#Dakar2018 nach dem Rennen -Teil 5 Yamaha, Honda und KTM

Nachdem ich das Rennen über im Internet verbracht habe, hier ein paar persönliche Beobachtungen, die in der Hektik des Renn-Alltags und der kurzen tägliches Zusammenfassung in den Berufsmedien nicht unbedingt vorkamen. Es ist eine kleine Serie mehr oder weniger kurzer Folgen, keine Ahnung wie viele.

Alles, was ich so über die Dakar verfasst habe, kann über das Schlagwort gefunden werden.

Yamaha

Ich war beeindruckt, wie gut Yamahas Enduro-Umbauten funktioniert haben. Honda schickt reine Prototypen, die extra für Rallys gebaut werden, ins Rennen. KTM baut ganz spezielle Rally-Moppeds, für diese Dakar sogar komplett neue, neuer Rahmen, neuer Motor etc. Das 2018er Modell soll 10 kg leichter sein als das Vorgängermodell, das auch ein Leichtbau-Rennmopped war.

Schade, dass es für Yamaha an der Spitze nicht geklappt hat, weil die Fahrer gestürzt sind. Meiner Meinung nach waren sie jeweils zu schnell, weil sie den Grundsatz einer Rally und besonders einer Marathon-Rally vergessen haben: “Yes, it’s a race, but not at this moment”.

Es bleibt jedoch die Frage, ob die Fahrer auch gestürzt wären, wenn Yamaha ein spezialisiertes Rally-Mopped gebaut hätte. Auf einer Rally werden deutlich höhere Durchnittsgeschwindigkeiten gefahren als bei einem Enduro-Wettbewerb. Und diese Geschwindigkeiten müssen so “gemütlich” wie möglich zu fahren sein. Auf der Dakar müssen die Moppeds genug Sprit für 250 km mitnehmen, das sind über 30 Liter bei den Top-Leuten, statt der serienmäßigen 9 Liter beim Basismodell WR450F.  

Es wäre interessant zu erfahren, wie unterschiedlich oder ähnlich sich Honda, Yamaha und KTM in den Abmessungen sind. Wer was weiß: ich habe da unten ein Kommentarfeld.

Honda

Als Honda mit einem Werksteam zurück in die Dakar kam, hieß es von deren PR-Team, dass man das Rennen innerhalb von drei Jahren gewinnen wollte. Hat nicht geklappt. Auch in diesem Jahr gab es keinen Sieg. 2015 schaffte es Paolo Goncalves auf den zweiten Platz, 16m53s hinter dem Sieger Marc Coma.
Dieses Jahr wurde Kevin Benavides Zweiter, 16m53s (ja, das ist der gleiche Abstand) hinter Hiasi.

Die Honda machte in den letzten Jahren den Eindruck, als sei sie das schnellste Mopped bei der Dakar. Damit ist nicht nur die Endgeschwindigkeit, sondern vor allem die “Reisegeschwindigkeit” gemeint. Bei der Dakar kommt es darauf an, viele Stunden (dieses Jahr 43 Stunden auf 12 Etappen) in Wertungsprüfung zu fahren, wenn man gewinnen will.
KTM musste reagieren und kam dieses Jahr mit einem ganz neuen Mopped, dass, “ohne dass der Fahrer es merkt” 5 bis 8 km/h höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglicht. So ähnlich wurde es jedenfalls nach den Testfahrten berichtet. Um das mal in Relation zu setzen: Der Sieger der 8. Etappe, Antoine Meo (KTM) hat die 498 km in 5h24m01s zurückgelegt, das sind in etwa 92,2 km/h. Zweiter wurde Ricky Brabec auf Honda in 5h25m08s, das entspricht 91,9 km/h.

KTM

Seit 17 Jahren gewinnt KTM nun jede Dakar. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass KTM viele Jahre als einziges Werksteam an dem Rennen teilnahm. Aber auch da muss man erstmal ankommen und dann auch noch gewinnen, sowas fällt nicht vom Himmel, bei KTM dauerte es neun Jahre bis zum ersten Sieg.
Klar sind 17 Siege in Folge eine beeindruckende Serie, aber das ist nicht das, was mich am meisten beeindruckt. Ein Blick in das Teilnehmerfeld mit 139 Moppeds zeigt 105 KTM. Die weitaus meisten davon sind Rally Replica, unter verschiedenen Marken: KTM, Husqvarna und Gasgas. Diese Rally Replicas machen fast das komplette Feld aus. Das ist wenig verwunderlich, denn es sind die einzigen Rallymoppeds die man fertig kaufen kann. Insofern ist KTM immer noch das einzige Werksteam auf der Dakar. Dafür sollte jeder Dakar-Freund den Mattighofenern dankbar sein.
Ich möchte nicht verschweigen, dass eine handvoll der KTM/Huskys umgebaute Enduros waren, auf Umbauten komme ich bestimmt später nochmal zu sprechen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s