Twitter, Moppeds, grillen und tätowieren. #Twepolite311

Vor viel zu langen Zeit um es eigentlich noch mit einem Blog-Beitrag zu bedenken, war ich auf dem #Twepolite311 in Dortmund. Dort trafen sich einige twitternden Moppedfahrer um die feierliche Übergabe der SR500 von @mykappa mitzuerleben. Leider konnte ich nicht am Übergabe-Freitag anreisen, da war ich noch beruflich unterwegs. Das war auch der Grund, warum ich nicht mitbekommen habe, dass @mykappa zwischenzeitlich verschollen war. Da ich die Geschichte noch nicht aus berufenem Munde im Netz gelesen habe, gebe ich sie hier zum Besten, wohlwissend, dass es nur Hörensagen ist. Aber so fangen doch alle guten urbanen Legenden an.

Die SR soll Ausgangsbasis für ein Umbau-Projekt werden. Da @mykappa den hohen Norden seine Heimat nennt, das Maschinchen aber in den Pott musste, wurde der Freitag für die Hinfahrt gewählt. Wie es sich für moderne Twittermenschen gehört, wurde vorher die Adresse ausgetauscht (zumindest die Adresse des Zielortes), die Twitteraccounts waren bereits bekannt, schließlich ist der Deal ja auch über Twitter zu Stande gekommen. Telefonnummern austauschen dagegen ist sowas von Dezember, das macht man nicht mehr ohne dass es peinlich ist.
Blöd nur, wenn man von unterwegs nur per SMS Nachrichten an Twitter senden, aber keine empfangen kann. Noch blöder, wenn man aufgrund von Problemen bei Twitter nicht mal das kann. Ganz blöd, wenn man dann mit dem Mopped 30 km vor dem Ziel auf der Autobahn liegen bleibt. Müßig zu erwähnen, dass die Panne in einer Autobahn-Baustelle passierte, dass das Mopped nicht mehr ansprang und all die anderen kleinen Nickeligkeiten, die hinterher eine tolle Geschichte ergeben im Moment des Geschehens aber eher als störend empfunden werden. Hier kann sich der geneigte Leser jetzt noch viele kleine Annekdoten um falsches Werkzeug, fehlende Lampen usw. ausdenken oder unten in den Kommentaren ergänzen.
So stand @mykappa also alleine auf der inzwischen nachtdunklen Autobahn und schraubte am Mopped während die Wartenden begannen sich Sorgen zu machen, wo er denn bliebe. Aus oben beschriebenen Gründen blieben alle „Wo ist @mykappa“ Tweets ebenso unbeantwortet wie die Frage nach seiner Handy-Nummer.
Spät in der Nacht, so gegen 01:30 tauchte der Vermisste dann doch endlich bei @hepolite auf, allerdings nicht aus eigener Kraft. Ein Moppedfahrer hatte bei dem Havarierten angehalten und weil der Gute nicht nur in der Nähe wohnte sondern dort auch über Auto und Anhänger verfügte, hat er die SR und den Reiter eben die restlichen Kilometer transportiert. Und wie es sich für einen Helden gehört, wollte er nicht mal mit hoch kommen und sich feiern lassen, ein Bier ausgegeben bekommen oder hat gar Spritgeld angenommen. (Korrekturen dieser Geschichte sind um der Wahrheit willen erwünscht, abenteuerliche Ausschmückungen die der Legendenbildung dienen aber auch. Unten in der Kommentaren ist ein ganzens Internet Platz.)

Ich bin erst am Samstag gekommen, ebenso wie der Großteil der anderen auch. Die meisten hatte ich bisher noch nie real gesehen (die meisten hatte ich noch nicht einmal bei Facebook ge-added, weil ich ihre Namen gar nicht kannte), genauso wie mir erging es den vielen anderen auch. Trotzdem gab von Anfang an keine Anlaufschwierigkeiten, es war, als kannten wir uns bereits ewig, als sei es kein Kennenlernen sondern eher ein lange herbeigesehntes Wiedersehen. Die Gastgeber @hepolite und @einGeschenk haben uns nicht nur beherbergt, sondern auch mit Getränken versorgt, drei Grills gekauft und Fleisch. Nach dem Feiern haben wir, 12 Personen oder mehr, unsere Isomatten ausgerollt und die Zwei-Zimmer-Wohnung in ein Hostel verwandelt.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann alle auf die Mopeds geworfen und sind gefühlte 500 Meter zum Tätowierer geschrömmelt, wo @motorradblogger ein Auge in den Unterarm gestochen bekam. Das anschließende Frühstück wurde dann in einer benachbarten Bäckerei eingenommen und nicht erst nach einer kleinen Rundfahrt wo anders, wie es eigentlich geplant war. Dann wurde die gleiche Strecke wieder zurückgefahren bevor jeder wieder sein Gepäck aufgerödelt hat und sich auf den Heimweg machte.
Ein schönes Wochenende ging für mich mit einer tollen Rückfahrt über frühlingswarme Bundesstraßen zu Ende. Eine Wiederholung ist angedacht und wird mit Sicherheit noch mehr Teilnehmer sehen.

Für eine Teilnehmer-Liste fehlt mir die Lust, wer da war und nicht genannt wurde, kann sich ja in den Kommentaren verewigen.

Bilder zum #Twepolite311 gibt es hier und hier sind noch viel mehr Bilder.

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