Das erste Mal: Im Domina Studio

Das kann auch nur mir passieren. Ich stehe mit fast fertig gepacktem Leihmopped im Fahrerlager nach der Baja Deutschland. Eine junge Dame kommt auf mich zu und drückt mir mit einem charmanten Lächeln und den gehauchten Worten: „Für Dich“ einen Flyer in die Hand. Nachdem Sie sich umgedreht und hat und aus meinem Blickfeld verschwunden ist, senke ich meinen Blick und schaue mir den Zettel in meiner Hand an. Reklame, wenig überraschend. Für ein Domina Studio in Köln. Doch überraschend.

Ich weiß nicht, wie oft Ihr schon Flyer in die Hand gedrückt bekommen habt. Ich erlebe es beinahe täglich, dass irgendwer mir einen Zettel zustecken will für einen gratis Kaffee, Neueröffnungen irgendwelcher Geschäfte, Weltverbesserungs-Aktionen oder –Vereine oder Party und Konzerte. Domina Studio? Nicht mal in Las Vegas.

Warum also bekomme ich diesen Flyer, so wie es aussieht als einziger weit und breit? Ich habe noch nie ein Domina Studio von innen gesehen und meine Neugierde darauf hielt sich bis jetzt in genauso engen Grenzen wie die auf einen Besuch der Jahresversammlung des örtlichen Kaninchenzüchter-Vereins. Jetzt allerdings wurde ich sozusagen persönlich eingeladen und wer weiß, was mir droht, wenn ich nicht erscheine?

Also fahre ich morgen Abend nach Köln, in den Divas Dome.

Um 18:00 beginnt die Vernissage auf der auch Werke der jungen Damen ausgestellt werden, die mir den Flyer in die Hand gedrückt hat. Leider kann ich Euch nicht den direkten Link zur Kunstausstellung liefern, denn ich sitze gerade im Büro und dort werden Webseiten wie die vom Divas Dome wegen „Adult Content“ gesperrt. Wenn Ihr also den Link klickt, rechnet mit irgendwas, das erst ab 18 sein könnte. Ich weiß nicht mal, ob es eine Seite zur Ausstellung gibt, oder ob es die normalen Seiten des Studios sind.

Die Junge Dame ist übrigens Petra.

 

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Die Baja Deutschland #baja300

Zuerst muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich die ganze Zeit einen alten Hashtag #baja300 verwendet habe, denn die Baja heißt seit diesem Jahr wieder Baja Deutschland, auch wenn sie nicht Teil der FIM Baja-Serie ist.

Wie bereits im letzten Jahr konnte ich wieder mit den Dirtgirls von Tina Meier die Baja bestreiten und wieder mit einer geliehenen Maschine vom Team Kaiser. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo ich mit einer schwachbrüstigen hüstel KTM 525 vorlieb nehmen musste, stellte Thorsten mir diesmal eine KTM mit „gemachtem Motor“ hin. Ich habe lieber gar nicht nachgefragt und trotzdem erfahren, dass der Motor 12 mm mehr Bohrung (also 650 ccm) und einen entsprechend angepassten Kopf hat. So sind bis zu 75 PS drin, bei geschätzten 115 kg Gewicht. Im Gelände. Um das mal in Relation zu setzen: Meine Hippe hat bei 145 kg  ganze 25 PS, also 25% mehr Gewicht bei nur einem Drittel der Leistung. Ich hatte ein bisschen Angst, was das Biest mit mir machen würde, wenn ich am Kabel ziehe. Die Kehrseite der Medaille war natürlich, dass ich immer genug Leistung zur Verfügung hatte. Viele Stellen gingen im Standgas, wo andere im Schlamm stecken blieben, reichten wenige Winkelminuten am Gasgriff um durchzukommen. Noch ein bisschen weitergedreht und das Vorderrad kam hoch genug um über jedes Hindernis auf der Strecke zu kommen. Ich will so ein Ding!

Aber ich wollte dieses Jahr gar nicht schneller fahren als im letzten sondern mein Ziel war eine fehlerfreie Navigation.

