Triumph Tiger Explorer auf der Enduro-Strecke #ttet

Zur Zeit darf ich eine Triumph Tiger Explorer langstreckentesten. Die Tweets dazu haben den Hashtag #ttet, wie Triumph Tiger Explorer Test. Wie bereits mehrfach erwähnt sind diese SUVetten eigentlich nicht meine bevorzugte Art Mopped. Trotzdem habe ich die Gelegenheit ergriffen die dicke Enduro über Land- und Kreisstraßen zu fahren, Schotterwege unter die Reifen (fast hätte ich Stollen gesagt) zu nehmen und mit vollem Gepäck über die Autobahn zu cruisen sowie ein Wochenende auf der Endurostrecke des MC Pfungstadt zu verbringen, über das ich jetzt hier berichten will. Die 259 kg Leergewicht (zulässiges Gesamtgewicht: 471 kg, da kann ich noch viel essen und dick heiraten) des großen Tigers werden von 101 kW (137 PS) angetrieben. Es gibt auch eine Variante mit Speichenrädern, ich fuhr jedoch mit Gußfelgen, vorne 19 und hinten 17 Zoll. Die einzige Anpassung an den Einsatz auf Sand und Schlamm war ein hochdrehen des Lenkers, damit ich bequemer stehend fahren konnte und das Abbauen der Spiegel, damit sie im Fall des Falles nicht kaputtgehen. Ich habe mir nicht mal die Mühe gemacht und im Fahrerhandbuch nachgesehen, wie ich das ABS ausschalten kann, sondern bin direkt hinein ins Vergnügen. Die ersten Runden waren von großem Respekt meinerseits geprägt, war der Tiger mit seinen 1.215 ccm doch mit noch mehr Hubraum gesegnet als die 12er GSsen, die ebenfalls vor Ort waren, hat einen Zylinder mehr, mehr Leistung und Drehmoment und natürlich auch die oben erwähnten 30% mehr an Kilos. Dazu sorgen eine quer drehende Kurbelwelle und stehende Zylinder für weitere Nachteile im Gelände gegenüber den Boxern. Und, auch das darf nicht vergessen werden, der Tiger ist nur geliehen, da will ich auf gar keinen Fall einwerfen, auch wenn ich nicht weiß, ob dann der Tiger oder die Botanik den größeren Schaden davon tragen würden. Ich habe keine Bodenprobe genommen, also bleibe ich diese Antwort schuldig. Die aufgezogenen Reifen, Metzeler Tourance EXP, sehen zwar aus wie Straßenreifen, können aber im Gelände, zumindest auf dem getesteten Schotter, Sand, in flachem Schlamm und auf trockener Wiese, selbst mit Straßenluftdruck, überzeugen. Nach ein paar Runden hatte ich meinen Respekt auf ein vernünftiges Maß zurückgeschraubt und konnte deutlich entspannter meine Runde drehen. Ich bin die Tables trotzdem nicht gesprungen, aber ein kleiner Vorderradlupfer war schon drin. Herr Ernie Troelf hatte teilweise Mühen mit seiner Africa Twin hinten dran zu bleiben. Und am Ende bin ich auch einige Passagen des Trialkurses gefahren und konnte dort die Vorteile des Tigers gegen KTMs 690 Enduro R ausspielen. Ja Vorteile auf dem Trialkurs, der Tiger hat nämlich einen deutlich engeren Wendekreis, als die orange Kati. Neben dem Gewicht (das mich in Wahrheit im Kopf stärker ausbremste als auf der Strecke) war die unsanfte Gasannahme der größte Schwachpunkt der Triumph. Im ersten Gang muss der Griff ganz sanft aufgestreichelt werden, oder der Tiger springt sofort los. Hier könnte ich mir vorstellen, dass Ride-by-wire einen echten Vorteil bieten sollte. Am Ende des Tages komme ich zu dem üblichen Schluss bei solchen Tests: Das Motorrad kann mehr als ich, auch im Gelände.
Danke an Ernie, der den Event von Moto-Tourer.de entdeckt und mit mir dort teilgenommen hat sowie an die Bikerszene, die mir die Triumph für diesen Test anvertraut hat. Nächstes Jahr zu Pfingsten plane ich wieder dorthin zu fahren, auch ohne dicken Tiger.

Moppeds in diesem Bericht

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2 Gedanken zu „Triumph Tiger Explorer auf der Enduro-Strecke #ttet

  1. Pingback: Triumph Media Days | Griesgram999

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