Datenschutz ist Dein Job

In den letzten Tagen haben sich zwei Mopped-Blogger wegen der DSVGO verabschiedet. Es gibt zu dem Thema eine Menge in Netz, wer sich für die Details interessiert, kann dort mit einer Suche anfangen. Ich mache keinem Blogger einen Vorwurf, wenn er im Land des Abmahnungs-Geschäftsmodells seinen Blog zumacht.

Es ist nicht mein Job, auf Deine Daten aufzupassen

Datenschutz ist wichtig. Und es ist Deine verdammte Aufgabe, Deine Daten zu schützen.

  • Teile und Schreibe nichts, dass Du nicht auch einem Fremden auf der Straße sagen oder zeigen würdest
  • Nutze Pseudonyme
  • Nutze verschiedene Pseudonyme
  • Logge Dich nicht automatisch überall ein
  • Nutze die Privatsphäre Einstellungen bei Facebook, Google und Co.
  • Nutze verschiedene Browser
  • Lösche regelmäßig Cookies, Cache und Chronik Deiner Browser
  • Nutze verschiedene Suchmaschinen wie DuckDuckGo, Startpage, MetaGer
  • Nutze einen Passwort-Manager
  • Nutze Tools, die Deine Daten schützen

Das setze ich ein

Ich nutze Firefox als Browser mit ein paar Erweiterungen wie:

  • Multi Account Containers
  • Facebook Container
  • uBlock Origin als Werbeblocker

Weitere nützliche Tools sind:

  • AnonymoX
  • Disconnect
  • Ghostery
  • Policy Control
  • Privacy Badger
  • Script Safe

Diese Tools schränken manchmal die Funktion von Websites ein. Dann kann, bzw.muss man bewusst aussuchen, welche Scripte und Tracker man zulassen möchte, damit die Seite wieder funktioniert. Dazu müssen in den Add-Ons Einstellungen vorgenommen werden. Nicht jedes Script und jeder Tracker ist notwendig, damit Der Inhalt der Seite angezeigt wird, manche sind nur für die Werbung oder Datenerhebung. Das ist ein wenig mühsam und mit Sicherheit nicht für jeden interessant. Wer keine Lust auf manuelle Einstellungen hat kann die Add-Ons einfach auf der jeweiligen Seite deaktivieren und nach anderen, selbstlernenden suchen. Tipps könnt Ihr gerne in die Kommentare packen.
Wer diese Erweiterungen mal aktiviert hatte wird sich in Zukunft vielleicht daran erinnern, dass er nicht immer alles sofort jedem Datensammler auf die Nase binden muss.

Ich habe nicht alle oben genannten Erweiterungen gleichzeitig aktiv, die Funktionalitäten mancher Tools überschneiden sich, aber ich habe alle mal getestet und probiere gerne auch immer wieder was Neues aus.

Die obige Liste ist nur eine Auswahl an Tools für Firefox.
Für Chrome und seine Brüder wie Brave, gibt es ebenfalls viele Add-Ons, die die eigene Privatsphäre schützen.
Opera
kommt mit eingebautem VPN und auch dort gibt es weitere Add-Ons um die Privatsphäre zu schützen.
Einige der genannten FF-Tools gibt es auch für die anderen Browser, aber nicht alle. Mit ein wenig suchen findet Ihr aber mit Sicherheit für jeden Browser gute Datenschutz-Add-Ons und Erweiterungen.

Mal gucken, was Google so weiß

Wer sich für die Daten interessiert, die er bei Google eingetragen hat oder die Google getrackt hat, kann sie hier herunterladen: https://takeout.google.com/settings/takeout

Oder einfach mal gucken, wie die Timeline auf Google Maps aussieht, weil das Handy seinen Standort automatisch teilt? Geht hier: https://www.google.com/maps/timeline

Wenn Dich erschreckt, was Du dort siehst, dann ist das nicht die Schuld von Google, sondern Deine, denn Du teilst diese Daten. Lösche gespeicherte Daten, ändere Deine Einstellungen, löse Verknüpfungen zwischen verschiedenen Apps und Accounts.
Kümmer Dich gefälligst selbst um Deinen Datenschutz.