Fahren nach Roadbook

Auf der Baja muss man den richtigen Weg selbst finden. An einer Kreuzung kann es theoretisch nach links, rechts oder geradeaus gehen, welcher Weg der richtige ist, muss man dem Roadbook entnehmen. Dazu enthält das Roadbook folgende Informationen: Gesamtstrecke seit dem Start, Fahrstrecke seit dem letzten Roadbook-Bild, ein Bild auf dem die Kreuzung skizziert ist und daneben weitere Informationen um die Orientierung zu erleichtern. Um die Sache zu verkomplizieren ist nicht jede Kreuzung im Roadbook abgeblidet an der es geradeaus geht, aber manche.

Das Roadbook ist eine lange Rolle bedrucktes Papier, das vor dem Start der Rallye vom Veranstalter herausgegeben wird, man kann es sich vorher ansehen und auch bearbeiten. Ich habe zum Beispiel alle Bilder in denen ich links abbiegen muss rot markiert und alle wo es rechts abgeht in Grün. In Gelb wurden alle Bilder mit Kompasskursen markiert und weitere wichtige Informationen in Blau. Andere hatten andere Methoden und Farben gewählt.

Am Mopped wird die Rolle dann in einen Halter eingespannt und immer passend vorgespult.

Die zurückgelegte Strecke wird mit extra Instrumenten (in meinem Fall von Ico) gemessen, und über Knöpfe an die Angaben im Roadbook angepasst.

Vor dem Start

Wegen dem vielen Regen an den Tagen vor dem Rennen wurden die Sonderprüfungen eins und zwei in umgekehrter Reihenfolge gefahren und die Strecke leicht geändert. Diese Informationen erhielten wir auf dem Fahrerbriefing gegen 22:00 Uhr. Da um diese Zeit das Roadbook für Etappe eins vorbereitet war, aber nicht für Etappe zwei, hieß das also, noch mal ran ans Roadbook statt ins Bett. Start ist um 06:00 Uhr, Vorstart um 05:30, das bedeutet: aufstehen um 04:00 Uhr, genug essen für sechs Stunden Rennen, Roadbook einfädeln. Wenn man das vorher macht zieht das Papier die nächtliche Luftfeuchtigkeit und feuchtes Papier reißt schnell, was echt doof ist, wenn man im Rennen anhalten und Papier kleben muss.

Start

Gestartet wird in Zehnergruppen in der Reihenfolge der Startnummer, die nach dem Zeitpunkt der Anmeldung vergeben wird. Mit der Eins startet also nicht der Weltmeister sondern derjenige, der als erstes die Startgebühr bezahlt hat. So kommt es das Vollprofis, Staatsamateure und Eierbären (wie ich) nebeneinder am Start stehen und auf das herunterticken der Uhr warten. Alle 60 Sekunden geht eine neue Gruppe ins Rennen. Ich rolle vor zur Startlinie, die Uhr tickt herunter.

5 – Gang einlegen, Drehzahl hoch

4 – Nach vorne auf der Sitzbank rutschen, Oberkörper nach vorne, Ellenbogen hoch, Gewicht aufs Vorderrad

3 – Druckpunkt der Kupplung suchen

2 – Warten

1 – Warten

0 – Loooooooooooos!

Wer vorne fährt hat freie Sicht, wer hinten fährt bekommt Schotter, Sand und Steine von den vorne fahrenden ins Gesicht gespritzt. Rechts ab, den Abhang herunter, geradeaus, nächste wieder geradeaus dann links. Oder war es rechts? Ein Blick aufs Roadbook zeigt, ich muss vorspulen, ich bin zu schnell für meine Navigationskünste. Erstmal selbst einbremsen um nicht blind den Spuren und den vor mir her fahrenden zu folgen. Also immer ein Auge auf das Roadbook und den Ico und Finger weg vom Gas und schon sind weitere Dirtgirls auch da wo ich jetzt stehe und mich orientiere. Ab jetzt geht es langsamer weiter und so fahren wir praktisch in einer kleinen Gruppe. Da wo es geht immer den leichten Weg anstatt einfach geradeaus in den dicksten Matsch oder ins Wasser von dem man nicht weiß, wie tief es ist. Trampelpfad im Wald, Du bist mein Freund. So schaffen wir zwei Runden auf denen ich fast immer weiß, wo ich gerade bin und was als nächstes kommt. Einen Checkpoint verpassen wir meinetwegen. Entschuldigung dafür an meine wundervollen Begleiterinnen.

