Welche Honda? #HondaTT13

Dr. Gleich hat auf dem Mojo Mag angefangen und die Sicht eines Profis auf die aktuelle Modellpalette gegeben. Hier nun meine Kommentare.

CBR500R

Wow! Ich habe mir die 500er gleich als erstes geschnappt und bin mit einer Gruppe Big Bikes plus Goldwing los auf die unbekannten Straßen des Spessarts. Allerdings konnte ich mich nur wenige Kurven hinten halten, dann musste ich der 500R die Sporen geben und vor Freude in den Helm brüllen. Eigentlich ist das Mopped wohl für Fahranfänger gedacht und normalerweise liest man immer: Mehr Motorrad braucht man nicht. Stimmt auch, aber eigentlich ist es auch falsch. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so viel Spaß mit einem Mopped auf der Landstraße hatte. Immer wieder erwischte ich mich dabei, vorsichtig auf den Tacho zu blicken, weil ich dachte ich sei jenseits von Gut und Böse unterwegs, aber nicht war’s. Spaß auf der Landstraße ohne Gefährdung des Führerscheins. Eine echte Spaßmaschine. Mehr Motorrad braucht man nicht.

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NC700X DCT

Als nächstes dann eine Runde mit einer Vertreterin der anderen 48 PS Familie. Ich bin ein großer Fan des DCT-Getriebes, seit ich es das erste mal auf der VFR testen konnte. Normalerweise fahre ich immer im letzten Gang und rolle dann so über die Straßen. Das DCT unterstützt dieses schaltfaule Fahren per se. Obwohl ich mit der X genauso schnell fuhr wie mit der 500er, fühlte es sich ganz anders an, viel entspannter um es positiv auszudrücken. Für mich definitiv keine Alternative zur 500er. Das Bessere ist halt des Guten Feind.

Integra

Anschließend habe eine kleine Runde mit Sozia auf dem Integra gedreht. Funktioniert gut, allerdings passt mir die Sitzposition nicht so gut. Für mich lieber die X. Ein Roller, der auch von Motorradfahrern gegrüßt wird. Soviel Drehmoment, dass ich die zugegen federleichte Sozia, gar nicht bemerkt habe.

NCS50R

Wenn man schon bei Honda ist, muss man auch einen Repsol Flügel fahren. Ich griff zum 50 ccm Roller und drehte eine kurze Runde durch die Kleinstadt. Ich kann nicht verstehen, wieso man junge Menschen auf ein Fahrzeug setzen muss, das auf 45 km/h gedrosselt ist. Die Autos drängeln und überholen ohne Rücksicht und seitlichen Abstand. Der kleine Repsol-Flügel ging auch bergauf nimmer mindestens 39, aber das reicht halt nicht in einer Tempo 50 Zone, zu langsam um im Verkehr mitzuschwimmen. So etwas sollte das einzige Dienstfahrzeug für Verkehrspolitiker sein, dann wird das Tempolimit für diese Klasse mit Sicherheit (dolles Wortspiel in diesem Zusammenhang) schnell angepasst.

CBR600F (Goof)

Die verkleidete Hornet gibt es jetzt auch im Stefan Bradl Design. Die Goof lässt sich im großen Gang sehr zügig über die kurvigen Sträßchen fahren ohne dass die engagiert (also mit viel mehr Drehzahl und schalten) bewegte 600RR sich absetzten kann. Natürlich kann man auch die Goof mit hoher Drehzahl und fleißig schalten sportlich und noch schneller bewegen, muss man aber nicht. Wenn man zur Landstraße auch Autobahn fahren will oder muss, dann ist das eine gute Alternative zur 500er, aber der wirkliche Spaß beginnt erst jenseits des Tempolimits.

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CBR600RR

Um es vorweg zu sagen, diese 600er ist gar nichts für mich, weil ich meinen Führerschein behalten will. In jeder Situation schreit der Motor mich an: „Schneller Du Lusche!“ oder „Mehr Drehzahl!“ Auf der Landstraße braucht man nur die kleinen Gänge. Und wenn man dann auf den Drehzahlmesser guckt steht da 11 von 15, also doch wieder nur mit mittleren Drehzahlen unterwegs und die Maschine brüllt: „Gaaaas!“. Lieber nicht auf den Tacho gucken. Stärkere Charaktere können die RR sicherlich auch im sechsten bei 100 auf der Landstraße bewegen, ich nicht. Also schnell (noch ein Wortspiel) wieder zurück.

