Das #Rumpelchen auf der #BajaD – Der Rally-Vorbau

Dieses Jahr nahm ich zum dritten Mal an der Baja Deutschland – Website teil. Während ich bei den ersten beiden Rennen noch mit einer geliehenen Maschine in Angriff nahm, hatte ich nun mein eigenes Fahrzeug. Das hatte zur Folge, dass die Anreise nicht mehr mit dem Mopped erfolgen konnte, sondern in einem geliehenen Transporter.

Thorsten vom Team Kaiser war als Schrauber vor Ort und nahm sich gleich meiner KTM an. Viel zu tun sollte er nicht haben, war sie doch vorher erst noch in der Inspektion und danach nicht einen Meter gefahren worden.

Hat Thorsten nicht interessiert, er bockte die orangene Dame auf und ein erster Griff ans Vorderrad entlockte ihm gleich ein „Oh, ist das Radlager kaputt?“
War es nicht, es waren nur ein paar Schrauben an der Gabel nicht angezogen.
Inspektion my Ass!

Als nächstes wurde dann der Hilfsrahmen der Roadbook und Tripmaster trägt abgebaut und durch ein anderes System ersetzt.
Die vorher verbaute Lösung wird gefühlt von 90% der Moppeds genutzt und ist seit Jahren bewährt, warum also tauschen? Wegen der Bremsleitung, die bei einfederndem Vorderrad nach innen biegen und dann am Rad scheuern könnte. Das ist in Wahrheit wohl ein Problem, dass bei Joan Barreda oder anderen Rennprofis auf eine Dakar-Marathonetappe bemerkbar sein könnte. Sollte ich mal in die Verlegenheit geraten mit den Jungs in deren Tempo ein paar tausend Kilometer um die Wette zu fahren, ist meine Bremsleitung jetzt sicher.
Das neue System besteht aus zwei Alu-Trägern, die direkt am Lenker festgeklemmt werden. Die linke Klemme ist dabei bananig nach unten gebogen, damit die Bremsleitung (roter Pfeil) dort (grüner Pfeil) bei eintauchender Gabel ungehindert nach oben kann und so dem Rad ausweicht.

Roadbook-Halter

Ganz oben seht Ihr den Tripmaster, darunter den Roadbookhalter mit (schief eingespanntem) Raodbook. Darunter war auf der Baja noch mein GPS montiert, aber dann hättet Ihr die Träger nicht gesehen.

Der Tripmaster ist kein Ico wie er von allen anderen gefahren wird (ich habe echt bei noch niemandem ein anderes System gesehen, obwohl es auch andere Anbieter gibt). Der Vorbesitzer von #Rumpelchen hatte wohl zuerst einen Ico verbaut ihn dann aber durch den TMS Rally Dash getauscht. Der Ico landete mit der Aufschrift „Defekt“ in einer Kiste und wurde mir mitgegeben. Nach Wechsel der Batterie ist der Ico jetzt repariert und wird später als Back-Up-System an #Rumpelchen gebaut werden.
Der TMS funktionierte auf der Baja wirklich super. Wenn ich mich nicht verfahren habe, (hüstel) stimmten die gemessene Strecke mit den Roadbookangaben bis auf 200 Meter auf einer 45 km langen Runde überein.

Tripmaster Fernbedienung

Im Gegensatz zum Ico hat der TMS keine Knöpfe und kann nur über die Fernbedienung eingestellt werden. Die Fernbedienung sitzt am Lenker links und hat drei Knöpfe, der einzelne ist für das Menü und die zwei übereinanderliegenden stehen für hoch und runter. Die Bedienung ist sehr intuitiv.

Darunter könnt Ihr schon die Fernbedienung für das Roadbook erkennen, es ist ein Kippschalter.

Roadbook Fernbedienung

Hier sieht man es besser. Der Kippschalter ist so angebaut, dass ich mit dem Zeigefinger und dem Daumen dran komme und das Roadbook vor- und zurückspulen kann.

So viel zum zur Technik, zum Rennen schreibe ich später was, hier kommen nochmal zwei Bilder vom Vorbau.

Noch Fragen? Schreibt hier einen Kommentar und nicht bei Facebook, da bin ich fast gar nicht mehr.

Roadbookhalter von Team Kaiser IMG_20151206_120626

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7 Gedanken zu „Das #Rumpelchen auf der #BajaD – Der Rally-Vorbau

  1. Warum ich doch lieber alles selbst kaputtschraube an meinen Moppeds, ich traue den kommerziellen Werkstätten auch nicht mehr. Dass es gut ist, Zweifel zu haben, kann man bei Dir ja auch lesen. Lose Schrauben, sowas darf nicht passieren.

    Beim Thema mit dem Hilfsrahmen in der Bremsleitung fiel mir ein, dass ich kürzlich nach Stahlflex für die #DRecksau schaute und ein Spezialist mehrere Varianten anbieten. 2 normale die der Serienverlegung entsprechen und eine Enduro-Variante, die dafür sorgt, dass beim starken Einfedern die Leitung nicht zu sehr gebogen wird.
    Der Preisunterschied ist nicht sehr hoch und eigentlich bräuchte ich das vermutlich auch nicht, da ich es ja bisher nicht so extrem offroadig betreibe, aber das ist ja auch optisch gleich noch eine andere Geschichte, wenn die Leitung von rechts in hohem Bogen gleich über dem Lenker zum linken Standrohr verläuft. *blingbling 😉

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  2. Spannend! Das ist schön erklärt. Als jemand, die sich mit dem Thema allerdings noch nicht so richtig auseinander gesetzt hat, frage ich mich allerdings, warum Du diesmal dann mit dem eigenen Motorrad einen Transporter nehmen musstest. Ist #Rumpelchen mit dem „Geweih“ nicht mehr zugelassen? Oder ist sie überhaupt vielleicht nicht zugelassen?

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