Enduro fahren in Pfungstadt

Letztes Jahr nutze ich genau dieses Treffen um auszuprobieren, ob der dicke Tiger Explorer überhaupt im Gelände fahrbar ist. Das hat gut geklappt und vor Ort war eine so tolle und zwanglose Atmosphäre, dass ich dieses Jahr wieder gekommen bin, mit der #Hippe.

Organisiert wird das ganze privat von Moto-Tourer.de (vielen Dank dafür) und es findet auf dem Gelände des MSC Pfungstadt statt. Im Fahrerlager kann gezeltet oder gewohnwagend werden, ich bin jedoch mit Bloggerkollege @ErnieTroelf  zu ihm nach Hause gefahren. Die Strecken (hier das Streckenlayout von der Webseite des Vereins) ist auch mit schweren Stelzböcken auf Straßenreifen gut zu befahren, das haben auch dieses Jahr wieder ein paar 12er GS bewiesen. Die meisten Teilnehmer nutzen jedoch leichtere Moppeds oder haben wenigstens geländetaugliche Reifen aufgezogen. Sportenduros möchten bitte auf dem Parkplatz warten, es ist ein Reisenduro Treffen.

Da die #Hippe bisher sowohl ihre Reise- als auch ihre Endurotauglichkeit bewiesen hat war sie also richtig dort und traf sich mit: F650GS, Freewind, Bagheera, KTM LC4, Enduro R und 950 Enduro, BMW 650 X Challange, XT600, KLX650, und 4-Ventiel Boxer GSen der verschiedensten Generationen. Bestimmt habe ich noch einige Modelle vergessen.

Auf dem Programm standen vor allem freies Fahren auf der Strecke, auf der Freifläche, die auch eine Kinder-Strecke aufweist und im Trial-Garten sowie einige Mopped-Spielchen wer mochte.

Enduro Ballspiel

Während die Enduro-Runde mit so ziemlich jedem Fahrzeug befahren werden kann, auf dem der Fahrer mit leichtem Schlamm und lockerem Sand klarkommt, ist im Trialgarten schon ein bisschen Bodenfreiheit nötig. (ja, das ist eine steile These, ich bin aber bereit jedes Mopped bei dem Versuch, das zu beweisen zu zerstören, solange ich es nicht bezahlen muss). Die vergleichsweise geringe Bodenfreiheit der #Hippe war der limitierende Faktor beim Trial, das geringe Gewicht und der zahme Motor waren ihre Trümpfe. Beides sorgte auch dafür, dass das Fahren wenig anstrengend war.
Während die meisten mit Ihren schweren Maschinen nach zwei bis fünf Runden im Trial-Garten oder auf der Enduro-Strecke eine Pause einlegten, konnte ich mit der #Hippe ohne Probleme weiter fahren und dabei feststellen, wie es mir von Runde zu Runde leichter viel, durch die weichen Sandpassagen zu kommen, Sand macht mir immer am meisen Schwierigkeiten. Ich konnte jede Runde schneller fahren, die Linien variieren vor allem, wurde ich entspannter.

Hippe im Trail Garten in Pfungstadt

Es war ein tolles Wochenende an dem ich die #Hippe im Gelände bewegen konnte. An manchen Stellen merkte ich, dass ich an die Grenzen dessen komme, was die #Hippe kann. Die Bodenfreiheit reicht nicht überall und wenn aus einem Hüpfer ein richtiger Sprung wird, dann kann es sein, dass die Gabel durchschlägt. Herrlich, meine fahrerischen Fähigkeiten wachsen und es macht Spaß!

Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr dort, ich will wieder hin.

 

P.S.

Ich hatte, wie versprochen, meine Kamera mit,  Meistens bin ich jedoch selbst gefahren und als Ernie Troelf dann Fotos machen wollte, war der Akku fast leer. Komisch, dass man den aufladen muss.
Glücklicherweise war auch jemand vor Ort, der seine Kamera zum Fotografieren mit hatte. Hier der Link zur Fotogalerie von Stefan Lacalli auf Facebook

Endurofahren mit den Dirtgirls statt #BajaD

Aufmerksamen Blog-Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich schon länger nichts mehr zur Baja Deutschland #BajaD geschrieben habe. Aufmerksame Twitter-Leser wissen warum, denn die Baja wurde verschoben. Aus Umweltschutzgründen findet das Rennen jetzt vom 23. bis zum 25. Oktober statt. Eigentlich hätte das Rennen am verlängerten vergangenen Wochenende stattfinden sollen.

Ich wäre mit dem Dirtgirls Rallye Team gestartet und von daher wurde ich als Fast-Mädchen von den Damen zu einem konspirativen Treffen mit Enduro nach Schleswig Holstein eingeladen. Also zögerte ich nicht lange und sprang gleich auf die Hippe mit den gut angefahrenen TKC80 und reiste los. Vor Ort traf ich dann auf eine ganze Armada EXCs, den Wettbewerbs-Enduros aus dem Hause KTM, von 250 ccm bis 450 ccm war alles vertreten.

