Paolo Speedy Goncalves

Heute ist einer der ganz Großen auf die ewige Rennstrecke abgebogen.

Speedy Goncalves

Speedy in seiner Honda-Zeit.

Paolo Speedy Goncalves, 40 Jahre, Marathon Rally Fahrer, cooler Typ, Kämpfer und Vollgast-Tier.
Die heutige Etappe der Dakar war seine letzte.

Ich traf ihn, als ich mein erstes Rennen fuhr, das erste mal ein Roadbook gesehen habe und das erste Mal verstand, was an der Dakar so großartig ist.

Dakar-Fans wissen wie gefährlich das Rennen ist, die Fahrer wissen es noch viel besser. Ich für meinen Teil verfolge das Rennen trotz der Gefahr, nicht deswegen. Ich werde es auch weiter tun, denn das ist die beste Art, die mir einfällt, um das Gedenken an Speedy aufrecht zu halten.

Unvergessen, wie er in Tränen aufgelöst neben seinem brennenden Mopped zusammenbrach, wie er erste Hilfe leistete, als Matthias Walkner seinen Dakar-Unfall hatte, wie er eigenhändig den Motor seines Moppeds auf der Strecke wechselte und weiter fuhr, Wie er mein Mopped aus dem Schlamm zog, als ich ihm im Weg stand und er lächelte und mich anfeuerte als wir wieder losfuhren.

Race in Peace

Hier ein Screenshot von Toby Prices Instagram. Toby fuhr heute mit Stefan Svitko als nächster hinter Speedy, beide leistetn Erste Hilfe. Umsonst.

Toby Price about Paolo GancalvesDanke Toby, dass Du da warst.

 

#Dakar2020

Nach langer Zeit endlich mal wieder ein neuer Beitrag.

Na klar, den Start der Mopped-Saison am Neujahr habe ich verpasst, aber zum Start der Mopped-Renn-Saison bin ich wieder hier. Dieses Jahr jedoch unter erschwerten Bedingungen, denn die Dakar findet in Saudi Arabien statt.

Erschwert sind die Bedingungen vor allem für mich, weil das Rennen während der normalen Bürostunden läuft und da im Büro sitze und mühsem jeden Cent zusammenschufte. Die Zeitverschiebung nach Südamerika war da besser.

Updates gibt es hoffentlich zwischendurch trotzdem auf Twitter.

Wichtige Änderungen – Das Roadbook

Ausschnitt von der Präsentation

Die Roadbooks werden jetzt in Farbe gedruckt.
Was sich in Zeiten von IPv6 und Internet of Things IoT, das S steht für Sicherheit) wie ein längst fälliger Schritt in die Modenre anhört, ist in Wahrheit sehr umstritten.
Noch stärker umstritten ist die Änderung, das Roadbook an den letzten vier und zwei weiteren Etappen erst kurz vor dem Start zu verteilen.

Die Fahrer kennen die Strecke nicht und müssen sich anhand des Roadbooks orientieren. Im Roadbook stehen sind auch Gefahrenstellen notiert. In der guten alten Zeit bis 2019 bekamen die Fahrer das schwarz-weiße Roadbook undam vorabend der Etappe und haben es durchgearbeitet. Jeder Fahrer hate sein eigenes Farbsystem, mit dem er Abbiegungen, Kompasskurse, Kontrollpunkte, Gefahren und Anderes markierte. Bilder und Texte wurden mit Textmarkern markiert, mit buten Eddings wurde Kästen um andere Informationen gemalt und ander Infos wurden groß und teilweise auch als Vorwarnung an anderer Stelle eingefügt.
Dieses jahrelang, individuell optimierte System funktioniert nun nicht mehr. Die Dakar ist ein Rennen, daher versuchen die Fahrer möglichst kurz aufs roadbook zu gucken und nehmen möglichst viele Infos mehr intuitiv auf. Bei dem geänderten System ist das nun nicht mehr so leicht möglich, die Sicherheit der Fahrer wird eingetauscht gegen bunte Bildchen. Hrmpf!
Je besser das Roadbook vorbereitet wurde, um so besser kann man die Etappe fahren. Das hat bei den Werksteams dazu geführt, dass ganze Teams die Roadbooks in Karten, Google Earth und andere Systeme übertregen haben. So konnten Sie den Fahrern zusätzliche Hinweise geben und mehr als einmal Abkürzungen finden. Klar, das war nicht im Sinne der Rally, aber hätte auch sehr viel besser gelöst werden können als mit dem bunten Roadbook zum Start.

