Was mir rund um den #HondaTT11 noch so auf- und einfiel

Der Parkplatzwärter hat @schrm und mich nicht mit unseren Moppeds auf das Gelände gelassen. Andere Nicht-Honda Moppeds durften. Nun kann das daran liegen, dass der Parkplatzwärter ein Auto nicht von einem Mopped unterscheiden konnte oder Honda hatte Angst vor dem Luxusweibchen und der ZZ-R 1100 auf der @schrm angereist ist.
Die einzige Enduro, die als Testfahrer zur Verfügung stand war der Crosrunner. Lach nicht, auf der Honda-Webseite steht der Crossruner bei den Enduros.
Natürlich suche ich keine Nachfolgerin für das Luxusweibchen, aber bei den Moppeds die ich gefahren habe, war auch kein Nachfolger dabei. Aus dem aktuellen Honda-Programm kämen die Fireblade (die konnte ich nicht fahren) oder die VFR mit Doppekupplung, die bin ich jedoch nicht gefahren, die kenn ich ja schon und mag sie.
Ein Wintermopped habe ich auch nicht wirklich gefunden, obwohl die CBR600RR da eigentlich in Frage kommt, jetzt wo ich darüber nachdenke. Mein Sparbuch sagt aber, sie ist doch ungeeignet, käme aber bestimmt gut mit einem Saison-Kennzeichen 11 – 03.
Welches Mopped ich mitgenommen hätte, wenn mich für eines hätte entscheiden müssen dürfen? Die 600RR wäre die vernünftigste Lösung, kommt also auf Platz 3 und bleibt da. Die CB1000R hat den meisten Spaß gemacht, hat jedoch Nachteile auf langen Autobahnetappen, die geschätzte 90% meiner gefahrenen Kilometer ausmachen, daher teilt sie sich den ersten Platz mit der Goldwing, die ich als erstes zum nächsten Car-HiFi-Schuppen fahren würde. Wenn Musik, dann auch bei Topspeed.
Und, als krönender Abschluss: Danke an @moppethexe und @schrm für die Gastfreundschaft.

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#HondaTT11 Ich war dabei.

