Gar nicht leicht über die Baja 300 zu schreiben

Ich gehe nun schon sein vielen Tagen gehirnschwanger an den Rechner und versuche meine Berichte über die Baja 300 zu verfassen. Lese nochmal die Notizen, die ich gemacht habe und fange an zu schreiben, springe dabei von Thema zu Thema und will dieses noch erwähnen, das noch erklären und zwischendrin immer wieder in den Helm, der noch an der Garderobe liegt, schreien, wie geil es war.

Und dann lese ich, was ich bisher geschrieben habe und es ist Wortsalat mit Buchstabenbrei, thematisch chaotisch und chronologisch unsortiert. Ich brauche wohl noch etwas mehr zeitlichen Abstand, den ich mit Bilder gucken fülle.

Ernie hat auf seinem Blog eine umfassende Presseschau und Galerie-Übersicht erstellt.

Ich hole schon mal den Helm und brülle los.

Mit Metzeler ins Gelände

Eine Woche nach der Baja 300 hat Metzeler mich und zwei weitere Facebook-Bewerber ausgewählt, zwei neue Reifen zu testen. Auf der aktuellen 1200er Adventure und der neuen wassergekühlten GS sollte es durch das schöne Altmühltal gehen und anschließend ins Gelände des Enduroparks Hechlingen.

Für die Tour über die Landstraße war der Tourance Next aufgezogen, ein Reifen dem ich nicht angesehen hätte, dass er ein Enduroreifen ist; sieht für mich aus, wie für die Straße gemacht.

BildDa auch noch die Sonne schien und die GS bekanntermaßen immer und überall gut funktionieren soll (mir fehlt da die persönliche Erfahrung) ist es wenig überraschend, dass ich den Reifen nicht bemerkt habe. Hat perfekt funktioniert, in der Kurve bis zur Raste abwinkeln: geht. Volle Beschleunigung (haha, es waren GS, also eher gemütliche Beschleunigung) oder bremsen bis in den ABS-Regelbereich klappte alles anstandslos auf Geraden wie in Kurven. Aufstellmoment beim Bremsen: Fehlanzeige. So konnte ich mich auf die Wander-LKWs von BMW konzentrieren.

Um es gleich zu sagen, nichts für mich. Schwer, langsam und von der Straße entkoppelt fühlte ich mich wie auf einer Goldwing ohne Musik und ohne das erhabene Gefühl, der wahre König der Landstraße zu sein. Ich fuhr als letzter in der Gruppe, während der Überholvorgänge auf der Landstraße war herunterschalten angesagt, dann fühlte es sich wenigstens nach Beschleunigung an. Ein Blick auf den Tacho gab dem Gefühl recht, der Durchzug ist für 1200 Kubik eher enttäuschend. Beim Wasserboxer reichte einfaches herunterschalten bei der Adventure, die den alten Motor hat, musste der vierte Gang ran. Das Fahrwerk funktioniert bei beiden sehr unauffällig und gut, nicht zu hart, nicht zu weich und stabil in der Kurve ohne unhandlich zu sein.

Und voller Elektronik, die sich mir komplett verschlossen hat, so ohne Einweisung, sind die Moppeds. Nach ca. 15 Minuten Fahrt mit der Adventure leuchtet bei mir ein gelben dreieckiges Achtung im Cockpit auf.und ein kleines Reifensymbol. Der Tourguide kennt sich mit den Knöpfchen aus und keine paar Dutzend Klicks später soll das Display während der Fahrt den Luftdruck anzeigen. Tut es aber nicht, also kontrollieren wir an der Tanke nach. Der Luftdruck stimmt, der Sensor ist defekt. Mein Mopped war da nicht das einzige mit diesem Problem im Testfuhrpark.

Zurück von der Landstraßentour steht für mich fest, wenn Boxer-GS, dann mit Wasserkühlung. Lieber aber ein anderes Motorrad. Oder noch besser gleich eine ganz andere Art von Motorrad, denn auch mit Varadero oder Crosstourer wurde ich nicht richtig warm.

Dann ging es ins Gelände und zwar mit dem Wasserboxer und dem Tourance Next. Nochmal einen Blick auf das Bild oben werfen und das Profil angucken und die Frage stellen: Metzeler, seid Ihr Euch sicher, auf 240kg Boxer mit diesem Profil über Schotter und Wiese durch Wasser und matschige Waldwege?

