Mal eben über den Teich und die Ducati Scrambler testen #DucScr

Das Telefon klingelt, es ist bikerszene.de.

Hast Du von Mittwoch bis Samstag Zeit?

Ja.

Willst Du nach Kalifornien die neue Ducati Scrambler fahren?

Ja.

Dann gebe ich Deine Kontaktdaten an Ducati weiter.

Okay.

*Klick*

Wer hätte da anders geantwortet? Kalifornien mit dem Mopped!
Und ja, wir sind so cool, dass wir das ganze ohne einen Anflug von Emotion und professionell regeln.

Und morgen früh geht es dann tatsächlich los. Fünf Minuten nach Fünf fährt mein Zug hier los und bringt mich zum Flughafen. Von dort geht es mit dem Flieger nach Los Angeles, dann weiter mit dem Auto zum ersten Hotel am Strand und am nächsten Tag dann nach Palm Springs, wo dann die Moppeds warten. #Yeah!

Bisher habe ich die Ducati Scrambler unter „nettes Modeaccessoire“ abgelegt gehabt und mir nicht mal die Bilder richtig angesehen. Ich bin zwar ein Fan den V2-Sounds aus Bologna, bitte nicht mit dem Kartoffel-Gebrabbel aus Milwaukee vergleichen, aber das war es dann auch schon. So richtig was für mich, sind die Moppeds nicht. Klar, Ducati hatte auch mal schöne Motorräder im Programm, ich sage nur 916 oder die gute alte Monster 900, aber das war in der Zeit der klaren Linien. Heute sieht bei Ducati alles irgendwie verschwurbelt aus. Die Scrambler hat jedoch das Potential anders zu sein, hat sie doch einen luftgekühlten Motor und setzt nicht auf die High-Tech-mit-alles-Karte. Ich bin neugierig auf unsere erste echte Begegnung.

Bei einem Mode-Artikel ist die Optik mit das Wichtigste. Für mich ist das Aussehen meines eigenen Moppeds gar nicht wichtig, davon sehe ich beim Fahren immer nur wenig. Für mich muss es gut fahren. Und damit meine ich nicht, dass irgendein Rennprofi irgendwo in der Welt eine Hundertstel Sekunde schneller ist, sondern dass ich ordentlich darauf sitzen kann, und zwar ein paar Stunden am Stück, dass der Motor schaltfaul aber bei Bedarf oder Bedürfnis auch drehzahlgieirg fahrbar ist, das Fahrwerk stabil genug läuft um geradeaus zu kommen und trotzdem wieselflink durch die Kurven rollt. Wenn ich jetzt noch weiter als bis zur übernächsten Tankstelle komme und hinten Gepäck anrödeln kann, dann passt es. Das alles setze ich bei der Scrambler voraus und bin gespannt, ob es wirklich 800 ccm und 75 PS sein müssen oder ob 600 Kubic und 50 Pferde gereicht hätten.

So wohltuend die Abkehr von Ducatis Streben nach Prospekt-Superlativen ist, umso weniger schön für mich ist es jedoch, dass es von Mode-Lifestyle-Marketing-Gewäsch abgelöst wurde. Das liegt wohl an unserer Zeit, in der es einfach nicht mehr reicht, einfach nur ein gutes Motorrad zu bauen, denn moppedfahren ist aus der Mode geraten. Es muss daher gleich eine Markenwelt mit Erlebnisgarantie sein, wenn möglich noch mit lange herbeigeredeter Geschichte und Subkultur, so wie es Harley schon seit Jahrzehnten mit seinen Zahnwalt-Rockern vormacht. Selbst BMW versucht seit kurzem von der klappbehelmten Protektoren-Warnweste weg, hin zu einem jungen urbanen Erlebnismenschen-Fashion-Victim zu kommen. Ich wünsche den Herstellern viel Erfolg damit, denn wenn es klappt, haben wir wieder mehr Motorräder auf der Straße und Menschen die sie fahren. Ich muss jedoch versuchen, mich von dem ganzen Drumherum nicht abschrecken zu lassen.

Oder um es kurz zu sagen: Ich erwarte hinter dem Marketing-Blabla ein gut funktionierendes, anfängerfreundliches Motorrad, das gut aussieht und Spaß macht. Also in etwa das, was sich beim #motwunsch eine Menge Leute gewünscht haben.

Ich versuche zwischenzeitlich Updates auf allen Kanälen hochzuladen und mit dem Hashtag #DucScr für Ducati Scrambler zu versehen.

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10 Gedanken zu „Mal eben über den Teich und die Ducati Scrambler testen #DucScr

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