Noch eine kleine Randbemerkung: Ich gucke von oben durch die Scheibe auf den Drehzahlmesser also besser keine dunkle Scheibe nachrüsten.

F6B

Von 600 Kubik zu sechs Zylinder. Die Bagger ist die zweite große Überraschung für mich.  Während ich mir auf der Wing vorkomme, als fahre ich in einem kleinen Häuschen, ist das hier die Gold Wing für Motorradfahrer. Wenn nur das unwürdige Schalten nicht wäre. Die kleine Scheibe und wohl auch der fehlende Topcase machen einen echten Unterschied. Auf die ganze Unterhaltungselektronik kann ich verzichten, einfach schnell in den Overdrive und rollen lassen. Die Schräglagenfreiheit ist immer wieder erstaunlich, kein Vergleich mit einer VROD von Harley, die schon mit den Trittbrettern kratzt bevor man überhaupt angefangen hat eine Kurve zu fahren, braucht es hier schon eine enge Kehre um die Rasten auf den Boden zu kriegen. Ich würde an Stelle eines Schalthebels eine Wippe dran bauen und dann einfach fahren. Und fahren, fahren, fahren, fahren.

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CB1100

Alle wollten sie fahren, ich habe eine kleine Runde gedreht und muss sagen, keine Ahnung warum. Gibt mir nichts.

Fireblade

Schon seit dem #CTI11 will ich die Blade mal auf der Bahn ausfahren. Heute regnet es und es ist Stau, also wieder nichts. Im Gegensatz zur 600RR habe ich jedoch keine Probleme die Blade auch im großen Gang langsam und gemütlich zu fahren. Da wo die 600er gerast werden will herrscht auf der Blade die Gelassenheit des Überlegenen. Mit mir waren zwei 600RR unterwegs. Opfer. Die Blade ist einfach Gold.

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Fazit

Geld spielt keine Rolle aber ich habe nur Platz für ein Motorrad, welche würde ich wählen? Die CBR500R mit der geht alles und macht alles viel Spaß. Mit mehr Platz würde ich die Blade daneben stellen für die schnelle Runde oder die weiten Strecken über die Bahn. Und als nächstes die F6B für die langen Urlaube.

 

 

Der letzte Beitrag zu #Laos (vorerst)

Den Beitrag über die Ausrüstung, die in Laos den Geist aufgegeben hat, werde ich mir ersparen, damit ich mich nicht wieder aufrege.

Zum Abschluss noch einmal eine Stichwortsammlung zu #Laos

  • Nudelsuppen-Macht-Nix-Tour
  • Griesis Sturz-Fluch
  • Neue Cross Hose gleich kaputt gegangen
  • Sonnenbrille kaputt gegangen (Bügel gebrochen, Gelenk zerbröselt) hat fast 14 Tage gehalten
  • Beerlao
  • Hochzeit-Crasher
  • Überall winkende Kinder
  • Mit Schmuddel-Mädchen spielen
  • Pick-Up Party in Vientane
  • Elefantenkopf
  • Piste fahren macht Spaß
  • Überraschend wenig wilde Tiere gesehen und gehört
  • Unsere Route auf Google Maps
  • Chaos-Guide aus Thailand
  • Das kann man nicht nur essen, das schmeckt sogar
  • Deutsche Touristen sind immer noch ein bisschen mehr scheiße. Fremdschämen Galore auf dem Flughafen von Bangkog

Laos-Honda-Baja

Ich bin mit den Beiträgen über Laos noch gar nicht durch, da drängelt schon die nächstes Serie an Beiträgen in meinem Hinterkopf nach vorne. Am Freitag war ich bei den Honda Testtagen in Weibersbrunn. Dort habe ich folgende Moppeds gefahren, zu denen ich natürlich was schreiben möchte:

  • CBR500R
  • NC700X
  • Integra
  • CBR600F
  • NSC50R
  • CBR600RR
  • F6B
  • CB1100
  • Fireblade

Und dann kommt demnächst die Baja300 und zum Whisk(e)y Tasting möchte ich auch noch etwas schreiben.

