Fehlende Sicherheitstechnik im Auto

Für Autos gibt es verdammt viele technische Helferlein – von denen die meisten gegen Geld extra gekauft werden müssen – die für immer mehr Sicherheit sorgen sollen.

  • ABS
  • ESP
  • Abstandsradar
  • Notbremsassistent
  • Totwinkelassistent
  • Verkehrszeichenerkennung
  • Fahrspurassistent
  • Nachtsichtmonitor
  • Müdigkeitssensoren
  • Ihr dürft die Liste in den Kommentaren gerne fortführen

Alle diese Helferlein sind dazu da, das Auto sicherer zu machen, damit der Fahrer keinen Unfall baut.

Ich finde es gut, dass damit viele Unfallursachen aktiv bekämpft werden. Natürlich geht es immer besser und daher habe ich einen Wunsch: ein Bauteil, dass in jedes neue Auto eingebaut werden sollte.

Liebe Autohersteller, bitte baut einen Störsender in jeden PKW, damit es im Innenraum keinen Empfang für Handy, Web, Radio und TV gibt, solange der Motor läuft. Auch nicht für den Beifahrer, der sonst dem Fahrer den neuesten Instagram-WhatsApp-Mist zeigt (oder Facebook, falls die Besatzung schon älteren Semesters ist). Weg mit der ganzen Unterhaltungselektronik!

Wer nicht fahren sondern Hörbuch hören will, der soll gefälligst den Zug nehmen.

Was ist mit Staumeldungen?
Die muss der Fahrer gar nicht wissen, es reicht, wenn die im Navi ankommen.
Und Geisterfahrer und Warnmeldungen?
Die können auch von der Sprachausgabe des Navis vorgelesen werden.

Ich habe einen Traum (Martin Griesi King Jr.)

Autofahrer die 100% Auto fahren!

P.S.
Ich komme da gerade drauf, weil ich gesehen habe, wie zwei schwer mit dem Handy beschäftigten Autofahrer hintereinander bei Rot über eine Fußgängerampel fuhren. Nur eine blitzschnell reagierende Mutter konnte verhindern, dass Ihr Kind unter die Räder kam.

 

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Drei Idioten und ein Mopped

Liegt es an mir, an den Straßen, die ich fahre oder ist es überall so, dass die Bürgerkäfige immer schlimmer unterwegs sind?

Sonntag auf der Straße

Die letzte Etappe nach Hause führte über 50 km Autobahn. In dieser halben Stunde musste ich dreimal bremsen und ausweichen, um nicht über den Haufen gefahren zu werden. Dreimal!

Den Anfang machte ein Depp, der den Beschleunigungsstreifen nicht zum beschleunigen nutzte. Stattdessen wechselte er sofort auf die Fahrbahn, obwohl sich dort ein Fahrzeug – ich –  befand. Ich konnte bremsen und nach rechts (links war voll) auf den jetzt freien Beschleunigungsstreifen wechseln und habe überlebt.

Der Zweite war ein PKW, den ich überholen wollte, der bereits seit einiger Zeit hinter einem Wohnwagen herzockelte, obwohl es reichlich Möglichkeiten für einen Überholvorgang gab. Er wartete damit, bis ich fast auf Höhe seines Kofferraums war. Eine Notbremsung meinerseits reichte in diesem Fall, um nicht unter seine Räder zu kommen.
Insofern war die Drei beim Bremsen-Ausweichen oben zu 50% übertrieben.

