EICMA Sieger: Honda

Mein Lieblingsmopped der EICMA ist eine 125er.

Honda 1

Mir hat die weiße Honda mit dem lyrischen Namen CB125X Concept von allen Moppeds auf der EICMA optisch am besten gefallen.

Ich verlinke hier auf den Artikel bei Asphalt & Rubber, [englisch] mit vielen Bildern, dann muss ich die nicht alle selber aus dem Netz suchen.

Die meisten anderen Websites haben die X zusammen mit der roten Super Moto Schwester M [englisch] vorgestellt.

Außer gut aussehen, kann die kleine Rallymaschine noch mehr. Sie basiert auf Rahmen und Technik der aktuell käuflichen CB125R, somit ist sie per se schon sehr seriennah. Hinzu kommt, so konnte ich jedenfalls mehrfach lesen, dass die CB125R und die CB300R den gleichen Rahmen haben sollen. Wenn das so ist, dann wäre auch eine 300er Version möglich, eine hauseigene Konkurrenz zu CRF250 Rally und CRF250L.
Bei diesen beiden verstehe ich immer noch nicht, warum das keine 300er sind, unterscheiden sich beide Motoren doch fast nur an der Kurbelwelle. Und weil sich beide Motoren so ähnlich sind, könnte es auch eine CB250X werden.

Husqvarna 0

Seriennähe ist jedoch kein Grund, mit einer schnellen Umsetzung zu rechnen, wie Husqvarna mit den Pilen anschaulich viele Jahre lang bewiesen hat.
Apropos Husky: Die blaue Vitpilen 701 Aero finde ich übrigens deutlich weniger gelungen als das weiße 401er Aero-Konzept von 2016, das ich schon als zusammengestückelt und bemüht empfand. Daher keine Fotos hier, aber Ihr könnt ja googlen, wenn es Euch interessiert.
Schade, dass Husky den drölfundachtzigsten Pilen-Aufguss brachte und kein stylisches Rally-Konzept. Ich hätte es spannend gefunden, die Ideen von Honda und Husqvarna zu vergleichen. Eine eigenständige Optik der Rally-Husky neben den technisch gleichen KTMs hätte mir gefallen.

Honda 2

Neben dem schönen Rally-Mopped stand am Honda-Stand noch das schnelle Rally-Mopped, mit dem das HRC Werksteam auch nächsten Januar versucht, die Dakar zu gewinnen (Go, Speeedy gogogooooooooo!). Damit jedoch nicht genug, denn eine weitere, optisch an der Dakar-HRC orientierte Designstudie, stand direkt daneben: eine CRF450L Rally [Video englisch]. Die 250er Rally ist natürlich weiterhin im Programm.

Honda hat seit Neunzehnpiependeckel keine Dakar mehr gewonnen, bekennt sich dennoch viel stärker zu diesem Sport als Dauersieger KTM. Das gefällt mir. (Go, Speeedy gogogooooooooo!)

Honda 2,25

Neben den Designstudien, die auf diversen aktuellen Serienmoppeds aufbauen, feierten eine ganze Reihe überarbeiteter Hondas ihre Premieren. Zu allererst will ich da die CB500 Familie nennen, die zwar leider nicht den von mir gewünschten CB500R Spross bekommen hat, dafür aber eine CB500F, eine CBR500R und die bereits in einem anderen Beitrag von mir erwähnte CB500X. Die CBR500R (Fireblade-Optik) ist etwas ganz anderes als die CB500R (Neo-Sports-Cafe-Optik) und warum Honda diese Nomenklatur verwendet weiß ich auch nicht.
Honda hat die Lücke zwischen dem 300er und dem 1.000er Neo Kaffeesportlern trotzdem geschlossen, mit einer 650er (was auch ziemlich genau die mathematische Mitte von 300 und 1.000 ist). Damit ist die CB650R der Nicht-die-Hornet-Nachfolger. Ein paar Anbauteile mit anderer Optik machen aus der CB650F eine CB650R, leider ohne die Einarmschwinge der Designstudie. An der Seite der CB650R steht weiterhin eine in Fireblade-Optik verkleidete CBR650R.
Für die 500er gibt es einen viertel Punkt.

Was bei Honda fehlt

Ja, das V4 Superbike, das seit gefühlten 20 Jahren in der Gerüchteküche zubereitet wird, war nicht auf der EICMA. Aber mit so einem Mopped hatte ich eh nicht gerechnet.
Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob Honda bei den Reiseenduros richtig aufgestellt ist. Die BMW hat die 850er GS inzwischen so weit angefettet, dass sie auf der Straße in der gleichen Liga spielt wie die Africa Twin, was Gewicht und PS angeht. Aber die 700er Ténéré und die 790er Adventure sind deutlich leichter und versprechen mehr Geländetauglichkeit, die bisherige Prospektstärke der AT. Die CB500X ist zwar leichter und kleiner, allerdings trotz Überarbeitung viel stärker auf den Asphalt fokussiert als die Neuen, abseits der Straße. Somit ist sie keine Ténéré 500, sondern eine Versys 500. Ob das die richtige Strategie ist, werden die Verkaufszahlen zeigen.
Vielleicht zaubert Honda aber auch demnächst eine 500er aus dem Hut, die aussieht, wie die CB125X. Die muss dann aber anders heißen, denn eine CB500X gibt es schon. Wie wäre es denn mit einem richtigen Namen an Stelle des Buchstaben-Chaos? Wie wäre es z.B. mit Transalp?

P.S.
Es würde mir besonders gut gefallen, wenn Hondas Dakar-Renner demnächst wie die CB125X aussehen würden. KTM könnte den Rallybikes auch das aktuelle Scheinwerferdesign der Adventure-Reihe verpassen.

P.P.S.
Die SWM RS500 Rally habe ich bisher nur auf den Facebook-Seiten von SWM gesehen. Die soll 7.500 Eumel kosten, deutlich weniger als die CRF450L ohen Rally-Teile. Das wollte ich hier noch nachreichen, weil ich hier schon so viel über Rally-Moppes für die Serie geschrieben habe.

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8 Gedanken zu „EICMA Sieger: Honda

  1. Ein wirklich schönes Konzept. Wobei mir das Heck zu sehr nach Wettbewerb aussieht, aber das ist ja bei Konzepten oft das Problem, dass die kaum straßentauglich sind und am Ende, sollte es doch vielleicht in X Jahren umgesetzt werden, ganz anders wird.

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          • Nein, habe ich leider nicht, aber Soziusfussrasten sind ja auch schon an der Möhre dran.

            Man kann sich ja beispielshaft mal das Konzept True Adventure und die fertige Africa Twin anschauen. Hier eher die Front, da auf der Matschmaschine ja schon ein Serienheck dran war. Da sind auch keine Blinker angebracht und entsprechend unterscheidet sich die Frontgestaltung zum Serienmodell, wobei es da nicht so extrem ist. Sicher war das auch schon in der Abschlussphase.

            Aber gerade bei dem feinen Heck der 125er läuft den Leuten der Geifer und als Serienmaschine ist dann hinten locker noch 1m² Material mehr dran und keiner wills dann haben.

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  2. Pingback: Die EICMA Nicht-Sieger | Griesgram999

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