Trial mit @ErnieTroelf #Roadblog2016 VIII Etappe

Nach der misslungenen Generalprobe zum Roadblog (das sogenannte #Odenwaldschnurren), sollte es dieses Mal funktionieren. Nachdem der Trialer von @ErnieTroelf es sich hinten im Bus gemütlich gemacht hat, checken wir ein letztes mal die Website, ob die Strecke heute wirklich geöffnet ist und fahren los.

Die Enduro-Strecke in Pfugstadt habe ich bereits öfter mit verschiedenen Enduros besucht, daher weiß ich, dass es dort eine kleine Trial Ecke gibt. Es gibt genug Hindernisse, um einen Nachmittag zu üben und einige und nicht alle davon kann ich schon bezwingen. Alles in allem: perfekt für mich.
Nachdem der Eintritt bezahlt und der Zettel unterschrieben sind geht es los: nicht nur mit dem Trial sondern auch mit dem Regen. Genauer gesagt: es tröpfelt.
Kein Problem im ersten Stint, denn ich muss mich erst warm fahren und das Mopped kennen lernen, also wie auf der Rennstrecke erstmal ein paar Runden drehen. Mit dem Trialer sind die Runden möglichst klein, am besten am Lenkanschlag. Aus Runden werden Achten und später dann Balance-Übungen, bevor die ersten kleinen Hindernisse angefahren werden.
Zeit für die erste Pause.

Ernie Troelf fährt aus dem Bild zur Pause.

Ernie Troelf fährt aus dem Bild zur Pause.

Trial fahren ist immer wieder verdammt anstrengend, obwohl es doch so leicht aussieht. Zwischendurch gucken ein oder zwei Endurofahrer in der Trialsektion vorbei, die meisten trauen sich aber nicht hineinzufahren. Wenn da jemand mit einem Trial-Mopped fährt, dann scheint der das zu können und da will man sich mit der Enduro nicht blamieren.
Ist natürlich Quatsch mit Senf, denn ich kann das gar nicht. Und wenn man mich fragt, dann ist es peinlicher, es nicht zu probieren.

Der Regen wird stärker und damit wird die Traktion immer schlechter. Nasse Steine sind rutschiger als trockene und das Trial Profil der Reifen setzt sich mit Schlamm voll. Nicht gerade anfängertaugliche Bedingungen.
Um das Profil vom Schlamm zu befreien fahre ich ein bisschen geradeaus und schneller, durch die höhere Drehzahl der Reifen steigt die Fliehkraft des Schlamms und schleudert ihn weg. Das klappt super am Hinterrad, aber am Vorderrad wird der Schlamm nur bis zum Schutzblech geschleudert, Enduros und Crosser haben aus diesem Grund hochgelegte Schutzbleche.
Ein gutes Ziel für die Geradeausfahrt ist der Bus auf dem Parkplatz, es ist wieder Zeit für eine Pause. Ich sitze im Bus, esse, trinke und beobachte, wie draußen ein Regentropfen neben dem anderen fällt. Auf magische Weise zieht sich die Pause so lange, bis die Strecke geschlossen wird und so packen wir ein und fahren zurück in die Handwaschpasten Ranch, wo der Trialer von seinem frischen Schlamm befreit wird.

Schlamm am Mopped

Schlamm am Mopped

Ich bin erstaunt, dass der Unterschied zwischen der 4-Takt Montesa und der Zweitakter Beta  beim Fahren so klein ist. Bergab fehlt mir das Bremsmoment des Motors, aber hier in Pfungstadt gibt es nur kleine Kuppen, da fällt das nicht auf.

Abends dann: Der Ort in dem Herr Troelf wohnt, ist eher klein, es gibt nur eine einzige Pizzeria (hat Betriebsferien), ein Restaurant am Sportplatz (da hat die Küche schon zu, schließlich ist es bereits nach 20 Uhr), ein gut bürgerliches Restaurant (sehr lecker, aber dass kenne ich schon) und einen Griechen, bei dem auch Herr Troelf noch nie war. Wir beschließen abenteuerlustig zu sein und nehmen den Griechen, wo wir sehr nett und schnell bedient werden und hervorragendes Essen bekommen. Ich glaube, dort werden wir in Zukunft öfter essen.