Gegen die Abkürzungen hatte die Dakar bereits versteckte Wegpunkte eingeführt. diese konnte man nur treffen, wenn man immer auf dem Weg blieb. wer eine Abkürzung fuhr riskierte Zeitstrafen für verpasste WPs.
Wenn die ASO (das ist der Veranstalter) einfach dafür gesorgt hätte, dass die Fahrer die Roadbooks nicht vor dem Start mitnehmen dürfen, sie diese jedoch jederzeit unter Aufsicht und alleine bearbetien können, wäre der Sicherheit mehr gedient gewesen.

Wie sich diese Änderungen auswirken, werden wir schon morgen sehen können, denn auf Etappe 2 gibt es das RB erst 25 Minuten vor dem Start.

Wichtige Änderungen – Twitter, YouTube und die Website

Außer dem Roadbook-Bullshit hat die ASO jedoch wirklich einen Schritt in die Gegenwart getan. nun ist es am ersten Abend der Rally noch zu früh für ein Fazit, aber nicht für einen ersten Eindruck. Die ASO nutzt Ihren Twitter-Kanal deutlich besser, meldet aktueller und schafft es sogar kurze Filme oder GIFs zu zeigen.

Auf dem YouTube Kanal gibt es jetzt neben französischen, englischen und spanischen auch noch arabische Filmchen. Inhaltlich gab es vor dem Rennen hauptsächlich Zeitlupen-Kram für die Leute, die das in den letzten hubdert Jahren noch nicht genug gesehen haben. Aber: Der Dakar für Newbies Film [englisch] zeigt, dass es Potential gibt!

Die Website hat heute ordentliches Live-Timing gezeigt, fast so gut wie Mischas Trackingdakar.com die seit vielen Jahren der privat entwickelte und betriebene Ort ist, an dem man die Dakar am besten verfolgen kann. Viele Teams nutzen die Seite und lassen die offizielle links liegen, wie man immer wieder auf deren Posts im Hintergrund erkennen kann.

Wichtige Änderungen – Zuschauer

In Peru letztes Jahr standen tausende von Fans an der Strecke und streamten was das Zeug hält. In Saudi Arabien wohl nicht so. Ich habe noch keine wirklichen Zuschauer gesehen. Auch der gestrige Vorstart war wohl extrem wenig besucht. Ich lasse mich da jedoch gerne eines besseren belehren, wenn jemand andere Infos hat.
Wegen der vielen Zuschauer vor Ort war die Informationsdichte in meiner Lieblings-Dakar-Informations-Quelle, der ADV Rider F5irehose im letzten Jahr deutlich höher.
Auch die Zahl der aktiven Foren-nutzer ist dieses Jahr deutlich geringern. Die Dakar läuft zur nächtliches Stunden in den Amerikas.

In Europa haben wir jedoch den Vorteil, dass die vielen TV-Sender nun mehr Zeit haben, ihre Berichte und Filme zu verfassen. Wer also spanisch, französisch oder holländisch kann und und weiß, wie man ein Geo-Blocking umgehen kann, wird deutlich besser informiert. die anderen gucken halt so lange Snooker auf Eurosport.

Wichtige Änderungen – Deutsche Werksfahrer

Jeder Deutsche Moppedfahrer bei der Dakar ist ein Werksfahrer, das kann keine andere Nation von sich behaupten. 100% Quote!
Zwei kleine Einschränkungen: Mit Sebastian Bühler [englisch] fährt nur ein einziger Deutscher mit und der lebt, fährt und trainiert in Portugal. Aber hey! Er fährt im Hero-Werksteam! Letztes Jahr, bei seiner ersten Dakar, wurde er zwanzigster. Ich wünsche ihm, dass er dieses Jahr wieder ins Ziel kommt und sich sogar noch verbessern kann.

