Mit dem #Luxusweibchen auf der GP-Strecke #Nring

Gestern noch war ich mit Yamaha auf der GP-Strecke des Nürburgrings und testete die neue R1. Da ich das erste Mal richtig auf der Rennstrecke war, fehlte mir natürlich der Verlgeich. Da traf es sich gut, das @systemstig mich anrief und fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm eine Runde über den Ring zu drehen, er wolle Reifen testen.
Also schnappte ich das #Luxusweibchen und gab Gas, bis ich im Fahrerlager stand. Ein erster Blick auf die Strecke zeigte nasse Stellen. Kein Wunder, hatte es doch bis gerade eben noch auf der Anreise genieselt. Jetzt hatte es aufgehört und ein starker Wind pustete die alten Wolken weg und neue heran. Ein paar andere Moppedfahrer standen zögerlich im Fahrerlager herum und fragten sich gegenseitig, ob die Fahrbahn wohl trocken sei.

Wir fragten nicht, wir starteten und fuhren zur Schranke um unsere Eintrittkarte vorzuzeigen. Der Portier guckte ich bisschen skeptisch, dass wir mit dem Motorrad fahren wollten.

Jungs, seid Ihr Euch sicher? Wenn das zu rutschig ist, dann fahrt vorher raus und kommt an einem anderen Tag wieder. Sonntag ist den ganzen Tag auf. Sagt, dass ihr abgebrochen habt und dann finden wir schon eine Lösung.

Sehr cool, sehr nett, aber leider vergebens. @systemstig wollte Reifen testen und ich wollte einen Vergleich zur R1 haben, die ich noch in den Knochen hatte. Also fuhren wir rein und stellten uns brav in die Schlange der wartenden Sportwagen.
Denkste, wir zwei wurden nach vorne gerufen und vor den Autos auf die Strecke gelassen. Nun ist es ja so, dass ein Mopped nicht zwangsläufig schneller ist als ein Auto. Das gute Leistungsgewicht gibt dem Zweirad einen Beschleunigungsvorteil, die Dose bremst aber besser und hat eine höhere Kurvengeschwindigkeit. Dazu kam noch die Restfeuchte der Strecke, die die Autos ebenfalls bevorteilte. Aber egal, wir durften als erstes los.

Wir einigten uns darauf, das ich hinter @systemstig fahre, er ist der Erfahrenere und wird die Kurven mit mehr Tempo nehmen. Ich kann mit dem #Luxusweibchen zwar schneller auf der Geraden als seine 690er Duke, aber darum ging es ja nicht.

Anfangs konnte ich ganz gut dran bleiben, aber an zwei Stelle rutschte mein Hinterreifen ein bisschen, wenn ich ans Gas ging, ich musste meinen Kurvenstil umstellen und bremste nicht mehr in die Kurve hinein sondern rollte mit leichtem Zug am Gas durch. Die Bremspunkte saßen besser als gestern und auch die Linie. Gefühlt war das Tempo mindestens so schnell wie gestern.
Einige Autos waren jedoch schneller als ich und so winkte ich sie durch und fuhr dann auf eigene Faust weiter bis die rote Flagge die Ausfahrt beendete.

Es hat wieder richtig viel Spaß gemacht, war aber deutlich mehr Arbeit als auf der R1 gestern.

Wenn etwas problemlos funktioniert, ist es schwer es zu bewerten. Natürlich hatte ich Spaß auf der R1 und es hat alles gut funktioniert, aber was es wirklich wert ist weiß ich jetzt viel besser. Das Luxusweibchen hat keinerlei elektrische Helferlein, kein ABS und keine automatische Bremskraftverteilung, keine Traktionskontrolle und keine Wheely Kontrolle und ist auch kein Supersportler. Aber, ich kenne meine Kawa nun schon seit 100.000 km.
Die R1 fällt leichter in Schräglage, liegt stabiler in der Bremszone und, wenn die Bodenwellen nicht erst heute eingebaut wurden, federt und dämpft viel besser. Es ist viel leichter mir der R1 eine schnelle Runde zu fahren als mit der ZX12-R und an den Stellen wo ich mit meinem Mopped an die Grenze des mir möglichen kam hatte ich mit der Yamaha noch viel Potential für bessere Rundenzeiten.
Aber: Das #Luxusweibchen hat Gepäckhaken!

