport in Deutschland zuständige Dachverband und übt die Sporthoheit für den Automobil- und Motorradsport aus. Der DMSB ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie in den internationalen Motorsportverbänden FIA, FIM und FIM Europe.

So steht es auf deren Website.

Oscar - Quelle PinterestMir als Außenstehendem verschließt sich, was genau der DMSB bei den Rennserien macht, daher habe ich ihn ursprünglich herausgelassen. Jedoch: Ohne DMSB gibt es keine IDM.

Rennserien ohne DMSB gelten als „wilde“ Rennen oder auch als lizenzfrei. Ohne Fahrer-Lizenz (die gibt es beim DMSB) darf ein Fahrer nur an solchen wilden Veranstaltungen teilnehmen. 

Der DMSB wird in Foren, Fahrerlagern und manchen Websites schon länger kritisiert, ob solche Kritik hinter den Kulissen auch vom IVM (oder dem Action Team, dass sich bisher ruhig verhält) geäußert wurde weiß ich nicht. 

Auffällig

Der IVM hat den DMSB in seiner Pressemeldung nicht erwähnt und auch keine konkreten Gründe genannt, warum „kein tragfähiges Konzept für eine Fortführung“ der IDM gefunden werden konnte.
Ebenso auffällig ist, dass der DMSB anscheinend nicht im Vorfeld informiert wurde und erst „aus der Zeitung“ erfahren hat, dass der IVM aussteigt und diesem nun eine Schuld zuweist. Die Pressemeldung hätte auch auf diese Schuldzuweisung verzichten können.
Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass der DMSB am Ende seiner Medlung noch darauf hinweist, dass die IDM möglicherweise weitergehen könnte.

Was bedeutet das

Wie oben bereits angedeutet ist dieser ganze sportpolitische Bereich etwas, womit ich mich gar nicht auskenne. Vielleicht ist das Auftakt eine großen Eskalation an derem Ende eine neue IDM herauskommt oder auch nur das endgültige Ende der IDM.
Ich könnte jetzt seitenlang hoffen, wünschen und spekulieren, was die weitere Zukunft bringt, lass es aber.
Aktuell scheint es so, als sei der Motorrad-Rundstreckensport der große Verlierer, und das ist schade.

 

 

IDM vorbei

Die diesjährige IDM Saison war wohl die letzte.
Das verwundert mich ein bisschen, ich hatte damit gerechnet, dass der Neustart länger durchhalten würde. Erst diese Saison und so ziemlich auf den letzten Drücker hat das Motorrad Action Team die Promotion übernommen.

Oscar Quelle Pinterest

Quelle Pinterest

Warum Europas größte Mopped-Zeitschrift (deren Eigenwerbung) und der Industrieverband Motorrad (dort sind mindestens die vier großen Japaner und BMW aktiv) es nicht auf die Kette kriegen, eine Meisterschaft zu organisieren, verschließt sich mir. Wenn jemand in Deutschland ein Interesse daran haben sollte, dass es eine solche Rennserie gibt, dann die Motorrad-Industrie und die Motorrad-Medien (plus eventuell noch die Betreiber der Rennstrecken, die nicht DEKRA-Testgelände werden).

Interessant ist, dass die erste Reaktion auf die Pressemeldung des IVM zum Ende der IDM auf den Facebook-Seiten von Fastbike stattfinden und bis jetzt ( Montag 21:00) nichts bei der Motorrad oder auf den IDM-Seiten (Web und FB).

Die einzige Stimme,von einem Beteiligten, die ich finden konnte ist von Michael Galinksi (ex-Rennfahrer und Chef eines IDM Teams): 

Eine Aussage, gerne, es ist sehr schade das trotz enorme Summen die von den Importeuren und Hersteller geflossen sind kein tragfähiges Konzept für das kommende Jahr gefunden wurde.

Es liegt aber auch an der deutschen Mentalität, anstatt zu unterstützen und wenn es als Zuschauer ist, wird nur über alles hergezogen.

Darüber hinaus hatte das Action Team die Möglichkeit Sponsoren zu suchen und neue Konzepte zu entwickeln, aber es wurde nicht über den Tellerrand hinaus geschaut und nur versucht Geld zu verdienen ( was auch ok. Ist, den Sport aber nicht weiterbringt)

zum Schluss noch eins….. auch die

Auch von den Fans der Serie gibt es keine Reaktionen auf den Facebookseiten die sich um die IDM kümmern (hier, hier oder hier).

Ich hoffe, dass die Teams und Rennfahrer, die von dem Sport leben im nächsten Jahr woanders fahren können.