Die Favoriten

Alles andere als ein Sieg von KTM wäre ein große Sensation. Wer von den drei schnellen KTM Jungs letztendlich vorne stehen wird ist derjenige, der das wenigste Pech hatte. Bleibt also die Frage nach der besten nicht KTM. Husqvarna oder Gasgas (die werden die Damen-Wertung gewinnen) fahren auch KTM, auf die wette ich jedoch nicht. Honda und Yamaha schafften es in der Vergangenheit immer wieder Ihre Moppeds und Fahrer zu verheizen, statt auf Gesamtsieg zu fahren, und so tippe ich darauf, dass sie es dieses Jahr auch wieder tun.

Ich tippe, die schnellste Nicht-KTM wird eine Hero.

Mopped fahren mit Autoführerschein || Finde ich gut

Ja ich weiß, alle schimpfen oder lachen über den letzten Scheuer-Stunt. Aber ich finde ihn gut mit Vorbehalten.

Zuerst die Vorbehalte:

  • Es ist nicht ernstgemeint, es ist nur eine Nebelkerze umd vom Maut-Unsinn abzulenken.
  • Selbst wenn es kommen würde, wäre die Zahl derjenigen, die dann mit einer 125er auch tatsächlich fahren würden so verschwindend klein, dass man es sich auch hätte sparen können. Man sehe sich nur mal die Anzahl an 50ern an, die mit PKW-Führerschein gefahren werden.

Und jetzt, warum ich es gut finde:

  • Wenn die Politik sich des Themas Mopped annimmt, dann normalerweise immer nur um zu verbeiten, Streckensperrungen sind da nur de Spitze des Eisbergs. Mit viel Glück wird das Mopped von der Politik einfach nur vergessen, ich erinnere da gerne an die Winterreifen-Gesetze. Eine Initiative por Mopped aus der Politik, dass ist überraschend.
  • Mehr Leuten für kleines Geld die Möglichkeit zu geben Mopped zu fahren, das finde ich gut.
  • Jeder Autofahrer der auch mal Mopped gefahren ist und diese Perspektive kennengelernt hat, kann nur von Vorteil sein. Mopeedfahrer übersehen andere Moppedfahrer viel seltener, wenn sie mal im Bürgerkäfig unterwegs sind.
  • Untersuchungen von Versicherungen in GB belegen, dass Moppedfahrer die besseren (im Sinne von weniger Unfälle) Autofahrer sind.
  • Eine 125er ist im Stadtverkehr und auch über Land deutlich sicherer als die auf unsinnige 45 km/h beschränkten 50er, die man mit einem PKW-Lappen heute schon fahren darf.

Und für die, die nur die Tweets gelesen haben, der Plan sieht nicht vor, dass jeder mit seinem Autoführerschien automische auch 125er fahren darf. Das soll erst mit 25 und nach zusätzlichen Theorie- und Fahrstunden, aber ohne Prüfung erlaubt sein.
Wäre die Meldung nicht original von SPON würde ich es hier verlinken. Aber ich könnt ja selber googlen (versucht mal die Suche mit https://www.qwant.com das ist eine eurpäische Suchmaschine ohne Google).

1A Mopped-Versicherung (keine Reklame)

Ich lese schon länger keine Profi-Mopped-Medien, daher weiß ich nicht, ob die inzwischen wieder lesenswert sind. Ich gucke aber deren Mopped-Videos auf der Tube.

Journalistische Mopped-Kanäle (also solche mit einer mehrköpfigen Redaktion, keine One-Man-Show) gibt es wenige. Deutschprachig fällt mir da nur der von Motorrad (der von Europas größten 1.000 Punkte-Zeitschrift) als abonnierenswert ein. Die haben sich in den letzten Monaten gemacht, finde ich. Eine größere Themenvielfalt und mehr journalistische Tiefe könnte der Kanal noch jedoch vertragen.

Was mich z. B. wirklich interressiert ist, ob die vielen Marketing-Versprechen, die bei Produktvorstellungen in der Pressemappe stehen und von dort in die Welt hineinkopiert werden, ansastzweise stimmig sind. Zum Beispiel die Yamaha Niken; Ist die mit Ihren zwei Vorderrädern in Grenzsituationen wirklich besser als eine MT-09 mit nur einem? Könnte man ja mal testen. Hat auch jemand gemacht, allerdings kein Videokanal einer Zeitschrift. Das Video ist eingebunden, falls es nicht angezeigt wird: hier der Link [englisch] (öffnet in neuem Tab).