Tag zwei

So toll wie es bei mir gestern lief, klappte es nicht bei jeder aus unserem Team. Wir hatten einen frühen Ausfall zu verzeichnen, ein Mopped steckte so tief im Schlamm, dass es nur mit dem Bergungs-LKW befreit werden konnte, ausgerechnet bei dem Premiere-Küken (na klar kenne ich Ihren Namen, aber den behalte ich für mich). Wer als erstes ausfällt darf am nächsten Morgen zu letzt starten, also ca. 10 Minuten länger schlafen als der Etappensieger. Ich fühlte mich geehrt und geschmeichelt als ich am Vorstart von ihr gefragt wurde, ob ich eine Runde ihre Entenmutti machen würde (also hinterherfahren, für das beruhigende Gefühl, da ist noch jemand, der mir helfen könnte). Wir jagten also das Feld vor uns her und ließen uns richtig Zeit bei der Navigation und guckten immer nach Möglichkeiten, nicht im Schlamm stecken zu bleiben. So beendeten wir die erste Runde und eigentlich wollte sie jetzt raus fahren. Uneigentlich klappte es aber ganz gut und als Tina uns vom Zuschauerbereich aus sagte, dass wir die anderen durch kluges navigieren und Matsch umfahren überholt hatten, war klar, dass wir noch eine zweite gemeinsame Runde dranhängen. Gerade als wir losfahren wollten kamen zwei weitere Dirtgirls und so ging es zu viert in die nächste Runde. #Yeah!

Fazit

Ich brauche mein eigenes Rallye-Mopped und nächstes Jahr fahre ich wieder Baja. Vielleicht finde ich vorher noch eine andere Veranstaltung um das Fahren nach Roadbook zu üben.

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Moppeds in diesem Beitrag

Gar nicht leicht über die Baja 300 zu schreiben

Ich gehe nun schon sein vielen Tagen gehirnschwanger an den Rechner und versuche meine Berichte über die Baja 300 zu verfassen. Lese nochmal die Notizen, die ich gemacht habe und fange an zu schreiben, springe dabei von Thema zu Thema und will dieses noch erwähnen, das noch erklären und zwischendrin immer wieder in den Helm, der noch an der Garderobe liegt, schreien, wie geil es war.

Und dann lese ich, was ich bisher geschrieben habe und es ist Wortsalat mit Buchstabenbrei, thematisch chaotisch und chronologisch unsortiert. Ich brauche wohl noch etwas mehr zeitlichen Abstand, den ich mit Bilder gucken fülle.

Ernie hat auf seinem Blog eine umfassende Presseschau und Galerie-Übersicht erstellt.

Ich hole schon mal den Helm und brülle los.

Was macht eigentlich ein Gridgirl auf der Baja 300?

Wie bereits früher gesagt, habe ich meine erste Rallye in professionellem Umfeld gefahren und mit Gridgirl. Was macht so ein Gridgirl eigentlich, während ich im Dreck spiele?

Das erzählt Euch die Banditin am besten selbst.

#Baja 300 Mitteldeutschland

Oder: wie ich zum Gridgirl wurde

 

Vom 08.05.2013 bis zum 12.05.2013 war ich mit @Griesgram999 und @ErnieTroelf in Hohenmölsen bei der Baja300 Mitteldeutschland. Aufgrund irgendwelcher lustigen Ideen, seltsamen Zufällen und einiger nützlicher Kontakte kam es dazu, dass die beiden Jungs an der Rallye teilnahmen, alles nachzulesen in ihren Blogs.

Jetzt zu der Frage: Was hatte ich da eigentlich verloren?

