Micra Saufziege

Am letzten Wochenende war ich auf dem #bcnue2, wie das Nürnberger Barcamp bei Twitter gehashtagged wird, eine wunderbare Veranstaltung mit über 80 Sessions. Auf jeden Fall will ich bei der dritten Ausgabe wieder dabei sein, dann aber nicht mehr mit einem Nissan Micra anreisen.

Wenn man in der Provinz gestrandet ist, dann sind Mitfahrgelegenheiten genau so rar gesät wie gute Zugverbindungen. Nach guten Erfahrungen mit einem Mietwagen von Sixt habe ich mich dazu entschlossen, es wieder mit einem Mietwagen zu versuchen. Beim letzten Mal hatte ich einen Fiesta und war sehr zufrieden, diesmal wurde es ein Nissan Micra. Das gefiel mir ziemlich gut, denn Wiederholungen versuche ich immer wieder zu vermeiden. Das gilt für den Micra erst recht. Zuerst viel mir auf, dass ich nicht richtig sitzen konnte, irgendwie passte es nicht so richtig, ich glaube es die Form der Rückenlehne war falsch, zumindest für mich. Richtig schlimm, erschreckend und gar nicht Zeitgemäß war jedoch der Spritverbrauch: 32,4 Liter auf 360 Kilometer. Wilder Raser könnte man sagen, aber die Durchschnittsgeschwindigkeit von 116 km/h spricht dagegen. Weite Teile der Strecke hatten einen Geschwindigkeitsbeschränkung von 120, so dass ich auch nicht 200 (hahaha) fahren musste, um auf diesen Schnitt zu kommen. 32,4 Liter auf 360 Kilometer, das sind ganze 9 Liter pro 100 Kilometer und ich bin einen Kleinwagen gefahren. Auf der Rückfahrt bin ich dann nochmals langsamer gefahren, bei einem Schnitt von 105 km/h waren es immer noch über 7,5 Liter Verbrauch. Das geht nicht.

Nissan Micra, nein Danke.

 

Stoppt endlich diese Schlager!

Heute ist nicht so wirklich mein Tag, aber ich will hier nicht jammern, sondern es als Anlass nehmen, mal wieder zu posten. Posterousen klingt ja nicht so doll, deshalb schreibe ich ja auch nicht.

Zur Mittagspause gehe ich mit den Kollegen gern in die nahe gelegenen Kantine des örtlich Bio-Großhändlers, wo es immer gutes und preiswertes Essen gibt, jeden Tag ein vegetarisches Gericht und ein ohne Vegetarier und ich bin bisher immer fündig geworden. Heute nicht, beide Gerichte waren mit viel Zucchini und die vertrage ich leider nicht so gut. also bin ohne zu essen zurück zur Firma und dann noch ein Stück in die andere Richtung in die Wurstschwemme gegangen. Ich nenne es so, weil es das Schnellrestaurant neben dem Fleischwaren-Fabrikverkauf ist und zur selben Fleischwarenfabrik gehört. Das erste mal übrigens.

Wie erwartet war dort ein komplett anderes Publikum anzutreffen als bei Bios, Malocher-Kultur, beinahe in Reinform. Leider war die Portionsgröße nicht entsprechend, da bin ich vom Ruhrpott anderes gewöhnt. Kann natürlich daran liegen, dass hier in der Provinz anders gearbeitet wird oder die Leute einfach zweimal Mittag machen, keine Ahnung. Auffallend war auch, jedenfalls als direkten Vergleich zu Bios, der verschwindend geringe Frauenanteil in der Wurstchwemme. Ich habe eine gezählt unter geschätzten 100 Essern.

Jetzt komme ich auch schon zu dem Grund, warum ich diesen Eintrag schreibe. Mir gegenüber saß jemand, der die Bild-Zeitung zum Schnitzel las und es erste Mal, jedenfalls erinnere ich mich an kein anderes Mal, wollte ich der Schlagzeile auf der Titelseite ein lautes „Full ACK!“ (Netzjargon für: ja, das sehe ich genau so) zurufen, las ich dort doch in riesigen Lettern: Stoppt endlich diese Schlager!

Nicht ein leichtester Zucker der mich zweifeln lies durchfuhr mich ob dieser Überschrift, obwohl mir eigentlich sofort hätte auffallen müssen, dass eine Meldung diesen Inhalts gar nicht zu dem Beild passt, das ich von der Bild hab. Neugierig versuchte ich das Fot zu erkennen, das diesen Worten zugeordnet schien, was auf Grund von Entfernung und Zeitungshaltung nur sehr erschert möglich war. Welcher im Schlager-Milieu Tätige mochte die Bild wohl zu dieser Meldung veranlasst haben? Und dann sah ich sie, die zwei Pünktchen über dem Schlager-A.

Ja, dass passte wieder in mein Weltbild, die Bild wollte also doch nicht meine Ohren retten.

Stoppt endlich diese Schläger ließ mich zumindest in Ruhe zu Ende essen.

 

Mit dem Mopped durch den Winter

Eigentlich wollte ich hier einen tolle Heldengeschichte über meine Fahr mit dem Mopped durch den Winter über 250km schreiben, ähnlich wie auf Das-Motorrad-Blog zu lesen ist.

Klappt aber nicht. Ich bin zwar gefahren und es war auch wirklich Winter, aber die Straßen waren eisfrei, es war mit ca. 0 Grad auch nicht gerade kalt, ich musste nicht mal die guten dicken Winterhandschuhe aus dem Tankrucksack holen, die TL sprang an und lief wie am Schnürchen, der Verkehr stand nicht im weg rum, kurz gesagt, keine Probleme, keine Heldengeschichte.

Aber es war eine tolle Fahrt, dann kann ich wenigstens sagen.