Zum Schluss einen Tipp an alle, die Mopped fahren. Fahrt mal eine Runde über die GP-Strecke, Ihr werdet Euer Mopped viel besser kennen lernen. Bei uns waren wenig Autos unterwegs und die Fahrer hatten Ihre Autos im Griff und fuhren mir gegenüber sehr rücksichtsvoll. Dass das immer so ist, kann ich natürlich nicht versprechen.

 

Moppeds in diesem Beitrag

Auf der Rennstrecke mit der Yamaha R1 #We_R1 #Nring

Es war für mich das erste Mal, dass ich wirklich auf der Rennstrecke bei einem Renntraining war. Und wie alle Neulinge habe ich erst mal klein angefangen, mit der nagelneuen Yamaha R1. 200 PS sind vielleicht nicht exakt das, was die meisten unter klein verstehen, aber 199 kg fahrfertig sollte gelten. Dazu kommt das volle elektronische Hilfspaket, das aus einer fast endlos langen Liste an Drei-Buchstaben-Akronymen besteht und den Fahrer davor bewahren soll, in brenzlige Fahrsituationen zu geraten. Wenig Gewicht und viele Helferlein auf der einen Seite und ein Instruktor, der vorne wegfährt, das sind fast ideale Bedingungen für meine Rennstreckenpremiere. Jetzt wollt Ihr wissen wie es noch besser ginge, oder? Also gut. Mit dem eigenen Mopped fahren, denn das kennt man und, zumindest bei mir ist es so, ich finde es weniger schlimm das eignene Mopped kaputt zu fahren als das von jemand anderem, selbst wenn der andere, also Yamaha, so viele Moppeds besitzt, dass er sie sogar verkaufen kann.

Ach ja, Wetter war morgens auch gut.

Foto: @Gasgrifsalat

Foto: @Gasgrifsalat

In der Box

Es war auch meine erste live Begegnung mit der neuen R1. Mir gefällt sie ausgesprochen gut. Ich finde, sie sieht aus, wie der nächste Schritt im Supersport-Design, neben Ihr sehen Fireblade, ZX-10, Gixxer und S1000RR veraltet aus.

Nachdem ich im Netz ein paar Kommentare über die supersportliche (aka taugt nicht für den Alltag) Sitzposition gelesen habe war ich überrascht, wie kommod Yamahas Neueste ist. Wäre es meine, würde ich die Stummel ein bisschen nach vorne drehen und es wäre perfekt damit ich viele Stunden am Stück über Autobahn und Landstraße fahren könnte. Als ich das im Kreise der anderen anwesenden Blogger kund tat erntet ich Kommentare wie:

Noch sportlicher geht fast gar nicht.

Du bist ja sowieso komisch.

Wos hoast g’soagt?(Aussprache ähnlich)

Für die Rennstrecke, und das habe ich ja getestet, taugt es mir auf jeden Fall – mit der kleinen Einschränkung, dass bei mir die Oberkante der Scheibe durch die Sichtlinie auf den Tacho, besser wäre wohl Tablet oder Display, läuft, wenn ich aufrecht sitze.

Erste Runde

Das war jetzt genug trockenschwimmen, ab auf die Piste. Zusammen mit einem Fahranfänger, der mit einer gedrosselten R6 angereist war, bilde ich die Rookie-Gruppe. Unser Instruktor führt uns in gehobenem Landstraßentempo über den Ring und nach diesem Turn werde ich aus der Rookie-Gruppe rausgeschmissen und in die War-schon-mal-auf-der-Renne-Gruppe gepackt.