Der König der Vollhonks

Der Dritte war die Krönung des Wegs. Auf einer dreispurigen Bahn fuhr er ständig in der Mitte, gefühlte drei km/h schneller als ich. Darauf stehe ich ja unheimlich, wenn jemand sowas macht.
Ich hatte wiederholt vor ihm auf die mittlere Spur gewechselt um zu überholen und dann wieder zurück, weil ich notorischer Rechtsfahrer bin. Blinken (ja, das mache ich tatsächlich) und Spurwechsel sind normalerweise gute  Gelegenheiten, von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Irgendwann war König Honk jedoch auf meiner Höhe und dann soweit vorbei, dass er mich in seinem toten Winkel hatte. Weil ich diese Position immer versuche zu vermeiden, ging ich vom Gas um ihn weiter vor zu lassen. Da flammten seine Bremslichter auf (obwohl die Spur vor ihm frei war) und er wechselte auf meine Spur. Fuck-fuck-fuck-fuck-fuck-fuck-fuck! Bremsen, ausweichen – böse rüber gucken!
Im Auto saß nur der Fahrer und er hatte nicht mal ein Handy in der Hand oder sonst was. Er sah aus, als würde er tatsächlich Auto fahren und hat natürlich nicht zu mir geguckt. Er hat aber auch nicht angestrengt in eine andere Richtung geguckt, so wie die Leute, die auf einmal realisieren, dass sie mich übersehen haben. Er hat einfach die Spur gewechselt, weil in 468 m seine Abfahrt kam.

Der Bonus-Idiot

Als wenn das noch nicht genug war konnte ich auf den 50 km noch einen Beinahe-Unfall beobachten. Mitten auf dem Beschleunigungsstreifen nach einem Rastplatz stoppte ein PKW und öffnete und schloss die Beifahrertür. Die war wohl nicht richtig zu. Direkt hinter dem PKW wollte ein Kleinbus mit einem Unfallwagen auf dem Anhänger auch auf die Bahn auffahren und musste natürlich wegen des Tür-auf-Tür-zu-Autos hart und bis zum Stillstand abbremsen.
Wer kommt auf die Idee, mitten auf dem Beschleunigungsstreifen anzuhalten? Und dann noch ohne in den Spiegel zu gucken? Hinter ihm hätte auch ein Fahrzeug mit ordentlicher Beschleunigung kommen können, statt eines schwer beladenen Büsschens mit Anhänger. Und warum macht der nicht mal den Warnblinker an? Warum ist die Straße überhaupt voller Idioten?

P.S.
Passt auf Euch auf da draußen und haltet Euch immer einen Fluchtweg frei.

 

Wer kennt dieses Auto?

Nachdem meine letze Motor-Suche hier so schnell gelöst wurde, Danke nochmal an Andreas Prem , gibt es jetzt die zweite Suche.

Wer hat hierzu weitere Infos?

Quelle: https://www.pinterest.de/pin/480618591476458639/
Das Bild habe ich bei Pinterest gefunden und Tineye und Google Bildersuche haben mir keine andere Quelle gezeigt.
Weiß jemand von Euch was?

Die Idee, einen Moppedmotor in ein Auto zu bauen, ist ein wenig abwegig, wurde aber schon ein paar mal gemacht um z.B. Hayabusa-PS in einen Smart zu bekommen.

Einen 8-Zylinder Reihenmotor aus zwei luftgekühlten Mopped Motoren zu bauen ist schon ein bisschen abwegig, V8 haben schon ein paar andere gemacht. R8 Motoren gab es früher öfter in PKW.

Diese R8-Motoren waren natürlich lang und wurden deshalb längs eingebaut; quer einzubauen ist ein bisschen bekloppt.

Ich würde gerne das fertige Auto sehen, technische Details und so weiter.Wurden einfach zwei Motoren nebeneinander eingebaut und beide übertragen Ihre Kraft per Kette auf eine gemeinsame Zwischenwelle? Haben die Schrauber eine durchgehende Kurbelwelle gebaut, die Motorblöcke verschweißt?

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Die Lichthupe, Aufzucht und Pflege

Eigentlich gibt es nur zwei Gründe, eine Lichthupe zu verwenden:

  1. In einer Gefährdungssituation, da bedeutet sie dann in etwa:
    AAAAAAAAAaaaaarrrrrggghhhh, Du blindes Stück Scheiße, gibt Deinen Führerschein ab und geh zu Fuß Eins-Elf!
  2. Außerhalb geschlossener Ortschaften, da bedeutet sie dann etwas in der Art von: Seien Sie gegrüßt, werter Vorausfahrender. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich gedenke, an Ihrem Kfz vorbeizufahren (§16 StVO (1))

Um das nochmal deutlich zu machen: Wenn Dir jemand auf der Bahn eine Lichthupe gibt, dann ist das im Rahmen der StVO voll in Ordnung und keine Beleidigung oder sonst ein Affront auf den Du mit einer Trotzbremsung oder wütendem Fingerwedeln reagieren solltest. Wenn Du Dich in Deiner Ehre oder Potenz beleidigt fühlst weil Du eine Lichthupe im Rückspiegel siehst, sprich mit Deinem Psychiater oder lies nochmal die StVO. Ja Du, nicht der mit der Lichthupe.

