Mash 2 – Honda 0

Mash hat es schon wieder getan und aus dem großen chinesischen Zylinder ein cooles Mopped gezogen, die Dirt Track 650 [ausländisch].

Honda Null

Für mich ist Honda der japanische Moppedhersteller, der am Meisten richtig macht, wie die NC Modelle, die DCT-Automatik, die 250er, die schon Jahre vor der aktuellen Welle kleiner Motoren kamen und die Africa Twin fallen mir da ein. Aber Honda scheint mir auch die starrköpfigste Firma zu sein, so werden offensichtliche Trends lange ignoriert oder nur auf Honda-Art adaptiert.
Während Kawasaki eine Z900 (Original aus den 1970ern) als Klassiker verkleidet und Suzuki der GSX-S ein Katana-Kostüm (Original aus den 1980ern) anzieht, entwickelt Honda die Neo Sports Café Serie ohne hausinternes Vorbild. Die Neo Sports Café Familie greift, wie der Name nahelegt, den Trend der Cafe Racer (Original aus den 1950ern, wer da anderer Meinung ist möge bitte kommentieren) auf.
Cafe Racer: Null Punkte

Mash Eins

Mash zeigt mit der Dirt Track 650 nicht nur, dass sie modisch auf Höhe der Zeit sind. Die Zeit, als die neuen Cafe Racer angesagt waren, liegt bereits wieder in der Vergangenheit. Nach den Cafe Racern waren die Scrambler der heiße Scheiß und jetzt sieht es so aus, als seien Tracker die kommende Modewelle, wie nicht nur die Indian FTR 1200 oder eben die neue Mash zeigen.
Tracker: Ein Punkt

Honda Null

Zwischen der CRF250l #Hippe und der CRF1000L Africa Twin gibt es eine große Hubraumlücke im Honda Programm. Da steht nun die CRF450L, die dort meiner Meinung nach nicht hingehört, aber das ist ein anderer Beitrag. Die CRF650L wäre dort gut aufgehoben. Ein Mopped, das in den USA seit 1993 im Angebot ist und dort XR650L heißt. Der Motor basiert auf dem der Dominator, ist jedoch nicht Euro4 fähig.
Bekommen den Dominator-Motor nicht über die Euro4-Hürde: Null Punkte

Mash Zwei

Als Euro4 kam, haben uns viele Hersteller gesagt: “Dieses alte Design lässt sich nicht über die neue Abgashürde heben, das muss aus dem Programm.” Das hat man bei Mash (oder dem chinesischen Motorhersteller) nicht gehört, denn die Dirt Track 650 nutzt den ollen Dominator Motor, der Euro4 tauglich gemacht wurde. Das hätte Honda auch machen können.
Mit Euro4-Domi-Motor: Ein zweiter Punkt

Vertan, vertan sprach der Hahn

Meiner Meinung nach würde eine 7.000 Euro teure CRF650L (die XR650L kostet 7.000 Dollar in den USA) deutlich höhere Verkaufszahlen erzielen, als die über 10.000 Euro teure 450er erreichen wird.
Die 650er hätte nur die SWM Superdual als Mitbewerberin, während die 450er gegen KTM, Husky, Beta, Gasgas, Sherco, SWM, Yamaha und Co. antreten muss.

 

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4 Gedanken zu „Mash 2 – Honda 0

  1. Gab es denn tatsächlich überhaupt einen originalen (!) Cafe Racer ab Werk von irgendeiner Marke? Ich glaube nicht. Das Schildchen mit der Aufschrift „Cafe Racer“ ist wie das Schildchen mit der Aufschrift „Scrambler“ zu händeln: Früher wurden Motorräder von irgendwem so umgebaut das sie „Cafe Racer“ oder „Scrambler“ waren. Heute kommt das vom Band und bekommt ein „original vintage retro neo Blahblubb“ verpasst. :D

    Die „Neo Sports Café“ CB125R sieht für mich aus wie aus einem Animie der 1980er entsprungen. So stellte man sich damals die Zukunft der Motorräder um 2020 wohl vor… Zumindest weckt die Optik eher solche Assoziationen als an eine von Bastlern umgebaute Straßenmaschine, mit welcher dann Rennen gefahren werden sollten.

    Mash – was soll ich sagen. Erfolgreich aus China importierte Maschinen welche nach und nach nun eben ihre Abnehmer finden werden. Auch das 8’000 Euro Gespann könnte nun eine interessante und mutmaßlich zuverlässige Varinate für die Wochenend-Individualisten sein, welche bisher mit Djnepr und Ural geliebäugelt hatten, aber Angst vor der Technik hatten. ;)

    MASH DIRT TRACK 650. Optisch schick, die Lösung mit der Startnummer und dem Licht wurde bisher von Bastlern so umgesetzt. Also nicht nur an (vermeintlichen) Originalen orientiert sondern auch Basteltrends aufgegriffen. Unter 6’000 Euro Neupreis, ein umgemodeltes Dominator-Herz und noch unbekanntes Fahrverhalten. So lassen sich die bisherigen Berichte zusammenfassen… Warten wir’s ab was da so kommen wird.

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    • Ich weiß nicht, wann und von wem der Begriff Cafe Racer erfunden wurde. Bereits in den 1930ern trafen sich in England Moppedfahrer in diversen Transport Cafes.
      Die „Rennstrecken-Umbauten“ wurden dann nach dem 2. Weltkrieg immer populärer. Die Umbaumaßnehmen waren: Abschrauben von überflüssigem Blech (man denke an die Triumph der 1950er), tief angeschnallte Lenkerstummel (teilweise unterhalb der untere Gabelbrücke) Bacon-Slicer an den Bremstrommeln etc. Hauptsache, es fühlte sich schnell an.In den 1950ern wurde es dann so populär, das sogar die Kirche mitmischte. Reverend Shergold gründete den 59 Club im Jahre 1959 (wer hätte das gedacht),Als Heimat für die wilden Ton-Up Boys, daher habe ich die 1950er als „Gründungszeit“ genannt. Ob die selbst umgebauten Moppeds da schon Cafe Racer genannt wurden, weiß ich nicht.
      Aber danke, dass Du gefragt hast.

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      • Die Briten – denen es ja nachgesagt wird es erfunden zu haben – sagen angeblich (laut Wikipedia) das es erst in den 1960ern losging. Als das Motorrad nicht mehr Alltagsgefährt sondern zum Ausdruck einer Rebellion, etc. werden konnte – weil jeder Brite sich ein zweispuriges KFZ leisten konnte. Spielt aber am Ende auch keine große Rolle, ist ja auch nur eine Schublade in welche die diversen Spielarten der „Naked Bikes“ hineingepackt werden können.
        Gespannt bin ich auf die Reviews der Mash in jedem Fall – auch wenn’s wohl nie eine von mir gekaufte Mash geben wird. ;)

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        • Man darf der Wikipedia auch nicht alles glauben. Ein weiteres Argument por 1950er sind die Regeln der Formel 3 (Autos), die ab 1950 mit 500 ccm Motorradmotoren angetrieben wurden. So kam es, dass viele Nortons mit Federbettrahmen aber ohne Motor in der Gegend standen. Da wurden dann Triumph Motoren ereingebaut und zack! gab es die Tritons.
          Der Film The Leather Boys kam jedoch erst 1964 in die Kinos.

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