Young Star Day bei Yamaha

Am 20. Juni 2015 ist Young Star Day bei Yamaha. Da die meisten Motorradfahrer gefühlte 55 sind und sich wie 85 benehmen, dürfte es für die uninteressant sein, denn die Aktion richtet sich an Menschen die unter 21 Jahre alt sind, vulgo: Küken.

Und diese Küken sollen auch noch Benzin im Blut haben. Benzin-Küken sind gefühlt so selten wie ein Lottoschein mit sechs Richtigen auf dem eine blaue Mauritius klebt, also könnte ich eigentlich hier aufhören zu schreiben.

Aber vielleicht kennst Du ja den einen Menschen unter 21 der sich für Moppeds interessiert, dann schnapp ihn Dir und schleppe ihn am 20. Juni zum Yamaha-Händler. Dort soll er ein Selfie mit YZF-R3 oder MT-07 machen und das mit Hashtag #youngstarday bei Facebook und/oder Instagram hochladen.
Es gibt insgesamt 50 Preise zu gewinnen, inklusive einer R3. Und wenn ich mit meiner Einschätzung recht habe, dann gewinnt das einzige Benzin-Küken, das es gibt, alle Preise.

Details und alles weiter gibt es auf der Website zum Young Star Day.

P.S.

Profitipp, schnapp Dir einfach irgendeinen Menschen unter 21 und gehe mit ihm zum Yamaha-Händler. Lass ihn das Selfie machen und wenn er nicht selbst die R3 fahren will, kauf sie ihm ab.

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Triumph Media Day 2015 #Triumph

Ich war einen Tag nach der edigixxer auch bei Triumph und mein Bericht ist schon fast fertig und sehr ähnlich. Also schreibe ich meinen jetzt neu und re-blogge diesen hier.
Viel Spaß beim lesen.

edigixxer

Im April schneite die Einladung von Triumph in’s Haus. Daraufhin verabredete ich mich mit @ErnieTroelf auf Donnerstag, den 11.06.15 um im Staub und Dreck zu fahren. Die wurde erstmalig durch Triumph in Zusammenarbeit mit dem ADAC Fahrsicherheitszentrum Rhein-Main in Gründen angeboten. Am Tag der Tage war es dann soweit. Nach Übernachtungbei ErnieTroelf, 2 Espressi und einer Banane luden wir unsere Sachen in den Bus und los ging es in Richtung Gründen zum ADAC-Gelände. Nach herzlichen Begrüßung durch denVeranstalter, wurde uns der Tagesablauf erläutert. Kaum eingeteilt in eine Dreck-fahr-gruppe und eine Tour-fahr-Gruppe, ging es mit dem Shuttlebus zum Trainingsgelände. Schon während der Fahrt dorthin, wurde ich immer kleiner und das Herz rutschte mir förmlich in die Hose. Immer mehr wurde mir bewusst, dass ich gleich eine ca. 225 kg schwere Triumph Tiger 800 XCx durch das Enduro-Gelände steuern sollte. Da half es auch nicht, dass die Tiger mit Off-Road-Bereifung, besonderem…

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Boah, seid Ihr scheiße!

Ich fuhr heute durch eine Stadt, an der Kreuzung musste ich rechts ab. Ein paar Meter weiter an einer Bushaltestelle steht ein kleines Mädchen, vielleicht drei oder vier Jahre alt, zwei kleine Zöpfchen, ganz in Rosa mit Blümchen auf der Jacke. Gäbe es bei Wikipedia einen Artikel zu »niedlich«, wäre da ihr Bild zu sehen. Kurz gesagt, ein Kind zum vom Fleck weg adoptieren.

Sie sieht mich mit dem #Luxusweibchen kommen und hält sich die Ohren zu und guckt mich ganz ängstlich an.

Nein, das Luxusweibchen ist komplett serienmäßig, kein Brüllrohr, nix. Ich fahre auch sehr langsam in Ortschaften und drehe nicht wie ein wilder Ochse an der Drehzahlleiter, ich war also komplett leise unterwegs. Das Mädchen hatte einfach Angst, weil es nur laute Moppeds mit Deppen kannte, wie die Mutter mir sagte (klar frage ich da nach, wenn ich schon unbewusst kleine Kinder erschrecke, will doch wissen warum, wer weiß wofür man es später mal brauchen kann).

Was für ein Risen-Scheiße-Arschloch muss man sein, um kleinen Kindern Angst zu machen?

