Überholwut in der #MotoGP

Heute Morgen wurde auf Phillip Island in Sydney, Australien, passend zum Frühstück ein spannender MotoGP Lauf (Ergebnis hier bei Motorsport Total) gefahren.

Es war eng und weil es so eng war wurde auch viel überholt. Richtig viel. Um genau zu sein: die Top 7 haben insgesamt 73 mal überholt in 25 Runden.

Das hat jedenfalls die TV Journalistin Tammy Gorali gezählt und per Twitter geteilt. Im Einzelnen waren es:

  • Rossi: 18
  • Zarco : 15
  • Vinales: 10
  • Ianone: 9
  • Miller: 8
  • Marquez: 7
  • Crutchlow: 6

Die meisten Überholmanöver gab es in den Runden 3 (5 plus eine Berührung) und 25 (5, davon 3 von Iannone).

Gleich kommt Formel 1, mal gucken, ob da auch jemand überholt 😀

P.S.
Hier die direkten Links zu den Tweets, die auf englisch sind und noch zusätzliche Informationen enthalten.:

https://twitter.com/tammygorali/status/922128467696734209

https://twitter.com/tammygorali/status/922129113367896064

https://twitter.com/tammygorali/status/922129431552028673

https://twitter.com/tammygorali/status/922130066435387392

https://twitter.com/tammygorali/status/922130520837951488

https://twitter.com/tammygorali/status/922131109063856128

https://twitter.com/tammygorali/status/922131587847917568

https://twitter.com/tammygorali/status/922132217001926658

https://twitter.com/tammygorali/status/922133527847735297

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IDM vorbei Teil 2 – Der DMSB

Das ist ein Update zu meiner gestrigen Meldung zum Ende der IDM, die sich auf eine Pressemeldung des IVM bezieht.

Update

Der DMSB hat sich auf seiner Website geäußert und zeigt sich überrascht von der Entscheidung des IVM.

Der DMSB

Der DMSB – Deutscher Motor Sport Bund e.V. ist der für den Motorsport in Deutschland zuständige Dachverband und übt die Sporthoheit für den Automobil- und Motorradsport aus. Der DMSB ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie in den internationalen Motorsportverbänden FIA, FIM und FIM Europe.

So steht es auf deren Website.

Oscar - Quelle PinterestMir als Außenstehendem verschließt sich, was genau der DMSB bei den Rennserien macht, daher habe ich ihn ursprünglich herausgelassen. Jedoch: Ohne DMSB gibt es keine IDM.

Rennserien ohne DMSB gelten als „wilde“ Rennen oder auch als lizenzfrei. Ohne Fahrer-Lizenz (die gibt es beim DMSB) darf ein Fahrer nur an solchen wilden Veranstaltungen teilnehmen. 

Der DMSB wird in Foren, Fahrerlagern und manchen Websites schon länger kritisiert, ob solche Kritik hinter den Kulissen auch vom IVM (oder dem Action Team, dass sich bisher ruhig verhält) geäußert wurde weiß ich nicht. 

Auffällig

Der IVM hat den DMSB in seiner Pressemeldung nicht erwähnt und auch keine konkreten Gründe genannt, warum „kein tragfähiges Konzept für eine Fortführung“ der IDM gefunden werden konnte.
Ebenso auffällig ist, dass der DMSB anscheinend nicht im Vorfeld informiert wurde und erst „aus der Zeitung“ erfahren hat, dass der IVM aussteigt und diesem nun eine Schuld zuweist. Die Pressemeldung hätte auch auf diese Schuldzuweisung verzichten können.
Dabei möchte ich nicht verschweigen, dass der DMSB am Ende seiner Medlung noch darauf hinweist, dass die IDM möglicherweise weitergehen könnte.

Was bedeutet das

Wie oben bereits angedeutet ist dieser ganze sportpolitische Bereich etwas, womit ich mich gar nicht auskenne. Vielleicht ist das Auftakt eine großen Eskalation an derem Ende eine neue IDM herauskommt oder auch nur das endgültige Ende der IDM.
Ich könnte jetzt seitenlang hoffen, wünschen und spekulieren, was die weitere Zukunft bringt, lass es aber.
Aktuell scheint es so, als sei der Motorrad-Rundstreckensport der große Verlierer, und das ist schade.

 

 

IDM vorbei

Die diesjährige IDM Saison war wohl die letzte.
Das verwundert mich ein bisschen, ich hatte damit gerechnet, dass der Neustart länger durchhalten würde. Erst diese Saison und so ziemlich auf den letzten Drücker hat das Motorrad Action Team die Promotion übernommen.

