Noch einmal Waffenrecht, Angst statt Freiheit

Mir ist bekannt, dass es verboten ist ein Taschenmesser oder auch einen Leatherman, zu öffentlichen Veranstalltungen und Demonstrationen mitzunehmen. Leider ist dieses Verbot nicht jedem bekannt. Mir dagegen ist das dafür zuständige Gesetz unbekann, erfahren habe ich davon, bei einem Lehrgang, den jeder angehende Waffenbesitzer machen muss.

Was passieren kann, wenn man von diesem Verbot nichts weiß, habe ich heute über Twitter erfahren. Wenn die Ereignisse sich wirklich so zugetragen haben, wie in dem Post geschildert, so ist da mit Sicherheit mehr als nur eine Kleinigkeit falsch gelaufen. Für den Leatherman-Träger wäre es es mit Sicherheit ein schöner Tag geworden, wenn er einfach nicht gesagt hätte, dass er ein Werkzeug mit Messer dabei hat. Das Ehrlichkeit nicht immer auszahlt, ist eine Erkentniss, die leider nicht neu ist. Es wäre schön, wenn sich das einmal ändern würde.

Ich bin kein Polizist und kann daher nicht beurteilen, ob nicht jeder einzelne an diesm Prozess Beteiligte einen Ermessenspielraum gehabt hätte, um die Vorgänge schnell, unbürokratisch, für den Steuerzahler billiger und nicht zuletzt für den betroffenen Demonstranten angenehmer hätte lösen können, ich hoffe jedoch dass es diesen Ermessensspielraum gibt, ansonsten solte er schnellstens geschaffen werden.

Jetzt, nachdem die Ereignisse geschehen und nicht mehr zu ändern sind, müssen wir alle daraus lernen. Welche Schlüsse können wir also ziehen?

  1. Keine Waffe mit auf eine Demo nehmen.
  2. Wer eine Demo organisiert sollte auf diese Verbot hinweisen.
  3. Die Polizei muss sofort und unmittelbar die Kooperationsbereitschaft des einzelnen Bürgers erkennen, nutzen und fördern, damit es für den Bürger so wenig Einschränkunen wie möglich gibt.
  4. Gesetze, welche die Freiheit des Einzelnen einschränken müssen ständig überprüft und wo möglich abgeschafft werden.

Was wäre denn passiert, wenn der Demonstrant den Leatherman hätte mitnehmen dürfen? Das kann natürlich niemand mit absoluter Sicherheit wissen, aber ich denke mit „Gar nichts“ liege ich in den allermeisten Fällen richtig.

Welche Folgen diese Ereignisskette für den Demonstranten haben wird, für seine Persönlichkeit, seine Psyche, und seine Zukunft in diesen Zeiten der Vorratsdatenspeicherung, Rasterfahndung 2.0, Vernetzung, Überwachung und Datenskandalen, kann ich und wohl auch sonst niemand ermessen. Welche Kosten sie verursacht hat, das ist für Fachleute sicherlich ermittelbar. Die nicht vorhandene positive Wirkung des Vorgehens der Polizei ist dagegen für jeden sofort ersichtlich.

Für Freiheit, Vertrauen und Vernunft.

 

 

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