 

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13 Gedanken zu „Datenschutz ist Dein Job

  1. jm2c:

    Ich befürchte die vermeintlich »intuitive« Schmarrnfon-Usability wird den Leuten so schnell nicht auszutreiben sein. Während ich eifrig seit Jahren diverse Passwörter für diverse Zwecke regelmäßig wechsle (und mit KeePass verwalte) nutzen andere die großen drei Einloggmöglichkeiten: Facebook, WordPress und Google (Google+, YouTube oder eben Gmail). Wehe wenn dann mal ein Dienst ausfällt oder der Account mit dem Passwort »[namemeinerkatze]123!« von einem mutmaßlich russischen Menschen »gehackt« wurde. Der Name der Katze ist übrigens bei jedem 3. Bild auf Facebook zu finden. ;)

    Aber das ist ja nicht das Problem der Websitebetreiber und Blogger. Die haben vermutlich aus Sicht diverser Abmahner schon Werbung platziert sobald der obligatorische WordPress-Link im Footer auftaucht… Oder doch nicht?

    Allerdings gilt wie üblich: Abwarten wie heiß die Suppe wirklich gegessen wird. Gekocht wird sie nun ja in der Bloggerwelt bis weit über den Siedepunkt hinaus. ;)

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    • Den Hinweis, sich nicht überall mit dem Facebook-Account (oder Googel, WordPress …) anzumelden, habe ich oben glatt vergessen. Um die Privatsphäre zu schützen sollte man überall eigene Accounts anlegen.
      Danke für den Hinweis.
      Und um das nochmal zu verdeutlichen: Mietzi123! enthält zwar Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, ist aber kein sicheres Passwort, schon gar nicht, wenn jeder weiß, dass die Katze Mietzi heißt und schon zweimal nicht, wenn das Passwort bei mehreren Accounts genutzt wird.

      Gefällt 1 Person

    • Auch wenn wir bei den Passwörtern von der Verordnung abdriften: »Mindestens 4 Zeichen, maximal 16 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens eine Zahl und ein Sonderzeichen«. Bei mir sieht das dann so aus: »g<;pig5qy?WYc-E#« (macht KeePass für mich ;) ).

      Je länger, desto besser. Lektüre für die Interessierten:

      https://xkcd.com/936/

      Ja, auch das hat Schwachstellen. Im Endeffekt gilt eben »je länger, desto besser«. Cool sind auch Umlaute… Kann man aber böse auf die Nase fliegen wenn man im Ausland an fremden Rechnern sitzt und dann bei GMX sein »ö« nicht eingeben kann weil das Tastaturlayout englisch ist und man es nicht umstellen darf. Alles schon erlebt… :D

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  2. Schöner Beitrag, natürlich ist jeder selbst Verantwortlich was er wo hinterlegt. Wie du selbst schreibst, es gibt auch genügend Tools die mehr Daten sammeln als einem überhaupt bewusst ist. siehe z.B. Google Maps auf dem Smartphone.
    Ich hab mich die Tage auch um das Thema gekümmert und bei der Gelegenheit auch gleich einige Funktionen aus meiner Webseite verbannt. Ausmisten und mal alles überdenken was über die Jahre dazu gekommen ist.

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      • Eine eindeutige schwarz/weisse Beschreibung oder Erklärung habe ich nicht. Aber die Meinung, der sich damit befassenden Schreiber, geht dahin dass sich eine schweizer Webseite, die durch Leser im EU Raum konsumiert werden kann, sich an die neuen EU Regeln halten muss.

        Aus diesem Grund habe ich mich mal daran gesetzt und das Thema Datenschutz auf meiner eigenen Webseite genauer angeschaut.

        Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Ein kleiner Exkurs zur DSGVO • Kettenritzel.cc

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