Klappt problemlos. Die Elektronik steht auf Rain, das bedeutet, der Motor geht weniger agressiv (haha) ans Gas. Mir ist da jedoch kein Unterschied aufgefallen zum Ansprechverhalten auf der Straße. Erstaunlich, auch subjektiv fühle ich mich wohl auf diesem Reifen. Aber es geht natürlich besser, denn wir wechseln zwischendrin auf die Adventure mit dem Karoo3

Bild

Ja, das sieht wie ein Reifen für eine Reiseenduro aus, mit der man ins Gelände gehen kann. Jedoch komme ich mit der Adventure nicht so gut klar wie mit der Wasserkuh (der Wasserbüffel ist ja eine olle Suzi), so dass ich den Unterschied nicht wirklich selbst erspüren kann. Den Karoo hätte ich gerne auf dem gleichen Motorrad getestet um wirklich den Unterschied zu erfahren. Bei einigen anderen habe ich jedoch gesehen, dass Sie weniger Probleme auf den schlammigen Waldwegen hatten, wo sie mit dem Tourance noch kämpfen mussten.

Noch ein paar Worte zum Enduropark. Ein tolles Gelände mit kompetenten Instruktoren, die dem Interessierten den Einstieg ins offroad Fahren nicht nur leicht, sondern auch schmackhaft machen. Ich hätte es gerne mit der kleinen Hippe gemacht und vor allem vor der Baja, da hätte ich es wirklich brauchen können.

Zum Schluss: Danke Metzeler für diesen tollen Tag. Falls ich nochmal kommen darf, kann ich dann mit dem Luxusweibchen auf Karoo3 ins Gelände?

Moppeds in diesem Beitrag

Was macht eigentlich ein Gridgirl auf der Baja 300?

Wie bereits früher gesagt, habe ich meine erste Rallye in professionellem Umfeld gefahren und mit Gridgirl. Was macht so ein Gridgirl eigentlich, während ich im Dreck spiele?

Das erzählt Euch die Banditin am besten selbst.

#Baja 300 Mitteldeutschland

Oder: wie ich zum Gridgirl wurde

 

Vom 08.05.2013 bis zum 12.05.2013 war ich mit @Griesgram999 und @ErnieTroelf in Hohenmölsen bei der Baja300 Mitteldeutschland. Aufgrund irgendwelcher lustigen Ideen, seltsamen Zufällen und einiger nützlicher Kontakte kam es dazu, dass die beiden Jungs an der Rallye teilnahmen, alles nachzulesen in ihren Blogs.

Jetzt zu der Frage: Was hatte ich da eigentlich verloren?

Ende April waren wir mit der #Twamilie bei einem Whiskey-Tasting (nachzulesen auf den Blogs von @schrm, @Griesgram999 etc.). Whiskey, egal ob mit oder ohne „h“, ist ein ganz schönes Teufelszeug und da ich sowieso nicht auf den Mund gefallen bin, habe ich unter dem reichlich vorhandenen Einfluss des Whiskeys meinen Mund etwas zu weit aufgemacht.

Die Unterhaltungen hatten sich bei unserer lustigen, etwas motoren- und benzinkranken Truppe im Laufe des Abends natürlich auch um die Baja gedreht. Und da ist es dann passiert…: „Ich bin Gridgirl!!“, hab ich gesagt. Hätte ich mal besser gelassen. Es gab ja Zeugen. Und leider waren die nicht alle so betrunken wie ich.

Meine leise, unterschwellige Hoffnung, dass niemand sich das merken kann was ich da von mir gegeben hatte, wurde vernichtet, als eine Woche später die Honda-Testtage anstanden. Die wurden selbstverständlich auch zum Anlass genommen sich auf ein Bierchen mit der #Twamilie zu treffen, wenn sie schon einmal alle wieder in derselben Ecke Deutschlands unterwegs waren.  Am selben Abend noch sprach @Griesgram999 mich dann auf meine „Schnaps“-Idee an.

Und damit war die Sache fix: Ich fahre mit zur Baja300 – als Gridgirl!

Im Nachhinein muss ich ehrlich sagen, dass die Entscheidung, sich so eine Veranstaltung einmal anzuschauen eine wirklich scheiße geile Sache war 😀

Es gab allerdings erst einmal Vorbereitungen zu treffen. Als gutes Gridgirl wollte ich den beiden Jungs natürlich auch ein bisschen als helfende Hand beistehen. Ich wollte Bier kaufen fahren, mit angezündetem Grill auf meine Helden warten und ich wollte den Ablauf kennen.

Also habe ich mich schlau gemacht:

-Wie funktioniert das mit der Zeitnahme?

-Was müssen die Jungs an den Checkpoints beachten?

-Wie sieht die Strecke aus?

-WAS ZIEH ICH NUR AN?!?!

