Blogparade -Tagestour Gepäck

Die Tage hat mein Vorderreifen unterwegs alle Luft verloren. Frisch aufgepumpt schaffte ich ca. 20 Kilometer, bevor er wieder platt war. Ich fuhr also von Tanke zu Tanke, bis ich wieder zu Hause war. Glücklicherweise musste ich nur noch ein bisschen über 70 km bis zur eigenen Garage zurücklegen und weil ich einige Streckenvarianten kannte, konnte ich von Luftpumpe zu Luftpumpe fahren. Bingo!

Die Strategie

Ich besitze einen Kompressor, der an die Bordsteckdose angeschlossen werden kann, eine Luftpumpe mit Gaspatronen und eine für den Handbetrieb. Die lagen alle in der Garage, denn ich war nur auf einer Tagestour durch Deutschland.
Meine Gepäckstrategie ist: so wenig wie möglich mitnehmen, das Meiste braucht man sowieso nicht. Jetzt hatte ich ein Loch im Reifen und bin dennoch nach Hause gekommen.

Als fast schon streng Murphy-Gläubiger gehe ich davon aus: Was man dabei hat, geht nicht kaputt. Hätte ich eine Pumpe dabei gehabt, wäre das Loch so groß gewesen, dass ich hätte flicken müssen, wozu ich dann noch Montiereisen gebraucht hätte. Hätte ich auch die dabei gehabt, wäre was anderes passiert.

Wäre ich durch die wilde Pampa gefahren, wo es keine Tankstellen mit Luftpumpe gibt, hätte mein Gepäck anders ausgesehen.

Tagestourgepäcklisten

In der Blogparage, die auf 600ccm.info gestartet wurde geht es um das Tagestour Gepäck. Ich definiere es als das Gepäck, das ich mitnehme, wenn ich von zu Hause losfahre und meine Runde dort am selben Tag auch wieder endet.

Was ich immer mitnehme

Nichts.
Ich habe Bordwerkzeug am Mopped, inklusive Sicherungen, Muttern und ein wenig Draht, zusätzlich ein paar Kabelbinder und Schlauchschellen am Lenker, in der Jackentasche befinden sich verschiedene Spanngurte, mit denen ich abgeschleppt werden kann, ein Telefon und eine Kreditkarte. Damit bin ich bisher immer klargekommen.

Wenn es heiß ist

Eigentlich finde ich fahren mit Rucksack doof, weshalb ich mein Gepäck, selbst wenn ich es in einen Rucksack gepackt habe, immer auf dem Mopped feströdel. Im Sommer hatte ich jedoch einen kleinen Rucksack auf dem Rücken, weil ich nur damit meine Trinkblase sinnvoll nutzen kann. Neben dem Trinkwasser liegt eine Kappe, die meinen Kopf bei einer eventuellen Pause vor Sonnenbrand schützt. Mehr nicht.
Sollte mein Plan vorsehen, ein wenig zu Fuß zu laufen, passt ein paar gut komprimierbare Sportschuhe hinein und die Stiefel bleibe n am Mopped, zusammen mit Helm, Handschuhen und Jacke.

Wenn es kalt ist und nach Regen aussieht

Der kleine Rucksack ist groß genug, um dort ein paar Winterhandschuhe, eine Regenhose und eine Regenjacke hinein zu packen.
Kalt und nass ist eine ungemütliche Kombination, daher ist ein paar trockener Ersatz-Handschuhe immer willkommen. Meine Textilkombi ist zwar wasserdicht, aber die Membran ist innen, so dass die äußere Schicht nass wird. Die Verdunstungskälte der Kombi  wirkt dann wie eine Wasserkühlung. Wird mir dadurch zu kalt , ziehe ich die Regenjacke aus dem Rucksack unter der Textiljacke an. Klingt komisch, ist aber so und hält mich warm.
Ach ja, bei solchen Touren ohne Trinkblase habe ich den kleinen Rucksack nicht auf dem Rücken.

