Hilfe! Ich brauche ein Kiosk-System unter Linux

Vielleicht brauche ich auch etwas anderes, als DAU bin ich da überfordert. Am besten beschreibe ich mal, was auf dem Rechner laufen soll:
1. Die Offline-Version eines Webauftritts
2. Die Offline-Version eines anderen Webauftritts
3. Adobe Digital Editions für einige E-Books
4. Ein Bildschirmschoner

Die Start-Icons zu den Anwendungen 1, 2 und 3 sollen immer sichtbar sein, damit der User immer weiß, dass es drei Anwendungen auf dem Rechner gibt.

Der Bildschirmschoner ist nur dafür da, dass etwas auf dem Monitor passiert, falls der Rechner nicht in Benutzung ist

Natürlich soll der Rechner stabil laufen, jeden Abend von einem Laien heruntergefahren werden und morgens von einem Laien wieder hochgefahren werden können.

Hat jemand von Euch dazu eine Lösung? Kann jemand von Euch so ein System (natürlich gegen Bezahlung) einrichten?

Bitte gebt die Fragen und den Link weiter, falls Ihr glaubt ihr kennt wen, der kann. Und falls Ihr Antworten habt, nutzt bitte die Kommentarfunktion oder schickt mir einen Nachricht über Twitter an:
@griesgram999
Oder per E-Mail an: griesgram[at]gmx[dot]net

Danke!

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Mopped Panne mit ADAC Fail und AmEx Win

Sonntag Nacht war ich auf dem Rückweg vom BarCamp Ruhr 3 nach Hause in die Provinz. Irgendwo bei Paderborn, ich schalte gerade vom fünften in den sechsten Gang tut es einen Knall, der Motor geht aus und ich rolle mit gezogener Kupplung und hässlich klappernden Rasselgeräuschen auf dem Seitenstreifen aus. Also gleich die die Klappe an der Notrufsäule auf und den ADAC rufen, schließlich habe ich da so eine goldenen Mitgliedskarte. Keine 90 Minuten später hält der Transporter an meiner Stelle, wir laden die Suzuki auf und steuern den nächsten Rastplatz an. Dort will der Pannenhelfer, der übrigens sehr nett und hilfsbereit war, sich die Freigabe für den Rücktransport meines Moppeds zu mir nach Hause holen, schließlich bin ich ADAC Plus-Mitglied. Als Plus-Mitglied werde ich mit meinem Motorrad nach Hause gebracht (entweder auf dem Schandwagen oder das Mopped wird später geliefert und ich kriege einen Leihwagen) ohne Plus kommt man nur bis zur nächstgelegenen Vertragswerkstatt. Nicht das ich mich bisher damit ausgekannt hätte, aber der Pannenhelfer erklärt mir die Unterschiede. Da auf meiner Mitgliedskarte ein Plus steht, mache ich mir keine Sorgen, bis der Pannenhelfer sagt: „Die Kollegin in der Zentrale sagt, Sie haben keine Plus-Mitgliedschaft mehr, die ist gekündigt. Ich kann Sie nur zur nächsten Werkstatt bringen“ Ich habe nichts gekündigt, also ruft der Pannenhelfer noch mal an und gibt mir das Telefon, damit ich mir der Call-Center-Kollegin reden kann. Ergebnis des Gesprächs: Meine Plusmitgliedschaft ist gekündigt, mehr kann sie in Ihrem System nicht erkennen, ich solle morgen während der normalen Geschäftszeiten noch mal anrufen, bis dahin könne ich zusehen wie ich nach Hause komme. Das ist genau der Service-Gedanken und die Hilfsbereitschaft, die ich vom Call-Center einer Pannenhilfe nicht erwarte. Sieh zu, dass Du Dir selber hilfst, ruf morgen noch mal an. Und jetzt lass mich in Ruhe.

ADAC – Fail!

Dass es auch besser geht, habe ich kurz darauf erfahren. Glücklicherweise fiel mir ein, dass bei meiner American Express Karte auch ein Versicherungspaket inklusive ist. Damit habe ich mich nie beschäftigt, keine Ahnung, was da alles drin ist, aber ich kann ja mal anrufen und fragen. Also erkläre ich, mittlerweile an irgendeiner Suzuki-Werkstatt mitten in der sonntäglichen Nacht (23:45 Uhr) mitten in Paderborn (also gefühlt mitten im Nirgendwo) meine Situation und frage, ob man bei AmEx etwas machen könnte. Die freundliche Dame im AmEx-Callcenter hört mich an, und sagt etwas in der Art wie: Oh, das tut mir aber leid, was Ihnen da passiert ist (irgendwas in der Art konnte der ADAC nicht sagen) ich werde Sie mit der Abteilung für Versicherungsleistungen verbinden.“ Ja, ich weiß, das liest sich jetzt als sei das der Auftakt zu einer Zuständigkeit-Odyssee in einer Behörde, aber so war es nicht. Dieser Kollegin musste ich nichts mehr erklären, sie wusste bereits, worum es ging und sagte zu mir: „Ich werde prüfen, auf welche Leistungen Sie Anspruch haben. Kann ich Sie zurückrufen?“ Natürlich war zu diesem Zeitpunkt mein Akku am Handy fast leer, wenn schon Probleme, dann schon alles auf einmal. Also Antworte ich mit: „Ich schätze, mein Akku hat noch für 15 Minuten Strom, wenn Sie es bis dahin schaffen, wäre es toll“, und gebe meine Nummer durch. Wenige Minuten später klingelt mein Handy, AmEx ist dran (es tut mir wirklich Leid, dass ich den Namen der Dame nicht behalten habe) und sagt mir. Wir haben für Sie einen Mietwagen reserviert, am Flughafen Paderborn. Nehmen Sie sich ein Taxi und fahren Sie dort hin, die Taxi-Kosten übernehmen wir auch.“ Kurz darauf, ich sitze bereits im Taxi, meldet sich die Mitwagenfirma bei mir und die Mitarbeiterin sagt: „Ich komme ein wenig nach Ihnen am Flughafen an, machen Sie sich keine Sorgen, es ist alles geregelt.“

Vielen Dank AmEx!