Naja, wird schon schief gehen, hab ich mir dann überlegt. Letzen Endes hab ich Klamotten und ein Zelt auf die Bandit geschnallt, mich mit @ErnieTroelf und nach etwas Strecke auch mit @Griesgram999 getroffen und bin da genauso ohne Ahnung hingefahren wie die beiden Jungs auch.

Da ich nicht mitgefahren bin, kann ich nur abseits der Strecke berichten, aber auch das war mehr als interessant. Ich habe viel gelernt und auch ein bisschen Blut geleckt, vielleicht das nächste Mal doch als Fahrerin und nicht als Gridgirl mit dabei zu sein.

Die Jungs von der Organisation sind uns schon direkt bei der Ankunft positiv aufgefallen, weil sie echt super hilfsbereit und freundlich waren. Der Zeltplatz war auch mit einer dünnen Isomatte gut, nicht uneben oder besonders steinig. Allerdings waren wir uns einig, dass man bei solch einem Event besser mit dem Wohnmobil anreist, zumal die beiden Jungs mit der ganzen Schutzkleidung deutlich mehr Gepäck hatten als ich und das Wetter auch eher feucht als fröhlich war.

Die Verpflegung gestaltete sich allerdings eher weniger nach meinem Geschmack. Wasser und Bier kosteten dasselbe und die Auswahl an Essen war eher ungesund.

Manch einer würde sagen: „Super, dann trink ich halt nur Bier“ aber da der nächste Supermarkt nicht direkt um die Ecke war und ich mich ja auch um „,meine Jungs“ kümmern wollte, fand ich diesen Umstand etwas grenzwertig. Kümmern insofern, als dass die zwei sechs Stunden oder länger auf der Strecke unterwegs waren und Getränke im Camelbag mitnehmen wollten und sich Bier beim Rallye-Fahren doch nicht gar so gut macht.

Ich hatte mit meinem Budget auch eher so geplant, dass man abends grillt oder aufm Camping-Kocher was zaubert – nicht jeden Abend futtern für 10€ pro Nase. Aber mit der Bandit alleine aus dem Braunkohleabbau rausfahren und im Supermarkt was holen, das hab ich mich dann doch nicht getraut – immerhin waren wir da in Ostdeutschland!

Das wurde allerdings alles besser, als @Kutze21 freitags abends mit der DR anrückte. So konnten wir samstags Einkaufen fahren und die Jungs am zweiten Tag der Rallye mit Grillwürstchen, Fladenbrot und Kräuterbutter empfangen.

Interessant für mich war natürlich, dass einer der Mechaniker selbst nicht fuhr und deshalb auch im Lager Kaffee schlürfte, nachdem die „Dirtgirls“ auf der Strecke waren. Von Benjamin habe ich einiges gezeigt bekommen: Wie bekomme ich das Wasser aus der Husqvarna wieder raus, wenn sie über den Auspuff vollgelaufen ist? Warum sehen die Luftfilter von den Rallye-KTMs aus wie Schwämme? Warum zur Hölle sprüht er den Schwamm vor dem Einbau blau an?! (Das Spray, welches zum zusätzlichen Schutz vor Staub diente, war blau) Wie wechselt man Bremsbeläge an den KTMs? Und und und…

Zusätzlich dazu hat Tina eine wunderbare Schulung zum Thema Motivation und Roadbook gehalten, welche ich mir auch als „Nicht-Fahrerin“ anschauen durfte – Danke nochmal an dieser Stelle.

Ein Manko war meiner Meinung nach lediglich, dass die Zeiten nie zum angekündigten Zeitpunkt aushingen (22:00 Uhr) sondern deutlich später. Die Jungs mussten allerdings um halb sechs morgens schon am Start stehen und hatten daher nachts um zwölf Besseres zu tun, als vor einer leeren Infotafel zu stehen und auf Startzeiten zu warten. Das wollte ich dann erledigen, habe aber gegen eins dann auch das Zelt vorgezogen und es wurde morgens vor dem Start nach der genauen Zeit geschaut.

Dann wollte ich noch twittern, stellvertretend für die Jungs. War allerdings wegen schlechtem Empfang auch nicht so gut möglich, wie ich es mir erhofft hatte.

Nagut, das mit dem Verpflegen und Umsorgen der Jungs ist somit also an den Umständen gescheitert – aber der Wille war da!!

Blieb mir eigentlich nur noch eins: Zu meinem Wort stehen.

Hab ich dann auch gemacht. Ich hatte zusätzlich zum Zelt und den normalen Klamotten noch eine Strumpfhose, eine Jeans-Shorts, ein knappes Top, roten Lippenstift und natürlich 12,5 cm Highheels im Gepäck!