Der Laie wird nun beginnen Mitleid mit mir zu haben und denken, dass ich die KTMs brutal aufhalten würde. War natürlich nicht so, denn ich habe einen alten Indianer-Trick angewandt und bin auf der ersten Runde einfach als letzter gefahren.

Der Nicht-Mehr-Laie wird denken: Moment, Schleswig Holstein ist doch flach wie ein Bügelbrett, da nutzt einem eine EXC doch gar nichts.
Ja und nein. Natürlich gibt es dort keine 100 m hohen Steilhänge voller Riesen-Findlinge oder ähnliches Hardenduro-Gelände, aber mit einem ortskundigen Führer, der schon seit Mofa-Zeiten den Asphalt scheut die der Teufel das Weihwasser, kann man dort super wilde und tolle Strecken fahren. Wir befuhren sogar eine Cross-Strecke die sich zwei Kurven mit einer Enduro-Strecke teilte und mitten im Wald lag. Ich hatte mir die Gegend vorher mit Openstreetmaps, Goolge Earth und Bing angesehen und hätte damit nicht gerechnet. Sandige Auf- und Abfahrten, zugewachsene Wege, mitten durch die Bäume durch, auf Schotterwegen parallel zur Autobahn, private Endurostrecken im Garten, Trampelpfade durchs Moor – es gab alles, außer Wasserdurchfahrten.

Honda CRF250L Kenner wissen jetzt auch, dass die #Hippe mit solchem Gelände super klar kommt. Ich selbst werde immer wieder von der Kleinen überrascht, die viel mehr im Gelände kann als ich ihr zutraue und am Ende auch mehr kann als ich.

Auf der Endurostrecke habe ich mehrere Runden auch bei höherem Tempo gedreht und war nicht nur erfreut, wie schnell es vorwärts ging, sondern auch, wie wenig anstrengend es war. Eine Runde bin ich zum Vergleich auf einer 250er EXC-F gefahren, war viel anstrengender. Die KTM ist halt ein echtes Wettkampfgerät und muss auch so bewegt werden. Je höher das Tempo umso größer sind die Vorteile der Kante. Aber, so schnell war ich noch nicht. Aber so dreckig.

Hippe im Moor

Meine Empfehlung für alle Offroad-Anfänger daher: Auch wenn alle anderen eine Hardenduro fahren, fangt mit etwas anderem an, Ihr werdet Euch leichter tun und könnt auch noch auf eigener Achse anreisen. An diesem Wochenende konnte ich mit den Mädels, die wie ich auch alle auf gehobenem Anfänger-Niveau fahren, locker mithalten.

Abends wurde fein gegrillt und bis spät in die Nacht geredet. Hier muss ich jedoch die Mädels vor den üblichen Quatschtanten-Klischees in Schutz nehmen, die waren schon früh im Bett, der Tourguide (und Lebenspartner des organisierenden Dirtgirls) und ich fanden kein Ende.
Am Abreisetag gab es sogar noch eine GPS gestützte Schatzsuche als Ersatz für die Navigation mit Roadbook, die auf der Rally angefallen wäre.

Griesis Schatz

Und ganz zum Schluss zum Abschied, als sich unsere Wege wieder trennten bekam ich noch ein Blümchen an die #Hippe das dort auch über 150km hielt bis der Wind uns trennte. Das Bild habe ich bei Kilometer 136 gemacht, da sieht das Blümchen schon ein wenig gerupft aus.

Blümchen an der Hippe

Auf dem Rückweg konnte ich dann doch noch durchs Wasser fahren. Ich hatte mal bei Wikipedia nach Furten gesucht und dabei einige gefunden für manche hatte ich mir die Koordinaten herausgesucht und diese in mein GPS eingespeichert. Die meisten Furten sind mickrig und wenn sie für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben sind, meistens auch noch gepflastert.

Die hier bei Koordinaten N50° 16.215′ E6° 38.822′ jedoch nicht.

Hippe vor einer Furt

Hier war das Wasser ca. 50 cm tief. Ein würdiger Abschluss für ein tolles Wochenende.

Die Medien über #Alpenschotter14

Ich überlege noch, wie ich unsere Alpenschotter14 Tour schön in Worte packen kann, da steht schon alles auf Heise Auto.

Lest Euch den Artikel von Clemens durch, guckt Euch die Bilder an und lest auch die Bildunterschriften. Herzliches Lachen nicht vergessen .
Anschließend schaut Ihr Euch den Trailer zur Tour von Ernie Troelf an.
Und dann schnappt Euch Eure eigene Hippe CRF 250L (oder eine andere leichte Enduro) und fahrt Eure eigene Schotterrunde.

Hippe in den Alpen

Oberhalb von Mont Cenis

P.S.

Pffff, Gorilla.

Mit der #Hippe unterwegs

Letzte Woche war ich mit der Hippe unterwegs. Höhepunkt der eine Enduro-Tour in Mek-Pom, wo ich nicht nur die Hippe im Gelände fahren konnte, sondern sie auch mit einigen anderen Moppeds vergleichen konnte.
Momentan schreibe ich an einem Tourbericht für die Bikerszene.
Hier könnt Ihr dann später lesen, wie sich die Hippe im Vergleich zur hubraumstärkeren Konkurrenz geschlagen hat.
Insgesamt waren wir ca. 1.500 km unterwegs, eine Strecke für die ich normalerweise das Luxusweibchen genommen hätte. Das hätte im Gelände jedoch nicht funktioniert.

