Durch das wilde Brandenburg #Roadblog2016 XII Etappe

Die Berliner @MaxED9 und @Kettenritzel_cc hatten mich ziemlich früh zu einer Enduro-Runde duch Brandenburg eingeladen. Bevor ich dann aufgebrochen bin mussten wir unsere Pläne jedoch ändern. Der Eine hat seine Enduro verkauft und der Andere hatte einen Fahrradunfall, der ihn fahruntüchtig macht. Ich bin trotzdem mit der #Hippe angereist sozusagen aus Trotz.

Der neue Plan war also, Kettenritzel fährt mit einer geliehenen Ninette und mir eine Runde um mir zu zeigen, dass es rund um Berlin auch schöne Strecken gibt. Und abends trinken wir dann Limo mit Max. Also ab dafür.

Ich muss erstmal den Treffpunkt finden, was kein Problem ist, weil mein Trickster-Navi sich über Nacht wieder selbst repariert hat und mir den direkten Weg weist. Von hier an bin ich Nachfahrer.

Früher fand ich es immer spannend, Leute, die ich nur von Twitter und Blog lesen kenne, das erste Mal in 3D zu treffen. Das habe ich in den zurückliegenden Jahren jedoch so oft gemacht, und immer nur gute Leute getroffen, dass es gar nicht mehr aufregend ist.
Und auch jetzt ist es wieder so, dass es gar kein kennenlernen, sondern einfach ein weiter reden ist. Also können wir eigentlich gleich los fahren. Kettenritzel sortiert noch eben seine Google Maps Ausdrucke in die richtige Reihenfolge.
Fahren nach Papier, das ist Retro. Fahren nach Internetausdrucken ist dann wohl Neo-Retro, passt also perfekt zu einem Neo-Retro-Mopped wie der Ninette. Jetzt aber mal raus aus der Stadt.

Himmel über Berlin

Himmel über Berlin

Apropos Stadt. Ich bin immer wieder überrascht, wie ländlich der Verkehr in der Hauptstadt ist. Keine Ahnung ob das an den breiten, vielspurigen Straßen liegt, ob verhältnismäßig wenig Fahrzeuge auf der Straße sind, oder ob die Berliner einfach mehr Zeit haben, aber es immer ein entspanntes Fahren. Kein Vergleich mit dem Stadtverkehr in Hamburg, Köln, dem Pott, Frankfurt, oder gar Paris oder London.

So fahren wir also zu unserem nächsten Treffpunkt, wo sich noch jemand ohne Twitter aber mit Vierventil-Straßen-Boxer anschließt. Wir fahren jetzt also in der Reihenfolge 110 PS, 22 PS und 90 PS über die Brandenburger Landstraßen.
Klappt meistens ganz gut, nur beim Überholen habe ich manchmal Probleme, ist meine Überholstrecke doch deutlich länger, da ich viel schlechter Beschleunige als die dicken Boxer um mich herum und meine Höchstgeschwindigkeit nicht sehr viel höher ist als das, was die Samstags-Ausflügler mit zwei und vier Rädern hier so fahren. Also Kurve hinterschneiden, früh und hart beschleunigen und hoffen, dass der Vordermann auch sofort ansetzt zu überholen. Wenn ich jetzt das Gas kurz wegnehmen muss, verliere ich zu viel Geschwindigkeit, dann wird es zäh. Mit deutlich mehr PS ist so ein Fahrstil nicht nötig, da guckt man einfach, ob frei ist und husch, ist man vorbei. Das gilt selbst für den luftgekühlten Boxer, den ich auf meiner Probefahrt als eher schwächlich empfand. Damals habe ich vor den Überholvorgängen immer zwei Gänge herunter geschaltet, damit die Möhre aus dem Quark kam. Verglichen mit dem #Luxusweibchen ist das auch immer noch so, aber die #Hippe kann die Ninette locker ausbeschleunigen. Es ist halt immer eine Frage der Relation (und des Drehmomentverlaufs, der Übersetzung und Drehwilligkeit).

brandenburg

So fahren wir also über meistens kleine Landstraßen durch Misch- und Laubwälder, vorbei an Feldern und fast ohne Steigungen, aber doch mit einigen Kurven. Als Wessi sind gepflasterte Ortsdurchfahrten für mich ungewohnt, fast schon exotisch, von nicht asphaltierten Verbindungsstraßen will ich hier gar nicht reden. Mit den beiden Straßenmoppeds im Gepäck, nutzen wir diese beiden rustikaleren Arten des Straßenbaus jedoch auch nur wenig.

Gegen Ende des Tages geht es auf einen ehemaligen Truppenübungsplatz der NVA, keine Schranke, nicht mal ein Gesperrtschild ist zu sehen. Geil!

Und so drehe ich noch eine Runde über das Gelände und bin, den Spuren nach zu urteilen, heute auch nicht der erste. Nach mir fährt Kettenritzel noch eine Runde auf der #Hippe durchs Gemüse.

Jetzt können wir zurück nach Berlin, wo Max mit der Limo wartet. Bis zur Limo sind wir 395 km gefahren und das mit einem Schnitt von 60,6 km/h. Wäre ich mit dem #Luxusweibchen gefahren, wäre der Schnitt bestimmt nicht viel höher ausgefallen, aber wir hätten den Off-Road Part weglassen müssen.

Mit Max quatsche ich dann bis spät in die Nacht.

Morgen geht es die Nordroute über die Landstraße zurück denn die nächste Roadblog-Etappe führt mich nach China, aber das ist eine andere Geschichte.

 

P.S.

Kettenritzel hat unsere Runde schon längst verbloggt.

 

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4 Gedanken zu „Durch das wilde Brandenburg #Roadblog2016 XII Etappe

  1. Pingback: 2016 – ein kurzer Blick zurück #TopFlop16 – motourer.de

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