Dass die R1 bis hierher problemlos funktioniert hatte muss ich nicht extra erwähnen, oder?

Zweite Runde

Nächster Turn, wieder mit Instruktor. Ich hätte auch ohne fahren können gedurft, aber auf meiner ersten Runde habe ich schon gesehen, welche abenteuerlichen Linien manche der Teilnehmer da fuhren und wollte mir gerne von einem Profi zeigen lasen, wo der Bartel den Most holt und wo es nur Wasser gibt. Vor mir @edigixxer und @Moppedblog, dann ich und anschließend Peter vom R1 Club auf seiner nagelneuen R1M. Ganz vorne der Instruktor. Auf der Start-Ziel-Geraden werden die Positionen durchgetauscht, der erste fährt raus und schließt sich hinten wieder an, so wie bei der Tour de France. So fährt jeder mal direkt hinter dem Instruktor und kann die Linie am besten sehen.

Ja, hier ist das Tempo schon deutlich höher und ich muss tatsächlich schalten um dran zu bleiben. Vorher bin ich im dritten Gang um den Kurs gerollt, jetzt fahre ich viele Kurven im zweiten und auf den Geraden geht es hoch bis in den vierten. Auf den Geraden geht es nicht ganz so schnell, der Instruktor gibt denjenigen die weiter hinten fahren die Gelegenheit aufzuschließen, falls die Kurve nicht ganz so ideal getroffen wurde. Erste Runde, @edigixxer geht von der ersten auf die letzte Position; zweite Runde, @moppedblog zieht raus; dritte Runde, jetzt hatte ich die Spitzenposition hinter dem Instruktor.

Zweimal drängt sich jemand in die Gruppe hinein, der auf der Geraden schneller fuhr als wir und versaut mir den Strich. Ich will hier aber auch nicht einfach reinhalten, oben bleiben ist die Devise und nicht um Positionen kämpfen. Auf der nächsten kurzen Geraden schnupfe ich den Reindrängler auf und bin wieder hinter dem Instruktor. Antischlupfregelung, Slide Control? Mag sein, dass die eingesetzt haben, gemerkt habe ich nichts, Gas zurückdrehen, weil was rutschte, musste ich auch nicht.

R1 – geht wie Tier

Foto: @Gasgriffsalat

Foto: @Gasgriffsalat

Den einen oder anderen überholen wir auch noch regulär.

Auf der Zielgeraden gehe ich nach rechts raus und lasse Peter vor fahren, @edigixxer auch und warte. Wo ist denn @moppedblog? Er kommt nicht, also beschließe ich die Lücke nach vorne zuzufahren und mich wieder anzuschließen. Mit Rechts gilt jetzt volles Rohr mit dem E-Gas dem Drossleklappenmotor Durchzug zu befehlen und mit dem Quickshifter kurz vor dem Drehzahlbegrenzer einen Gang hochschalten und dann noch einen und ratzfatz ist der Bremspunkt da! Ich gehe so hart in den Anker wie in keiner Runde zuvor. Tja, der Bremspunkt kam dann wohl doch später, ich hätte das Gas noch eine gefühlte Minuten lang stehen lassen können.

R1 – bremst wie Tier

Der Zug vor mir hat schon einen ordentlichen Vorsprung den ich jetzt abfeilen muss. Frau Gixxers Hintern und Bremslicht dienen mir als Referenzpunkt, ich will erst da bremsen wo sie bremst. Aber die bremst gar nicht vor der Kurve, dann muss ich das wohl auch nicht. Sie hängt sich neben das Mopped und raspelt mit dem Knie über den Asphalt, sieht aus wie bei Profis. Das kann ich nicht, so bin ich noch nie gefahren, bei mir muss es ohne solche Tricks gehen. Als meine Stiefelspitze Bodenkontakt kriegt merke ich, wie schräg wir sind. Ich hole in der Kurve auf. Nein, das muss ich anders sagen: ICH hole IN DER KURVE auf. Die Gruppe überholt fleißig und wenn ich noch einen kassiere, dann bin ich wieder dran. Und zack, nach circa einer drittel Runde habe ich den Anschluss wieder hergestellt.

