Nürburgring 24h Rennen #N24h

Dieses Wochenende läuft das 24h Rennen am Nürburgring. Vor ein paar Jahren musste man vor Ort sein um das Rennen zu sehen.
Dieses Jahr wird das Rennen wieder im TV übertragen. RTL Nitro zeigt alle 24 Stunden des Rennens live plus ein bisschen Vor- und Nachberichte, lediglich unterbrochen von Werbung. Finde ich gut.

Ich habe ein paar Stunden immer wieder reingeguckt. Für meinen Geschmack gibt es zu viel vom Drumherum und zu wenig Rundenzeiten und Renngeschehen. All dieses Emotionale, Menschliche und Skurrile interessiert mich nicht. Deshalb, und das ist das noch viel besser als eine TV-Übertragung, schalte ich um. Es gibt das Rennen nicht nur im TV, sondern auch noch mehrfach (wirklich mehrfach!!!!) live bei YouTube. Wie geil ist das denn? Das beste Autorennen in Deutschland wird auf verschiedenen Kanälen live übertragen. Im TV von RTL Nitro, im Netz hat Vodafone Deutschland ein eigenes Moderatoren-Team und macht eine eigene Sendung auf deutsch. Und damit meine ich nicht, einen Kommentator in der Box. Es gibt zusätzliche Kamera-Teams und Moderatoren in der Boxengassse und sonst wo, alles, was bei einer TV-Sendung erwartet wird. Direkte Konkurrenz zu RTL Nitro.

Aber da gucke ich nur manchmal hinein. Nein, das gucke ich die restliche Zeit, aber ohne Ton, denn ich gucke den Stream von Radio Le Mans. Die verwenden den Videofeed von Vodafone Deutschland (inklusive der Studio- und Interview-Bilder) und moderieren darüber. Radio Le Mans überträgt so ziemlich jedes Langstreckenrennen. Meiner Meinung nach ist man dort am dichtesten am Renngeschehen. Vielleicht gefällt es mir aber auch nur, wie die englisch sprechenden Moderatoren die deutschen Namen aussprechen.

Anscheinend gibt es genug Geld um ein 24 Stunden Autorennen unterhaltsam und umfassend zu übertragen.
Schade, dass nicht genug Geld für die Übertragung von Motorradsport vorhanden ist, egal ob IDM oder Isle of Man, Speedway oder sonstwas.

Werbeanzeigen

Zahlenmirakel – Oder wie Twitter Analytics mir auch nicht helfen konnte

Normalerweise monitore ich nicht, was ich so privat im Netz mache. Google Analytics läuft nicht bei meinem Blog und auch Twitter Analytics habe ich mir nie angesehen. Je nachdem welches Gerät ich gerade in der Hand habe, nutze ich entweder Hootsuite, Plume oder Tweetdeck um zu twittern. Falls jemand auf einen meiner Tweets antwortet ist das toll. Wenn mich jemand retweetet, kriege ich das meistens gar nicht mit und Favs schon gar nicht. Klar wird das irgendwo angezeigt, aber diese Spalten oder Infos bemerke ich gar nicht.

Bei einem professionell genutzten Twitter Account sähe das deutlich anders aus.

Gestern bin ich dann zufällig auf meiner Twitter -Website gewesen und habe da mal herumgeklickt, erst auf die drei kleinen Balken (Tweet-Aktivität anzeigen) weil ich mir darunter nichts vorstellen konnte und dann unter Interaktionen auf den Link „Details anzeigen“, weil ich mir darunter immer noch nichts vorstellen konnte.

Und schon war ich auf der Analytics Seite zu meinem Twitter Account und konnte eine ganze Zahlensammlung betrachten. Das ist ja ganz nett, aber was bedeuten die Zahlen? Da gibt es beispielsweise die Spalte „Impressionen“ und darunter Zahlen. Diese Zahlen sind bei mir meistens deutlich kleiner als die Anzahl meiner Follower, bei einem Tweet jedoch dreimal so hoch. Und genau hier wurde meine Neugierde geweckt. Was genau versteht man bei Twitter Analytics unter Impressionen? Mit der Maus über den Begriff gefahren und schon steht eine erste Erklärung auf dem Bildschirm: „Wie oft Nutzer den Tweet auf Twitter gesehen haben“. Klingt einleuchtend, lässt aber viele Fragen offen.