>>>Edit:
Nach dem Kommentar von Marco (weiter unten) ist mir aufgefallen, dass ich nicht darauf hinweise, dass es sich um die StVO von Deutschland handelt. Im Rest der Welt hat diese keine Gültigkeit und dort kann es ganz anders geregelt sein.
/Edit<<<

LKW

Ich glaube, die LKW-Fahrer haben die Lichthupe als erste anders eingesetzt. Weil die PKW auf der Bahn immer so ungeduldig sind, hat der LKW, der von einem anderen LKW überholt wurde, die Lichthupe dazu benutzt um mitzuteilen:
Kollege, Du bist vorbei und der Sicherheitsabstand ist jetzt für mich ausreichend, komm wieder rüber.

Das sieht die StVO jetzt nicht vor, aber ich finde es ist in dieser Situation eindeutig.

Gaaaaaaaaanz falsch

Manche PKW haben das mit der Lichthupe bei den LKW gesehen und es falsch verstanden. Es bedeutet eben nicht: Ich lass Dich vor.
Nein, niemals, ganz und gar nicht bedeutet es das! Wenn die Lichthupe etwas bedeutet, dann eher: Lass mich durch, bleib da wo du bist, ich will überholen! Das entspricht der StVO. Wenn Du also jemandem signalisieren willst, dass er auf der Bahn vor Dir einscheren darf, dann ist die Lichthupe ganz falsch.

Besser ist das

Natürlich ist es nett, wenn Du auf Deine Vorfahrt verzichten und jemand vorlassen möchtest. Die Lichthupe ist jedoch das falsche Signal um das kundzutun. Moppedfahrer können einfach eine einladende große Geste mit der Hand machen, sie sitzen ja gut sichtbar im Freien. Ich spare mir jetzt nicht die Bemerkung, dass Moppedfahrer sich diese Geste auch gleich sparen können, weil die Autofahrer sie sowieso übersehen, also die ganzen Moppeds, nicht die Geste.

Autofahrer können nicht so gut sichtbar gestikulieren, wenn sie sich nicht weit aus der geöffneten Seitenscheibe lehnen wollen. Aber zum Glück gibt es noch eine andere, fast vergessene Möglichkeit, mit den Lampen am Auto etwas mitzuteilen: die Blinker.

Wenn Du jemanden auf der Autobahn vor Dir von der rechten Spur oder dem Beschleunigungsstreifen einscheren lassen möchtest, dann blinke einfach rechts.

Ja, tatsächlich: blinken

Ein kurzer Einschub:
Ich, und einige der Altvorderen wissen, damals wurden elektrische Blinker eingeführt, weil Handzeichen in der Dunkelheit so schlecht zu sehen waren. Damals hat man angefangen mit dem Blinker eine geplante Richtungsänderung oder einen geplanten Fahrspurwechsel anzuzeigen. Geplant im Sinne von: vorher.
Heutzutage ist sowas natürlich undenkbar und wird nur noch selten im Straßenverkehr praktiziert, ist jedoch immer noch legal. Einfach mal ausprobieren, tut nicht weh und hilft den anderen Verkehrsteilnehmern.  

Blinker rechts

Also zurück zu der Situation, in der Du jemanden auf der Autobahn vor Dir auf die Spur lassen möchtest. Du fährst auf der Überholspur und auf dem Fahrstreifen will jemand auch auf Deine Spur. Wenn Du jetzt nach rechts blinkst und er das sieht, weiß er, Du willst gar nicht an ihm vorbei. Und die hinter Dir her fahrenden wissen, dass Du nicht volle Pulle beschleunigen wirst, um die lahme Schnecke von der rechten Spur nicht reinzulassen. Und falls der Kollege auf der rechten Spur den Blinker nicht versteht, wird er rechts bleiben. Voilá, Missverständnis vermieden.