Kurz umziehen, vom @Griesgram999 Huckepack zur nächsten schlammigen Stelle tragen lassen, Regenschirm auf,  KTM und Fahrer dazu und ich war Gridgirl.

Erwartet hatte ich skeptische Blicke, Schubladen-Denken und das meine Person als Mädchen abgestempelt wird, dass für sexuelle Gefälligkeiten auch schon mal die Haushaltskasse aufbessert.

War aber nicht so.

Wider erwarten kam die ganze Aktion prima an, wir wurden vom Großteil  des Teams fotografiert, die Nachbarzelte schenkten uns aufmerksame Blicke und alle – wirklich alle – fanden die Aktion einfach nur super lustig – zumal „meine Jungs“ tatsächlich die einzigen unter allen Teilnehmern waren, die ein Gridgirl dabei hatten.

Ein weiteres Highlight für mich persönlich war, dass @kutze21 mir seine DR anvertraute und ich das erste Mal in meinem Leben einen Kickstarter bediente. Meine Wade ist immer noch leicht blau. Da ich die kleine Suzi aber anbekam (zweimal, wohlgemerkt – kein Glückstreffer also) durfte ich auch mal ein Stück damit fahren und ich muss sagen… Ich bin ein bisschen verliebt. In die Suzi, den Einzylinder, in den Schlamm und in die Kombination aus allem.

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Am letzten Abend hieß es dann feiern: Feiern, dass das Wochenende so geil war, dass die Mädels aus dem Dirtgirl-Team so super gefahren sind, feiern, dass alle noch heil waren…

Mit den Jungs an der Bar hatten wir uns am ersten Abend schon prima verstanden, das kam uns jetzt zugute: Die Erna (alias @ErnieTroelf) , das Schnittchen, bekam nämlich ständig einen ausgegeben 😛

Da sich vermuten ließ,  dass @Griesgram999 und @ErnieTroelf nur ganz knapp an einem Platz auf dem Treppchen vorbeischrammen würden, stiefelte ich – mal wieder getrieben von einem leichten Schwips – zum Bierstand, verlangte ein Plastikmesser, einen Pappteller, einen Getränkebecher und 1,5m Aluminiumfolie. Ich erntete zwar schiefe Blicke von den Jungs hinter der Theke aber als klar wurde, dass ich einen Pokal bastel, war alles gut. Den überreichte ich dann feierlich an @Griesgram999 und mit einem letzten Absacker ließen wir den Abend ausklingen.

Am nächsten Tag war packen angesagt und auf dem Heimweg schielten @ErnieTroelf und @Griesgram999 nach jeder Pfütze am Straßenrad und ich muss ehrlich zugeben: Nach den Erfahrungen, die ich auf der Baja300 gemacht habe, ging es mir ganz genauso.

Ein geniales Wochenende mit zwei super Begleitern, einem unverhofften Gast, einem super Team, viel Dreck und Schlamm und ganz viel Spaß.

Und nächstes Jahr… Hol ich mir einen Platz auf dem Treppchen! Und wenn’s das vor dem Wohnwagen ist

Enduropark Hechlingen mit Metzeler

Ich habe die Baja 300 noch gar nicht richtig verarbeitet, was Ihr auch daran sehen könnt, dass hier noch gar nicht alles verbloggt wurde, schon kommt der nächste Event.

Metzeler hat mich zu einem Enduro-Training nach Hechlingen eingeladen. Merkste was? Genau, erst das Rennen, dann das Training ist nicht so die übliche Reihenfolge. Ich werde mit der GS1200 den neuen Karoo 3 testen, also ist es in Wirklichkeit gar nicht so schlecht, dass ich schon ein bisschen Erfahrung im Gelände habe.

Ich bin mal sehr gespannt, was da auf mich zukommt. Auf der Baja war ich mit einer 530er KTM unterwegs auf der MCE 6 Days Extreme aufgezogen waren. Das Mopped war also viel leichter und der Reifen deutlich stolliger, damit kam ich durch die dicksten Matschlöcher. Allerdings hatte ich vorher nur einen Ratschlag bekommen: Geschwindigkeit stabilisiert, im Zweifelsfall am Kabel ziehen (hat mir in jeder Situation geholfen). In Hechlingen gibt es Instruktoren, da werde ich mit Sicherheit auch noch andere Techniken probieren können. Im Endorphinrausch eines Rennens war es auch kein Problem die federleichte KTM nach einer Bodenprobe hoch zu reißen, mit dem dicken Desertbomber möchte ich das im Zweifelsfall lieber gar nicht erst ausprobieren.

