Winterreifen für Moppeds?

Im Blog von Moto1203 steht, das alle Kraftfahrzeuge möglicherweise ab dem 5.11. Winterreifen haben müssen. Alle bezieht natürlich auch Moppeds mit ein.
Bisher bin ich jeden Winter mit normalen Reifen klargekommen. Eis und Schnee sind bei weitem weniger gefährlich als die Autorfahrer, die bei einer solchen Witterung die Straßen unsicher machen, ganz egal, was für Reifen die auf Ihren Dosen aufgezogen haben.
Übrigens, ich darf keinen 130er Hinterreifen (breitere Winterreifen habe ich nicht im Netz gefunden) auf meinem Lxusweibchen fahren, 130er (=13cm) sähen auch blöd auf einer sechs Zoll (=15,24cm) breiten Felge aus. Obwohl, hat das schon mal jemand gemacht und schickt mir ein Foto?

Der Winter kommt

So langsam werden die Temperaturen immer knackiger und nähern sich dem Gefrierpunkt. Das Innenfutter habe ich schon in die Textil-Jacke eingehängt und in die Hose kommt es auch noch bevor ich am Montag nach Frankfurt fahre. Das wird der erste Winter mit dem Luxusweibchen und ich muss sagen, dass ich schon ein bisschen Respekt vor dem ersten Schnee habe. Im Gegensatz zu allen Moppeds die ich vorher hatte, liegt bei der 12er Ninja schon ab Leerlaufdrehzahl eine Hölle an Drehmoment an. Damit wird es vermutlich wirklich schwer, nicht ständig mit durchdrehendem Hinterrad hilflos über die Straßen zu rutschen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich momentan ernsthaft über ein Zweitmotorrad für den Winter nachdenke. Vielleicht ein Zweiventilboxer mit 650 oder mehr Kubik in Cafe-Racer Optik, oder, dem Winter angemessener, in Richtung Flattracker. So Moppeds sind aber schwer zu finden und zum Umbauen fehlt mir die Werkstatt und auch die Zeit. Es könnte auch etwas anderes als eine BMW werden, vielleicht ein alter Japan-Twin mit Rohrrahmen? Engländerinnen sind zu teuer und eine Duc für den Winter? Ca. 50 PS sollten es aber schon sein, schließlich muss ich damit regelmäßig längere Autobahnetappen fahren sein und eine klassische Optik wär auch schön.
Wenn ich doch nur das Geld dafür übrig hätte. Oder mag mir jemand ein Wintermopped leihen oder sponsern? Ich werde im Austausch auch regelmäßig über meine Er-Fahrungen bloggen. 😉

Sonniger Sonntag

Heute war ein sonniger Tag, nein, sogar ein sonniger, warmer Sonntag in kalendarischer Nähe zum Winter. Also einer der Tage an dem jeder normale Motorradfahrer noch einmal sein geputzes und poliertes Maschinchen aus der Garage holt und noch mal schnell eine Runde dreht, daher waren wohl heute auch viele Mopeds unterwegs, fast immer im Rudel.
Mir sind da ein paar Fragen in den Sinn gekommen, die ich hier mal in die Runden werfen möchte. Die Kommentarfunktion ist dabei für Eure Antworten offen.

  • Kann es sein, dass der Moppedfahrer in der Regel mindestens 50 Jahre alt ist?
  • Kann es sein, dass seit den 80ern nur noch ganz wenig Lederkombis verkauft werden? Wenn der 50-jährige da nicht mehr hineinpasst, dann fährt er in einer Textilkombi von Polo, Gericke oder der Louise.
  • Gibt es ein Gesetz, dass die Sozia diese immer dieselbe Kombi wie der Fahrer tragen muss? Auch die schwarz-türkis,magenta-farbene Dainese Lederkombi von 1984?
  • Sind Moppeds unter 1.000 Kubik vom Aussterben bedroht?
  • Wo sind die dreckigen Alltags-Maschinen?

Das sind nur die Fragen, die sich mir aus den heutigen punktuellen Beobachtungen stellen, von der Road-Blog-Tour weiß ich natürlich, dass es auch ganz andere Leute da draußen gibt, die waren aber heute nicht auf der Straße und in den Kaffees rund um die Provinz in der ich wohne, um von Ihren Heldentaten zu berichten. So wie der GSX-R1000 K7 Fahrer in der einteiligen Rennkombi, der ganz stolz erklärte, dass er heute in der Kurve voll über die Straßenschäden gefahren ist, während sein Kumpel, ebenfalls K7-Fahrer und offensichtlich direkt hinterhergefahren, ihm das bestätigte und ergänzte, dass er es ihm gleich getan hat, aber im dritten Gang. Das war schon mal zwei halbe Liter Bier pro Helden der Landstraße wert, bevor es weiterging.

P.S.
Ich war nicht mit dem Mopped unterwegs, mein Luxusweibchen ist nicht geputzt und poliert. Ich warte für meinen nächsten Joyride auf den nächsten Regentag  oder wenigstens auf Bewölkung, bis dahin trägt sie mich durch den Alltag.