R1 – kurvt wie Tier

Foto: @Gasgriffsalat

Foto: @Gasgriffsalat

Wir fahren noch eine Runde, dann ist dieser Turn auch schon vorbei.

Leider haben wir an unseren Maschinen keinen Transponder, so dass wir keine Rundenzeiten haben. Peter hat aber das M-Modell und lädt nach der Session sein Data Recording aus. Auf dem Tablet zeigt er uns dann, was und wie er gefahren ist. Schräglagenwinkel, Gasgriffstellung, Bremsdruck vorne und hinten und wo welches Assistenzsystem eingegriffen hat und noch viel mehr wird da relativ zur Zeit und an der genauen Streckenposition angezeigt und:

Die schnellste Runde war 2:41 Minuten.

Michael Schumacher ist die Strecke mal in 1:29 Min gefahren, aber das war mit einem Auto, das zählt nicht. Moppeds sind jedoch bei weitem nicht so schnell, da gelten schon Zeiten unter 2:10 als zügig.

Im nächsten Turn ging es ohne Instruktor und ich bin zwei Runden hinter Peter her gefahren. Der fährt eine gute runde Linie, das konnte ich bereits vorher sehen. Er brach schon vorzeitig ab und als ich dann auf mich alleine angewiesen und mir praktisch der Referenzpunkt fehlte, habe ich immer deutlich zu früh gebremst und die Linienwahl hatte manchmal auch noch Optimierungspotential. In diesem Turn fuhr Peter zwei Sekunden schneller, und ich dann wohl auch, als ich hinter ihm her fuhr.

Tja, und dann kam der Regen und Frau Gixxer und ich habe eine Probefahrt auf der R3 gemacht, aber das ist eine andere Geschichte.

Schlussbewertung nach bekanntem Muster:

Griesis-Dauertester-wäre-okay-Rating

Vier Sterne

Die R1 hat leider keine Gepäckhaken oder eine andere Möglichkeit eine Tasche zu verzurren. Das ist schade, denn ich habe den Eindruck, dass sie wunderbar als schnelle Reisemaschine taugen würde.

Disclaimer:

Vielen Dank an Yamaha Deutschland, die mich eingeladen und das Mopped samt Betreuung zur Verfügung gestellt hatten.

Yamaha R1 auf dem Nürburgring #We_R1 und #Nring

Am 7. Juli werde ich an einem Renntraining auf der Nürburgring GP-Strecke teilnehmen und dabei die aktuelle Yamaha R1 testen können, wie geil ist das denn?
RossiLorenzoGriesi
Vielleicht passen zwischen Lorenzo und Griesi noch so der eine oder andere Rennfahrer wie z.B. Damian Cudlin oder Michael Galinksi (ohne Twitter), die beide vor Ort sein werden.

Mannmannmann, das wird was werden. Wahrscheinlich bin ich der einzige auf der Strecke, der noch nie Hanging-off gefahren ist, aber wenigstens habe ich ein paar Knieschleifer im Schrank.

Und: Ich habe schon zwei Hashtags für die Veranstaltung, #We_R1 und #Nring und ich werde beide benutzen um live zu berichten.

Wie sich die 200 Pferde wohl im Vergleich mit meinen alltäglichen 178 anfühlen? Und dann die ganze Elektronik, meine Moppeds kommen ja komplett ohne aus. Werde ich die bemerken oder gehe ich zu lasch ans Gas um die elektrischen Heinzelmännchen überhaupt arbeiten zu lassen?
Werde ich mit meinem Straßenfahrstil den Rennfahrer im Weg stehen?
Wir es eine Zeitmessung geben? Transponder sind jedenfalls Pflicht.