Ende April waren wir mit der #Twamilie bei einem Whiskey-Tasting (nachzulesen auf den Blogs von @schrm, @Griesgram999 etc.). Whiskey, egal ob mit oder ohne „h“, ist ein ganz schönes Teufelszeug und da ich sowieso nicht auf den Mund gefallen bin, habe ich unter dem reichlich vorhandenen Einfluss des Whiskeys meinen Mund etwas zu weit aufgemacht.

Die Unterhaltungen hatten sich bei unserer lustigen, etwas motoren- und benzinkranken Truppe im Laufe des Abends natürlich auch um die Baja gedreht. Und da ist es dann passiert…: „Ich bin Gridgirl!!“, hab ich gesagt. Hätte ich mal besser gelassen. Es gab ja Zeugen. Und leider waren die nicht alle so betrunken wie ich.

Meine leise, unterschwellige Hoffnung, dass niemand sich das merken kann was ich da von mir gegeben hatte, wurde vernichtet, als eine Woche später die Honda-Testtage anstanden. Die wurden selbstverständlich auch zum Anlass genommen sich auf ein Bierchen mit der #Twamilie zu treffen, wenn sie schon einmal alle wieder in derselben Ecke Deutschlands unterwegs waren.  Am selben Abend noch sprach @Griesgram999 mich dann auf meine „Schnaps“-Idee an.

Und damit war die Sache fix: Ich fahre mit zur Baja300 – als Gridgirl!

Im Nachhinein muss ich ehrlich sagen, dass die Entscheidung, sich so eine Veranstaltung einmal anzuschauen eine wirklich scheiße geile Sache war :D

Es gab allerdings erst einmal Vorbereitungen zu treffen. Als gutes Gridgirl wollte ich den beiden Jungs natürlich auch ein bisschen als helfende Hand beistehen. Ich wollte Bier kaufen fahren, mit angezündetem Grill auf meine Helden warten und ich wollte den Ablauf kennen.

Also habe ich mich schlau gemacht:

-Wie funktioniert das mit der Zeitnahme?

-Was müssen die Jungs an den Checkpoints beachten?

-Wie sieht die Strecke aus?

-WAS ZIEH ICH NUR AN?!?!

Naja, wird schon schief gehen, hab ich mir dann überlegt. Letzen Endes hab ich Klamotten und ein Zelt auf die Bandit geschnallt, mich mit @ErnieTroelf und nach etwas Strecke auch mit @Griesgram999 getroffen und bin da genauso ohne Ahnung hingefahren wie die beiden Jungs auch.

Da ich nicht mitgefahren bin, kann ich nur abseits der Strecke berichten, aber auch das war mehr als interessant. Ich habe viel gelernt und auch ein bisschen Blut geleckt, vielleicht das nächste Mal doch als Fahrerin und nicht als Gridgirl mit dabei zu sein.

Die Jungs von der Organisation sind uns schon direkt bei der Ankunft positiv aufgefallen, weil sie echt super hilfsbereit und freundlich waren. Der Zeltplatz war auch mit einer dünnen Isomatte gut, nicht uneben oder besonders steinig. Allerdings waren wir uns einig, dass man bei solch einem Event besser mit dem Wohnmobil anreist, zumal die beiden Jungs mit der ganzen Schutzkleidung deutlich mehr Gepäck hatten als ich und das Wetter auch eher feucht als fröhlich war.

Die Verpflegung gestaltete sich allerdings eher weniger nach meinem Geschmack. Wasser und Bier kosteten dasselbe und die Auswahl an Essen war eher ungesund.

Manch einer würde sagen: „Super, dann trink ich halt nur Bier“ aber da der nächste Supermarkt nicht direkt um die Ecke war und ich mich ja auch um „,meine Jungs“ kümmern wollte, fand ich diesen Umstand etwas grenzwertig. Kümmern insofern, als dass die zwei sechs Stunden oder länger auf der Strecke unterwegs waren und Getränke im Camelbag mitnehmen wollten und sich Bier beim Rallye-Fahren doch nicht gar so gut macht.

