Superbikes – Servus vs. Eurosport

Endlich ist die Rundstrecken-Saison gestartet. Dieses Wochenende gingen die 600er Supersports und die 1.000er Superbikes in Australien ins Rennen. Glücklicherweise wurden die Rennen live übertragen, die Superbikes sogar zeitgleich auf zwei Sendern. Da beide Sender die Rennen zu einem späteren Zeitpunkt wiederholten, konnte ich beide Übertragungen ohne technische Tricksereien vergleichen.

Zu allererst, bevor auch nur ein negatives Wort fällt: Danke, dass Ihr die Rennen live übertragen habt und dann zusätzlich noch einmal morgens wiederholt habt. Ich hoffe, das wird bei allen weiteren Rennen so bleiben.

Damit zur Kritik.

Eurosport

Ich schicke voraus, dass ich das Moderatoren-Team bei Eurosport, bestehend aus Dirk Raudies und Lenz Leberkern sehr gut finde. Dort mischen sich Emotionalität, Berichterstattung und Sachlichkeit. Beide sind über die Hintergründe besser informiert als ich und können das Rennen besser lesen als ich. Ihnen fallen Dinge in der Zeitentabelle auf, die nicht auf dem Bildschirm zu sehen sind.

Deshalb habe ich Eurosport live gesehen.

Der einzige grobe Fehler, der mir auffiel war: Eurosport (und auch Servus) ist der komplett misslungene Start von Randy Krummenacher entgangen, obwohl er im Bild klar zu sehen war. Randy ist nur einer von drei deutschsprachigen Fahrern, die heute alle aus der gleichen Startreihe gestartet sind (darauf hat Servus vor dem Start sogar mehrfach hingewiesen). Da hätte auffallen können.
Ich habe es am 70 cm TV gesehen und das obwohl ich kein Extra-Auge auf der deutschsprachigen Reihe hatte. Ich fand es sehr auffällig, das zwanzig Moppeds vorwärts stürmen und eines nicht.

Die Spitze war das ganze Rennen über dicht zusammen und es gab reichlich Überholmanöver und noch mehr -versuche. Dass dabei regelmäßig die Namen der Beteiligten durch ein „er“ ersetzt wurden, finde ich okay. Die Saison hat gerade erst begonnen und die Fahrer sind teilweise neu, neu im Team und oder die Teams haben das Design der Moppeds geändert. Ich finde es verständlich, wenn man als Moderator dann nicht im Bruchteil einer Sekunde erkennt, wer da gerade von Position vier auf fünf zurückfällt. Den Kollegen bei Servus ging es ähnlich und es wird in Zukunft besser, das kenne ich auch der Vergangenheit.

Servus

Der größte Fehler, den Servus gemacht hat war: das Supersport Rennen wurde nicht übertragen. Ich hoffe, das wird geändert. Heute lag nur eine tausendstel Sekunde zwischen Platz eins und zwei, wenn überhaupt (haben die bestimmt bei der Zeitnahme eingeschmuggelt, damit überhaupt ein Zeitabstand in der Tabelle steht).

Nächster Kritikpunkt ist das Moderatoren-Duo Philipp Krummholz und Alex Hofmann. Mir fehlte die Emotion und die Übersicht. Während des ganzen Rennens wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Honda von Stefan Bradl noch unfertig ist und er daher nicht vorne mitfahren kann. Dass er über weite Strecken des Rennens jedoch in einem dichten Pulk mit dem zweiten Deutschen Markus Reiterberger und Alex de Angelis, Josh Brookes sowie Roman Ramos fuhr wurde nicht erwähnt. Bei Eurosport wurde es dagegen oft angesprochen und auch die Zeitabstände genannt, damit man auch im Bild ist, was außerhalb des TV-Bildes passiert.

Alex Hofmann hat eine unglückliche Figur abgegeben. Als er gleich zu Anfang die neue Startaufstellung erklären sollte, war es nur eine wenig geordnete Aneinanderreihung von Sätzen rund um die Information, dass der Sieger des ersten Laufs auf Platz 9 startet. Auch die weiteren Kommentare waren nicht sehr erhellend. Alex hat mehrfach darauf hingewiesen, dass Freunde der Statistik jetzt Probleme mit der Pole Position haben werden (warum?), aber wenig zum Renngeschehen. Ich hoffe, das wird besser.

Fazit

Ich bin froh, dass ich Eurosport live gesehen habe, die doch deutlich bessere Übertragung. Ob ich in Zukunft, wenn Eurosport die Rennen wieder nur noch auf dem Bezahlkanal überträgt, auf Servus oder doch lieber einen englischen Stream gucke, wird sich zeigen. Schön, dass ich die Wahl habe.

 

P.S.

Liebe Sender, Ihr braucht keine fünf Moderatoren direkt an die Rennstrecke schicken, es funktioniert auch, wenn wenn von zu Hause aus das Geschehen von Monitor und Live Timing moderiert wird. Spart das Geld und bringt mehr Rennen live.

 

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