P.S.
Ich bin kein Anwalt und selbst wenn ich wäre, wäre das hier keine Quelle, auf die Du Dich vor Gericht berufen kannst. Das ist ist nur meine Meinung und wie ich es mache, ohne dass ich bisher dafür verknackt wurde.

Moppeds im Herbst – 9 Regeln für Autos

Edit: Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Herbst.
/Edit
Die Zeit der Saison-Kennzeichen für 2017 neigt sich dem Ende zu. Es gibt jedoch auch Leute, die weiter Mopped fahren. Mit anderen Worten, egal wie das Wetter ist: Es gibt Menschen, die mit Mopped, Roller oder Fahrrad unterwegs sind.

Ihr Blechdosen seid nicht alleine unterwegs!

Die Motorradmieze hat in Ihrem Blog darüber geschrieben, was Herbst für den Moppedfahrer (und wenn ich das so sagen, dann schließe ich Roller- und Radfahrer mit ein) bedeutet.

Motorroller im Regen

Stockfoto von Pixabay

Ich möchte hier denjenigen neun Hinweise geben, die in wohltemperierten Kisten sitzen, sich von HansHans den Weg erklären lassen, während aus der Surroundsound-Anlage die neuesten Schlager klingen und irgendwelche elektronischen Hilfsgeister Scheinwerfer, Scheibenwischer und dutzende weiterer Helferlein ein- und ausschalten.