Ich bin gespannt und werde mit dem Hashtag #Karoo3 twittern.

Moppeds in diesem Beitrag

Die Baja 300 – Wie alles begann

Letztes Wochenende war es soweit, zusammen mit den Kolleginnen @ErnaTroelf und @Banditin bin ich auf dem Luxusweibchen zum größten Offroad-Event Europas gefahren. Erna und ich waren als Fahrer des Dirtgirls Rallye Teams gemeldet und die Banditin kam als mein Gridgirl mit. Wenn wir schon richtige Ralley KTMs, Coach, Mechaniker und einen Physiotherapeuten haben, dann darf eine wunderschöne Regenschirmhalterin natürlich nicht fehlen.

Ich muss zugeben, dass ich total unvorbereitet war. Meine gesamte Offroad-Erfahrung bis zu diesem Event war:

  • Eine Runde auf einer Crossstrecke.
  • Ein paar Tage Schotterstrecken und Feldwege in Laos und rund um Trier.

Roadbook lesen? Keine Ahnung. Fahren in schwerem Gelände, durch Schlammlöcher, Steilhänge hoch oder runter? Richtig schnell fahren? Nie gemacht.

Wie also kam ich auf die Idee, dort anzutreten?

Es war in Laos, wo Tina Meier mit von der Partie war. Dort las ich einen Tweet, der in etwa lautete: Wir könnten mal zur Baja300 fahren. Gemeint war als Zuschauer. Also fragte ich Tina einfach mal: „Wie ist denn die Baja so?“ Ihre Antwort war: „Das kannst Du auch fahren.“ Und schon war ich vom Zuschauer zum Teilnehmer mutiert. Der Einwand, dass ich kein geeignetes Mopped hätte wurde mit der Bemerkung, sie kenne jemanden, bei dem ich mir eines leihen könnte beiseite gewischt. So schnell kann es gehen.

Und ich habe es gemacht.

Jedem der mit dem Gedanken spielt, es auch einmal zu versuchen, kann ich nur raten: Mach es! Und wenn Du keine Ahnung hast, wie so etwas funktioniert, dann suche Dir ein Team bei dem Du mitfahren kannst. Dort gibt es Leute, die die Abläufe kennen, die Dir alles erklären können.

Ich habe die Zeit vor der Baja genutzt um mir erstmal Ausrüstung zu kaufen, eine Protektorenjacke, Cross-Stiefel, Knieschützer, Camelbag. Einen Helm hatte ich schon. Dazu noch ein paar Mal joggen gehen und mehr Vorbereitung hatte ich nicht.

Danke an Tina, dass Sie mir diese Idee in den Kopf gesetzt hat, denn ich hatte ein sackrattengeiles Wochenende.

Nächstes Mal jedoch ohne Gridgirl, denn die muss dann mitfahren.

Meine Bilder gibt es auf Flickr.

Mopped in diesem Beitrag:

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Uiuiui – Die #Baja300 rückt näher

Nächste Woche ist es so weit, dann startet die Baja300.

Ich starte zwar mit einem geliehenen Mopped, trotzdem muss eine Menge Kram mit. Da ich mit dem Mopped anreise, ist der Platz natürlich arg eingeschränkt, also werde ich die Cross-Panzerungen auf der Fahrt anziehen und auf dem Luxusweibchem mit einem Crosshelm fahren. Die dicken Crossstiefel werde ich wohl nicht anziehen können, die müssen also irgendwie ans Mopped.

Dazu noch Camping-Ausrüstung für ein paar Tage.

Die Veranstalter haben mir den Baja Guide geschickt, in dem eih Haufen Informationen gesammelt ist; und die Horror-Nachricht: Im Fahrerlager soll es keinen Strom geben. Wie soll ich denn dann mein Handy aufladen und twittern?

Ich habe mir für das Rennen auch ein paar Ziele gesteckt. Mal sehen, was ich davon umsetzen kann.

  1. Viel Spaß haben
  2. Ankommen
  3. Nicht letztes Motorrad werden
  4. Schneller sein als mindestens ein Auto
  5. Am zweiten Tag deutlich schneller sein als am ersten

So wie es aussieht, wird es wohl kein Livetiming geben, aber nach dem Rennen gibt es die Ergebnisse hier.

Wenn Ihr mich und die anderen Dirt Girls vor Ort anfeuern wollt gibt es hier die Google Maps Seite zum Fahrerlager.

ich hoffe, wir sehen uns vor Ort. Ihr könnt mich auch über Twitter, Facebook und Google+ anfeuern.

Bis dahin: VV (Vollgas Vreunde)