Unfall auf der A44

Unfälle auf der Autobahn habe ich in den letzten Wochen öfter gesehen, meistens waren Sie schon ein paar Minuten alt oder noch länger her. Ärgerlich sind dann immer die Gaffer, die langsam an den demolierten Autos vorbei fahren um besser, oder genauer länger, beobachten zu können.

Heute hat es auf der A44 nur 300 Meter vor mir geknallt. Im Dunkel konnte ich nur einige Bremslichter aufleuchten sehen, die sich ein wenig anhoben, ein untrügliches Zeichen für eine Notbremsung. Kurz darauf zogen alle Autos nach rechts und schalteten die Warnblinkanlagen an. 300 Meter weiter konnte ich dann einige Autos auf dem Standstreifen und der rechten Fahrspur stehen erkennen, eines davon ziemlich ramponiert. Ca. 150 Meter weiter eierte ein Kleintransporter mit Warnblinkern an auf den Standstreifen. Da an der Unfallstelle schon die ersten Menschen neben den Autos standen entschloss ich mich weiterzufahren und erst beim Kleintransporter zu halten um zu sehen ob auch dort Hilfe benötigt wird.

Der Transporter war vorne rechts ziemlich ramponiert, ich hielt an, stieg aus und ging auf den Transporter zu. Auf der Beifahrerseite stieg eine junge Mutter aus mit einer ca. 5 Jahre alten, weinenden Tochter im Arm. Der Fahrer blieb erstmal sitzen. Auf meine Frage ob jemand verletzt sei kam glücklicherweise ein „Nein“. Gut so, denn ich hatte den Erste-Hilfe-Kasten natürlich im Auto gelassen, statt ihn sofort zu greifen. Ich wurde gebeten die Polizei anzurufen, der Fahren hatte sich auch wieder so weit gesammelt dass er aussteigen konnte. Also: per 110 mit der Polizei gesprochen und den Unfall gemeldet. Dabei fiel mir auf, dass ich gar nicht genau sagen konnte, wo der Unfall war, Wie hieß noch mal die letzte Ausfahrt? Keine Ahnung. Sind die Zahlen auf den Leitpfosten die Kilometerzahl? Keine Ahnung. der Polizist am anderen Ende der Leitung wollte mich mit der Autobahnpolizei verbinden, dort war jedoch besetzt.

Als die Lage vor Ort geklärt war gab ich der Mutter meine Reflektorweste und leuchtete den Transporter ab, der verlor eine Flüssigkeit, glücklicherweise kein Benzin. Also ging ich nach hinten zu den anderen Unfallautos. Natürlich immer noch ohne Erste-Hilfe-Kasten und fragte dort nach, ob jemand verletzt sei, war aber glücklicherweise auch nicht, also zurück zum Transporter. Dort hatte sich das Kind beruhigt oder wurde von den Eltern beruhigt. Wir haben uns dann ein wenig unterhalten, um den Stress abzubauen und ich schenkte der Kleinen die Kekse, die ich von Muttern mitgebracht hatte und wir warteten auf die Polizei. Weitere Hilfe war nicht nötig, und so konnte ich dann weiter fahren.

Wieder was über mich selbst gelernt. Ich dachte immer ich wäre in solchen Situationen abgeklärt und würde sofort richtig reagieren, dass ich jedoch den Erste-Hilfe-Kasten im Auto lasse wenn ich helfen will, war wohl nicht so schlau. Beim nächsten Mal denke ich dran. Hoffe ich. Und weiß dann auch besser, wo ich gerade bin, schließlich kann ich das ja bei Google Maps mit GPS sehen.

 

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2 Gedanken zu „Unfall auf der A44

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