Oscar Quelle Pinterest

Quelle Pinterest

Warum Europas größte Mopped-Zeitschrift (deren Eigenwerbung) und der Industrieverband Motorrad (dort sind mindestens die vier großen Japaner und BMW aktiv) es nicht auf die Kette kriegen, eine Meisterschaft zu organisieren, verschließt sich mir. Wenn jemand in Deutschland ein Interesse daran haben sollte, dass es eine solche Rennserie gibt, dann die Motorrad-Industrie und die Motorrad-Medien (plus eventuell noch die Betreiber der Rennstrecken, die nicht DEKRA-Testgelände werden).

Interessant ist, dass die erste Reaktion auf die Pressemeldung des IVM zum Ende der IDM auf den Facebook-Seiten von Fastbike stattfinden und bis jetzt ( Montag 21:00) nichts bei der Motorrad oder auf den IDM-Seiten (Web und FB).

Die einzige Stimme,von einem Beteiligten, die ich finden konnte ist von Michael Galinksi (ex-Rennfahrer und Chef eines IDM Teams): 

Eine Aussage, gerne, es ist sehr schade das trotz enorme Summen die von den Importeuren und Hersteller geflossen sind kein tragfähiges Konzept für das kommende Jahr gefunden wurde.

Es liegt aber auch an der deutschen Mentalität, anstatt zu unterstützen und wenn es als Zuschauer ist, wird nur über alles hergezogen.

Darüber hinaus hatte das Action Team die Möglichkeit Sponsoren zu suchen und neue Konzepte zu entwickeln, aber es wurde nicht über den Tellerrand hinaus geschaut und nur versucht Geld zu verdienen ( was auch ok. Ist, den Sport aber nicht weiterbringt)

zum Schluss noch eins….. auch die

Auch von den Fans der Serie gibt es keine Reaktionen auf den Facebookseiten die sich um die IDM kümmern (hier, hier oder hier).

Ich hoffe, dass die Teams und Rennfahrer, die von dem Sport leben im nächsten Jahr woanders fahren können.

>> Update <<<

Auf Facebook bekam ich den folgenden Kommentar:
Dies war zu erwarten.Nachdem insgesamt 19 Läufe zur Deutschen Meisterschaft auf uterschiedlichen Rennstrecken veranstaltet wurden, Flugplatz Mühlhausen ( mit zahlenden 14500 Zuschauern) Lagerlechfeld ,Salzurgring und Red Bull Ring, war die Fehlentwicklung nicht mehr zu stoppen.Die IDM wurde vorbei am Markt und den Marktinteressen geplant.Erst hin zu eine Fahrer und Industriefinanzierten Serie, dann doch wieder zu einer über zumindest von den Zuschauern finanzierten Serie.Die Kosten der Rennstrecken waren nicht zu verdienen, obwohl Salburgring an die Grenzen der Belastbarkeit gegangen sind.Der Red Bull Ring hat gesponsert.Der Anspruch der IDM an sich selbst war übersetzt, zudem ein falsches technisches Regelwerk.Die Bremsanlagen waren nicht ausreichend für die erzielte Motorleistung, so dass der Salzburgring herausgenommen werden mußte, da die Bremsen der SB zuviel Fading zeigten.Der Anspruch der Fahrer stieg und stieg, wobei mangels Marktakzeptanz die zahlenden Zuschauer zurückgingen.Sportlich zu Teil sehr gut,aber eine Fehlentwicklung.Um einen IDM Lauf zu veranstalten müssen in etwa 350.000 Euro eingenommen werden.Woher soll dieses Geld kommen? Es setzt voraus 10.000 zahlende Zuschauer, nicht irgendwelche Phantomzuschauer,,ca 100.000 Startgelder, setzt vernünftigerweise 300 Starter voraus und 50.000 Zuschuss der Industrie.Es gibt aber keine 300 Start so dass das Startgeld auf ca 800 Euro erhöht werden mußte.Jetzt beginnt der Teufelskreis ,immer weniger Fahrer können sich dies leisten.Eine Chance auf die Zukunft wird nur bestehen, wenn die Rennen einen Bruchteil von den bisherigen Kosten verursachen werden.Permanente Rennstrecken sind zu teuer, es bleibt ein back to the roots, nämlich Flugplätze( etwas übertrieben).Pressebüros die am Wochenende 5000 Euro an Kosten verursachen, Fahrerlagerstrom in der Größenordnung von 20.000 Euro sind einfach nicht mehr finanzierbar.Gleichfall eine Müllentsorgung von bis zu 15.000 Euro sind nicht mehr darstellbar.Es hat mir 25 Jahre lang Spass gemacht, wobei ich für die Zukuft dem deutschen Strapenrennsport viel Glück wünsche.

