Ich grübel über Fisichella und Ferrari #F1

Jetzt ist es also offiziell, was bereits seit letzter Woche von allen Motorhomes gepfiffen wurde, Fisichella geht für den Rest der Saison zu Ferrari. Er wechselt genau ein Rennen nachdem er endgültig bewiesen hat, wie eng die Formel 1 inzwischen ist. Ich denke, damit geht für ihn ein Traum in Erfüllung, er darf für Ferrai in der Formel 1 fahren, und das sogar in Monza. Ob er damit eine bessere Platzierung erzielen wird, als es ihm im Force India gelingen würde, ist zumindest für mich zweifelhaft. Der Force India ist schnell und Monza ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Ich denke, bei Ihm war es eine Entscheidung des Herzens, nicht unbedingt eine des Kopfes.

Für Ferrari war es höchste Zeit, den viel zu langsamen Luca Badoer zu ersetzen. Dort hat man gelernt, dass ein Testfahrer, besonders in der Zeit des Testfahrverbots, kein passender Ersatzmann ist. Warum Badoer den Vorzug vor Gene, der auch Testfahrer bei Ferrari ist aber eben auch Rennen in anderen Klassen fährt, erhalten hat, habe ich nie verstanden. Jetzt kann Fisichella zeigen, dass er auch im Ferrari mit Räikkönen mithalten kann, oder eben nicht.

Ob der Vertrag mit Fisichella nun bedeutet, dass Massa diese Jahr nicht mehr ins Ferrari-Lenkrad greift? Und wie sieht es für Massa im nächsten Jahr aus? Schließlich, so sieht es zumindest inoffiziell aus, hat der Rennstal aus Maranello für das kommende Jahr drei Fahrer unter Vertrag, darf aber nur zwei Autos einsetzen. Wer wird also gehen? Räikkönen, dessen Motivation zumindest in deutschen Medien immer wieder bezweifelt wird, Massa, der eventuell nicht so schnell wieder fit genug für die Formel 1 wird oder ist der Vertrag für Alonso doch noch nicht fix?

Für Force India wird sich der Deal wohl zumindest finanziell gelohnt haben. Ersatzmann Liuzzi ist der Einzige in diesem Deal, für den sich die Situation auf jeden Fall verbessert hat. Er erhält die Chance, noch einmal zu beweisen, dass er eines Cockpits würdig ist. Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Verhandlungen fürs nächste Jahr, in dem ja mindestens zwölf Teams antreten wollen.

Die Formel Eins bleibt weiterhin spannend, auf vielen Ebenen, auch auf der Strecke. Hoffentlich merkt RTL das auch und kann diese Spannung auch mal ins Fernsehen bringen. Ich freu mich auf Monza.

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