Mein eigenes Radio

Ich bin ganz und gar kein Weihnachtsfreund. Ebenso wie Karneval wird hier eine vom Kalender diktierte Befindlichkeit von alle Ecken der Bevölkerung als ureigene Stimmung empfunden. Damit kann ich nix anfangen.

Wie bei Karneval gibt es auch speziell auf die gerade verodnete Stimmung zugeschnittene Musik, die einem dann aus alles Laufsprechern und auf allen Sendern entgegen tönt. Wenn die Lieder wirklich so gut wären, dann könnte man sie das ganze Jehr über spielen. 

Glücklicherweise konnte ich dieser schlechten Musik ziemlich gut entgehen und das, obwohl im Auto mangels CD-Spieler immer das Radio an habe. Kein Last Christmast für mich dieses Jahr! Aber am 24. gab es dann nur noch Weihnachts-Popsongs in Doppel-Kitschstufe auf allen Sendern. Zeit für mich, den UKW-Sender des Handys auszuprobieren.

Tolle Sache, die Musik, die ich als mp3 auf meinem Handy hatte wurde direkt auf Radio gesendet. Kein Kabel stecken kein gar nichts, nur die richtige Frequenz im Radio einstellen und das wars. #Yeah!

Und ich konnte wieder mal feststellen, ich habe einen guten Geschmack, die Lieder aus dem Radio waren alle gut.

 

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Fahren auf Eis und Schnee

Gestern Abend bin ich über die Autobahn vom Ruhrgebiet bis in die Provinz gefahren. Schnee und Eis gab es satt. Dabei ist mir folgende Erkenntnis gekommen:

Wenn an Deinem 45PS Corsa im fünften Gang bei 80 bergauf die Räder durchdrehen bedeutet dass:

A) Du bist zu schnell, denn Lenken und Bremsen ist nur in geringem Maße möglich, wenn es Wirkung zeigen soll und man dabei noch die Kontrolle behalten möchte.

B) Du bist zu langsam, schneller macht mehr Spaß

 

Frühstück auf dem Balkon

Eigentlich wollte ich keinen Balkon, aber die neue Wohnung hat einen. So einen richtigen Balkon mit Aussicht und nach Süden raus.

Heute habe ich ihn zum ersten Mal genutzt. Tee gekocht, Müsli gemacht, Decke geschnappt und einen Stuhl rausgestellt. Im Wohnzimmer Sarah Noni Metzner angestellt und den schönen Sonnenschein und die Kälte genossen. Der laue Wind hat vom Dach einzelne klitzekleine Schnee-Kristalle herunter geweht die in der Luft getanzt haben und im Sonnenschein glitzerten.

Es war wirklich sehr kalt, der Tee hörte rasch auf zu dampfen und war schnelle in Eistee. Die Müslischale war mit den gestrickten Handschuhen nicht gut festzuhalten und auch der Löffel rutsche fröhlich in der Hand herum. Mir fehlt ganz klar ein kleiner Tisch auf dem Balkon für solche Aktionen.

Die Balkontür habe ich aufgelassen, um die Musik hören zu können, also wer es bei meiner Rückkehr ins Wohnzimmer auch nicht sehr viel wärmer als auf dem Balkon, aber jetzt bin ich wieder warm, ein zweiter Tee hat geholfen, drinnen blieb er auch warm bis ich ihn ausgetrunken hatte.

Aber es war schön, ich habe es genossen. Vielleicht ist ein Balkon doch ganz nett.

Unfall auf der A44

Unfälle auf der Autobahn habe ich in den letzten Wochen öfter gesehen, meistens waren Sie schon ein paar Minuten alt oder noch länger her. Ärgerlich sind dann immer die Gaffer, die langsam an den demolierten Autos vorbei fahren um besser, oder genauer länger, beobachten zu können.