>> / Update <<<

Bol D’Or 2017

Nein, keine neue Retro-Honda mit altem Namen, sondern das 24h Rennen auf dem französischen Circuit Paul Ricard.

Bol D'Dor Logo

Ich mag Langstreckenrennen bei Moppeds und auch bei Autos. Daher freut es mich, dass die Weltmeisterschaft bei den Moppeds auch hierzulande prominenter zu werden scheint. Es werden immer mehr Fahrer, die auch in der IDM unterwegs sind zuletzt hat Team “Voelpker NRT48 Schubert-Motors by ERC” zwar nicht den Namen eingekürzt, aber den Aufstieg in die große Klasse gewagt.
Große Klasse bedeutet in diesem Fall EWC. Dort gibt es mehr technische Freiheiten als bei den SST, was nicht unbedingt zu schnelleren Rundenzeiten führt, aber die Radwechsel extrem beschleunigt. Sie stehen am Start auf Platz zehn.

Auf den ersten vier Plätzen stehen: Kawasaki SRC, vor Yamaha YART, Honda TSR und Suzuki SERT, die schnellste BMW auf Platz 7, Hertrampf-Racing stellt die schnellste Ducati auf Platz 29 und zuletzt steht auf dem 59 und letzten Startplatz noch die einzige Aprilia. –> Die komplette Startaufstellung als PDF

Gestartet wird am Samstag um 15:00 Uhr und das Rennen wird 24 Stunden später am Sonntag um 15:00 wieder abgewunken, dann wissen wir, wer den ersten Lauf der neuen Saison gewonnen hat.

Ich bin leider unterwegs und werde das Rennen nur via Twitter (#FIMEWC) verfolgen können.

Die World Superbikes in der Krise #WSBK

Wolrd Superbike LogoDie Superbike Weltmeisterschaft (#WSBK) ist in einer Krise. Mir ist das nicht aufgefallen. Ich denke, wenn eine Rennserie gleichzeitig auf zwei Free-TV-Kanälen (Eurosport und Servus) übertragen wird, kann es gar nicht so schlecht sein. 

 

Auf GPone.com werden die fast leeren Media-Center als Problem identifiziert. Und das leuchtet mir ein. Je mehr fachfremde Medien berichten, umso weiter ist die Krise weg. Leere Mediacenter sind also eine verdammt schwere Krise.
Die Lösung ist demnach: die Mediacenter und Medien voller Journalisten zu kriegen. Der Weg dorthin muss nur noch gefunden werden.

Mehr Spektakel

Die Lösung, die in zahllosen Artikeln von Profis lautet: “Mehr Spektakel”, womit meistens mehr Feindschaften unter den Fahrern auf persönlicher Ebene gemeint wurde.
Ich nehme a,n die Autoren dachten dabei an die großen Medienfeindschaften wie: Beatles gegen Stones. Fans der einen Band hassen die anderen. (ich schätze, die meisten Autoren kommen aus der Zeit). Oder moderner und aus dem Motorradsport: Marquez gegen Rossi. Als das richtig hochgekocht war, rechneten die Veranstalter der MotoGP Rennen mit Schlägereien zwischen den Fans der jeweiligen Fahrer.

Die Vermutung, die Massen und die Medien seien nicht an den Rennen interessiert sondern am Spektakel iteressiert, liegt sehr nahe. Wenn ich in die Berichte gucke, sehe ich Promis in der Startaufstellung, Grid Girls und eine Sammlung an möglichst spektakulären Stürzen aus vielen verschiedenen Kameraperspektiven. Alles davon interessiert mich nicht.
Da fällt mir ein, dass die Bild, als eines der wenigen Nicht-Motorrad-Medien, jedes Jahr über die Isle of Man TT berichtet, mit Schlagzeilen wie:
Wieder Tote – verbietet diesen Wahnsinn! 

Was mir gefällt

Mir gefallen Szenen besser, in denen sich alle Fahrer nach dem Rennen miteinander über ein tolles Rennen freuen.