Weiter geht ’s

In den Kommentaren unter dem 600ccm-Artikel findet Ihr weitere Beiträge der Blogparade. Falls Euch die anderen Beiträge nicht interessieren, dann geht zur Startseite von 600ccm.info und lest den Blog (lohnt sich) oder geht zum Reddit und lest gleich alle Mopped-Blogs.

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Wohin mit dem Gepäck?

Meine #Hippe hat einen Gepäckträger. Unter normalen Umständen passen alle Sachen, die ich mitnehmen will in eine 30 Liter Packrolle und die passt auf den Gepäckträger, Problem gelöst.

Die KTM hat keinen Gepäckträger und ist gar nicht auf den Transport von Gepäck ausgelegt. Bisher wollte ich mit der Kati noch kein Gepäck mitnehmen, dass nicht in meinen Trinkrucksack passt. Zwischendurch denke ich jedoch darüber nach, wie ich das machen könnte. Aktuell favorisiere ich die Kriega Overlander 30 Lösung, aber ich würde sie mir gerne mal in echt und 3D ansehen.

Das gilt genauso für die anderen Gepäcksysteme, die ich im Auge habe: das Sakwy Enduro Rally 2 x 15 und das Mosko Moto Reckless 40 Liter

Wie gesagt, so richtig akut ist das Problem gerade nicht, eigentlich kein Grund für einen Blogbeitrag. Doch dann bin ich heute bei YouTube über dieses Video in schlechter Bild- und Tonqualität gestolpert:

Ein Dual Sport Anhänger!
Wie großartig ist das denn?

Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht, nicht nur weil für Anhänger ziehende Moppeds in Deutschland Tempo 60 (ja, auch auf Autobahnen) gilt.

Das Video macht mir Lust, noch einen weiteren Gedanken an die Anhänger zu verschwenden. Der im Video gezogene Nachläufer kommt aus Kanada, kostet dort mit Kiste 1065 Dollar (ca. 725 Euro) und schluckt 90 Liter Gepäck.
Ein Koffersatz bei Touratech
kostet laut heutiger Startseite ab 999 Euro, schluckt ohne Zusatztaschen 70 Liter (das nennt sich dann 38 Liter-System) und ist dabei ganze 95 cm überbreit.

So ein Anhänger ist gar nicht mal so doof, wenn man wo anders wohnt als in Deutschland. Hier braucht der TÜV und Rücklicht und noch mehr Pipapo und am besten eine orange Warnleuchte, wegen der lächerlichen 60 km/h.

Ich behalte die Bookmark zum Anhänger mal, falls ich nach Kanada ziehen sollte, dann steht der Anhänger ganz oben auf meiner Muss-ich-mal-machen-Liste.

Draußen schlafen – besser einpacken

In meinem letzten Beitrag habe ich Zelt, Isomatte, Schlaf- und Biwaksäcke nebeneinander gelegt. Zusammen sind es ca. 4,3 kg (nach Netzrecherche, ich habe keine Waage), was ich okay finde. Um das Gewicht zu reduzieren könnte ich die beiden Schlafsäcke durch ein Daunen Quilt ersetzen, damit würde ich dann, 1,3 kg sparen. Eine leichtere Luftmatratze wäre ebenfalls möglich, ich müsste dafür nur Geld investieren.

Das Gewicht stört mich jedoch weniger als das benötigte Packvolumen und die Anzahl der Packstücke. Als ich gemerkt hatte, dass ich die Anzahl der Packstücke reduzieren kann, wenn ich einfach zwei Dinge zusammen packe, musste ich das sofort mit Zelt und Isomatte ausprobieren.

Zelt links, Isomatte daneben

Zuerst habe ich die Isomatte ins Zelt gelegt, denn da liegt sie auch, wenn das Zelt aufgebaut ist, und habe beides zusammen eingerollt. Das hat nicht so gut funktioniert. Das Zeltmaterial ist ziemlich rutschig. Wenn die Isomatte nicht gefaltet ist, ist sie über 50 cm breit, was mir als Rolle zu lang ist, aber nur so lässt sich beides zusammen gut einrollen.