Kurze Schlussbemerkung: Das mit den Fotos wird morgen, wenn ich mit @Motominya fahre auch nicht besser, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn Du mich auch treffen willst, guck auf den Kalender, wo ich bin oder lass uns an einem freien Wochenende irgendwo treffen.

Enduro fahren in Pfungstadt

Letztes Jahr nutze ich genau dieses Treffen um auszuprobieren, ob der dicke Tiger Explorer überhaupt im Gelände fahrbar ist. Das hat gut geklappt und vor Ort war eine so tolle und zwanglose Atmosphäre, dass ich dieses Jahr wieder gekommen bin, mit der #Hippe.

Organisiert wird das ganze privat von Moto-Tourer.de (vielen Dank dafür) und es findet auf dem Gelände des MSC Pfungstadt statt. Im Fahrerlager kann gezeltet oder gewohnwagend werden, ich bin jedoch mit Bloggerkollege @ErnieTroelf  zu ihm nach Hause gefahren. Die Strecken (hier das Streckenlayout von der Webseite des Vereins) ist auch mit schweren Stelzböcken auf Straßenreifen gut zu befahren, das haben auch dieses Jahr wieder ein paar 12er GS bewiesen. Die meisten Teilnehmer nutzen jedoch leichtere Moppeds oder haben wenigstens geländetaugliche Reifen aufgezogen. Sportenduros möchten bitte auf dem Parkplatz warten, es ist ein Reisenduro Treffen.

Da die #Hippe bisher sowohl ihre Reise- als auch ihre Endurotauglichkeit bewiesen hat war sie also richtig dort und traf sich mit: F650GS, Freewind, Bagheera, KTM LC4, Enduro R und 950 Enduro, BMW 650 X Challange, XT600, KLX650, und 4-Ventiel Boxer GSen der verschiedensten Generationen. Bestimmt habe ich noch einige Modelle vergessen.

Auf dem Programm standen vor allem freies Fahren auf der Strecke, auf der Freifläche, die auch eine Kinder-Strecke aufweist und im Trial-Garten sowie einige Mopped-Spielchen wer mochte.

Enduro Ballspiel

Während die Enduro-Runde mit so ziemlich jedem Fahrzeug befahren werden kann, auf dem der Fahrer mit leichtem Schlamm und lockerem Sand klarkommt, ist im Trialgarten schon ein bisschen Bodenfreiheit nötig. (ja, das ist eine steile These, ich bin aber bereit jedes Mopped bei dem Versuch, das zu beweisen zu zerstören, solange ich es nicht bezahlen muss). Die vergleichsweise geringe Bodenfreiheit der #Hippe war der limitierende Faktor beim Trial, das geringe Gewicht und der zahme Motor waren ihre Trümpfe. Beides sorgte auch dafür, dass das Fahren wenig anstrengend war.
Während die meisten mit Ihren schweren Maschinen nach zwei bis fünf Runden im Trial-Garten oder auf der Enduro-Strecke eine Pause einlegten, konnte ich mit der #Hippe ohne Probleme weiter fahren und dabei feststellen, wie es mir von Runde zu Runde leichter viel, durch die weichen Sandpassagen zu kommen, Sand macht mir immer am meisen Schwierigkeiten. Ich konnte jede Runde schneller fahren, die Linien variieren vor allem, wurde ich entspannter.

Hippe im Trail Garten in Pfungstadt

Es war ein tolles Wochenende an dem ich die #Hippe im Gelände bewegen konnte. An manchen Stellen merkte ich, dass ich an die Grenzen dessen komme, was die #Hippe kann. Die Bodenfreiheit reicht nicht überall und wenn aus einem Hüpfer ein richtiger Sprung wird, dann kann es sein, dass die Gabel durchschlägt. Herrlich, meine fahrerischen Fähigkeiten wachsen und es macht Spaß!

Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr dort, ich will wieder hin.

 

P.S.

