Exotische Moppeds auf der #Dakar2018

Die Zeiten, als die Dakar ein echter Abenteuer-Zirkus war, sind vorbei. Es ist schwer vorstellbar, dass heute jemand eine Vespa an den Start rollt, so wie 1980 [englisch]. Heute setzen alle 142 Starter auf 450 ccm Einzylinder Rally-Enduros. Obwohl, vielleicht auch nicht, aber dazu komme ich weiter unten.

Mit der Vespa auf der Rally Paris-Dakar

Mit der Vespa auf der Rally Paris-Dakar

Privatfahrer

Die meisten Privatiers haben sich für die einzige käufliche Rally-Maschine, die von KTM / Husqvarna, entschieden. Fast alle anderen Nicht-Werksfahrer kauften sich eine Yamaha WR450F und haben diese umgebaut.
Somit gehören Patricio Cabrera 036 (alle Fahrer.Links führen aus die englische Dakar.com Site) und Cristobal Andres Guldman Gonzales 070 (Malle Moto) mit Ihren Kawasaki-Umbauten ebeso zu den Exoten wie Roberto Vecco 132 auf seiner Suzuki. Eigentlich kann man Moppeds dieser beiden großen japanischen Werke nicht zu den Exoten zählen. Elric Lambert 133 tritt mit einer ZF450 Quaddy an. Das ist so exotisch, dass ich bei Google keine ordentlichen Infos dazu gefunden habe. Was ist denn Qaddy für eine Marke? Alles was es zu Quaddy mit zwei D gibt ist ein italienischer Yamaha Händler und Bilder von Rally-Yamahas. Auf Facebook habe ich dann Bilder von einem Mopped mit der Startnummer 133 gefunden, und da steht Yamaha drauf, also gar kein Exot.
Bleibt vielleicht noch Jurgen van den Goorbergh 048 (Malle Moto), der zwar auch mit KTM antritt, aber nicht mit der ferigen Rally-KTM, sondern sich eine EXC-Enduro umgebaut hat. Letztes Jahr war er der einzige, der auf einer EXC angetreten ist, dieses Jahr setzt mit Stephane Gourlia 087 (Malle Moto) mindestens ein weiterer Fahrer auf dieses Rezept.
Die Privatiers, die irgendwoher die 50.000 bis 100.000 Euro für die Teilnahme bei der Dakar auftreiben müssen, setzen auf Bewährtes.

Exotische Werke

KTM, Husqvarna, Honda und Yamaha sind alles keine Exoten sondern haben bereits mehrere Dakars gewonnen. Husky eigentlich nicht, aber da es nur weiße KTM sind, zähle ich sie einfach dazu.

Für uns Europäer sind die indischen Marken TVS und Hero Exoten, die auch in diesem Jahr wieder mit dabei sind. Jedoch setzen diese auf Moppeds von Sherco (TVS) und Speedbrain (Hero), weil das eigene Modellprogramm keine geeignete Basismaschine enthält. Noch nicht.
Letztes Jahr ist Zongshen glorreich mit eigenen Maschinen gescheitert, vier Moppeds fielen bereits auf der zweiten Etappe aus und die letzte nach der dritten. Dieses Jahr ist keine mehr am Start. Zwei der letztjährigen Fahrer starten auf KTM und sammeln weitere Dakar-Erfahrung. Ich bin mir sicher, dass Zongshen wiederkommt. Vielleicht sehen wir in den nächsten Jahren dann Zongshen-Suzukis, dafür gäbe es Vorbilder auf der Rundstrecke. 2002 wurde das Zongshen-Team mit einer Suzuki Endurance Weltmeister.

Letzter möglicher Exot ist Gasgas. Nach der Insolvenz von 2015 gibt es wieder neue Moppeds: Trialer und Zweitakt-Enduros. Gibt es eine kleine Chance auf einenn Werks-Zweitakter? Ich habe keine Bilder vom Einschiffen der Gasgas gefunden, wer was weiß, sagt mir bitte Bescheid.
Ich vermute jedoch, dass Gasgas eine Version der 2015er Raid einsetzen wird und die hat einen 450er Viertakt-Single wie alle anderen auch.

Hero Speedbrain, offizielles Promo-Foto

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