Ich glaube, ich habe Fahr-Fieber

Donnerstag, mit dem Mopped zur Arbeit, dann 250km zum Vortreffen der #HondaTT13.

Freitag: den ganzen Tag viele verschiedenen Mopped gefahren, erst bei Sonne, dann im Regen.

Samstag: im Regen 220km davon die letzen 120km Landstrasse und jetzt könnte ich schon wieder.

Die Hippe wartet.

Zwei Hochzeiten und ein Vollgasfall #Laos

An dem Abend als wir ohne Gepäckwagen im Hotel ankamen gab es nicht nur Gin-Tonic sondern in unserem Hotel wurde auch noch eine Hochzeit gefeiert. Um das Hotel mal kurz zu charakterisieren, es war das beste Haus am Platz Während wir durchgeschwitzt, schlammig und staubig in der Lobby warteten fand ebendort der Empfang des Brutpaars statt. Brautpaar und Gäste waren besser angezogen und sauber.

Nachdem unser Gepäck dann angekommen war sind wir was essen und als wir wieder ins Hotel kamen war die Feier in vollem Gange und wir wurden abgefangen und in den Festsaal umgeleitet wo gegessen getrunken und getanzt wurde.

Als erfahrener mit Händen-und-Füßen-Sprecher übernahm ich die ehrenvolle Aufgabe mit dem Onkel der Braut (so habe ich es verstanden) zu trinken und zu essen während der Rest auf der Tanzfläche traditionelle Laotische Tänze lernte.Es war ein riesiger Festsaal mit geschätzten 500 Gästen, keine Übertreibung, die Braut kam aus Laos und der Bräutigam aus Thailand. Ein echtes Erlebnis das jedoch am nächsten Tag überraschend getoppt wurde.

Während der Mittagspause entdeckten wir ein abgelegenes Dorf und entschlossen uns spontan dorthin zu fahren. Gerade angekommen sprang ein Mann mit Gong in der Hand auf die „Straße“ und hielt uns an. Es war der Chef des Dorfes, der uns zur Hochzeit einlud, die gerade dort gefeiert wurde. Der volle Kontrast zur Luxusfeier am Abend vorher. Hier gab es zwar schon einige Strommasten, jedoch noch keine Leitungen. Zur Feier des Tages hatten einige der Gäste „Kriegsbemalung“ aufgelegt, Es wurden Gongs geschlagen und Trommeln und die Exoten aus Europa direkt in die Feierlichkeiten integriert und beschnapst, bevor wir weiterfahren durften.

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Mehr zur zweiten Hochzeitsfeier gibt es auch auf Rideexperience.

Foto von Matthias Haupt

Laos ist auch woanders

Wer meine bisherigen Beiträge Beiträge zu Laos gelesen hat weiß, dass ich nicht alleine in Laos war. Jochen Vorfelder von moto1203 hat einen achtseitigen Beitrag in der Ausgabe 5/2013 (jetzt am Kiosk) der Motorrad News auf Totholz.

Einen Auszug davon gibt es in echt digital auf dem Metzeler Blog Rideexperience.

Mehr Laos-Fotos von Jochen gibt es hier auf dieser Facebookseite von ihm.

Tina Meier hat auf Ihrer Website Dirtgirls.de auch etwas zu Laos geschrieben und auch von Ihr gibt es ein Album auf Facebook.

Und von mir werden auch noch ein, zwei, drei oder so kurze Beiträge kommen.

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Humorfreies joggen

Weil ich demnächst bei der Baja300 fahre, versuche ich mich ein bisschen fit zu machen und jogge hier immer ums Haus herum. Ich bin da nicht der einzige und so kam es, dass ich jemanden überholte, der mit Warnweste, Rücklicht und Stirnlampe lief. Meine Frage “ Wo ist denn Dein Airbag?“ hat er nur mit Kopfschütteln beantwortet.

Unverantwortlich: ohne Airbag joggen.