>> Update <<<

Auf Facebook bekam ich den folgenden Kommentar:
Dies war zu erwarten.Nachdem insgesamt 19 Läufe zur Deutschen Meisterschaft auf uterschiedlichen Rennstrecken veranstaltet wurden, Flugplatz Mühlhausen ( mit zahlenden 14500 Zuschauern) Lagerlechfeld ,Salzurgring und Red Bull Ring, war die Fehlentwicklung nicht mehr zu stoppen.Die IDM wurde vorbei am Markt und den Marktinteressen geplant.Erst hin zu eine Fahrer und Industriefinanzierten Serie, dann doch wieder zu einer über zumindest von den Zuschauern finanzierten Serie.Die Kosten der Rennstrecken waren nicht zu verdienen, obwohl Salburgring an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen sind.Der Red Bull Ring hat gesponsert.Der Anspruch der IDM an sich selbst war übersetzt, zudem ein falsches technisches Regelwerk.Die Bremsanlagen waren nicht ausreichend für die erzielte Motorleistung, so dass der Salzburgring herausgenommen werden mußte, da die Bremsen der SB zuviel Fading zeigten.Der Anspruch der Fahrer stieg und stieg, wobei mangels Marktakzeptanz die zahlenden Zuschauer zurückgingen.Sportlich zu Teil sehr gut,aber eine Fehlentwicklung.Um einen IDM Lauf zu veranstalten müssen in etwa 350.000 Euro eingenommen werden.Woher soll dieses Geld kommen? Es setzt voraus 10.000 zahlende Zuschauer, nicht irgendwelche Phantomzuschauer,,ca 100.000 Startgelder, setzt vernünftigerweise 300 Starter voraus und 50.000 Zuschuss der Industrie.Es gibt aber keine 300 Start so dass das Startgeld auf ca 800 Euro erhöht werden mußte.Jetzt beginnt der Teufelskreis ,immer weniger Fahrer können sich dies leisten.Eine Chance auf die Zukunft wird nur bestehen, wenn die Rennen einen Bruchteil von den bisherigen Kosten verursachen werden.Permanente Rennstrecken sind zu teuer, es bleibt ein back to the roots, nämlich Flugplätze( etwas übertrieben).Pressebüros die am Wochenende 5000 Euro an Kosten verursachen, Fahrerlagerstrom in der Größenordnung von 20.000 Euro sind einfach nicht mehr finanzierbar.Gleichfall eine Müllentsorgung von bis zu 15.000 Euro sind nicht mehr darstellbar.Es hat mir 25 Jahre lang Spass gemacht, wobei ich für die Zukuft dem deutschen Strapenrennsport viel Glück wünsche.

>> / Update <<<

Sonntagsfahrer

Manche fahren echt so doof, da fällt mir nichts zu ein.

Heute z.B fuhr ein Auto mit GPS gemessenen 76 km/h über die Bundesstraße, auf der 100 erlaubt waren. Es war übersichtlich und überholen war erlaubt.

Oscar - Quelle Pinterest„Das ist normal, Griesi, überhol doch einfach“, denkst Du?
Denke ich auch, aber es geht gar nicht um das Auto, es geht um das Mopped, das dahinter war, ein 1.000 Kubik Tourensportler mit 40 Liter Koffern.
Der hat nicht überholt, sondern ist mit 3 Metern Abstand hinterher gefahren.

Wenn jemand eine Idee hat, warum er nicht nur nicht überholt, sondern auch keinen Abstand noch vorne eingehalten hat, kann gerne einen Kommetar hunterlassen.

Bol D’Or 2017

Nein, keine neue Retro-Honda mit altem Namen, sondern das 24h Rennen auf dem französischen Circuit Paul Ricard.

Bol D'Dor Logo

Ich mag Langstreckenrennen bei Moppeds und auch bei Autos. Daher freut es mich, dass die Weltmeisterschaft bei den Moppeds auch hierzulande prominenter zu werden scheint. Es werden immer mehr Fahrer, die auch in der IDM unterwegs sind zuletzt hat Team “Voelpker NRT48 Schubert-Motors by ERC” zwar nicht den Namen eingekürzt, aber den Aufstieg in die große Klasse gewagt.
Große Klasse bedeutet in diesem Fall EWC. Dort gibt es mehr technische Freiheiten als bei den SST, was nicht unbedingt zu schnelleren Rundenzeiten führt, aber die Radwechsel extrem beschleunigt. Sie stehen am Start auf Platz zehn.

Auf den ersten vier Plätzen stehen: Kawasaki SRC, vor Yamaha YART, Honda TSR und Suzuki SERT, die schnellste BMW auf Platz 7, Hertrampf-Racing stellt die schnellste Ducati auf Platz 29 und zuletzt steht auf dem 59 und letzten Startplatz noch die einzige Aprilia. –> Die komplette Startaufstellung als PDF

Gestartet wird am Samstag um 15:00 Uhr und das Rennen wird 24 Stunden später am Sonntag um 15:00 wieder abgewunken, dann wissen wir, wer den ersten Lauf der neuen Saison gewonnen hat.

Ich bin leider unterwegs und werde das Rennen nur via Twitter (#FIMEWC) verfolgen können.