Ich wünsche Euch für 10 Minuten einen signifikanten IQ-Anstieg, auf dass Ihr erkennen und für immer behalten möget, wie dumm Ihr seid!

Und wenn sich dann noch eine Millionen Kamelflöhe in Eurer Poperze einnisten nehme ich es gerne als Bonus.

Flachwixer!

 

P.S.

Eigentlich hätte ich über den extra coolen Triumph Presse Tag schreiben wollen.

P.P.S.

Ganz eigentlich gucke ich gerade die 24 Stunden von Le Mans, aber das musste raus.

Off-Road Sportarten mit dem Mopped

Motocross, Hard-Enduro, Trial, Rally, EnduroCross, Supermoto, Freestyle, Ach-Du-Jemineh und mehr sind alles Sportarten, die mit einem Off-Road Motorrad betrieben werden. Das ist für die meisten ein wenig verwirrend und daher versuche ich mich hier mal an kurzen Beschreibungen ohne bei Wikipedia zu spicken. Ich bin mir sicher, dass es da draußen noch ein paar weitere Sportarten gibt, die hier fehlen, aber dafür gibt es ja die Kommentare da unten.

Motocross

Ein kurzer Rundkurs im Gelände mit Steilkurven, Sprüngen und Wellen. Es ist eine gebaute Rennstrecke, so wie für die Formel 1 nur ohne Asphalt. Alle starten gemeinsam und wer als erster eine bestimmte Anzahl an Runden gefahren hat ist der Sieger. Die Strecke ist meistens leicht zu fahren, die Herausforderung liegt in der Geschwindigkeit. Die Moppeds haben keine Straßenzulassung.

Enduro

Ein großer Rundkurs, der gerne auch mal mit künstlichen Hindernissen wie Betonröhren, Autoreifen oder Baumstämmen angereichert ist. Endurorennen sind meist deutlich länger als Cross-Rennen und es geht durch echtes Gelände anstatt durch einen gebauten Kurs. Häufig wird auf Zeit gefahren, die Teilnehmer starten einzeln oder in kleinen Gruppen. Wer die Strecke am schnellsten schafft hat gewonnen. Die Strecke ist schwer zu befahren und alleine das Ankommen ist schon ein kleiner Erfolg.
Es gibt auch Stunden-Enduros, in denen in einer bestimmten Zeit möglichst viele Runden gefahren werden müssen.
Enduro kommt aus dem spanischartigen und hat was mit Ausdauer zu tun, daher sind die Rennen meist mehrere Stunden lang. Die Moppeds haben oft eine Straßenzulassung und Beleuchtung.

Endurocross

Ist, wie der Name nahe legt, eine Mischung aus Cross und Enduro. Ein kurzer Rundkurs wie beim Moto Cross aber mit zusätzlichen Hindernissen wie Steinfeldern, Baumstämmen oder Wassergräben. Die Hindernisse machen es schwerer zu befahren als reine Crossstrecken. Es gibt Massenstarts und wer zuerst ankommt hat gewonnen.

Hard Enduro

Sammelsurium von verschiedenen Veranstaltungen bei denen der Schwerpunkt auf einer möglichst schwer zu bewältigenden Strecke ist. Wie ein Hindernis überwunden wird ist egal, wer mag kann das Mopped werfen oder tragen. Das Ziel erreichen in der Regel nur wenige Fahrer, der Rest scheitert glorreich.

Trial

Kurze sehr schwer zu befahrende Sektionen. Die Hindernisse müssen auf dem Mopped fahrend überwunden werden, wer einen Fuß absetzt bekommt einen Strafpunkt, wer mehr Füße absetzt oder umfällt bekommt mehr Strafpunkte und der mit den wenigsten Strafpunkten gewinnt. Manchmal gibt es auch Strafpunkte für Stillstand oder wenn zu langsam gefahren wurde. Im Wettbewerb werden meistens Trial-Motorräder ohne Straßenzulassung gefahren.

Rally

Meistens sehr lange Strecken. Der Kurs ist nicht ausgesteckt sondern muss mithilfe von Roadbook und GPS selbst gefunden werden. Es gibt Verbindungsetappen, die im normalen Straßenverkehr gefahren werden und Sonderprüfungen auf Zeit. In der Regel wird einzeln gestartet und wer die kürzeste Zeit benötigt gewinnt. Wer den Start zu spät findet oder einen Checkpunkt auslässt bekommt eine Strafzeit zusätzlich zur gefahrenen Zeit. Die Moppeds haben Straßenzulassung.

