Triumph Trident in Oschersleben

Neuer Job, neue Stadt und neue Wohnung. Fehlt noch ein neues Mopped. Klar ist, die #Hippe soll bleiben und mich fröhlich über kleinste Sträßchen tragen und über den einen oder anderen Schotterweg, den es hier legal zu befahren gibt.
Für die schnelle Langstrecke über die Autobahn muss jedoch ein anderes Fahreug her. Autobahn mit dem Mopped macht mir nur Spaß, wenn es schnell geht. Vor lauter Tempolimits, zumindest auf den Wegen die ich fahre, ist es mit legalem Schnellfahren nicht weit her. Also nehme ich einen Leihwagen. Wozu also ein neues Mopped? Und welches?

Mitten in diese Überlegung platzt die Einladung von Triumph mit der Frage: Möchtest Du Rennstrecke oder Landstraße oder beides fahren?

Rennstrecke!

Die Street Triple macht richtig viel Spaß, wenn sie so bewegt wird, wie man es auf öffentlichen Straßen nicht tun sollte, daran erinnere mich sofort wieder. Das will ich noch mal machen. Und das gerne im Vergleich mit der neuen Speed Triple, die deutlich an PS zu- und Gewicht abgelegt hat. Nicht dass ich das auf der Renne bäuchte oder nützen könnte. Die 1050er hatte mich damals auf dem Handligsparkur nicht begeistert. An der 1200er ist alles neu, da bin ich jetzt neugierig. Wann kann Otto-Normal-Moppedfahrer sowas schon mal ausprobieren?

Also ab in den Leihwagen und auf nach Oschersleben.

Vor Ort dann die Überraschung: Triumph hat auch die Trident für die Rennstrecke ausgewählt. Wie die sich wohl schlagen wird? Ich passe meine Planung für den Tag an: erst Trident, dann Streety und zum Schluss die neue dicke Speed Triple.
Wir sind 12 Fahrer, die auf die Rennstrecke wollen und es gibt acht Instruktoren. Die stellen sich in einer Reihe zur Wahl, von schnell (1) nach ganz schnell (8). Ich sortiere mich bei Instruktor 3, also mittel-langsam, ein. Der junge Typ stellt sich vor:
„Ich bin Rico und fahre schon mein Leben lang Motorrad. Auf der Rennstrecke fahre ich eine 675er Street Triple.“
Alles klar.

Griesi mit der Triumph Trident auf der Rennstrecke.

Vor der ersten Session quatschen wir noch en bisschen. Er will wissen, was ich fahre, welche Rennstrecken ich schon gefahren bin etc. Ich finde heraus: Rico wohnt im Schwarzwald und ist erst 17. Weil er nur 125er auf der Straße fahren darf, bleibt er eben auf der Rennstrecke.
Alles klar!

Tiumph Trident

Erster Rennstrecken-Stint: Trident, matt schwarz, 660 ccm und 81 PS.
Der Einsteiger-Triple ist für die Landstraße. Erster Eindruck bei der Ausfahrt aus der Boxengasse: Das fühlt sich überhaupt nicht nach Einsteiger an, alles ist sehr wertig. Der Motor dreht schnell hoch, hat aber auch untern herum genug Kraft. Das Fahrwerk ist spielerisch handlich in den Wechselkuven und liegt stabil in den langen Bögen, auch wenn Stiefel und Raste ersten Bodenkontakt haben (ich bin kein Off-Hänger).
Im ersten Turn lassen wir es ruhig angehen und lernen die Strecke kennen. Rico ist auch zum ersten Mal hier. Wir konzentrieren uns auf die Linie, fahren die Runde ohne wirklich bremsen zu müssen. Auf die Geraden geht es nur mit wenig Gas, so müssen wir vor der nächsten Kurve auch nicht hart ankern. Wir fahren zügiges Landstraßentempo. Am Ende der Session teste ich aber dennoch einmal die Bremse. Stoppt rabiat.

Nach der Session ist Feedback-Runde mit Rico. Passt alles, können wir schneller? Ja, wir können einen Tacken schneller. Gibt es eine Stelle der Strecke die Schwierigkeiten mach? Nein, ich kann die Linie halten.

Mein Fazit: Für mein Fahrkönnen auf der Renne ist die Trident absolut ausreichend, auch wenn es sich wie ein Landstraßenmopped anfühlt. Wie sich ein Mopped für die Renne anfühlt, merke ich im nächsten Stint. Vier Sterne für die Renne. Schneller Fahrer geben da womöglich weniger.
Wie die Trident sich wohl auf der Landstraße schlägt?

P.S.
Danke Triumph für die Einladung, die nicht nur Mopped, Rennstrecke, Sprit, Instruktor, Fotografen, Essen und Trinken umfasste, sondern auch eine Übernachtung mit gemeinsamen Abendessen und viele super Gespräche auf Augenhöhe mit allen Triumph-Menschen vor Ort.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

P.P.S
Kettenritzel und Motor8 waren auch da und haben schon was geschrieben.

7 Gedanken zu „Triumph Trident in Oschersleben

  1. Yuchhuuuu, da isser widaa, schön von dir zu lesen, Griesi. Und dann noch mit Deinen Eindrücken zu einem Mopped welches bei mir in die ganz enge Wahl kommen würde wäre ich nicht so ein hartnäckiger Konsumverweigerer und zudem immer noch hoffnungslos verliebt in meine alte Rappelkiste.

    Danke und LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Triumph Streety in Oschersleben | Griesgram999

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