P.S. Natürlich wollte ich am heutigen Montag während der normalen Geschäftszeiten meinen Mitgliederstatus mit dem ADAC klären, erreiche aber niemanden sondern alle Leitungen sind entweder belegt oder ich höre die Durchsage „Bitte drücken Sie die 1“ (was auch immer das soll). Drücke ich auf die 1, wird die Verbindung beendet.

ADAC – Fail 2

Mit dem Mopped nach München

Ich muss zugeben, ich hatte schon bessere Ideen, zumindest hatte ich schon Ideen, die mir eine angenehmere Zeit bescherten als diese: am letzten Samstag, dem Tag an dem der Winter zurückkam, mit dem Mopped nach München fahren. Die 525 Kilometer Autobahn, die mir Google auswarf sind ohne Schneeregen keine Erwähnung wert. Am Samstag hat es jedoch geschneit, oder es war Stau. Oder beides.

Es ist nicht die Temperatur, die bei Schneefall natürlich deutlich niedriger ist als die, die man gemeinhin als ideales Fahrwetter bezeichnet, dagegen kann ich mich warm anziehen. Es ist die fehlende Sicht, wenn die Schneeflocken sich auf dem Visier niederlassen, die den Fahrspaß und die Sicht hemmen. Hinzu kommen noch die Salzmengen, die auf dem Asphalt liegen und von den vorausfahrenden Autos aufgewirbelt werden. Gesalzenes Wasser ist nicht gut für die Sicht. Ich bin die ersten 175 Kilometer praktisch einhändig gefahren, mit der Linken habe ich ständig Scheibenwischer gespielt. Als Autofahrer kann man sich wohl schwer vorstellen, wie schlecht die Sicht ist, ohne Wischwasch-Anlage. Wenn dann erst einmal die ersten Schneeflocken und Wassertropfen anfangen auf dem Visier festzufrieren hilft wenig, dann muss das Visier hochgeklappt und offen weitergefahren werden, zumindest bis auf dem nächsten Parkplatz die Gelegenheit zum Kratzen kommt.

Die zeitweise arg eingeschränkte Sicht hat mich dazu gezwungen, auf der rechten Spur und ziemlich langsam zu fahren. Ich habe mir also einen LKW gesucht und mich an ihn „festgehalten“; will sagen, ich bin immer mit soviel Abstand wie möglich gefahren, aber so, dass ich ihn, bzw. seine Bremslichter, noch erkennen konnte aber nie mit zu viel Abstand, so dass sich kein PKW in meinen Sicherheitsabstand drängen konnte.
Das war ein guter Plan und er hat auch ziemlich gut funktioniert, bis auf einmal, wo einer der Sonntagsfahrer, der einen Tag zu früh unterwegs war, sich, natürlich als der Schneefall am dichtesten und die Sicht am schlechtesten war, dazwischen quetschte; vielleicht fünf Meter vor mir. Kaum auf meiner Spur passierten zwei Dinge; erstens, der PKW bremste, zweitens, der Schnee vom PKW-Dach löste sich und verwandelte meine Aussicht in eine weiße Wand.

Das letzte was ich also sehe sind Bremslichter und dann nur noch Weiß. Keine Ahnung, ob er vor mir eine Notbremsung macht und ich gleich auffahre oder was überhaupt vor mir passiert. Also mache ich zwei Dinge gleichzeitig, Linke Hand vom Lenker und für Sicht sorgen (Visier aufreißen) sowie mit Rechts bremsen. Natürlich zu stark, das Vorderrad rutscht und klappt ein bisschen ein. Bremse lösen um den Sturz zu vermeiden ist der nächste Reflex. Zwei drei Schlenker später hält die gute Suzuki wieder die Spur und ich sehe vor mir nur noch den LKW, der PKW ist weg. Bastard! In diesem Augenblick wünschte ich mir eine Boden-Boden-Rakete

Als ich wenige Kilometer später die nächste Tankstelle ansteuere und auf dem angefrorenen Verzögerungsstreifen vorsichtig und langsam fahre, hatte ich meine nächste, und glücklicherweise für diese Fahrt letzte Begegnung mit einem Volltrottel in Dose. Dem fuhr ich wohl nicht schnell genug, so dass er mich auf meiner Spur mit gefühlten 5 cm Seitenabstand überholte. Es waren in Wirklichkeit wohl bestimmt 20 cm. Der Fahrer dieses dunklen Golf konnte von Glück sagen, dass vor mir an der Zapfsäule drei dunkle Golf standen und sein Nummernschild nicht erkennen konnte. Nein, angeschrien hätte ich ihn nicht. Und immer noch keine Boden-Boden-Rakete.

Zu diesem Zeitpunkt war der Schneefall wirklich stark und die zwei letzten Begegnungen mit komplett überforderten Autofahrern haben mich darüber nachdenken lassen, ob es wohl eine gute Idee wäre, umzukehren. Einen Cappuccino später war der Schnee jedoch Sonnenschein gewichen  (jedenfalls für einige Kilometer) und ich konnte frohen Mutes, und kurzzeitig ohne Wischarm, weiter fahren. Trotzdem brauchte ich bis München ca. siebeneinhalb Stunden, Schnee und Staus sei Dank.

Die Rückfahrt dagegen war ein Hochgenuss: Sonnenschein!