  1. Guck zweimal!
    Alle einspurigen Verkehrsteilnehmer haben eine schmale Silhouette sind aber trotzdem da. Auch wenn Du Dir ganz sicher bist, dass da keiner ist, guck ein zweites Mal, vielleicht war der beim ersten Mal nur in einem der vielen toten Winkel oder hatte die tief stehende Sonne im Rücken.
  2. Guck nochmal!
    Besonders bei eingeschränkter Sicht! Ein Mopped hat nur einen Scheinwerfer, nur ein Rücklicht. Im Regen oder bei nasser Fahrbahn kann dieses eine Licht kurzzeitig von aufgewirbelter Gischt verdeckt sein.
  3. Fahr nicht so dicht auf!
    Die Motorbremse eines Moppeds ist viel effektiver als die eines Autos. Wenn ein Moppedfahrer vom Gas geht, wird er deutlich langsamer, ohne dass das Bremslicht angeht. Fahrräder habe gar kein Bremslicht, nichtmal bei einer Vollbremsung!
  4. Halt noch ein bisschen mehr Abstand!
    Moppedfahrer haben mehr Gründe ihr Tempo zu reduzieren, als sich das ein Autofahrer vorstellen kann, besonders bei Regen. Die Sicht ist eingeschränkt, denn ein Helm hat keinen Scheibenwischer. Das Ding im Unterholz könnte sich für den Helmträger erst auf den zweiten Blick als Baumstumpf herausstellen, beim ersten sah es noch wie ein Tier aus. Nasse Bitumenflecken sind rutschig wie Glatteis, wenn da ein Autoreifen drauf kommt, stabilisieren die anderen drei das Fahrzeug. Bei Moppeds führt ein rutschendes Rad in einer Kurve oft zum Sturz, auf jeden Fall aber zu einer gefährlichen Fahrsituation. Ähnlich sieht es bei Laub, Lehm, Split oder auch einer Pfütze aus. Dein Abstand sollte so groß sein, dass Du ein stürzendes Mopped nicht sofort überrollst.
  5. Überhol nicht in Kurven!
    Moppeds fahren in Schräglage durch Kurven, dadurch werden sie breiter. Vergleichsweise wenig Seitenwind genügt um die Kurvenlinie eines Moppeds zu ändern. Bitumen, Laub, Lehm, Split oder eine Pfütze können bei Moppeds zu Ausweichmanövern führern und dazu brauchen sie Platz.
  6. Halte viel seitlichen Abstand!
    Wenn Du ein Mopped überholst, dann wechsel die Fahrspur komplett. Wie oben gesagt, hat Seitenwind mehr Einfluss auf ein Mopped als auf ein Auto. Wenn das Auto nun auf gleicher Höhe mit dem Mopped ist, kann es einen Windschatten geben, der dazu führt, dass das Mopped einen Schlenker macht und seitlich Platz braucht. Die Luft, die Dein Auto verdrängt wirkt sich auch auf das Mopped auf. Im Regen spritzen Autoreifen gerne Wasser durch die Gegend, ein Moppedfahrer ist froh, wenn er das nicht abbekommt.
  7. Halte Abstand nach hinten!
    Wenn Du ein Mopped überholt hast, dann fahre nicht sofort zurück auf die Fahrspur, sondern bleib ein bisschen länger links, denn hinter Dir ziehst Du eine Wirbelschleppe her. Wenn es regnet, dann ist diese Schleppe voller Wasser. Moppedhelme haben keine Scheibenwischer, wenn Du zu früh rüber ziehst, nimmst Du dem Moppedfahrer die Sicht. Wer schon mal mit dem Auto durch die Waschstraße gefahren ist, kann sich die Sicht in etwa vorstellen.
  8. Lass das Mopped durch!
    Wenn es draußen kalt ist, muss der Moppedfahrer sich warm anziehen. Nicht nur so warm wie ein Fußgänger sondern noch viel wärmer, denn der Fahrtwind kühlt den Fahrer zusätzlich aus (laut einem der Windchill-Rechner im Netz fühlen sich 5° plus bei 100 km/h an wie -11,8° Celsius, das würde ich aber nicht für 100% bare Münze nehmen). Dementsprechend warm ist ein Moppedfahrer angezogen. Das bedeutet jedoch auch, dass es bei Stillstand, z.B. im Stau, schnell zu Schweißbildung kommt, was nicht nur unangenehm ist. Es führt auch dazu, dass der Fahrer später, nach dem Stau, schneller friert.
    Also liebe Autofahrer: Ihr müsst sowieso eine Rettungsgasse bilden, also lasst das Mopped da einfach durch. Es ist nicht Euer Job, Blockwart zu spielen und die Gasse zu schließen, wenn Ihr Mopped im Rückspiegel seht. Das Schlimmste, das passieren kann, wenn ein Mopped durchfährt ist, dass der Stau eine Moppedlänge kürzer ist.
  9. Hab kein Mitleid!
    Der Moppedfahrer hat es sich nicht nur selbst ausgesucht, er weiß auch was er tut. Mit dem Mopped zu fahren macht immer Spaß! Also sei kein Spielverderber und lass es ihn genießen ohne ihn zu gefährden.
    Stell Dir einfach vor, dass auf dem Mopped ist Dein eigenes Kind, Mann, Frau, Vater, Mutter, Geliebter, jemand den Du besonders gut leiden kannst, den Du schützen willst und von dem Du hoffst, das er das macht, woran er Freude hat. Und falls Du ihn gerade nicht siehst, dann guck noch ein- zweimal, vielleicht ist er augenblicklich von Deiner A-Säule verdeckt.

Von Peking nach Paris – Das Rennen 1907

Im kommenden Jahr wird die Silk Way Rally das erste Mal auch für Moppeds ausgeschrieben. Die Silk Way ist eine Marathon Rally, vergleichbar mit der Dakar. Manche nennen sie gar, die kleine Dakar oder auch die zweite Dakar. Bisher konnten nur PKW und LKW diese Rally fahren.

Mich hat diese Ansage an einen Tag in meiner Kindheit erinnert, als die ganze Familie eine Auto-Show besucht hat, es muss 1980 gewesen sein. Damals wurden Autos aus der Harrah‘s Sammlung auf Tournee geschickt. Einige dieser Autos haben mich nachhaltig beeindruckt, eines davon war ein Itala.

Fürst Scipione Borghese hat mit diesem Auto das Rennen von Peking nach Paris gewonnen, das im Jahre 1907 ausgetragen wurde.
Das Rennen sollte eigentlich in umgekehrter Richtung gefahren werden. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Strecke umgedreht, um der Regenzeit zu entgehen.