Oder um wieder zur #WSBK zurückzukommen: Wenn Johnny Rea seine Auslaufrunde unterbricht um sich zu erkundigen, wie es Chaz Davies geht.
In der in der letzten Runde des ersten Laufs in Misano 2017 kämpften Johnny und Chaz um den Sieg, zwischen beiden lagen nur wenige kurze Meter, 0,1 Sekunden. Chaz liegt vorne und stürzt, JR kann nicht ausweichen und kommt ebenfalls zu Fall. Der Sieg ist Futsch. JR kann wieder aufsteigen und ins Ziel fahren. Chaz nicht, er wird an der Strecke von den Sanis behandelt. Als JR an die Stelle des Sturzes kommt sieht er, dass Chaz’ Mopped noch da ist und direkt daneben steht der Krankenwagen. Er fährt direkt dorthin um sich bei Chaz zu erkundigen, wie es ihm geht. Beide Fahrer sind keine Freunde abseits der Strecke, sondern eher das Gegenteil, sagt man.

Ich verstehe natürlich, dass sowas nicht gegen ein Promi-Minirock-Sturz-Potpourri ankommen kann, die mir nicht gefallen.

Formel 1

Ich werfe mal einen Seitenblick zu den Autos. Die Formel 1 fand mal unter Ausschluss der Medien in Deutschland statt. Dann hat RTL die Rennen ins TV geholt, und nichts hat sich geändert.
Erst als Michael Schumacher am laufenden Meter Rennen und Weltmeisterschaften gewann, wurde auch auf anderen Sendern und in Zeitungen und Zeitschriften über Schumacher berichtet. Die Formel 1 wurde nur im Nebensatz thematisiert, kroch über die Zeit aber so weit ins Medienbewusstsein, dass die Rennergebnisse heute sogar in den Radionachrichten kommen.
Auf einmal hatten auch andere deutsche Fahrer die Möglichkeit in der Formel 1 mitzufahren. In den Jahrzehnten vor Schumacher saßen deutsche Fahrer nur sehr sehr selten in einem erfolgversprechenden Cockpit. Der Grund für die Änderung war, dass deutsche Fahrer jetzt Sponsorengelder mitbringen konnten. Und das konnten sie, weil auch jenseits der Auto- Motorsportpresse über die F1 berichtet wurde, sie war ein medienübergreifendes Thema.

Fazit

Mehr Spektakel das für Überschriften der Bild sorgt, will ich nicht. Was mir gefällt, wollen die anderen nicht. Und selbst wenn ein deutscher Serienweltmeister in der #WSBK in Deutschland wahrgenommen würde (was ich sehr bezweifel), wäre das nur ein lokales Phänomen, das die weltweite Krise nicht lösen würde.

Die Suche nach einer Lösung muss also weiter gehen. Vielleicht fällt mir zu diesem Thema noch ein zweiter Teil ein. Eure Ideen könnt Ihr gerne als Kommentar hinterlassen.

Speedway – wilder Motorsport

Auf Youtube werden dieses Jahr die Rennen der Speedway Weltmeisterschaft (#SpeedwayGP) übertragen. Der Livestream hat einen englischen Kommentar.
Letzten Samstag gab es zwischendurch (als ich mal kein Vollbild an hatte) habe ich geguckt: 5.808 Zuschauer. Das ist natürlich wenig, andererseits hat der Kanal FIM Speedway Grand Prix auch nur 10.000 Abonnenten. Das ist für die gebotene Show eindeutig zu wenig, also möchte ich hier jeden auffordern, den Kanal zu abonnieren und sich einmal 23 Rennen anzusehen.

Warum 23 Rennen?

Ein GP besteht aus 23 Rennen, die alle an einem Abend gefahren werden. In den ersten 20 Rennen fährt jeder der 16 Fahrer gegen jeden. Rennen 21 und 22 sind die halben und das 23. Rennen ist das ganze Finale. Der Sieger des Finales ist der Sieger des GP, muss jedoch nicht der Fahrer sein, der die meisten WM Punkte bekommt.

Die Punkte Wertung

Für jeden Lauf gibt es Punkte, drei für den Sieger, zwei für den Zweiten, der Dritte bekommt einen Punkt und der Vierte und Letzte: Null. Die acht Fahrer, die in den 20 Vorläufen die meisten Punkte erzielt haben sind für das Halbfinale qualifiziert. Die zwei Schnellsten von diesen Läufen fahren im Finale gegeneinander. In den Halbfinale und im Finale gibt es ebenfalls 3,2,1 und 0 Punkte.
Wer am Ende der Saison die meisten Punkte gesammelt hat ist Weltmeister.