Ich hatte mit meinem Budget auch eher so geplant, dass man abends grillt oder aufm Camping-Kocher was zaubert – nicht jeden Abend futtern für 10€ pro Nase. Aber mit der Bandit alleine aus dem Braunkohleabbau rausfahren und im Supermarkt was holen, das hab ich mich dann doch nicht getraut – immerhin waren wir da in Ostdeutschland!

Das wurde allerdings alles besser, als @Kutze21 freitags abends mit der DR anrückte. So konnten wir samstags Einkaufen fahren und die Jungs am zweiten Tag der Rallye mit Grillwürstchen, Fladenbrot und Kräuterbutter empfangen.

Interessant für mich war natürlich, dass einer der Mechaniker selbst nicht fuhr und deshalb auch im Lager Kaffee schlürfte, nachdem die „Dirtgirls“ auf der Strecke waren. Von Benjamin habe ich einiges gezeigt bekommen: Wie bekomme ich das Wasser aus der Husqvarna wieder raus, wenn sie über den Auspuff vollgelaufen ist? Warum sehen die Luftfilter von den Rallye-KTMs aus wie Schwämme? Warum zur Hölle sprüht er den Schwamm vor dem Einbau blau an?! (Das Spray, welches zum zusätzlichen Schutz vor Staub diente, war blau) Wie wechselt man Bremsbeläge an den KTMs? Und und und…

Zusätzlich dazu hat Tina eine wunderbare Schulung zum Thema Motivation und Roadbook gehalten, welche ich mir auch als „Nicht-Fahrerin“ anschauen durfte – Danke nochmal an dieser Stelle.

Ein Manko war meiner Meinung nach lediglich, dass die Zeiten nie zum angekündigten Zeitpunkt aushingen (22:00 Uhr) sondern deutlich später. Die Jungs mussten allerdings um halb sechs morgens schon am Start stehen und hatten daher nachts um zwölf Besseres zu tun, als vor einer leeren Infotafel zu stehen und auf Startzeiten zu warten. Das wollte ich dann erledigen, habe aber gegen eins dann auch das Zelt vorgezogen und es wurde morgens vor dem Start nach der genauen Zeit geschaut.

Dann wollte ich noch twittern, stellvertretend für die Jungs. War allerdings wegen schlechtem Empfang auch nicht so gut möglich, wie ich es mir erhofft hatte.

Nagut, das mit dem Verpflegen und Umsorgen der Jungs ist somit also an den Umständen gescheitert – aber der Wille war da!!

Blieb mir eigentlich nur noch eins: Zu meinem Wort stehen.

Hab ich dann auch gemacht. Ich hatte zusätzlich zum Zelt und den normalen Klamotten noch eine Strumpfhose, eine Jeans-Shorts, ein knappes Top, roten Lippenstift und natürlich 12,5 cm Highheels im Gepäck!

Kurz umziehen, vom @Griesgram999 Huckepack zur nächsten schlammigen Stelle tragen lassen, Regenschirm auf,  KTM und Fahrer dazu und ich war Gridgirl.

Erwartet hatte ich skeptische Blicke, Schubladen-Denken und das meine Person als Mädchen abgestempelt wird, dass für sexuelle Gefälligkeiten auch schon mal die Haushaltskasse aufbessert.

War aber nicht so.

Wider erwarten kam die ganze Aktion prima an, wir wurden vom Großteil  des Teams fotografiert, die Nachbarzelte schenkten uns aufmerksame Blicke und alle – wirklich alle – fanden die Aktion einfach nur super lustig – zumal „meine Jungs“ tatsächlich die einzigen unter allen Teilnehmern waren, die ein Gridgirl dabei hatten.

Ein weiteres Highlight für mich persönlich war, dass @kutze21 mir seine DR anvertraute und ich das erste Mal in meinem Leben einen Kickstarter bediente. Meine Wade ist immer noch leicht blau. Da ich die kleine Suzi aber anbekam (zweimal, wohlgemerkt – kein Glückstreffer also) durfte ich auch mal ein Stück damit fahren und ich muss sagen… Ich bin ein bisschen verliebt. In die Suzi, den Einzylinder, in den Schlamm und in die Kombination aus allem.