Als das bekannt gegeben wurde, haben einige der Teilnehmer ihre Anmeldung zurückgezogen. Am Start in Peking standen nur noch fünf Fahrzeuge (es war mindestens ein Dreirad darunter). Das war den Veranstaltern zu wenig, also sagten sie das Rennen ab. Die Fahrer sind trotzdem losgefahren.
Es war 1907, da gab es nur wenig Wege und Verkehrsregeln. Die Fahrer waren alle stinkereich und Europäer, Kolonialherren, die es gewohnt waren, dass die Gesetze nur für den Pöbel gelten und der fremdländische Einheimische nur dafür da ist, dem edlen Herren zu dienen. Oder so ähnlich. Also ab dafür und trotzdem starten!
Halt zurück: Fürst Borghese war nicht unbedingt der Fahrer des Itala, er wurde von seinem Chauffeur und Mechaniker Ettore Guizzardi begleitet. Ob der Chauffeur gefahren ist oder der Fürst konnte ich nirgendwo lesen.
Mir gefällt die Idee, dass der Fürst auf dem Beifahrersitz sitzt und so etwas sagt wie: „Schneller Ettore, es ist ein Rennen, man wolle doch wohl gewinnen.“ Oder wie der Herr Fürst auf dem Siegertreppchen steht und den Preis, im Falle des Rennen von Peking nach Paris sollte der Sieger eine Magnum Flasche Champagner bekommen, in Empfang nimmt. Währenddessen poliert der Chauffeur, mit einem Lappen über den Kotflügel.

Ist natürlich Quatsch, wie man schon am Bild des Autos sehen kann, brauchen diese „Kotflügel“ keine Politur. Und wir reden hier vom Jahr 1907. Die Strecke von Peking nach Paris ist heute noch abenteuerlich. Im Rahmen eines Rennens, (also mit Organisation vom Start bis zum Ziel), schon ein bisschen weniger, aber immer noch lange nicht alltäglich.
1907 sahen die Wege ganz anders aus, es gab kein Straßennetz, schon gar nicht für Autos. Möglicherweise gab es nicht mal ordentliches Kartenwerk für die ganze Strecke. Auf jeden Fall war die Strecke, die die Teilnehmer wählten absolut frei gestellt, nur Start- und Zielort standen fest.
Google Maps liefert heute noch keinen Vorschlag für die Strecke (wegen China).

Ich stelle mir schon alleine die Fahrt mit einem Auto Baujahr 1907 auf heutigen Wegen (auch ohne Verkehr) abenteuerlich vor. 10.000 Kilometer mit diesem Itala, ob als Fürst oder Chauffeur: Hut ab.
Bei Wikipedia wird die Rennstrecke sogar mit 16.000 km angegeben. Grund dafür war wohl, dass der Fürst im Vorfeld dafür gesorgt hatte, dass sein Itala die Strecke der Transsibirischen Eisenbahn als Sonderzug nutzen durfte. Die Spurweite des Itala wurde schon beim Bau auf die 1.520 mm Breitspur der TransSib angepasst. Die TransSib fuhr aber nicht den kürzesten Weg nach Paris und so kam der Itala auch durch Moskau und St. Petersburg. 6.000 Kilometer Umweg müssen halt gefüllt werden.
Ein weiterer Vorteil bei dieser Streckenwahl waren die vorhandenen Telegrafenstationen. Von denen konnte der ebenfalls mitfahrende Reporter Luigi Barzini unterwegs Berichte verschicken. Heute wird diese Rolle in der Regel von einer Action-Cam übernommen, zusätzlich mitfahrende Reporter im Rennen sind eher selten.
Auf den Bildern oben ist der dritte Sitzplatz nicht zu sehen, er war hinten, zwischen den Benzinfässern.

Gestartet wurde am 10. Juni morgens in Peking und der Sieger kam am 10. August in Paris an, sagt Wikipedia.
Richtig knapp war das Rennen nicht, der Zweitplatzierte Charles Goddard kam mit seinem Spyker erst 20 Tage später an, alle anderen sind ausgeschieden.