Ich bin von Honda zu den Power of Dreams Testtagen in die Academy nach Erlensee eingeladen worden. Es gab ein freudiges Wiedersehen mit einem guten Dutzend Bekannter und ein erstes Treffen mit einigen Menschen, die hinter Twitter-Accounts stecken, die ich schon länger lese. Und es gab die Möglichkeit Moppeds zu testen, was ich auch ausführlich getan habe. Ich wollte beim Umstieg immer einen möglichst großen Kontrast erreichen und das ist mir auch ganz gut gelungen. Hier meine Kommentare zu den Moppeds, in der Reihenfolge, in der ich sie unterm Hintern hatte.
1.    CBR600RR – Das Chamäleon
Das Drehzahlband ist unglaublich, mit knapp über 30 km/h im sechsten Gang geht problemlos. Und am Ende der Ortschaft einfach am Kabel ziehen, der Motor muckt nicht sondern beschleunigt ordentlich. Wenn es schnell gehen soll, kann man auf dem Ganghebel bis zur Eins durchsteppen und bis zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit der Landstraße durchfeuern. Ein echtes Spaßgerät mit einem richtig guten Sound, ordentlichem Windschutz bis weit über 200. Ein wirklich gutes Motorrad, das alles kann. Einen Nachteil konnte ich ausmachen, der digitale Tacho war so unglücklich positioniert, dass die Anzeige von der Kante der Scheibe verdeckt wurde.
2.    CB1300 – Kreise um Libuda in der Telefonzelle fahren
Nach der leichtfüßigen 600er wollte ich ein Dickschiff reiten, nach dem Supersportler einen gemütlichen Allrounder. Von wegen Dickschiff, die 1300er fühlte sich total handlich an. Die Sitzposition kam mir dagegen nicht so sehr entgegen, es fühlte sich eher nach auf dem Stuhl sitzen an, entkoppelt. Interessant war, dass der große Motor nicht im letzten Gang durch die Stadt zu fahren war sondern heruntergeschaltet werden musste.
3.    Crossrunner – Fährt Kreise um die CB1300
Dann bekam ich endlich die Schlüssel zum neuen Crossrunner, den ich unbedingt fahren wollte. Alle anderen auch und daher musste man entweder warten (so ein Quatsch, es standen genug andere Moppeds zur Verfügung) oder Glück haben, dass gerade eine zurückkam. Jetzt hatte ich gerade Glück. Die Optik aus Fahrersicht ist gewöhnungsbedürftig, das Zündschloss steckt in einem tiefen Schacht, der Griff zum Schlüssel wirkte als würde ich in ein Abflussrohr greifen. Der V4-Sound erinnerte mich spontan an die VFR1200. Da ich beim #rb10 die Doppelkupplungsvariante gefahren bin, habe ich anfangs glatt das Schalten vergessen und mich gewundert, warum die Kiste so hoch dreht und nicht selbstständig den Gang wechselt. So konnte ich aber den Soundwechsel beim Umschalten auf Vierventil genießen. Überhaupt, der Sound bei Honda: entweder Hochgenuss, oder komplett weggedämpft, je nach Modell. Das ist zumindest mein Eindruck aus Fahrersicht gewesen. Die Crossrunner hat sich mir nicht ganz erschlossen, die müsste ich länger fahren. Ob Honda sie mir mal für den #rb11 (noch nicht geplant) leiht?
4.    SW-T 600  – Hammer Bremsen
Dann ging es auf den großen Roller, der hatte Automatik. Sehr gemütlich und schnell genug um Autobahn-Etappen schnell hinter sich zu bringen. Natürlich ist die Sitzposition nicht mit einem Mopped zu vergleichen, trotzdem taugt sie zum Kurvenräubern. Vor dem Bremsen sollte man unbedingt in den Rückspiegel gucken ob der Abstand nach hinten groß genug ist, denn das Ding verzögert bestialisch. Auf keinem anderen Mopped habe ich so eine Bremsleistung beim ersten Versuch hingekriegt. Negativ fiel mir auf, dass der Roller bei Tacho 170 um den Steuerkopf gerührt hat.
5.    CBR250R – 172 km/h laut Tacho. Die anstrengendsten 172 meines Lebens.
Dann ging es auf das nächste Mopped, das ich unbedingt fahren wollte, die neue 250er. Natürlich ist sie kleiner als die 600er, aber ich passte trotzdem mit meinen fast 1,90m gut drauf. Natürlich zieht der Motor auch nicht an wie ein großer. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mit so wenig PS (26,4 um genau zu sein) in einem Mopped unterwegs war, daher kann ich nicht sagen, ob der Motor vergleichsweise stark oder schwach ist. Er ist jedoch stark genug um auf der Autobahn zu überholen. Ganz klein gemacht und den Hintern auf dem Soziusplatz rennt die Kleine über Tacho 170! Da ist jedoch volle Konzentration gefragt, sobald man den cw-Wert erhöht, z.B. durch abspreitzen des kleinen Fingers, geht ein km/h verloren. Der Motor hat eine gleichmäßige Leistungsentfaltung, das wirkt wenig aufregend. Und er dreht schnell in den Begrenzer, es wirkt so, als sei da noch Luft nach oben. Tuner, bitte übernehmen.
6.    Goldwing – Keine Musik bei 220
Nach der Kleinen kam die ganz Dicke. Die wollte ich auch schon immer mal fahren. Sie fährt sich wie ein Motorrad, auch wenn sie oftmals als Auto bezeichnet wird. Einge Dinge waren wirklich befremdlich für mich, die fernsehsessellige Sitzposition gehörte nicht dazu, nicht nachdem ich CB1300 und den Roller gefahren bin. Aber dass der Wind bei hohen Geschwindigkeiten von hinten drückt, fühlte sich komisch an. Dass ich nicht schneller wurde, als ich mich hinter der Scheibe klein gemacht habe ist eigentlich keine Überraschung bei der schrankwandgroßen Verkleidung. Leider ist mir bei der Einweisung der Tempomat nicht gezeigt worden, den hätte ich gerne getestet. Die Musikanlage wurde mir jedoch erklärt und sorgte auf der Testfahrt für eine Enttäuschung, und ich meine nicht das Radio-Programm. Bei 220 konnte ich keinen Ton hören, da muss nachgerüstet werden. Wann kommt die Bose-Edition? Und wann kommt die Doppelkupplung? Ich glaube, es gibt kein Motorrad, wo sie besser passen würde.
7.    CB1000R – Spielzeug
Die letzte Runde drehte ich dann, auf besondere Empfehlung von @blablog auf der firebladehaft bemotorten CB1000R Was für ein geiles Spielzeug. Der Motor brüllt ständig: „Schalt runter! Gib Feuer!“ Das Fahrwerk lacht Dich ständig aus, weil Du zu langsam bist. Und wenn Du absteigst drehst Du Dich noch mal um und denkst: „Ach komm, noch ’ne Runde.“ Ging aber nicht, Honda hatte schon abgebaut.
Schade, dass der Tag so schnell um war, ich hatte:
Keine Zeit für die Chopper
Keine Zeit für die Asimo-Show
Keine Zeit für das Rasenmäherrennen gegen @Systemstig
Keine Zeit für das Brennstoffzellen-Auto
Keine Zeit für die ATVs
Keine Zeit, das ausgezeichnete BBQ ausgiebig zu genießen.
Keine Zeit für lange Gespräche mit all den ganzen Menschen.
Und ich war zu spät für die Blade, die war schon geschrottet, dem Fahrer ist dabei glücklicherweise nichts passiert.
Danke Honda, für diesen Tag.

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