Dann habe ich es andersherum probiert, erst das Zelt eingepackt und dann die Matratze drum herum gewickelt. Normalerweise drittel ich die Matratze, dann passt sie komplett in den eigenen Packsack. Das Zelt ist jedoch länger, also habe ich die Matratze nur einmal längs gefaltet und dann um das Zelt gerollt. Beides zusammen passt von der Dicke her in den Beutel für die Isomatte, ist jedoch ein bisschen zu lang.

Zelt innen, Isomatte außen herum gewickelt

Auch wenn der Packsack oben nicht geschlossen ist, kann ich es so problemlos transportieren.

Den „dickeren“ Schlafsack in den Biwisack stecken und beide zusammen einpacken funktioniert ebenfalls. Dabei gefällt mir besonders gut, dass beide Doppel-Rollen ähnliche Maße haben.

Rechts: Schlafsack mit Biwisack mit 30 cm Lineal.

Im Vergleich dazu der Platzbedarf, wenn alle vier Ausrüstungsgegenstände einzeln gepackt sind:

Platzbedarf der einzelnen Packstücke

Jetzt überlege ich gerade, ob es sinnvoll ist, für Zelt und Matratze einen wasserdichten Packsack zu haben. Der Vorteil wäre, wenn es auf der Fahrt regnet bleibt die Matratze trocken und kommt trocken ins Zelt. Der Nachteil, wenn ich das Zelt feucht einpacke (egal ob Regen oder Tau) bleibt die Nässe im Packsack.

Hat jemand von Euch schon mal wasserdichte Packsäcke nach Maß selbst hergestellt?

Draußen schlafen – Ausrüstung

Wenn ich unterwegs bin, kann es vorkommen, dass ich auch mal über Nacht weg bleibe. Je nach Jahreszeit und Plan habe ich dann unterschiedliche Ausrüstung dabei.

Biwaksack

Bin ich zu Fuß unterwegs und nicht gerade in Wurfweite einer Bushaltestelle, habe ich einen Biwaksack im Rucksack.

Neben dem Biwaksack liegt ein 30 cm langes Lineal.

 

Der ist atmungsaktiv (ein bisschen jedenfalls), wind- und wasserdicht, bietet jedoch keine Isolierschicht. Wenn ich keine Übernachtung plane, es aber trotzdem dazu kommt, werde ich wenigstens nicht nass.
Dieser Biwaksack ist ohne Gestänge und alles, es gibt aber auch welche mit.

Mit Schlafsack

Eigentlich ist der Biwaksack dazu gedacht, dass ein Schlafsack drin steckt, daher habe ich auch einen solchen dabei, wenn ich eine Übernachtung z.B. im Wald plane und nur möglichst wenig Gepäck tragen will. Ich baue mir dann eine isolierende Unterlage aus Laub, Gras oder ähnlichem.

Schlafsack links

Den Schlafsack habe ich für kleines Geld (15,- Eumel) im Sonderangebot bei McTreck oder so gekauft. Es ist ein einfacher Schlafsack ohne Wärmekragen und der Reißverschluss geht nur bis zur Wade, der Komfortbereich reicht bis 9° Celsius und der Kompressionssack, der dabei war, geht jetzt, nach drei Jahren, an mehreren Stellen auseinander. Nicht überraschend bei dem Preis. Ich habe mit diesem Schlafsack, ohne Biwaksack, auch schon Nächte mit 6° durchgeschlafen. Die Temperaturangabe “Komfortbereich” soll aussagen, bei welcher Minimaltemperatur man komfortabel, also ohne zwischendurch frierend aufzuwachen, durchschlafen kann. Meistens gibt es noch weitere Temperaturangaben bei Schlafsäcken, bei diesem sind es +5° Übergang und die niedrigste gibt den Überlebensbereich an, hier sind es -8°. Kauft also keinen Schlafsack, mit der Angabe 9°, 5° -8°,  wenn ihr plant, bei 0° zu campen.

Mit Unterlage

Wenn ich mit dem Mopped unterwegs bin, oder damit rechne, dass ich keine Unterlage bauen kann oder will, packe ich noch meine Luftmatratze ein.