Bennets ist eine englische Versicherung, die eine ganze Menge macht, um ein integraler Teil der Mopped-Marktes zu sein. Die sind z. B. Titelsponsor der BSB (das ist die Brexit-IDM mit Live-Übertragung im TV und vollen Zuschauerrängen). Außerdem haben die eine eigenen Online-Community (Bike Social) und den oben verlinkten Kanal auf YouTube. Dort wird die Classic TT gezeigt, Interviews mit Rennfahrern, aber natürlich auch Neuvorstellungen und Vergleichstest und anderer Blödsinn Eine größere Themenbandbreite als die meisten Magazine, ganz zu schweigen von deren YT-Kanälen.

Sehr cool.
Deutsche Versicherungen wollten bisher immer nur mein Geld und ansonsten mit Moppeds so wenig zu tun haben wie möglich. Das gilt auch für andere Marktteilnehmer wie z.B. Tankstellenketten und Co.

„Die Fireblade ist eine Wurstkrücke“ sagt der ED

Erinnert Ihr Euch noch an ED? Heute habe ich wieder so einen getroffen. Zum Glück nur ED den Idioten und nicht den Arsch und auch nicht persönlich, er saß mit seinem Kumpel am Nebentisch. Ich habe ihn belauscht, während ich meinen Milchshake trank und so tat als würde ich twittern.

Ob ED wirklich „Wurstkrücke“ gesagt hat oder was anderes kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, so gut ist mein bayerisch noch nicht. Aber irgendwas Negatives in der Art hat er gesagt.

Ich verkürze das Gespräch auf die besten Wortbeiträge von ED (er war tatsächlich mit einem Kennzeichen aus Erding unterwegs, so wie das Original damals) und ich schreibe hochdeutsch und meine Anmerkungen in Klammern.

ED sprach:

Ich brauche eine Ducati, die Kawa bringt’s nicht mehr. Die Panigale gewinnt jedes Rennen.

(Gerade gestern in der BSB hat die Panigale V4R nicht gewonnen und in Le Mans bei den 24 h für Moppeds schon mal gar nicht).

Auf so eine Wurstkrücke wie Deine Fireblade würde ich mich nie setzen, die zieht ja nix vom Teller. Was hat die denn schon gewonnen?

(Der amtierende Langstrecken Weltmeister ist F.C.C. TSR Honda France mit einer Fireblade.)

Die hat ja nicht mal 200 PS und fährt überall hinterher!

(Ganz im Gegensatz dazu, die 200 PS WSBK-Dauersieger S1000RR, Aprilia RSV4, Suzuki Hayabusa und Boss Hoss.)

In den Vergleichstests verliert die auch immer!

(Da kann ich nichts zu sagen, solche Tests lese und gucke ich schon lange nicht mehr.)

Wahrscheinlich erwartet Ihr an diesem Punkt des Gesprächs auch, das ED so schnell es geht seine ZX-10RR in Zahlung gibt und sich eine Panigale V4R oder vielleicht auch V4S kauft. Ich hatte es jedenfalls gedacht.
Und jetzt könnte ich hier sehr ausführlich schreiben, wie wenig eine SBK-Maschine mit einem Serienmopped zu tun hat. Oder wie sehr sich die Runde zur Eisdiele von der Runde auf der Rennstrecke unterscheidet. Ich könnte auch darüber spekulieren, wie anders ED im Vergleich zu einem echten Profi Mopped fährt.
Ist aber gar nicht nötig, ED fährt nämlich gar keine ZX-10 mit einem oder zwei R, er fährt eine Z1000. Und er gibt sie auch nicht für eine Panigale in Zahlung, sondern für eine Monster. Hat er zumindest erzählt.

Ja: Monster hat er gesagt.

Auch wenn ED keine Ahnung hat, der Spruch „Win on Sunday, sell on Monday“ funktioniert bei ihm zum Teil. Interessanterweise jedoch nur bei den Superbikes und nicht in der MotoGP, wo Marquez und Honda seit Jahren dominieren.

P.S.
Natürlich hat die Monster keine 200 PS, gewinnt keine Rennen und von einem gewonnenen Vergleichtest habe ich schon lange nicht mehr gehört. Aber hey: Sie hat genauso viele Räder wie Bautistas Nr. 19

P.P.S
Wenn ich mich zwischen Z1000 und Monster entscheiden müsste, würde ich die Blade nehmen.

