Endurofahren mit den Dirtgirls statt #BajaD

Aufmerksamen Blog-Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich schon länger nichts mehr zur Baja Deutschland #BajaD geschrieben habe. Aufmerksame Twitter-Leser wissen warum, denn die Baja wurde verschoben. Aus Umweltschutzgründen findet das Rennen jetzt vom 23. bis zum 25. Oktober statt. Eigentlich hätte das Rennen am verlängerten vergangenen Wochenende stattfinden sollen.

Ich wäre mit dem Dirtgirls Rallye Team gestartet und von daher wurde ich als Fast-Mädchen von den Damen zu einem konspirativen Treffen mit Enduro nach Schleswig Holstein eingeladen. Also zögerte ich nicht lange und sprang gleich auf die Hippe mit den gut angefahrenen TKC80 und reiste los. Vor Ort traf ich dann auf eine ganze Armada EXCs, den Wettbewerbs-Enduros aus dem Hause KTM, von 250 ccm bis 450 ccm war alles vertreten.

Der Laie wird nun beginnen Mitleid mit mir zu haben und denken, dass ich die KTMs brutal aufhalten würde. War natürlich nicht so, denn ich habe einen alten Indianer-Trick angewandt und bin auf der ersten Runde einfach als letzter gefahren.

Der Nicht-Mehr-Laie wird denken: Moment, Schleswig Holstein ist doch flach wie ein Bügelbrett, da nutzt einem eine EXC doch gar nichts.
Ja und nein. Natürlich gibt es dort keine 100 m hohen Steilhänge voller Riesen-Findlinge oder ähnliches Hardenduro-Gelände, aber mit einem ortskundigen Führer, der schon seit Mofa-Zeiten den Asphalt scheut die der Teufel das Weihwasser, kann man dort super wilde und tolle Strecken fahren. Wir befuhren sogar eine Cross-Strecke die sich zwei Kurven mit einer Enduro-Strecke teilte und mitten im Wald lag. Ich hatte mir die Gegend vorher mit Openstreetmaps, Goolge Earth und Bing angesehen und hätte damit nicht gerechnet. Sandige Auf- und Abfahrten, zugewachsene Wege, mitten durch die Bäume durch, auf Schotterwegen parallel zur Autobahn, private Endurostrecken im Garten, Trampelpfade durchs Moor – es gab alles, außer Wasserdurchfahrten.

Honda CRF250L Kenner wissen jetzt auch, dass die #Hippe mit solchem Gelände super klar kommt. Ich selbst werde immer wieder von der Kleinen überrascht, die viel mehr im Gelände kann als ich ihr zutraue und am Ende auch mehr kann als ich.

Auf der Endurostrecke habe ich mehrere Runden auch bei höherem Tempo gedreht und war nicht nur erfreut, wie schnell es vorwärts ging, sondern auch, wie wenig anstrengend es war. Eine Runde bin ich zum Vergleich auf einer 250er EXC-F gefahren, war viel anstrengender. Die KTM ist halt ein echtes Wettkampfgerät und muss auch so bewegt werden. Je höher das Tempo umso größer sind die Vorteile der Kante. Aber, so schnell war ich noch nicht. Aber so dreckig.

Hippe im Moor

Meine Empfehlung für alle Offroad-Anfänger daher: Auch wenn alle anderen eine Hardenduro fahren, fangt mit etwas anderem an, Ihr werdet Euch leichter tun und könnt auch noch auf eigener Achse anreisen. An diesem Wochenende konnte ich mit den Mädels, die wie ich auch alle auf gehobenem Anfänger-Niveau fahren, locker mithalten.

Abends wurde fein gegrillt und bis spät in die Nacht geredet. Hier muss ich jedoch die Mädels vor den üblichen Quatschtanten-Klischees in Schutz nehmen, die waren schon früh im Bett, der Tourguide (und Lebenspartner des organisierenden Dirtgirls) und ich fanden kein Ende.
Am Abreisetag gab es sogar noch eine GPS gestützte Schatzsuche als Ersatz für die Navigation mit Roadbook, die auf der Rally angefallen wäre.

Griesis Schatz

Und ganz zum Schluss zum Abschied, als sich unsere Wege wieder trennten bekam ich noch ein Blümchen an die #Hippe das dort auch über 150km hielt bis der Wind uns trennte. Das Bild habe ich bei Kilometer 136 gemacht, da sieht das Blümchen schon ein wenig gerupft aus.

Blümchen an der Hippe

Auf dem Rückweg konnte ich dann doch noch durchs Wasser fahren. Ich hatte mal bei Wikipedia nach Furten gesucht und dabei einige gefunden für manche hatte ich mir die Koordinaten herausgesucht und diese in mein GPS eingespeichert. Die meisten Furten sind mickrig und wenn sie für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben sind, meistens auch noch gepflastert.

Die hier bei Koordinaten N50° 16.215′ E6° 38.822′ jedoch nicht.

Hippe vor einer Furt

Hier war das Wasser ca. 50 cm tief. Ein würdiger Abschluss für ein tolles Wochenende.

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15 Gedanken zu „Endurofahren mit den Dirtgirls statt #BajaD

  1. Schöner Bericht! Wenn ich mir meine CRF zusammen gespart habe, kannste mich ja vlt. mal mitnehmen 😉
    Finde es auch gut, dass Du mal die Anfängervorteile der CRF gegenüber den KTM s herausstellst. Ich denke nämlich auch für meine Zwecke, mein Können sollte die erstmal locker ausreichen.

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  2. Endlich einmal ein Post mit ein Bildern! Sehr gut! Wenn Du nun noch bisschen Fettschriften und H1, H2 und H3 Tags verwendest werden dann Postings bald schon richtig gut lesbar, alter Textedrescher! 🙂

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