Wie finde ich denn coole Strecken?

Es gibt viele verschiedene Arten Mopped zu fahren. Man kann das Krad als normales Transportmittel nutzen und einfach von A nach B fahren oder man holt es nur aus der Garage um es zu putzen und dann zum nächsten oder übernächsten Eiscafe zu fahren und alle zwei Jahre zum TÜV. Oder man fährt bei jeder Gelegenheit die altbekannte Hausrunde. Oder man fährt einfach auf gut Glück und immer der Nase nach. Es gibt auch die Möglichkeit, mit einem Tourguide oder in einer Gruppe nicht ganz vorne zu fahren. Für alles das ist keine ausgefuchste Navigation nötig.

Wir waren im Herbst in den Alpen unterwegs und wollten dort Schotterpässe fahren. Die gibt es alle schön dargestellt im Denzel, dem wohl prominentesten Buch für deutsche Alpenfahrer. Es gibt aber auch unzählige andere und für bestimmt jede Region irgendwas. Wenn man diese Touren fahren will kann man das Buch mitnehmen und an jeder Kreuzung nachlesen. Oder man nimmt die passende Karte (je nach Fahrgeschwindigkeit und Straßengröße können die Maßstäbe 1:50.000 bis 1: 7 Milliarden passen) und schaut an jeder Kreuzung nach, wo es lang geht. Das ist die traditionelle Methode aus der guten alten Zeit, als noch alles aus Holz war.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Strecke im Vorfeld vorzubereiten und dann ins Navi zu übertragen. Die Auswahl an Navis ist riesig und unübersichtlich, aber solange man dem programmierten Kurs folgt sollte jedes Gerät damit klar kommen. Bei gesperrten Straßen oder spontanen Umwegen merkt man dann schnell, ob das Gerät das man vorne am Lenker hat was taugt oder nicht. Weil die Dinger aber mehr als eine Tankfüllung kosten ist es dann sehr ärgerlich, wenn man ein scheiß Gerät gekauft hat.

Ich kann hier keine Marktübersicht geben, weil ich nur wenige Geräte ausprobiert habe. Gekauft habe ich bisher keines. Ich kann hier aber schreiben, wie wir jetzt unsere Strecken in den Vogesen gefunden, geplant und gefahren haben.

Wir hatten folgendes dabei:

@Schrm hat eingepackt:

  • Einen A3 großen Ausdruck eines PDF mit Routenvorschlägen
  • Einen Karte der Vogesen von Michelin im Maßstab 1:150.000 (oder war es 1:200.000?).

@Systemstig hatte

  • Einen Tomtom Rider am Lenker

Ich hatte

Das Garmin ist kein richtiges Navi, es kann jedoch im näheren Umfeld auch Routen berechnen und anzeigen wo es lang geht. Ich finde es sehr kompliziert zu bedienen, aber es hat unendlich viele Einstellmöglichkeiten. Man kann erst ein Profil wählen und später dann noch im jeweiligen Profil verschiedene Routingprofile einstellen die alle mehr oder weniger Auswirkungen auf die Strecke haben.

Folgendermaßen sind wir vorgegangen.

  1. Wir haben Wegpunkte auf dem PDF identifiziert und die Route mit Textmarker auf die Karte übertragen.
  2. Wir haben einige der Wegpunkte ins Tomtom übertragen (Es sah so aus als ginge es mit dem Touchscreen recht einfach). Tomtom hat dann möglichst kurvige Strecken vorgeschlagen, die diese Wegpunkte verbinden. Hier versteckt sich ein Haken, denn wenn die Karte auf dem Navi die schönen Schotterstrecken nicht kennt, dann führt es Euch auch nicht da lang. Die Karte des Tomtom war jedoch sehr gut und kannte eine Menge Wege. Manche von denen waren für den mitreisenden Crosstourer auf Straßenreifen nicht mehr fahrbar. An anderen Stellen waren Wege jedoch nur in den Openstreetmap Karten des Garmin eingetragen. Manchmal war es jedoch auch anders herum.
  3. Manchmal hielten wir an, weil wir viel versprechende Strecken entdeckt haben, die nicht Teil der Route waren und haben am Garmin überprüft, ob diese eine alternative Route sein könnten. Das hat mal mehr mal weniger gut geklappt.
  4. Wenn wir ein Cafe oder eine Tankstelle gesucht haben, dann haben wir unseren elektrischen Lotsen befragt, wo denn die nächste sei und uns einen Routenvorschlag dorthin anzeigen lassen.
    Als wir das das erste Mal gemacht haben hat das Garmin uns einen Weg vorgeschlagen, der über schöne Waldwege führte, die leider das Offroad-Potential der Crosstourer-Reifen überstiegen. Das Tomtom hat uns dann eine fahrbarere Strecke gezeigt. Ich nutze mein Garmin hauptsächlich zum wandern, zu Fuß waren alle Wege bisher machbar.
  5. Wenn der Weg blockiert bzw. verschneit war, hat Tomtom schnell eine Alternative gefunden. Wenn auch diese nicht fahrbar war dann fand Tomtom noch eine Alternative und noch eine.

So haben wir eine Menge schöner Straßen gefunden und eventuell werde ich mir auch so ein Tomtom kaufen, denn ich bin nicht so der große Planer im Vorfeld und die Funktion über kurvige Strecken zu routen hat gute geklappt und uns über kleine Sträßchen geführt. Ob man da auch einstellen kann, dass unbefestigte Straßen bevorzugt werden sollen? Das wäre toll. Und eine Funktion die Wasserdurchfahrten findet hätte ich auch gerne.

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3 Gedanken zu „Wie finde ich denn coole Strecken?

  1. Die besten schlechten Strecken hab ich bislang meist mit Wanderkarten 1:25.000 bzw. 1:50.000 und den Open-MTB-Maps auf meinem Garmin GPSMAP 60 gefunden.
    Das hat im Piemont, den Pyrenäen und auch in Rumänien gut funktioniert …
    Aber planen im Vorfeld ist hier unerlässlich.

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    • Auf den Wanderkarten sind doch auch die grösseren schlechten Strecken gut erkennbar.
      Und DIE kann man auch mit ner Wander-/Reiseenduro fahren. 😉
      Und für die Militär- und Kammstrassen in den Alpen braucht man nun wirklich keine Sportenduro.

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