Supermoto

Ein kleiner asphaltierter Rundkurs mit engen Kurven und meistens mit einem kleinen nicht asphaltiertem Anteil mit Motocross-Elementen wie Steilkurve und Sprunghügel; Massenstarts und wer zuerst im Ziel ist hat gewonnen. Gefahren wird meist mit Off-Road Motorrädern mit Straßenreifen ohne Straßenzulassung.

FMX – Freestyle Motocross

Ist in meinen Augen kein Sport, weil die objektive Mess- und Vergleichbarkeit fehlt. Es geht um möglichst spektakuläre Shows mit Motocross Motorrädern und Sprunghügeln. Trotzdem gibt es FMX-Wettkämpfe, ähnlich wie beim Turnen oder Tanzen werden die Shows mit Punkten und Schwierigkeitsgraden bewertet, wer die meisten Punkte hat gewinnt. Extrem spektakulär.

Ein bisschen flach – Erzberg 2015 Berichterstattung

Mit dem Mopped durch den Steinbruch fahren, das hat wohl fast jeder schon mal gemacht, der im Laufe seiner Zweirad-Karriere eine Enduro oder ähnliches in der Garage hatte.

So was in der Art ist das Erzberg Rodeo, das dieses Jahr zum 21. Mal stattfand. Allerdings treffen sich dort nicht nur einfach ein paar Mopped-Jungs, sondern die Weltelite der Hard-Enduro Fahrer, eine paar Breitensportler und alles dazwischen. Das sind so viele, dass über einen Prolog die 500 Startplätze für das Hauptrennen, den Hare Scramble, ausgefahren werden. Diese 500 müssen dann im Tagebaugebiet Erzberg ein bisschen hoch und runter fahren und durchs Ziel. Zwischendurch sind einige Checkpunkte, die die Fahrer ansteuern müssen, wer einen davon auslässt, wird nur bis zum letzten regulären Punkt gewertet, Strafzeiten gibt es nicht. Die Strecke von ca. 30 km Länge ist dabei so gewählt, dass nur ein Bruchteil der Starter es in den gegebenen vier Stunden Renndauer bis ins Ziel schaffen kann. Letztes Jahr war der Schnellste schon nach 1:37h im Ziel, die Strecke war also zu leicht. Dieses Jahr wurde der Streckenverlauf geändert und verlängert. Der neu hinzugekommene Abschnitt namens Downton war so hart, dass die ersten fünf, die bis zum Ziel kamen, es nur schafften, weil sie sich und Ihre Moppeds gegenseitig nach oben zogen.

Für ein Wettrennen ist es schon mehr als nur ein bisschen außergewöhnlich, wenn die Topstars, die um den Sieg kämpfen, sich gegenseitig durch die Sektion helfen. In etwa so, als wenn Vettel und Hamilton erst Rossbergs Auto schieben und dann alle drei zusammen die anderen. Zugegeben, beim Erzberg gibt es nur einen Stein zu gewinnen und kein Preisgeld, aber trotzdem.

Das keiner der Top-Stars alleine durch diesen Abschnitt kam sagt einiges über die Schwierigkeit aus. Fünf Fahrer bildeten die Seilschaft an der Spitze und obwohl der Kurs so gebaut ist, dass nur ein Mopped gleichzeitig durch das Ziel passt und sie nacheinander ankamen, wurden vier von Ihnen zum Sieger erklärt und einer zurückgesetzt, weil er vorher einen Checkpunkt ausgelassen hatte.

Ich weiß nicht, ob die Fahrer schon vor der Zieldurchfahrt wussten, dass sie alle gleichermaßen zum Sieger erklärt werden oder ob sie einfach untereinander abgesprochen hatten in welcher Reihenfolge sie gemeinsam in Ziel fahren (und somit einem Konkurrenten einen möglichen Sieg schenken) und habe dazu leider auch keine Informationen gefunden. Das wäre einer der Fragen gewesen, die ich gerne in einem Interview gestellt hätte, leider hat das niemand gefragt oder die Antwort dazu nicht auffindbar ins Netz gestellt. Schade.

Aber da gibt es noch etwas, dass ich viel dringender wissen möchte. Fünf der weltbesten Enduro Fahrer schaffen es nur gemeinsam und mit gegenseitiger Hilfe ins Ziel und 23 Sekunden hinter ihnen kommt noch ein sechster Fahrer an, Mario Roman.

Hat er es ganz alleine durch den Wald geschafft, in dem die anderen scheiterten? Ja, hat er, schreibt Redbull.com in einem Nebensatz, und damit ist er mein heimlicher Sieger!