Ich freue mich schon tierisch.

So wie ich das sehe, könnt Ihr Euch kurzentschlossen auch zu dem Event anmelden, wenn Ihr denn einen Yamaha-Sportler oder Sporttourer fahrt. Probefahrten der neuen R1 sind auch möglich.
Wahlweise könnt Ihr das ganze am 14. Juli auf dem Bilster Berg
oder als zweitägige Veranstaltung am Sachsenring (31. August bis 1. September) machen.
Ich finde es cool, das Yamaha die aktuelle R1 vor Ort für Testfahrten auf der Rennstrecke zur Verfügung stellt. Andererseits, wo soll man denn sonst eine ordentlich Probefahrt machen?

War einer von Euch schon mal auf dem Nürburgring GP-Kurs? Ich gucke mir jetzt erst mal ein paar Onboard-Runden auf der Tube an, damit ich weiß, wo es da lang geht.

Vielen Dank an Yamaha, die mich zu diesem Event eingeladen haben.

Young Star Day bei Yamaha

Am 20. Juni 2015 ist Young Star Day bei Yamaha. Da die meisten Motorradfahrer gefühlte 55 sind und sich wie 85 benehmen, dürfte es für die uninteressant sein, denn die Aktion richtet sich an Menschen die unter 21 Jahre alt sind, vulgo: Küken.

Und diese Küken sollen auch noch Benzin im Blut haben. Benzin-Küken sind gefühlt so selten wie ein Lottoschein mit sechs Richtigen auf dem eine blaue Mauritius klebt, also könnte ich eigentlich hier aufhören zu schreiben.

Aber vielleicht kennst Du ja den einen Menschen unter 21 der sich für Moppeds interessiert, dann schnapp ihn Dir und schleppe ihn am 20. Juni zum Yamaha-Händler. Dort soll er ein Selfie mit YZF-R3 oder MT-07 machen und das mit Hashtag #youngstarday bei Facebook und/oder Instagram hochladen.
Es gibt insgesamt 50 Preise zu gewinnen, inklusive einer R3. Und wenn ich mit meiner Einschätzung recht habe, dann gewinnt das einzige Benzin-Küken, das es gibt, alle Preise.

Details und alles weiter gibt es auf der Website zum Young Star Day.

P.S.

Profitipp, schnapp Dir einfach irgendeinen Menschen unter 21 und gehe mit ihm zum Yamaha-Händler. Lass ihn das Selfie machen und wenn er nicht selbst die R3 fahren will, kauf sie ihm ab.

Nachfolger für das #Luxusweibchen

Nein, keine Angst, die alte Dame ist noch verdammt rüstig, hat sie doch erst in diesem Winter die erste 100.000er Marke gerissen. Die Suche nach einer Nachfolgerin wurde von dem Elektro-Fips in Regensburg initiiert, da die Reparatur jedoch erfolgreich war, ist es nur graue Theorie.

Die Kawa habe ich ziemlich emotionslos gekauft, nachdem die TL1000S, die ich vorher hatte, mit einem lauten Knall auf der Autobahn die Grätsche gemacht und den Motorblock gekillt hatte. Ich brauchte also ein neues Fahrzeug und ging in den nächsten Laden.

Verkäufer:
Hallo wie kann ich helfen.

Ich:
Ich brauche ein Mopped mit dem ich auf der Autobahn eine entspannte Reisegeschwindigkeit von 180plus fahren kann.

Verkäufer:
Neu oder gebraucht?

Ich:
Hauptsache ich kann sie sofort Probe fahren und mitnehmen.

Verkäufer:
Wir haben hier diese gebrauchte ZX-12 R mit nicht mal 6.000 km.

So in etwa war das.