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Am letzten Abend hieß es dann feiern: Feiern, dass das Wochenende so geil war, dass die Mädels aus dem Dirtgirl-Team so super gefahren sind, feiern, dass alle noch heil waren…

Mit den Jungs an der Bar hatten wir uns am ersten Abend schon prima verstanden, das kam uns jetzt zugute: Die Erna (alias @ErnieTroelf) , das Schnittchen, bekam nämlich ständig einen ausgegeben :-P

Da sich vermuten ließ,  dass @Griesgram999 und @ErnieTroelf nur ganz knapp an einem Platz auf dem Treppchen vorbeischrammen würden, stiefelte ich – mal wieder getrieben von einem leichten Schwips – zum Bierstand, verlangte ein Plastikmesser, einen Pappteller, einen Getränkebecher und 1,5m Aluminiumfolie. Ich erntete zwar schiefe Blicke von den Jungs hinter der Theke aber als klar wurde, dass ich einen Pokal bastel, war alles gut. Den überreichte ich dann feierlich an @Griesgram999 und mit einem letzten Absacker ließen wir den Abend ausklingen.

Am nächsten Tag war packen angesagt und auf dem Heimweg schielten @ErnieTroelf und @Griesgram999 nach jeder Pfütze am Straßenrad und ich muss ehrlich zugeben: Nach den Erfahrungen, die ich auf der Baja300 gemacht habe, ging es mir ganz genauso.

Ein geniales Wochenende mit zwei super Begleitern, einem unverhofften Gast, einem super Team, viel Dreck und Schlamm und ganz viel Spaß.

Und nächstes Jahr… Hol ich mir einen Platz auf dem Treppchen! Und wenn’s das vor dem Wohnwagen ist

Die Baja 300 – Wie alles begann

Letztes Wochenende war es soweit, zusammen mit den Kolleginnen @ErnaTroelf und @Banditin bin ich auf dem Luxusweibchen zum größten Offroad-Event Europas gefahren. Erna und ich waren als Fahrer des Dirtgirls Rallye Teams gemeldet und die Banditin kam als mein Gridgirl mit. Wenn wir schon richtige Ralley KTMs, Coach, Mechaniker und einen Physiotherapeuten haben, dann darf eine wunderschöne Regenschirmhalterin natürlich nicht fehlen.

Ich muss zugeben, dass ich total unvorbereitet war. Meine gesamte Offroad-Erfahrung bis zu diesem Event war:

  • Eine Runde auf einer Crossstrecke.
  • Ein paar Tage Schotterstrecken und Feldwege in Laos und rund um Trier.

Roadbook lesen? Keine Ahnung. Fahren in schwerem Gelände, durch Schlammlöcher, Steilhänge hoch oder runter? Richtig schnell fahren? Nie gemacht.

Wie also kam ich auf die Idee, dort anzutreten?

Es war in Laos, wo Tina Meier mit von der Partie war. Dort las ich einen Tweet, der in etwa lautete: Wir könnten mal zur Baja300 fahren. Gemeint war als Zuschauer. Also fragte ich Tina einfach mal: „Wie ist denn die Baja so?“ Ihre Antwort war: „Das kannst Du auch fahren.“ Und schon war ich vom Zuschauer zum Teilnehmer mutiert. Der Einwand, dass ich kein geeignetes Mopped hätte wurde mit der Bemerkung, sie kenne jemanden, bei dem ich mir eines leihen könnte beiseite gewischt. So schnell kann es gehen.

Und ich habe es gemacht.

Jedem der mit dem Gedanken spielt, es auch einmal zu versuchen, kann ich nur raten: Mach es! Und wenn Du keine Ahnung hast, wie so etwas funktioniert, dann suche Dir ein Team bei dem Du mitfahren kannst. Dort gibt es Leute, die die Abläufe kennen, die Dir alles erklären können.