Im nächsten Jahr gab es ein ähnliches Rennen. Es ging von New York nach Paris, den langen Weg Richtung Westen. Den Film dazu kennt Ihr hoffentlich.

P.S.
Das Buch zum Rennen von Luigi Barzini heißt: „Peking – Paris im Automobil: Eine Wettfahrt durch Asien und Europa in sechzig Tagen, mit einer Einleitung von Fürst Scipione Borghese“. Ich habe es nicht gelesen, sollte das vielleicht mal nachholen.

Idioten in Dosen

Na klar weiß ich, dass nicht jeder Autofahrer ein Vollidiot ist und das auch die besten mal einen kleinen Aussetzer haben können.

Ich will hier nicht verallgemeinern. Daher habe ich mir vorgenommen, nur wenn ich einen besonders schlimmen Fall treffe, werde ich darüber schreiben. Mal sehen, wie viel es werden.

Heute habe ich einen Audi A6 Kombi getroffen, den ich definitiv zu den Idioten zähle. Ich fuhr mit der #Hippe über die Autobahn, Tacho 108, und wurde von besagtem Audi überholt.

Er fuhr gefühlte 110, es dauerte also, bis er vorbei war. Aber darum geht es nicht. Auch nicht darum, dass er nach beendetem Überholvorgang weiterhin auf der mittleren Spur blieb. Das ist nur die ganz normale Alltags-Inkompetenz.

Der Audi hat sich qualifiziert, weil er mit offenem Kofferraum fuhr. Erst dachte ich, die Klappe ist wohl kaputt und er fährt in die Werkstatt. Nein, er hatte hinten einen Karton drin. Keinen so großen, dass Klappe nicht mehr zu ging, sondern nur einen kleinen, 30 x 30 x 40 [cm] geschätzt.

So wie dieser einsame Karton hinten im Kofferraum herumtanzte, war er am Beginn der Fahrt bestimmt nicht alleine. Warum sollte man Ladung in einem offenen Kofferraum auch sichern, dann könnte er nicht mehr tanzen.

Welches Szenario ich mir ausdachte, mir viel nichts ein, in dem der Fahrer des Audi kein Vollidiot war.

Hatte er einfach nur vergessen, den Kofferraum zu schließen und sich gewundert, dass es im Innenraum zieht?

Hielt der Audi die Lichthupen und Schallhupen der anderen Autos für eine verdammt lange Hochzeitskarawane, die ihn überholt?

Hatte er ursprünglich noch ein größeres Paket im Kofferraum, dass so groß war, die Klappe nicht zuging und das in dem einzigen Kombi, bei dem die Rückbank nicht umklappbar ist? Und zusätzlich hat er dann nicht bemerkt, dass er das große Paket verloren hat?

Vielleicht war der Audi auch bis zur Fensterunterkante voller Aale (Luftkissenfahrzeuge haben sich am Markt nicht durchsetzen können, wie wir wissen) und die haben den kleinen Karton aus dem Fußraum in den Kofferraum befördert, einer der Aale hat heimlich die Kofferraumklappenfernentrieglung betätigt und keiner hat es dem Fahrer gesagt?

Ist er losgefahren bevor die Frau die ganzen Einkäufe eingeladen hat? Dann steht sich vielleicht noch mit dem fast vollen Einkaufswagen auf einem Parkplatz.

Saßen ursprünglich seine Kinder hinten und hätten das Paket festhalten sollen? Ich hoffe, die Kinder sind an einer roten Ampel ausgestiegen und liegen jetzt nicht auf der Straße.

So sehr ich mich anstrenge, mir fällt kein Grund ein, mit einem offenen Kofferraum, der nicht mit Gurte oder anderem nach unten gesichert wurde zu fahren. Ganz besonders dann nicht, wenn ich ein kleines Paket hinten drin habe, das locker in den Innenraum gepasst hätte.

Ich bin jedenfalls froh, dass der Karton nicht unmittelbar vor meinem Vorderrad aus dem Kofferraum gehüpft ist.

Vollidiot!