Jetzt habe ich jedoch mit der #Hippe ein zweites Fahrzeug und bin damit im Falle des Ausfalls eines Moppeds immer noch mobil und kann mir demnach mehr Zeit bei der Auswahl eines neuen Fahrzeugs lassen.

Einfach eine andere ZX-12 R kaufen kommt nicht in Frage, das ist langweilig. Einen wirklichen Nachfolger gibt es auch nicht auf dem Markt, ZZR 1400 und ‚Busa sind viel weniger Sportler und mehr Tourer, aber ein Nachfolgemodell wäre im Grunde das Gleiche wie eine andere 12er und damit ebenso langweilig. Es müsste also etwas ganz anderes in die Garage, aber was? Mal kurz überlegen, was ich will.

  1. Heute wohne ich woanders und fahre viel weniger Autobahn und wenn dann langsamer, weil wenn es hier Autobahnen gibt dann haben die ein Tempolimit. (Memo an mich: Einen Wutausbruch-Blogbeitrag gegen Tempolimits schreiben mit dem Ausdruck: Arschlochsicherheitsnaziparagraphenreiterfeigepolitikerschweine). Das hat natürlich auch was Gutes, der Hinterreifen hält jetzt viel länger.
  2. Die geringe Reichweite ist auf langen Strecken störend, wenn das die Neue besser könnte, wär schon schön.
  3. Eine Gepäckrolle und vielleicht ein Tankrucksack sollten mindestens dran passen.
  4. Spaß soll das Ding machen.

Okay, Zeit ehrlich zu mir selbst zu sein. Jedes Mopped macht Spaß und die Reichweite ist eigentlich egal, und nur weil ich momentan nicht mehr so viel Autobahn fahren kann, heißt das ja nicht, das das immer so bleiben wird. Und das Gepäck geht schon irgendwie mit, notfalls passen Kreditkarte und Zahnbürste in die Innentasche der Jacke. So komme ich also nicht weiter. Ich mach einfach eine Liste, und wenn es dann soweit ist gucke ich, was es in der Nähe gibt und kaufe was ganz anderes.

Bin ich noch nie gefahren, fand ich schon immer unpraktisch und sinnfrei, also absolut erstrebenswert. Ist ein Liebhaberfahrzeug und wenn ich noch lange warte, dann werde ich sie mir nie kaufen können. Das Mopped ist etwas ganz Anderes.
Jetzt wo Yamaha so viele MTs verkauft, könnte doch vielleicht ein Nachfolger mit XV 1900 Motor … nein?

Alter! Das Ding rockt und macht einen höllischen Spaß. Auf jeden Fall ein ganz heißer Kandidat und definitiv auch anders.

Wo ich gerade bei Triumph bin, die Streety ist eigentlich das vernünftigste Spaßmotorrad von allen und für alle Straßen. Klar, unverkleidet werden lange Vollgasetappen auf der Bahn anstrengend, aber dann fährt man da eben langsamer. Die nackten Tausender oder noch-mehr-Kubik können nichts besser, machen aber alles schwerer. Ob Streety mit oder ohne R ist mir eigentlich egal.

Ich stehe total auf Supersportler für die Straße. Auf der Blade habe ich schon viele Kilometer am Stück abgerissen und weiß daher, dass das gut funktioniert. Gepäck unterbringen ist ein bisschen schwierig, aber das ging auf dem Weg nach Imola ohne Umbaumaßnahmen. Der Praxistest auf anderen Supersportlern steht noch aus, aber mir fehlt da ein bisschen das Vertrauen, dass die das gut können, außer bei Suzuki. Da ist es jedoch nicht die 1.000er die ich möchte, sondern die:

Außer auf der Autobahn (und in den Händen von Profis auf der Rundstrecke) bieten 1.000er nur Nachteile gegenüber einer 750er oder etwas Vergleichbarem. Es hat schon seine Gründe, warum die Italiener für die Straße 800er Triple und 899er Twins anbieten obwohl es dafür keine Rennklasse gibt. Und warum keine 600er? So eine hatte ich schon mal und wiederholungen sind langweilig, siehe oben. Eigentlich, also wenn die Moppeds hier in einer Haben-Wollen-Reihenfolge wären, müsste die GSX-R hier vor der Blade stehen.