Warum zum Teufel schreibt da keiner was zu? Warum sind die ganzen Sportreporter vor Ort, wenn sie nur die Ergebnislisten abschreiben, wo sind die ganzen anderen Stories für die man vor Ort sein muss?

Alle freuen sich, zu recht, darüber dass vier Spitzensportler gemeinsam gewinnen, aber keiner schreibt darüber, dass einer es alleine geschafft hat.

Die Platzierungen:

1.Andreas Lettenbichler
1.Alfredo Gomez
1.Jonny Walker
1.Graham Jarvis

5. Mario Roman

Wade Young, der vor dem Ziel wegen einem verpassten Wegpunkt herausgenommen wurde, ist am Ende als 13. gewertet worden.

Von den 500 Startern haben es 79 nicht mal bis zum ersten Checkpunkt geschafft.

Gesamtergebnis Erzber Rodeo Hare Scramble (PDF)

Dieser Blog ist privat

Ich war am Wochenende auf der Nebenan in Hamburg, einer Konferenz für Leute die das Internetz nutzen. Dort kam kurz die Diskussion auf, warum ein Spiegel Journalist in seiner Twitter-Bio schreibt, sein Account sei „privat“ – erstens sei es Quatsch, weil man zwischen privat und Beruf nicht trennen könne und zweitens müsste es „persönlich“ heißen, so der Einwurf von den billigen Plätzen.

Dieser Einwurf ist natürlich noch viel mehr Quatsch als alles, was in dem mir unbekannten Twitterstream samt Bio des möglicherweise nicht mal existenten Spiegel Journalisten stehen könnte.

Ich wollte bei so einem Dummfug keine Diskussion vom Zaun brechen, ich lasse Leute lieber dumm sterben als mir den Mund fusselig zu reden und dann doch nur auf Ignoranz zu stoßen.

Nach dieser ausführlicheren Einleitung kommt jetzt der Hauptteil, der viel kürzer ist.

Dieser Blog ist privat.
Das erkennt Ihr daran, dass ich hier »Scheiße« schreibe, wenn etwas scheiße ist. Wäre es beruflicher Blog würde ich es wahrscheinlich »fäkaloid« nennen, außer wenn es ein Fachblog für Kloverstopfung wäre, dann würde ich selbstverständlich die korrekten Fachtermini verwenden.

Hier darf ich fahren – die TRF

Bei uns in Deutschland ist die Rechtslage für mich als Laien ziemlich unklar. In anderen Ländern sieht es da ganz anders aus. Mit sehr viel Freude blicke ich auf die Insel jenseits des Kanals, in England und Wales (und möglicherweise auch in Schottland) gibt es BOATS, und damit sind keine kleinen Schiffe gemeint, die dort wohl ebenfalls gibt, sondern 6.000 Meilen (mehr als 9.500 km) Byways Open to All Traffic. Die Streckenlänge reicht aus, um eine ganze Rally Dakar im UK zu fahren.
Die Dakar 2015 hatte für Moppeds 4.752 km Sonderprüfung plus 4.543 km Verbindungsetappen, also 9.295 km insgesamt (laut Planung), die Strecke für PKW und LKW war kürzer.

Endorwanderung, Foto TRF Trail Riders Fellowship

Foto: TRF

 

Das ist schon ziemlich cool, dass es so etwas dort gibt und damit es so bleibt, gibt es im UK einen Verein, die Trail Riders Fellowship (TRF), die dafür sorgt, dass diese Strecken auch offen bleiben und sie fleißig nutzt.

TRF Logo -Trail Riders Fellowship

Wer gut Englisch versteht, dem lege ich die TRF Webseiten ans Herz.

TRF bei Facebook

 

Natürlich darf man auch dort nicht einfach jeden Weg befahren aber auf guten Karten sind die BOATS zu finden und das ist ja schon mal was. Und mit einem Verein als Ansprechpartner ist es natürlich deutlich einfacher auch legale Strecke zu finden oder gar einen ortskundigen Vorfahrer.

Ich weiß schon, was ich bei meinem nächsten Besuch auf der Insel machen werde.

P.S.

Auch in anderen Ländern in unserer Nachbarschaft gibt es ganz viele legale Möglichkeiten im Dreck zu spielen, aber gibt es dort auch so etwas wie die TRF? Wenn Du was weißt, schreib einen Kommentar.

Enduro Wanderung TRF Trail Riders Fellowship

Foto: TRF