Griesi auf dem #BCRuhr4

Am letzten Wochenende war ich auf dem Barcamp Ruhr im immer wieder besuchenswerten Unperfekthaus (UpH), für das man gar nicht genug Werbung machen kann.

Ich mag BarCamps und besuche sie gerne. Meistens finden die Camps in Business-Umgebungen statt, das UpH ist da anders, kreativ-chaotisch-gemütlich. Ich weiß nicht, ob es am UpH lag, daran das ich als alter ExPat-Ruhri wieder das zu Hause-Gefühl hatte, das Wetter so toll war, an den anwesenden Menschen oder am Camp an sich, dass das BCRuhr4 für mich anders war als alle vorhergehenden, eher ein gemütliches Klassentreffen mit den Guten.

Der Unterschied war vor allem, dass ich nicht immer in irgendeiner Session saß sondern zwischendurch auch mal in einem Plauder-Ründchen oder in einem Ess-Ründchen. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung auf einem BarCamp und ich habe nicht den Eindruck, etwas verpasst zu haben, ich habe einen anderen Schwerpunkt gesetzt: Menschen statt Themen. Dass passte so gesehen auch zu meinem dritten Hashtag. Ich stellte mich mit den Tags #Provinz, #Vollgas und #Menschfreund vor. Das #Menschenfreund hat mir @Shinaio in uralter Zeit auf einem Twitter-Treffen verpasst. Zum Dank dafür darf ich sie immer wieder und unzählige Male beleidigen. Das ist ein fairer Deal. Dumm nur, dass sie es mir immer wieder mit gleicher Münze heimzahlt. Damn!

Aber nicht nur bei mir hatte sich etwas geändert. Erstmals musste man ein Ticket kaufen um bei einem Barcamp Ruhr dabei sein zu dürfen. Ob dadurch die No-Show-Rate verringert wurde, kann ich nicht sagen, ich habe an beiden Tagen immer die erste Stunde Check-In gemacht. Da viele Camper natürlich nicht pünktlich zur Türöffnung durch den Check-In kamen sondern erst zur späteren Sessionplanung,, habe ich keinen Überblick. Aber ich kann sagen, dass die Tickets den Check-In-Prozess nicht beschleunigt, aber auch nicht gebremst haben. Das Geld hat der Orga (Großartig und Danke an @hirnrinde)  aber das Leben sehr viel leichter gemacht und von daher nenne ich es eine erfolgreiche Änderung.

Die zweite Änderung war ohne Frage und unbestritten ein großer Fortschritt. Wir konnten den ganzen Tag über das köstliche und umfangreiche Buffet des UpH nutzen an Stelle der vormals praktizierten Mittagspause mit eigenem und eingeschränktem Buffet. Alkoholfreie Getränke sind unbegrenzt in großer Auswahl verfügbar, aber das war schon immer so und ist ein UpH-Feature, steht demnach nur der Vollständigkeit halber.

Die Sessions, die ich besucht habe, waren dieses Mal nur Interessegetrieben, ich habe mich nur dort getummelt, wo ich mitreden konnte (Location Based Services, Augmented Reality, Urlaub). Sonst gehe ich immer wieder auch in Sessions zu Themen von denen ich keinen Schimmer habe, wo ich am besten nicht mal die Ankündigung verstehe, um meinen Horizont zu erweitern. Dieses Mal habe ich es eher gemütlich angehen lassen und auch die Sessions „Impro-Theater“ und „Wir bringen den Nerd zum tanzen“ ausgelassen. Bewegung ist ja eher ungemütlich.

Eine umfassende Bericht-Sammlung zum BCRuhr 4 findet Ihr hier (lasst Euch nicht von der Domain verwirren) und eine noch beständig wachsende Fotosammlung gibt es bei Flickr.

Advertisements

Hirntot auf Twitter

In meiner Twitter-Timeline tauche gerade folgender Tweet von @broaaa auf. Um es gleich nochmal klar zu stellen, es ist nicht seine Meinung.

Aus meiner TL: „Die Fukushima 50 verdienen den Tod, haben den Reaktor ja schliesslich mitbetrieben“. Mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch! m(

Ich sehe das ein wenig differenzierte: Wer so etwas sagt, sollte einen so reinen Charakter haben, dass er das nicht sagen würde. Ich wünsche dem von @broaa ungenannt gebliebenem, dass er:

  • vom Windrad erschlagen
  • Von der Sonne bei der Installation von Solar-Panels verbrannt
  • vom Gezeitenkraftwerk erschlagen
  • von der Kuh, der er sein veganes Essen wegisst gefressen

wird und beim Warten auf den Zug verhungert.

Arschloch, finde ich ein bisschen zu wenig. Weitere Wünsche dürfen gerne in den Kommentaren hinterlassen werden.