Heute hat es auf der A44 nur 300 Meter vor mir geknallt. Im Dunkel konnte ich nur einige Bremslichter aufleuchten sehen, die sich ein wenig anhoben, ein untrügliches Zeichen für eine Notbremsung. Kurz darauf zogen alle Autos nach rechts und schalteten die Warnblinkanlagen an. 300 Meter weiter konnte ich dann einige Autos auf dem Standstreifen und der rechten Fahrspur stehen erkennen, eines davon ziemlich ramponiert. Ca. 150 Meter weiter eierte ein Kleintransporter mit Warnblinkern an auf den Standstreifen. Da an der Unfallstelle schon die ersten Menschen neben den Autos standen entschloss ich mich weiterzufahren und erst beim Kleintransporter zu halten um zu sehen ob auch dort Hilfe benötigt wird.

Der Transporter war vorne rechts ziemlich ramponiert, ich hielt an, stieg aus und ging auf den Transporter zu. Auf der Beifahrerseite stieg eine junge Mutter aus mit einer ca. 5 Jahre alten, weinenden Tochter im Arm. Der Fahrer blieb erstmal sitzen. Auf meine Frage ob jemand verletzt sei kam glücklicherweise ein „Nein“. Gut so, denn ich hatte den Erste-Hilfe-Kasten natürlich im Auto gelassen, statt ihn sofort zu greifen. Ich wurde gebeten die Polizei anzurufen, der Fahren hatte sich auch wieder so weit gesammelt dass er aussteigen konnte. Also: per 110 mit der Polizei gesprochen und den Unfall gemeldet. Dabei fiel mir auf, dass ich gar nicht genau sagen konnte, wo der Unfall war, Wie hieß noch mal die letzte Ausfahrt? Keine Ahnung. Sind die Zahlen auf den Leitpfosten die Kilometerzahl? Keine Ahnung. der Polizist am anderen Ende der Leitung wollte mich mit der Autobahnpolizei verbinden, dort war jedoch besetzt.

Als die Lage vor Ort geklärt war gab ich der Mutter meine Reflektorweste und leuchtete den Transporter ab, der verlor eine Flüssigkeit, glücklicherweise kein Benzin. Also ging ich nach hinten zu den anderen Unfallautos. Natürlich immer noch ohne Erste-Hilfe-Kasten und fragte dort nach, ob jemand verletzt sei, war aber glücklicherweise auch nicht, also zurück zum Transporter. Dort hatte sich das Kind beruhigt oder wurde von den Eltern beruhigt. Wir haben uns dann ein wenig unterhalten, um den Stress abzubauen und ich schenkte der Kleinen die Kekse, die ich von Muttern mitgebracht hatte und wir warteten auf die Polizei. Weitere Hilfe war nicht nötig, und so konnte ich dann weiter fahren.

Wieder was über mich selbst gelernt. Ich dachte immer ich wäre in solchen Situationen abgeklärt und würde sofort richtig reagieren, dass ich jedoch den Erste-Hilfe-Kasten im Auto lasse wenn ich helfen will, war wohl nicht so schlau. Beim nächsten Mal denke ich dran. Hoffe ich. Und weiß dann auch besser, wo ich gerade bin, schließlich kann ich das ja bei Google Maps mit GPS sehen.

 

Schnelle Weihnachtsfeier

Das wars schon.

Ich bin gar kein Weihnachtsfreund, aber auch kein Weihnachtsfeind. Die Zeiten, in denen ich mit einem „Weihnachts- und Spinat-Feind“ T-Shirt herumgelaufen bin ist schon lange vorbei. Heute mag ich Spinat.

Was aber eigentlich sagen wollte; zu dieser Zeit gibt es ja immer Weihnachtsfeiern, so auch heute in der Firma. Mit tollen Kollegen kann so eine Feier ja auch mit dem Weihnachts-Thema ein toller Abend werden und keine krampfige Angelgenheit. Bisher hatte ich immer Glück und auch entsprechende Firmen gehabt, an denen die Feier dann dann bis in die Puppen gingund ein toller Abend war. Mit den neuen Kollegen hatte ich ähnliches erwartet. War aber nicht so, denn nach knapp zwei Stunden war schon alles vorbei und ich war einer der letzten. Komisch, ich hatte da mehr erwartet.