Ich hatte, wie versprochen, meine Kamera mit,  Meistens bin ich jedoch selbst gefahren und als Ernie Troelf dann Fotos machen wollte, war der Akku fast leer. Komisch, dass man den aufladen muss.
Glücklicherweise war auch jemand vor Ort, der seine Kamera zum Fotografieren mit hatte. Hier der Link zur Fotogalerie von Stefan Lacalli auf Facebook

Vorbereitungen zur #BajaD – Trial

Die Baja ist ein Motorraddrennen und da bietet es sich geradezu an, die eigenen Fähigkeiten auf dem Mopped zu verbessern. Die Baja wird außerdem abseits geteerter Straßen gefahren, daher scheint es nicht ganz abwegig genau das zu üben, besonders, da ich die ersten hundertdrölfzig Jahre ausschließlich auf Asphalt gefahren bin.

Letztes Jahr haben eine handvoll Blogger, ich inklusive, bei der Trialsschule.de einen zweitägigen Kurs gemacht, Berichte dazu gibt es bei Edigixxer oder Ernie Troelf, ich hatte damals, warum auch immer, nichts dazu geschrieben. Die Lernkurve damals war steil und der Spaß so groß, dass eine Fortsetzung unausweichlich geschehen musste. Die fand jetzt in den Pyrenäen statt und dauerte eine ganze Woche mit 5,5 Fahrtagen.

Das Gelände ist toll, direkt am Haus gibt es einen Klettergarten in dem geübt werden kann, wie man auch mannshohe senkrecht stehende Betonplatten herauf fahren kann, oder eben, wie in meinem Fall, einfach drum herum. Einen Steinwurf weiter weg beginnen dann die Hügel und Wälder der Pyrenäen, die alle frei befahrbar sind. Es ist halt ein riesiges Trial- und auch Enduro-Trainingsgelände.

Schulungs- und Übungseinheiten machten den Anfang und wurden durch immer längere Touren ersetzt. Ein ganz großer Spaß, den ich in bewährter Art und Weise in Stichpunkten zusammen fasse.

  • Ein 20-minütiges Video, falls Du keine Ahnung hast, was Trial ist. In diesem Fall ist es Hallen-Trial und das Video ist englisch, aber das ist egal, nach ein paar Sekunden glaubst Du nicht mehr an die Schwerkraft und hörst nicht mehr zu .
  • Trial fährt man langsam. Ja, man fährt, mindestens solange bis man hüpfen kann.
  • Im zweiten oder dritten Gang die steilen Berge hoch und im ersten herunter.
  • Das drübere Bein ist nicht das herübere. Welches welches ist hängt davon ab, wo der Trainer steht und ob man bayrisch versteht. Bei mir war es immer das andere.
  • Minimale Bewegung auf dem Mopped haben immensen Einfluss auf die Traktion.
  • Minimale Bewegungen auf dem Mopped lassen den Schweiß in Strömen fließen.
  • Trotz Helm und Protektoren habe ich blaue Flecken: die Türen waren niedrig und einmal stand der Kicker da, wo mein Knie hin wollte.
  • Ernie Troelf hat sich bei der morgendlichen Gymnastik als noch steifer als ich herausgestellt.
  • Ein Kaninchen rennt so lange auf der Straße vor dem Auto her, bis man es zu Fuß verscheucht und dann versucht es schnell wieder auf die Straße zu kommen.
  • Von Barcelona habe ich den Flughafen und kleine Gassen mit großen Mülltonnen gesehen.
  • In Andorra ist Sprit billig und Helme auch, aber es spricht fast niemand englisch. Beratungsgespräche sind demnach schwer, wenn man kein spanisch kann.
  • Urlaub mit Tanz, zu sehen gleich zu Beginn diesees Videos.
  • Die viertaktende Trial Montesa-Honda hat zwar keine Batterie, aber trotzdem eine Einspritzung.
  • Die Montesa wiegt fahrbereit und vollgetankt ca. 80 kg, die Fahrer eher deutlich mehr.
  • Mein Trinkwasserverbrauch lag über dem Spritverbrauch.
  • Das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, das ich Trial gefahren bin.
  • Trialwandern wäre genau das Ding für mich, könnte man es doch nur legal und vor der Haustür machen.

Mopped in diesem Beitrag