Luftmatratze rechts

Zu der Matratze habe ich bereits einen Beitrag geschrieben.

Mit Zelt

Im Gegensatz zu einem Biwaksack muss ein Zelt aufgebaut werden. Dafür ist alles Gepäck im Zelt vor Regen und anderem geschützt.

Zelt oben

Mein Zelt soll Platz genug für Zwei bieten, dann ist es jedoch ziemlich eng und alles an Gepäck muss draußen in der Apside bleiben. Ich finde es jedoch besser, meine Moppedmontur, mit Helm und allem mit ins Zelt zu nehmen und dann alleine drin zu liegen.
Zu dem Zelt habe ich mir einen Footprint gekauft, das ist eine Unterlage, die genau zum Zelt passt und hier mit eingepackt ist. Nicht im Bild sind die Heringe. Die habe ich in einem anderen Beutel, den ich getrennt aufbewahre. Sollte sich ein Hering während des Transports aus dem Beutel befreien, kann er die Zeltplane nicht beschädigen.

Mit extra Schlafsack

Für Übernachtungen auf der Couch habe ich noch einen Sommerschlafsack mit den Temperaturbereichen 15°, 10° und 3°.

Kleiner Schlafsack oben links

Das ist mein kleiner Luxus und als solcher kommt er nur mit dem Mopped mit. Den kleinen Schlafsack kann ich als Nackenrolle nutzen, falls es zu warm für den anderen ist oder wenn es zu kalt wird, dann nutze ich den zusätzlich. Im Kältefall könnte ich auch einfach die Moppedjacke als zusätzliche Decke nutzen. So eine Jacke kann jedoch leicht verrutschen,besonders wenn man sich im Schlaf bewegt. Den kleinen Schlafsack öffne ich zu zwei Dritteln, stecke den Fußteil des anderen Schlafsacks hinein und decke mich mit dem Rest zu. Funktioniert wunderbar auch bei Frostnächten. Wer schon mal im Hochgebirge war weiß, so eine Frostnacht kommt auch im Hochsommer mal vorbei.

Alles zusammen

Mein Problem mit den ganzen einzelnen, rundlich Packstücken mit unterschiedlichen Durchmessern ist der platzsparende Transport. In der Packrolle bleibt immer noch viel Luft zwischen den einzelnen Gepäckstücken, Im nächsten Optimierungsschritt werde ich versuchen, eine möglichst kompakte Tasche für alles zu finden. Wer eine Idee hat, kann sie mir gerne in die Kommentare schreiben.

P.S. und Edit:
Auf Facebook wurde nach dem Gewicht des ganzen gefragt. Ich habe keine Waage, habe also daher das Netz bemüht und folgendes gefunden: Zelt mit Footprint: 1,2 kg, kleiner Schlafsack: 700 g, großer: 1,1 kg; Biwisack: 300 g und LuMa: 900 g.
Macht zusammen ca. 4,2 kg.

Topcase und Rucksack

Ich komme aus dem Laden und vor mir geht ein Typ an sein Mopped, öffnet das Topcase und holt seinen Helm raus.
Dann setzt der den Rucksack, den er bisher in der Hand hielt, auf und schließt das jetzt leere Topcase. Der Rucksack ist ein ca. 20 Liter fassender in geschätzt nicht mal halbvoll, der hätte locker in die Kiste gepasst. Dann setzt er den Helm auf und fährt los.

Warum macht man das?

Oscar - Quelle PinterestKurz habe ich überlegt, ob ich hinterher laufen soll um dem Fahrer zu erklären, dass das Ding an seinem Mopped kein Schließfach ist, sondern eigentlich zum Transport von Gepäck (wie z.B. den Rucksack) gebaut wurde. Dann habe ich aber beschlossen, dass ein Blogbeitrag viel lustiger ist.

Liebe Topcase- und Kofferfahrer, warum fahrt Ihr mit leeren Gepäckräumen aber Rucksack auf dem Rücken herum? Erklärungen (oder Vermutungen) bitte in die Kommentare.