Hippe im Wald

Hippe im Wald

Moppeds in diesem Beitrag

 

https://d3ijcis4e2ziok.cloudfront.net/tpc-check.html

Enduro Ding? Na klar!

Im Road-Blog nannte ich die Prilla Shiver eine Enduro Ding, was dem Leser Michl in den Kommentearen zu einer Nachfrage veranlasste.
Na klar ist das ein Enduro Ding. In meiner einfachen kleinen Welt gibt es schon viel zu viele Motorrad-Klassen: Sportler, Tourer, Chopper und Enduros.
Dass jede Marketingabteilung fuer jedes neue Fahrzeug (oder in der Musikindustrie fuer jede neue Kapelle) eine neue Klasse erfindet, ist mir egal. Die wollen das Zeug verkaufen, ich will es nur fahren. Mir ist es egal, ob das Mopped ein Hyper-Sports-Tourer (mit und ohne Bindestriche), Supersportstourer, SportSuperTourer, Sporttourer Blitz-Express oder sonst was genannt wird. Es wird schon in eine meiner vier Klassen passen.
Die Shiver ist kein Sportler, kein Tourer, kein Chopper also eben eine Enduro. Wenn Du es anders nennen willst Sport-Tallrounder, Supermototourer, 2-Rad-SUV oder sonst wie: gut, mach es. Fuer mich bleibt es eine Enduro.

Das erste Mal auf der Cross-Piste #Mintt11

Leider hatte ich in den letzten Wochen zu viel zu tun, um bereits in Vorfeld zu #mint11 (Metzeler Interact Testtage 2011) zu berichten. Metzeler hat mich und andere twitternden Blogger eingeladen mal die neuen Reifen zu testen, auf der Rennstrecke, im Gelände und auf der Straße.
Hölle, war das ein geiler Tag mit vielen Premieren für mich. Ich werde es in mehreren Beiträgen verwursten, hier der erste, zum dritten Programmpunkt. Der Tag fing mit der Vorstellung der Reifentechnologie an, dazu können die Jungs und Mädels bei Metzeler mehr sagen als ich. Der zweite Punkt auf meiner Tagesordnung war meine erste Fahrt auf einer Rennstrecken (Siebeneinhalber Gixxer) , zu dem ich später einen Beitrag schreiben werde. Hier geht es jetzt um meine erste Fahrt im Gelände. Klar, ich bin bei den #HondaTT11 mit der Crossrunner zum Blümchenpflücken

blümchen pflücken

über die Wiese, bin also schon offroad gefahren, aber das war etwas ganz anderes. Mit KTMs schärfsten Waffen aus dem Endurosegment, Zwei- und Viertakter von 250 bis 450 ccm und einem Instruktor ging es auf eine Crossstrecke, auf der EM-Läufe ausgetragen werden. Zuerst ging es allerdings auf das Cross-Pendant zum Idiotenhügel. Es galt die Grundtechniken zu lernen. Stehen bei Geradeausfahrt, auf dem Tank sitzen und Beinchen nach vorne in den Kurven, Mopped in die Kurve drücken und alles vergessen, was auf der Straße zählt.
Hölle war das anstrengend. Ich war nach 10 Minuten und einem Sturz echt fertig. Auf den Bildern sieht es ganz okay aus, aber ich habe mich echt überfordert gefühlt, und das bereits bei leicht gesteigerter Schrittgeschwindigkeit.
Nach einer längeren Verschnaufpause ging es dann auf die große Strecke. Da war ich nach anderthalb Runden Schleichfahrt so fertig, dass ich nicht mehr konnte. Die Klamotten waren durchgeschwitzt, das Polster im Helm triefnass. Die Beine waren wie Pudding, für mehr fehlte mir die Kondition. Wenn ich an dem Tag noch mal fahren wollte, dann wusste ich hier aufhören. @Pistonpin und @ErnieTroelf waren da weit besser drauf. Respekt. Apropos, mein Respekt vor den Wilden, die das wettkampfmäßig betreiben, ihre Moppeds den Erzberg hochprügeln oder die Dakar fahren ist durch meine paar Minuten um ein unendliches gestiegen. Ja, ich war an dem Tag konditionell angeschlagen und von den Moppeds überfordert. Trotzdem bin ich froh, dass ich unter so professionellen Bedingungen meine ersten Meter im Gelände zurücklegen konnte. Ich werde mich mit Sicherheit bei nächster Gelegenheit nochmal in so einen Sandkasten stürzen und es wieder probieren. Ein neues Hobby wird es von mir aber wohl nicht werden.

Das folgende Bild hat entweder @biketourgermany oder @moto1203 gemacht.

*Edith* Wie aus den Kommentaren ersichtlich, hat @biketourgermany das Schräglagen-Bild gemacht.

Profivrosser in maximaler schräglage