Meine persönliche Überraschung auf dieser Liste ist die Scrambler von Ducati, die mich auf der kurzen Probefahrt echt überrascht hatte. Ein tolles Spaß-Mopped, aber wohl schon ausverkauft.

Oder sollte ich neben der Hippe noch eine echte Reiseenduro stellen? Wenn dann wohl die NC von Honda, denn das ist das praktischste Mopped von allen. Die verbraucht so wenig, dass der Tank ein Handschuhfach ist. Und dieses Doppelkupplungsgetriebe mit automatischer Schaltung ist einfach super. Warum hatten wir die eigentlich nicht mit in den Alpen oder Vogesen, als wir nach der optimalen Reiseenduro gesucht hatten? Ich gucke gleich mal ob es für die NC einen ordentlichen Motorschutz und Speichenräder gibt. Obwohl: Wenn der Schotter rauher wird fahre ich sowieso mit der #Hippe. Sollte ich jedoch ein Mopped suchen, das Luxusweibchen und Hippe ersetzten muss, dann wäre die NC sehr weit vorne. Dann müsste ich jedoch eine ganz andere Liste erstellen und einen neuen Blogbeitrag schreiben.

Moppeds in diesem Beitrag:
Stehen alle direkt hier drüber.

Deutschland 0 – Frankreich 1

Für einen amtlich beglaubigten Franzosenhasser wie mir ist das eine echt üble Überschrift. Ich hätte auch: Billig 1 – Teuer 0 schreiben können, dass erschien mir jedoch nicht provokant genug. Worum geht es hier eigentlich?

Die französische Motorradmarke Mash erweitert Ihr Angebot. Die Franzosen kaufen billig kleine Einzylinder-Motoren in China ein und bauen dann Motorräder drum herum. Auf der Intermot stellten sie die Mash Five Hundred vor. Wie der Name nahelegt ist es ein Mopped mit 400 Kubik, das zumindest auf Bildern einer SR nicht unähnlich sieht. Die Abmessungen sind ähnlich, die Französin wiegt jedoch 23 kg weniger, hat im Prospekt 4 PS mehr und kostet mit 3.990 Eumel rund 1.800 weniger, ist also über 30% billiger als die Japanerin. Das nur, damit Ihr einordnen könnt, warum ich die Moppeds von Mash als billig bezeichne. Bevor Mash dieses Jahr die Five Hundred vorgestellt hat, gab es bereits andere Modelle zu kaufen, Roller, Mokicks, 125er und 250er, alle auch eher billig. Besonders die 125er Scrambler für 2.070 EUR gefällt mir optisch. Das scheint also zu funktionieren, das Angebot wird erweitert.
Frankreich: 1

Die letzte deutsche Motorradmarke, die das Licht der Welt (wieder-)erblickte war Horex, die jetzt bereits wieder auf dem wohlverdienten Weg über die Insolvenz in die Pleite ist. Statt einem gekauften leichten Einzylinder für ein kleines Geld ein Heim zu bieten, baute Horex einen eigenen Sechszylinder mit dem lyrischen Namen VR6 und bot ihn für kapp 23.000 Euro an. Teuer und am Markt vorbei.
Deutschland: 0

Originale Horex Reginas aus den 50ern hatten übrigens auch nur einen Zylinder, zuletzt 400 ccm und 22 PS, waren also ähnlich motorisiert wie die Mash. Vielleicht hätte man mit dem Markennamen Horex einfach neue Reginas mit chinesischem Motor anbieten können. Einen chinesischen Zweizylinder Reihenmotor gibt es bestimmt auch, dann hätte man direkt noch eine neue Imperator an den Markt bringen können. Hat man aber nicht.
Deutschland immer noch: 0