 

 

#Dakar20 in Saudi Arabien – finde ich aus Gründen nicht gut

Jajajajajaaaa, es ist noch nicht offiziell, dass die ASO die Rally Dakar die nächsten fünf Jahre irgendwo im Nahen Osten veranstalten wird. Aber alle Experten und die sich (oder ich) dafür halten, sind sich einig: Zumindest die nächste Ausgabe, die 2020er Dakar wird in Saudi Arabien starten.

Auf der arabischen Haldinsel haben schon viele Rallys stattgefunden, es gibt dort viele Dünen und in vielen Ländern dort keine finanziellen Probleme. Eigentlich gute Voraussetzungen für die Dakar. Ganz besonders wenn man die 2019er Ausgabe als Vergleich heranzieht: viel Sand, viele Dünen und gefühlt an jedem Kilometer genug Internet für einen Livestream von vorbei fahrenden Moppeds und Mehrrädrigen. Die Rally in Peru war spannend und abwechslungsreich. Warum also weg aus Südamerika?
Das Wort heißt: Planungssicherheit. In den letzten paar Jahren kam es immer mal wieder vor, dass kurz vor dem Start ein Land ausstieg und alles neu geplant werden musste. Dass die 19er Dakar nur in Peru gefahren wurde war kein Wunsch der ASO, es gab einfach kein anderes Land, dass das Geld für die Dakar ausgeben wollte oder konnte. Geld gibt es aud der arabischen Halbinsel genug. Es ist gut möglich, dass die nächsten Rallys die besten werden, die es bisher gab. Warum  finde ich es also nicht gut?

1. Grund: Zu wenig Abwechslung

Oscar - Quelle PinterestWas die guten Dakar so großartig macht, sind die vielen unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen. In südamerika ging es von Meereshöhe bis weit über 5.000 Meter hoch in die Anden. Von Schneefall  und unter Null bis weit über 40 Grad im Schatten in der schalltenlosen Pampa innerhalb eiens oder zwei Tagen machten selbst die Überführungsetappen eine Herausforderung.
Arabien besteht natürlich nicht nur aus Sanddünen im Südosten der Halbinsel gibt es Gebirge die bis 2.500 Meter hoch gehen, wenn mich meine Papierkarte nicht täuscht. Mit 2,73 Mio km² ist auch reichlich Platz vorhanden. Zum Vergleich: Deutschland hat 357 tkm² Landfläche und Peru 1,23 Mio km², Aber schon in Peru gab es deutlich weniger Abwechslung als in den Jahren davor.

2. Grund: Verkackte Zeitverschiebung

Während der erste Grund noch ein wenig spekulativ ist (was weiß ich, welche Strecken die ASO finden wird), ist das hier knallharte Wissenschaft die sogar Flat-Earther nicht leugnen können. Die blöde Zeitverschiebung von hier nach Arabien ist plus eine Stunde (plus/minus Sommerzeit). Nach Peru sind es fünf Stunden in die andere Richtung. Oder ein bisschen weniger Abstrakt. Wenn in Peru die Sonderprüfung gegen 14:00 Uhr zu Ende ging, war es hier 19:00 Uhr, ich hatte Feierabend und konnte die letzen Stunden live verfolgen, wass passierte. Wenn ich das Positive sehen will, dann kann ich den Etappenstart in Arabien im Netz verfolgen. Wenn die ersten Moppeds dort um 06:00 in die Etappe starten, ist es hier erst 05:00. Leider ist der spannende Teil einer Rally nicht der Start, sondern die Zielankunft. Während es für Europäer noch einigermaßen machbar ist, dem Rennen zu folgen, befürchte ich, dass ein großer Tiel der Nord- bis Südamerikaner schlafen werden. Für das Forum, dort waren bisher viele Amerikaner aller Länder aktiv, sehe ich da schwarz. Aber vielleicht springen die Australier ein, die von der Zeitverschiebung profitieren werden.