Die einzelnen Läufe

Es fahren jeweils vier Fahrer vier Runden (in der #SGP zwischen 272 m und 387,7 m lang) gegen den Uhrzeigersinn, nach ca. 60 Sekunden ist der Lauf entschieden. Die Rennen sind, bei der Kürze wenig verwunderlich, meistens sehr eng, besonders in der ersten Kurve geht es immer zur Sache. Die Moppeds werden in wilden Driftwinkeln durch die Kurven geprügelt, wobei gute Strecken den Fahrern sehr unterschiedliche Linien ermöglichen.
Nehmt Euch zwei Minuten Zeit und guckt Euch das Video vom 2017er Finale in Malilla, Schweden an:

Die Moppeds

Luftgekühlte 500ccm Einzylinder im Starrahmen verbrennen Methanol und werden von Rizinusöl geschmiert. Die Moppeds haben aus Sicherheitsgründen keine Bremsen (ein Satz, der viel zu gut ist, um ihn nicht zu schreiben) und nur einen Gang. Einen Schönheitspreis werden diese Maschinen bei mir nicht gewinnen, aber dafür gibt es ja Falttrack.

In Deutschland

Am 9. September 2017 findet der Deutsche GP in 17166 Teterow statt. Freunde des Vor-Ort-Guckens können ab 15 Euro dabei sein. Kai Huckenbeck wird als Wildcard-Fahrer gegen die Weltelite antreten, die beiden Reserve-Fahrer sind Tobias Kroner und Mathias Bartz. Möglicherweise wird auch Martin Smolinski am Kabel ziehen, wenn er einen der verletzten Dauerstarter vertritt, so wie letzten Samstag. Dass wären dann vier deutsche Fahrer, dass sind drei mehr als in der MotoGP.
Ich werde mir das Rennen im Stream ansehen.

Viel mehr

Es gibt natürlich nicht nur die Speedway GPs sondern noch viel mehr verwandte Veranstaltungen, Wettbewerbe und Disziplinen: Langbahn, Nationale Ligen, Best of Pairs, Eisspeedway, Flattrack, Grasbahn und und und.

Die Offizielle Website bietet unter anderem eine gute Regelübersicht (die Sprungmarke führt Euch ins untere Drittel, also vergesst nicht, auch nach oben zu scrollen). 

 

Marc Marquez – keine überragende Taktik in Brno #MotoGP

Ich gucke gerade MotoGP und sehe im Vorbericht eine Zusammenfassung des Laufs in Brno. Das Rennen wurde von allen Fahrern mit Regenreifen gestartet. Die Strecke trocknete ab und daher wechselten alle auf Slicks, Marquez (#MM93) als erster, mindestens eine Runde vor den anderen und am Ende gewann er das Rennen mit deutlichem Vorsprung. Weil Marquez gewonnen hat, sprechen jetzt alle Journalisten (auch diejenigen, die das ganze Rennen gesehen haben) von einer taktischen Glanzleistung. Ich nicht.

Mehr Glück als Plan

Marquez startete das Rennen mit den weichen Regenreifen, die anderen Top-Piloten wählten die harte Version. Marquez Reifenwahl war falsch, denn sein Reifen baute schnell ab und er verlor Positionen, er wurde nach hinten durchgereicht. Wäre er eine weitere Runde auf den falschen Reifen gefahren, hätte er viel Zeit auf die Spitze verloren, also musste er an die Box und auf Slicks wechseln. Er hatte keine Wahl.
Ich behaupte: hätte er sich am Start für den richtigen Reifen entschieden, hätte er später gewechselt.

Eine taktische Meisterleistung

Jonas Folger (#JF94) ist in der gleichen Runde wie #MM93 zum Wechsel gefahren. Im Gegensatz zum Weltmeister hatte der Rookie jedoch den richtigen Regenreifen aufgezogen, seine Rundenzeiten bauten nicht ab, er musste nicht wechseln – er wollte. So gesehen ist es doppelt schade, dass sein Team noch nicht fertig war, und Jonas unverrichteter Dinge durch die Boxengasse fahren musste.

Hätte, hätte Tech3 Sieg

Oscar - Quelle PinterestStellt Euch vor, Jonas’ Tech3 Team hätte das Mopped fertig gehabt, dann wären Jonas und Marc direkt hintereinander mit Slicks auf die Strecke gekommen.
Und stellt Euch jetzt noch vor, Marc hätte am Start die richtigen Reifen aufgezogen, dann wäre er frühestens eine Runde nach Jonas an die Box gekommen, als Jonas schon ganz weit weg gewesen wäre.