Bedeutet auf „Twitter gesehen“, dass nur die Twitter Website gemeint ist? Was ist dann mit den Apps von Twitter, zählen die nicht? Und bedeutet „gesehen“, dass der Tweet zu dem Zeitpunkt als der Nutzer auf seiner Twitter-Seite war auf dem Bildschirm angezeigt wurde? Wie viele das sind ist von der Bildschirmgröße abhängig und von der Anzahl der Tweets mit Bild. Oder dass er durch scrollen durch die Timeline tatsächlich für eine Millisekunde sichtbar wurde? Tja, die Antworten stehen da nicht. Und ein direkter Link zur Hilfe oder zum Glossar steht da auch nicht. Mit Suchen findet man ein Glossar, das jedoch bei den obigen Fragen nicht wirklich weiterführend ist.

Aber egal, ich brauche die Zahlen ja nicht beruflich sondern war nur mal kurz neugierig. Warum der eine Tweet so viele Impressions hat, weiß ich immer noch nicht.

So wie es aussieht, kann man anhand der Zahlen sicherlich den eigenen Account optimieren, wenn man es denn möchte. Dafür lassen sich die Zahlen sogar als CSV Datei exportieren.
Fazit: Twitter Analytics ist ja recht interessant, leider ist das Glossar wenig hilfreich.

Aber damit bin ich mit dem Thema noch gar nicht durch, denn: Wie gut, dass es es Twitter gibt. Mit den richtigen Followern kommt man schnell zu mehr Antworten und mehr Informationen als man eigentlich gesucht hat.

Ich habe mein Fazit also getwittert und fast umgehend kam eine Antwort von @Hirnrinde und es gab ein Gespräch mit insgesamt 12 Tweets in das sich auch @Hootsuite_Help auf deutsch einmischte, als der Begriff Hootsuite gefallen war (ohne @ oder #, sondern nur als Wort innerhalb einer öffentlichen @Reply).

Folgt dem Link, wenn Euch die Details interessieren.

Von @hirnrinde kamen zwei Links zu Blogbeiträgen rund um Twitter Analytics, den Deutschsprachigen gebe ich hier weiter, den anderen findet Ihr in seinem Tweet in unserem Gespräch.

Twitter erfasst demnach nur Daten der Webseite Twitter.com und der eigenen iOS- sowie der Android App. Nicht mal die Windows App (wenn es denn eine gibt) wird erfasst. Apps von Drittanbietern auch nicht.

Jetzt wäre es spannend zu wissen, wie viel Prozent der Twitter Nutzer überhaupt auf den Analytics-Seiten abgebildet werden und ob diese zu Gruppen zusammengefasst werden können.
Ich behaupte mal: Profis (z.B. die mit mehreren Twitter-Accounts) und alte Twitter-Hasen werden häufiger Apps und Services von Drittanbietern verwenden als private Neueinsteiger. Aber das ist ein Thema, da müssen sich die Profis Gedanken zu machen, die mit Ihren Tweets oder Analysen Geld verdienen wollen.

@Hootsuite_Help verwies auf die Hootsuite eigenen Statistiken. Um diese wirklich nutzen zu können, ist jedoch eine Upgrade auf den kostenpflichtigen Pro-Account nötig, Twitter Analytics ist kostenlos.

Warum jetzt der eine Tweet so oft angesehen wurde weiß ich immer noch nicht. Eventuell hat er einen Haufen Fans, die ihn sich immer wieder angucken, denn es werden ja die „Impressions“ gezählt und nicht die „User“.

Vielleicht hat es ja auch mit den „Interaktionen“ zu tun? Interaktionen sind Klicks auf den Tweet, Retweets, Antworten, Favs und Follows und stehen auch auf der Analytics-Seite.

Ja, der Tweet hat verhältnismäßig viele „Interaktionen“ in der Statistik ausgewiesen, aber bei weitem nicht die meisten. Die Interaktionen werden einzeln aufgeschlüsselt. Es gab zwei Re-Tweets. Möglicherweise wurde also genau dieser Tweet von jemandem mit verdammt vielen Follwern retweetet. Allerdings zeigt mir die Analytics Seite nicht an, wer hier retweetet hat, dazu muss ich raus aus Analytics und mir den Tweet direkt angucken. Nein, daran liegt es auch nicht, denn die beiden Accounts haben zusammen weniger als die Hälfte meiner Follower, so komme ich nicht auf dreimal zu viele Impressions wie ich Follower habe.

Bleiben als denkbare Erklärungen also:

  • Eine Fehler in der Messung
  • Viele Follower die sich den Tweet sehr oft angesehen haben
  • Ein Retweet den Twitter (und auch Hootsuite) nicht erfasst hat und der an Millionen Nutzer ging.

Also auf jeden Fall etwas, das nicht reproduzierbar ist und damit ist die Ursache auch für den Profi egal.

P.S.
Um welchen Tweet ging es dabei eigentlich? Um den in dem ich um Likes auf der neuen Facebook-Fanseite bat.