Es gibt einen Markt für beinahe klassische Moppeds nach dieser Bauart, wie Royal Enfield bereits seit Jahren beweist, mit Einzylindern um die 25 PS zu Preisen ab ca. 5.500 Euro. Und auch die Rückkehr der SR zeigt das.
Indien: Auch 1

Moppeds mit wenig Gewicht und ein paarundzwanzig PS machen übrigens tierisch Laune zu fahren, sind preiswert in Anschaffung und Unterhalt. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, denn meine #Hippe passt auch in dieses Schema, ist jedoch kein Pseudo-Klassiker.

Leute fahrt mehr 250er. Autofahrer, Ihr ganz besonders.
Falls Ihr keinen Führerschein habt, macht einen für 125er, das soll für Autofahrer jetzt billig sein, und kauft Euch eine 125er und fahrt damit.

Moppeds in diesem Beitrag

Super-Touren-Hippe #Alpenschotter14

Nach dem Enduro-Wandern in Mek-Pom (Edit: Hier ist der Beitrag: die Hippe gegen den Rest der Welt) war ich ich nun mit der kleinen Hippe auf Schotterwegen in den Alpen unterwegs. Unsere Tweets haben wir mit dem Hashtag #Alpenschotter14 versehen. Solange Twitter die Daten vorhält könnt Ihr dort noch nachlesen, was alles passiert ist.

Neben der Honda fuhren eine KTM Enduro R (@SystemStig wollte damit beweisen, dass es die beste Reiseenduro von allen ist), eine 660er Täterä (schön schwarz wie die T-Shirts von @VJStephan) und die dicke Triumph Tiger Explorer (mit @ErnieTroelf am Steuer).

Um es kurz zu machen, dass die kleine Honda auf Schotterstraßen funktioniert war keine Überraschung, dass ich damit auch auf kleinen Sträßchen zumindest bergauf nicht abgehängt werde, hatte ich gehofft, dass die Hippe von allen am einfachsten zu fahren war, eh klar.
Die große Herausforderung war die 1.000 km lange Heimfahrt über Autobahnen. Mit einer Reisegeschwindigkeit von Tacho 118 km/h (das sind 110 auf dem GPS) und einer effektiven Reichtweite von 150 km pro Tank funktionierte es jedoch problemlos und bequem. Ich hatte damit gerechnet, dass ich auf der Heimreise einen Übernachtungsstopp einlegen muss, der war jedoch nicht nötig. Damit hat sich die Hippe als hervorragender Alpentourer erwiesen.
Ein größerer Tank für 300 km Reichweite und ein größerer Motor, der eine Reisegeschwindigkeit von 130 km/h erlaubt, dann ist die Reiseenduro perfekt.

Honda, ich warte auf die CRF450L mit 40 PS und 15 Liter Tank bei ca. 140 kg Gewicht.

Moppeds in diesem Bericht:

Ein Experten-Tipp vom Händler NOT

Ich war heute während meines Spaziergangs bei einem Mopped-Händler, ich suche ja immer noch ein Winter-Mopped. Der folgende Dialog hat sich tatsächlich so abgespielt:
Er so: Kann ich Ihnen helfen?
Ich so: Ich fahre eine ZX 12-R und die ist für den Schnee nicht so richtig tauglich. Ich soche also ein Wintermopped, mit dem ich jetzt fahren kann, eine mit weniger Drehmoment.
Er so: Ich verstehe. Wie wäre es denn z.B. mit der Yamaha XJR 1300?

maximales Drehmoment 108,4 Nm bei 6.000/min
Gewicht – fahrfertig, vollgetankt 245 kg
Reifen hinten 180/55 ZR17 M/C (73W)

Übrigens, im Angebot standen auch: eine NTV 650, eine F650, eine GS 500.