 

Bitte melde Dich! #Autobahnrakete

Der Umzug von Ufer des Rhein an die Gestade der Donau lief insgesamt nicht so, wie erhofft. Das ist mit ein Grund dafür, warum hier ein paar Tage länger nichts Neues mehr erschienen ist.
Und noch mehr ist neu:

Ich brauche ein Mopped

Kurz habe ich auch mal über ein anderes Fahrzeugkonzept mit erhöhter Radzahl nachgedacht, aber als ich dann mitten in der Nacht mit Herzschlag bis zum Hals aus einem Parkplatz-Such-Alptraum mit Topf-Pflanzen (fragt nicht!) aufgewacht bin, wusste ich: Ich bin darüber hinweg.

In Zukunft werde ich wieder viel mehr Kilometer über die Autobahn schruppen (Ich bin umgezogen, die anderen wohne jetzt wieder weiter weg), viele meiner Wege werden deutlich länger werden. Und für die Autobahn ist die #Hippe nun wirklich nicht gebaut. Mein zweites Mopped, die 530er KTM schon mal ganz und überhaupt gar nicht. Also brauche was Neues (darf auch blau und gebraucht sein), das folgende Dinge kann:

  • Entspannt 500 km lang mit 200+ durch die Gegend rollen
  • Eine Tankreichweite von 250+ km
  • Gepäckhaken oder ähnliches hat, so dass eine Tasche auf dem Rücksitz festgerödelt werden kann
  • Erst nach 10.000 km zum Öl- und Reifenwechsel mit Inspektion muss
  • 100.000 km hält
  • Auf der Landstraße nicht nur langweilig und doof ist

Die Auswahl

Bisher habe ich noch kein Mopped gefunden, dass alles aus der Aufzählung kann.

Wahrscheinlich fällt den meisten als Autobahn-Mopped zuerst eine Busa ein. Habe ich auch dran gedacht. Bin ich noch nie gefahren, aber so richtig gekickt hat mich die schnelle Suzi noch nicht. Ich vermute es fährt sich wie iene Mischung aus #Luxusweibchen und VFR1200. Die V4-Honda ist mir zu sehr Reise und zu wenig Rase-Mopped, zu viel Vernunft und womöglich noch mit Seitenkoffern. Seitenkoffer will und brauche ich nicht.

Oscar Quelle PinterestWenn Honda, dann Fireblade. Die CBR rollt in der Superbike WM chancenlos hinterher, aber als Reisemaschine konnte ich sie testen und da hat sie mich überzeugt.

Yamahas R1 sieht in der aktuellen Form viel besser aus. Für mich das schönste Superbike, aber ob die auch für die lange Strecke taugt? Auf dem Nürburgring hat sie mir jedenfalls sehr gut gefallen.
Gegen ein neues Mopped im Sinne von nicht gebraucht, spricht der Preis. Viele tausend Euronen sind praktisch weg, wenn erstmal 100.000 km auf der Uhr stehen. Wegen Geld scheidet auch die Kompressor-Kawa aus und die geflügelte Panigale sowieso. Wobei der 1.100 Motor bestimmt besser zu meinem Einsatz-Szenario passen würde, aber eben keinen Flügel hat und immer noch teurer als eine R1 ist.

BMW S1000RR gibt es mit Handwärmern, was für mich eine Premiere wäre. Das die Berlinerin, auf meiner internen Liste noch vor die Gixxer-Armada steht, ist für mich selbst ein bisschen überraschend. Dabei wollte ich schon soooo lange eine 750er. Ohne geplanten Rennstreckeneinsatz hat die jedoch keinen Platz in meiner Garage, für die Autobahn taugt der ganze Liter mehr. Hat einer der aufgezählten Supersportler Gepäckhaken? Wenn ich mich recht erinnere, dann war die R1 nicht gerade optimal für den Gepäcktransport vorbereitet. An der Fireblade hatte wir damals jedoch irgendwie Gepäck angebunden.

Ganz oben auf meiner Liste, quasi mein Traummopped für diese Aufgabe, steht eine Triumph Rockt 3 mit dreiviertel Verkleidung in 70er Jahre Optik, steilerer Gabel, erhöhter Bodenfreiheit und Autobahn-Overdrive für 280+. Gibt es aber nicht und ich kann sowas auch nicht bauen.

So richtig fündig geworden bin ich noch nicht. Wenn jemand von Euch eine Idee hat, welche Modelle in die engere Auswahl kommen könnten, schreibt mir einen Kommentar, dass ist nachhaltiger als ein Link zu Mobile und Co.