Ich habe die Zeit vor der Baja genutzt um mir erstmal Ausrüstung zu kaufen, eine Protektorenjacke, Cross-Stiefel, Knieschützer, Camelbag. Einen Helm hatte ich schon. Dazu noch ein paar Mal joggen gehen und mehr Vorbereitung hatte ich nicht.

Danke an Tina, dass Sie mir diese Idee in den Kopf gesetzt hat, denn ich hatte ein sackrattengeiles Wochenende.

Nächstes Mal jedoch ohne Gridgirl, denn die muss dann mitfahren.

Meine Bilder gibt es auf Flickr.

Mopped in diesem Beitrag:

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Uiuiui – Die #Baja300 rückt näher

Nächste Woche ist es so weit, dann startet die Baja300.

Ich starte zwar mit einem geliehenen Mopped, trotzdem muss eine Menge Kram mit. Da ich mit dem Mopped anreise, ist der Platz natürlich arg eingeschränkt, also werde ich die Cross-Panzerungen auf der Fahrt anziehen und auf dem Luxusweibchem mit einem Crosshelm fahren. Die dicken Crossstiefel werde ich wohl nicht anziehen können, die müssen also irgendwie ans Mopped.

Dazu noch Camping-Ausrüstung für ein paar Tage.

Die Veranstalter haben mir den Baja Guide geschickt, in dem eih Haufen Informationen gesammelt ist; und die Horror-Nachricht: Im Fahrerlager soll es keinen Strom geben. Wie soll ich denn dann mein Handy aufladen und twittern?

Ich habe mir für das Rennen auch ein paar Ziele gesteckt. Mal sehen, was ich davon umsetzen kann.

  1. Viel Spaß haben
  2. Ankommen
  3. Nicht letztes Motorrad werden
  4. Schneller sein als mindestens ein Auto
  5. Am zweiten Tag deutlich schneller sein als am ersten

So wie es aussieht, wird es wohl kein Livetiming geben, aber nach dem Rennen gibt es die Ergebnisse hier.

Wenn Ihr mich und die anderen Dirt Girls vor Ort anfeuern wollt gibt es hier die Google Maps Seite zum Fahrerlager.

ich hoffe, wir sehen uns vor Ort. Ihr könnt mich auch über Twitter, Facebook und Google+ anfeuern.

Bis dahin: VV (Vollgas Vreunde)

Laos-Honda-Baja

Ich bin mit den Beiträgen über Laos noch gar nicht durch, da drängelt schon die nächstes Serie an Beiträgen in meinem Hinterkopf nach vorne. Am Freitag war ich bei den Honda Testtagen in Weibersbrunn. Dort habe ich folgende Moppeds gefahren, zu denen ich natürlich was schreiben möchte:

  • CBR500R
  • NC700X
  • Integra
  • CBR600F
  • NSC50R
  • CBR600RR
  • F6B
  • CB1100
  • Fireblade

Und dann kommt demnächst die Baja300 und zum Whisk(e)y Tasting möchte ich auch noch etwas schreiben.

Humorfreies joggen

Weil ich demnächst bei der Baja300 fahre, versuche ich mich ein bisschen fit zu machen und jogge hier immer ums Haus herum. Ich bin da nicht der einzige und so kam es, dass ich jemanden überholte, der mit Warnweste, Rücklicht und Stirnlampe lief. Meine Frage “ Wo ist denn Dein Airbag?“ hat er nur mit Kopfschütteln beantwortet.

Unverantwortlich: ohne Airbag joggen.

#Baja300 und ich

Mal eben was anderes als Laos, aber ich werde mit Laos weitermachen.

Gerade eben habe ich mich zur #Baja300 Mitteldeutschland angemeldet.Ich habe noch überhaupt gar keine genaue Vorstellung von dem, was mich da erwartet, also werde ich es einfach auf mich zukommen lassen. Ich bin ja nicht alleine sondern im Dirtgirls Rallye Team. Und zusammen mit mir wird der Kollege Ernie Troelf ebenfalls seine ersten Rallye Sporen sammeln. #Yeah!

Cheerleader und Fanboys sind willkommen.

Danke @tinadakar, dass Du das möglich machst.Bild